Das Köln Ding der Woche - Die Poller Köpfe

Shownotes

Das Köln Ding der Woche – Die „Poller Köpfe“- Köln ohne Rhein?

Stellt euch vor, der Rhein kommt nur noch als kleines Rinnsal in Köln an. Der Hauptarm des Flusses fließt östlich statt westlich an Deutz vorbei und erst in Mülheim wieder in sein "altes Bett".

Köln ohne Rhein. Das klingt nach kölscher Apokalypse - war aber ab dem 12. Jahrhundert eine reale Gefahr.

Es passierte bereits vereinzelt bei Hochwasser und Eisgängen: Der Fluss suchte sich ein neues Bett. Höchste Alarmstufe für die Stadt, denn damit war die grundsätzliche Schiffbarkeit des Rheins gefährdet und somit Kölns Wohlstand.

Die Stadtväter handelten und errichteten mit den "Poller Köpfen" eine massive Uferbefestigung. Die ganze Geschichte dazu erzählen Frank & Uli in diesem Köln-Ding der Woche.

Links

Die „Poller Köpfe“- Köln ohne Rhein?

https://www.koeln-lotse.de/2024/08/08/die-poller-koepfe-koeln-ohne-rhein/

Frank und Uli sprechen auch vom „Poller“, dem Gangsterauto aus Köln-Poll

https://www.koeln-lotse.de/2019/07/20/das-gangsterauto-aus-koeln-die-citroen-fertigung-in-poll/

Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions

https://www.ym-productions.de/

Transkript anzeigen

00:00:10: Das Köln-Ding der Woche.

00:00:14: Der

00:00:14: Podcast zur schönsten Stadt der Welt.

00:00:17: Präsentieren

00:00:18: euch der Uli und der Frank!

00:00:28: Wer kennt sie nicht?

00:00:29: Die wunderbare Textzeile der Black Furs, Emole Mior, Götteringos im Bett – nämlich dann wenn Hehu Wasser hätt'.

00:00:36: Und in diesem Sinne begrüßen wir euch zu unserer heutigen Folge mit dem Untertitel der Kölschereingau.

00:00:42: und das hat nichts mit Wein zu tun.

00:00:44: oder wie wir Kölsche beinahe fünfzig Prozent unseres Heimatgefühls verloren hätten.

00:00:49: An meiner Seite der Mann, den man auch den Kölschen-Fahrerinnenbeauftragten des Rheins nennt und der Hochwasser nur von seiner Hose kennt.

00:00:57: Unser Uli!

00:00:58: Mir

00:00:59: gegenüber sitzt der personifizierte Reinpegel, der Mann dessen Kopf ihr nach Rotfahre bezeichnet wie hoch der Kölner Reinpegel ist.

00:01:08: Der einzigartige Frank Mausbach.

00:01:11: um aber auf das Lied der Fürst zurückzukommen Was wäre für die Stadt Köln bis heute eine absolute Katastrophe gewesen?

00:01:20: Der Rhein fließt nicht in seinem gewohnten Flussbette dahin, sondern sucht sich einen neuen Verlauf.

00:01:26: Stattwestlich verläuft der Fluss auf einmal ab Boll östlich an Dix vorbei und kann dann erst ins alte Flussbet zurückkehren.

00:01:36: Gut das klingt jetzt aber witzig!

00:01:38: Aber diese Gefahr drohte circa ab dem zwölften Jahrhundert wirklich.

00:01:43: Denn es passierte bereits vereinzelt bei Hochwasser und Eisgängen, in Köln kam dann nur noch ein flaches Rindsälchen an der Fluss suchte sich ein neues Bettchen quasi eine eigene Umgebungsstraße gebaut allerdings ohne Baujenebierung da schrillten alle Alarmglocken in Kologne denn damit war die grundsätzliche Schiffbarkeit des Reins gefährdet und somit auch Kölns Wohlstand.

00:02:07: Ohne

00:02:07: den Handel, welcher zum größten Teil über den Rhein abgewickelt wurde und ohne das äußerst lukrative Stapelrecht – da haben wir mal eine Folge durchgemacht – wäre Köln bedeutungslos geworden.

00:02:18: Aber Uli!

00:02:19: Wie hat man denn... sag ich mal gegen diese generationsübergreifende Katastrophe sich gewährt.

00:02:25: Das Problem wäre ja gewesen oder war zwischenzeitlich auch, dass der Rhein tatsächlich sich ein neues Bett gesucht hat.

00:02:33: Was mal echt ein bisschen schwierig ist weil wenn er tatsächlich auf einmal rechts statt links an Düks vorbeigeflossen wäre, wäre Gölge als solches wirklich abgeschnitten gewesen vom Rhein.

00:02:44: das wollte natürlich keiner.

00:02:45: Man hat mal je Mathe man hat einfach das Ufer befestigt wobei einfach ist jetzt nicht wirklich einfach.

00:02:51: Man ist mal angefangen, hat da was angepflanzt und das Ufer ein bisschen rechthält, hat Dämme entlang der heutigen Polarwiesen gebaut – so wollte man dieses Thema verhindern!

00:03:01: Es war allerdings etwas schwierig, weil Boll war net Gölge Schelsig gehörte damals noch nicht zu Gölln.

00:03:09: Die Eingemeindung kam viel später und Pohl gehört tatsächlich zu den Besitztümern des Erzbischofs.

00:03:15: Gut, Göllnen und die Erzbschöfe war schon immer ein schwieriges Thema – ist es heute übrigens auch noch oder heute ganz besonders?

00:03:22: Damals allerdings noch viel gravierender!

00:03:24: Und der hilly Mann, der war tatsächlich schwierig aber er war natürlich nicht daran interessiert dass Göllä dieses Thema mit dem rein verliert und damit das Stapelrecht.

00:03:34: also hat der Kirchenmann gesagt, kein Problem liebe Gölzchen.

00:03:38: Ihr dürft das!

00:03:39: Pflanzt da mal schön was an.

00:03:41: auf meinem Grund ever bezahlen müsst ihr dort?

00:03:45: Ja die Parkzahlung bestanden in zwei Bestand aus zwei Tonnen Herring.

00:03:50: Das hört sich ein bisschen komisch an.

00:03:52: Das war aber damals viel Geld oder viel Hering auf jeden Fall pro Jahr und zusätzlich in einem vergoldeten Geschirr und für jeden neuen Erzbischof auch ein neues Goldgeschirr also quasi.

00:04:02: das wurde direkt mal vererbt.

00:04:04: Ab der Zeit begangen die Bauarbeiten.

00:04:07: Es wurden schwere Uferbefestigungen, also die sogenannten Köpfe angelegt.

00:04:11: Daher Köp!

00:04:13: Dafür wurden massive Eichenstemme mit Querbalken im Flussgrund befestigt.

00:04:18: Die so entstandenen Kästen wurden mit Basaltsbrocken gefüllt.

00:04:22: Die Dimension dieser Anlage waren absolut gewaltig mehrere hundert Meter lange und etwa acht Meter breite Konstruktionen welche sich bis zu drei Meter aus dem Wasser herausragten.

00:04:34: Jetzt fragt man sich natürlich, wo kam denn das ganze Bauholz her?

00:04:38: Da möchte ja mittlerweile der Königsforster steppe gewesen sein.

00:04:42: Ja, tatsächlich hat die Stadt Köln ein eigenes Waldgrundstück gekauft um dieses Bauholz daraus zu holen.

00:04:50: Nur noch einmal klarzustellen das waren gigantische Dimensionen mehrere hundert Meter lange Konstruktionen die mit Eichenfällen befestigt waren und wo dann Steinbrocken reinkam.

00:05:01: Das ist nicht mal ebenso gemacht da ist man richtig amtlich.

00:05:04: aber Es war so wichtig das zu tun, damit Köln nicht den Rhein und somit das Stapelrecht verliert.

00:05:10: Insofern war jedes entsprechende Geld da definitiv gut investiert.

00:05:15: Die sind aber noch weitergegangen?

00:05:17: Die haben dann Folgendes gemacht!

00:05:20: alte und auch schon halb kaputte Reinschiffe angekauft, also statt Göln.

00:05:25: Hat die an die richtige Stelle gelenkt?

00:05:28: Und hat sie dann da noch zielgerichtet versenkt?

00:05:31: Die wurden dann mit Steinen beladen und zack sind die dann abgesoffen genau vor diesem Polarköpfen damit die noch weiter geschützt werden, damit die wiederum das Rheinufer schützen, damit der Rhein in seinem Bett bleibt Damit das Ganze auch nicht schön verfällt, so wie man mit Brücken von heute kennt hat man damals den Weidenhüter eingestellt.

00:05:54: Da waren wir ein scharfer Job, da war nämlich tatsächlich ein städtlicher Beamter der wohnte auf dieser ganzen Anlage von den Bollerwiesen und auf dem Bollerköp und hat dann ständig darauf geachtet, dass da auch ja nichts dran passiert.

00:06:05: Im Jahr sechzehn-einundvierzig wurde dann ein steinernes Wert zur Unterstützung der Anlage eingebaut.

00:06:12: Aber erst im Mitbau des Deuzer Hafens, das war so ab achtzehnfünfeinundneunzig wurden die weit in den reinragenden Bestandteile der Polarköpfe entfernt und durch moderne Festigungsanlagen ersetzt.

00:06:24: Die Halbinsel-Polarwert wurde zum Deuzerhafen.

00:06:29: So sieht man heute eigentlich kaum noch was von dem Polarköp bis auf die rausragenden Brünen.

00:06:37: Das sind tatsächlich die Verlängerungen und die Polarköppe liegen aber eigentlich unter dem Polarwiesen drunter.

00:06:43: Da könnte man noch was sehen!

00:06:45: Und die Polar Wiesen sind tatsächlich geschützt als sogenanntes Bodendenkmal, das ist so ähnlich wie ein Haus, was irgendwie Denkmalschutz hat gibt es auch Bodendenkmäler.

00:06:54: und dieses Bodendenkmal Polar-Wiesen hat man tatsächlich geschürzt weil in den Jahren des Jahrhunderts war kein Wasser im Wein Tatsächlich zwei von den vierhundert Jahre vorher versenkten Schiffen gefunden, von denen ich eben geredet habe die dazu abwehr des oder zur Befestigung des Ufers noch versenkt worden sind.

00:07:15: Das ist schon ziemlich knallermäßig.

00:07:18: und dann haben sie ein bisschen weiter gebuddelt.

00:07:20: Gott sei Dank haben Sie die Polarwesen nicht komplett um ihr buddelt Und haben also ein paar Probeborungen gemacht.

00:07:26: Hundert weitere Schiffe haben sie gefunden, die da versenkt sind.

00:07:30: Also das heißt, die unter dem Untergrund liegen, die damals die Uferbefestigung des Rheins waren.

00:07:36: Zum Weltjugentag im Jahr zweitausendfünf, dann ist ja jetzt mittlerweile auch schon mal eine leckere zwanzig Jahre wieder her, hielt der Pap seine Predigt von einem Schiff auf Und wie das im Vorfeld so üblich ist bei solchen Veranstalten, kam der Kampfmittel-Räumdienst und hat die Polarwiesen auf Weltkriegsbomben überprüft.

00:07:54: Mithilfe der dabei eingesetzten Metalldetektoren fanden sie Teile der alten Befestigungsanlagen in der Pollerköpfe.

00:08:00: Wie Eisenschuhe zu Verankerungen der Eichenbalken waren diese im Boden versenkt?

00:08:05: Daher wurden die PolARWISEN am vierundzwanzigsten Oktober zweitausendfünf in die Bodendenkmalliste eingetragen.

00:08:12: Ja und wenn ihr heute jetzt auf dem Polarwiesen unterwegs seid, euch gut gehen lässt und einfach mal guckt was da so im Rhein los ist, sei der A sicher weil die Bomben sind alle fort und B unter euch ist tatsächlich ein Bodendenkmal, unter euch sind die Boller Köpb, unter Euch sind hundert versenkte Schiffe.

00:08:27: und diesen ganzen Gedöns damit zu verdanken, dass das Gölge so höch noch geht und hat nicht auf einmal Deutsch links reinig wäre sondern es blieb dann rechts reinig.

00:08:41: Haben wir noch eine Frage zum Schluss?

00:08:43: Also der Oli hat bestimmt eine, aber ich hätte keine.

00:08:45: Oli, möchtest du eine stellen?

00:08:46: Ja!

00:08:47: Was ist der Poller?

00:08:53: Der Poller ist was.

00:08:54: wenn ich rückwärts fahre dann fahrer ich meistens dagegen.

00:08:57: Fahren ist schon mal ein gutes Stichwort, aber ganz kalt.

00:09:00: Unser Vollkommen über bezahlte Tontechniker guckt mich auch fragend an.

00:09:03: Er hat definitiv gar keine Ahnung.

00:09:05: Nein tatsächlich.

00:09:06: Wirklich gar keine ahnung.

00:09:09: der legendäre Citroën, der in Poll gebaut wurde.

00:09:13: In Poll gab's mal ein Citroenberg und dieser legendäre Citroén, da hieß er der Gangsterwagen des Citroens Traxion de Traction avant, glaub ich mal sagen?

00:09:23: Das sagst

00:09:24: du noch einmal bitte!

00:09:25: Der Citroenn Traxian avant, würd'ich mal sagen...der hieß tatsächlich der BOLA Und dazu werden wir euch auch einen Link nicht schonutsetzen und ich würde euch jetzt wirklich tun.

00:09:36: Übrigens wenn ihr einmal selber so wie wir amateure oder fast schon profis könnte der eine und andere sagen mal einen podcast aufnehmen wollt dann können die uns auch könnt ihr euch auch vertrauensvoll an unseren völlig überbezahlten tontechniker wenden, der jetzt seine aus dem internet gestampfte mega im Internet adresse mal raus hauen wird.

00:09:59: ich höre das

00:09:59: ist www.ym-productions.de.

00:10:04: Productions mit C

00:10:07: Mit C.

00:10:09: Ja, mit P. Y-M.

00:10:10: Windestrich.

00:10:11: Productions.de.

00:10:13: Da könnt ihr den vollkommen überbezahlten Tontechnik übrigens auch mal sehen, falls ihr die mal sehen wollt.

00:10:18: Wir haben da Bilder von seiner Arbeit hinterlegt und ihr könnt ihn auch direkt buchen wobei nicht so viel, ne?

00:10:25: Wir brauchen den ja

00:10:27: auch noch!

00:10:29: Vielen Dank!

00:10:30: Es war wieder schön mit euch gehabt.

00:10:32: euch wohl macht eure eigenen Podcast, fahrt mal auf die Polarwiesen.

00:10:37: Guckt euch das ganze Spielchen an wobei tatsächlich so viel sieht man nicht aber ihr wisst jetzt Bescheid was da drunter ist.

00:10:43: ein schönen Tag noch und bis demnächst!

00:10:50: Das war die neuste

00:10:51: Folge

00:10:52: vom Köln-Ding

00:10:53: der Woche und ich hoffe es hat euch gefallen.

00:10:55: Wenn ja folgt uns auf Instagram und Facebook und auf TikTok, da sind wir unter das Köln den zu finden.

00:11:04: Auch auf PolyG sind wir natürlich zu finden weil es da unseren Podcast gibt!

00:11:09: Und auf Spotify, Apple, RTL Plus überall da wo's Podcast gibt.

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