Das Köln Ding der Woche - Dat Dreikünnijepöötzche
Shownotes
Das Köln Ding der Woche – Dat Dreikünnijepöötzche - Das Dreikönigenpförtchen
Wer mitten in der Stadt mal Ruhe sucht, findet diese im Lichhof an der Kirche St. Maria im Kapitol. Dieser lauschige Platz ist eine kleine Ruheinsel mitten in der oft lauten Stadt. Und dort steht ein kleines Bauwerk mit ganz großer Geschichte: Das Dreikönigenpförtchen, von den kölschen „Dreikünnijepöötzche“ genannt. Der Legende nach sind am 23. Juli 1164 exakt durch dieses Tor die Heiligen Drei Könige in die Stadt gekommen. Allerdings sind durchaus Zweifel an dieser Geschichte angebracht, denn das heutige gotische Tor stammt ungefähr aus dem Jahr 1330.
Was also an der Legende stimmt – und auch, was nicht – besprechen Frank & Uli in dieser Ausgabe des Köln-Ding der Woche
Links
Dat Dreikünnijepöötzche | Das Dreikönigenpförtchen https://www.koeln-lotse.de/2020/11/21/dat-dreikuennijepoeoetzche-das-dreikoenigenpfoertchen/
Drei wichtige Imis für Kölle: Caspar, Melchior und Balthasar https://www.koeln-lotse.de/2019/01/06/drei-wichtige-imis-in-koelle-caspar-melchior-und-balthasar/
Das Lied „Nor am Dreikünnigepöötzge“ (hier von den Bläck Fööss, im Original von Karl Berbuer) https://www.youtube.com/watch?v=i5mgQG4mNTE
Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions https://www.ym-productions.de/
Transkript anzeigen
00:00:10: Das Kölnding
00:00:11: der Woche.
00:00:14: Der Podcast zur schönsten Stadt der Welt.
00:00:17: Präsentieren euch der
00:00:19: Uli und der Frank!
00:00:28: Herzlich willkommen zum heutigen Podcast von den drei Helien-Köllchen-Podcast-Königin.
00:00:34: An meiner Seite ist zum einen unser Heliasangt Uli, der Schutzpatronen der köllischen Stadtführer und zum anderen Sankt Janik, der Schirmherr aller überbezahlter und ausjubeuteter Tontechniker.
00:00:47: Mir gegenüber sitzt der Mann, der immer noch glaubt dass Prinz, Bauer und Jungfrau die wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt wären.
00:00:55: Weit gefehlt!
00:00:56: Es sind natürlich Caspar, Melchio und Balta saum Die geht's heute.
00:00:59: Wir werden außerdem verstärkt durch den zwar vollkommen überbezahlten aber immer sehr zuverlässigen Yannick Der mann der seit neuestem eine eigene Website hat Die ihr euch mal angucken könnt.
00:01:11: Ihr seht ja übrigens auch Bilder von ihm.
00:01:13: Er ist auch recht attraktiv ym-productions.de.
00:01:18: schaut da mal rein, da habt ihr eine Chance unseren Tontechniker bei der Arbeit zu sehen und das ist ein seltenes Vergnügen!
00:01:25: So Uli Hürnz.
00:01:27: ich stelle mal die kontroverse Frage in den Raum wieso hat unsere grandiose Stadt es eigentlich nötig?
00:01:35: Bei der kölschen Stadtgeschichte ich sage mal nicht lügen ist zu flunkern.
00:01:41: Wir flunker nicht.
00:01:42: Wir haben bestimmte Wahrheiten, die gelten nur in Köln.
00:01:45: Das ist was anderes!
00:01:46: Aber das muss doch überhaupt nicht sein... Kannst du mir erklären, wieso man bei so einem kleinen Ding wie den Drei-Königen-Pörzchen eine Quatsch erzählen kann?
00:01:57: Weil
00:01:57: das so wichtig ist, weil dadurch die Drei Königin die Stadt hier trocke sind, weil da durch die drei heiligen Könige in die Stadt gekommen sind.
00:02:05: Ja, glaubst Du.
00:02:06: Ist auch so.
00:02:08: Natürlich Und in dem Schreien sind ja auch die Heiligen Dreikönige drin.
00:02:10: Und noch ein bisschen mehr, aber ... Ja,
00:02:11: natürlich!
00:02:12: Okay, komm, dann verzähl's wieder.
00:02:14: Also, fangen wir mal ganz von vorne an.
00:02:16: Reinald van Dassel war mit Kaiser Barbarossa in Norditalien unterwegs und die haben da Krieg geführt.
00:02:22: Dann sind sie so ein bisschen durch Mailand gelaufen, haben dort verwüstet und auf einmal sehen Sie da, die Heiligendreik-Könige liegen.
00:02:28: Und dann sagt der Barbarosser zum Reinald Van Dassle, auch Lorenz d'Or, da sind hier die Hillydreik Könige.
00:02:33: Da sieht der Reinhard, oh komm, die nemme man mit, um das klarzustellen... Die haben die da geklaut, also die Beinahmse geklauht.
00:02:42: Dann haben sie die mit nach Gölln genommen als Kriegsbeute und sind damit über den Rhein geschippert.
00:02:47: Irgendwann mussten die irrientwie in die Stadt Göllnn rein?
00:02:52: Da ist es passiert!
00:02:57: Wie soll ich das sagen ... Ich lüge ja nicht so gerne.
00:03:01: Die sind auf jeden Fall laut dem ... Nee komm, Uli, erzähl du dat.
00:03:05: Ich kann nicht so gut lügen.
00:03:07: Das is dein Text.
00:03:08: Das ist auch nicht gelogen.
00:03:10: Also, die kamen dann vom Rhein her mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige und sind dann durch das Dreik.. Das ist übrigens direkt an Sankt Maria im Kapitol.
00:03:23: Die Adresse ist Lichthof, falls ihr da hingehen wollt und dadurch sind die in die Stadt eingezogen mit den Heiligen Drei Königin.
00:03:30: Da war natürlich der super Jackpot im Reliquien-Business mehr als das ging überhaupt nicht, die Heiligen drei Könige in der Stadt zu haben auch wenn sie hier klaut waren war das allergrößte und deswegen ist auch dieser Ort durch denen die gezogen sind quasi mit ja heiligt worden.
00:03:46: Deswegen spielt der Dreikönig Perzir so eine wichtige Rolle.
00:03:49: Übrigens, elfhundertvierundsechzig kamen die in die Stadt und jetzt kommt ein kleines Problem mit dem Perzip.
00:03:55: Weil das Perziewater steht heute ist aus dem Jahr dreizehnhundertdreißig.
00:04:01: Ein Sonder!
00:04:02: Elfhundredvierhundsechtig
00:04:03: sind hier gekommen durch den Perzie, was dreizehn dreißig erst gebaut worden ist.
00:04:08: Es ist also ein bisschen schwierig ne?
00:04:11: Es könnte allerdings nicht, dass Pölzchen vielleicht auch erst in den vierzehn- sechziger Jahren gebaut worden ist.
00:04:16: Man weiß es nicht genau!
00:04:17: Auf jeden Fall können wir definitiv ausschließen, da die durch Dattpölze gekommen sind.
00:04:22: an der Stelle stand aber irgendwann womit die Reine kommen sind die Stadt und das war von entscheidender Bedeutung.
00:04:29: was wir die Reliquien hier hatten nämlich damit waren wir auf einmal ganz vorne am Start.
00:04:33: so viel schickere.
00:04:33: Likvieren hat keine andere Stadt zu bieten gehabt Und wir Kölschen konnten dort auch wunderbar verwenden.
00:04:39: Wir haben nämlich da aus den Reliquien richtig Kohle gemacht, wenn das interessiert der Möge bitte nochmal unsere Folge zur heiligen Uschi zu Heiligen Ursula reinhöhren?
00:04:47: Ja denn im vierzehnten Jahrhundert waren zum Beispiel Aachen, Altöttingen oder Kloster Andeks ganz wichtige christliche Wallfahrtsorte.
00:04:55: Da gab es also ganz schön viel Konkurrenz für uns Kölsche.
00:04:59: Da musste man nämlich alle Register ziehen um aufzufallen.
00:05:02: Denn, dass ihr Chef mit den Knöschelchen
00:05:04: etc.,
00:05:05: das haben wir alles schon mal erzählt.
00:05:06: Das ist richtig lohnenswert und ich sage auch der eine oder andere wird es den Oma im Keller ausgegraben haben um aus dem Knöchelchen noch ein paar Mark zu machen.
00:05:16: Jetzt kommen wir mal weiter zu dieser Legende die sich darum entspint, entspannen, entspannte hatte.
00:05:26: Auf jeden Fall sind sie halt durch dieses Birds hinein gekommen Also durch ein Pölz ist in die reine kommen und... Das Pölze, was jetzt heute da steht auch das ist schon irgendwie kritische Wesen.
00:05:40: Und wer eigentlich zweimal schon fast fortjewesen?
00:05:43: Erstens, achtzehn, zweiundviertzig war der Ding ziemlich runtergekommen bei kölschen Pflege nicht so gut unsere Bauwerke.
00:05:50: Da sollte abgerissen werden, da sollte eine Straße quer durchgebaut werden.
00:05:54: aber Friedrich Wilhelm Präussischer Gönning, der hat gesagt ne das mache man nicht ich bezahle euch die Reparatur dieses Dingens und deswegen ist es stehen geblieben und auch wieder vernünftig repariert worden.
00:06:07: Noch knapper für dat Burtseer wurde da nix aus dem ganzen Weltkrieg.
00:06:12: Die ganze Stadt lag in Schutt und Asche und so auch dat wunderschöne Dreikönigeperts hier.
00:06:17: Dat war quasi dem Erdboden gleich gemacht aber dann kam Wilhelm Schlombs.
00:06:22: Wilhelm Schlomms war Voluntär beim Stadtkonservator.
00:06:24: Der hatte die ganzen Steine von dem Pertz hier eingesammelt und irgendwo eingelagert, und das kann sich heute keiner richtig erklären ... Da
00:06:37: ist eine evangelische Kirche!
00:06:43: Also wenn die ganzen Junkersdorfer, die jetzt mal zugehört haben, die können jetzt ein bisschen klug scheißen weil der Mann Pölzchen, der auch gerettet hat.
00:06:52: Der ist der Namensgeber eurer Straße!
00:06:55: Aber das...Pölzjen war mehr als Schmuckerstein und mehr als eine Legende denn tatsächlich handelte sich um eine sogenannte Immunitätsforte.
00:07:06: Diese Tore grenzten den Bereich der Freien Reichstadt Köln von dem juristisch eigenständigen Areal der Klöster und Kirschen ab.
00:07:14: Wer die Forte durch Schritt unterlag dem Kirschnrecht.
00:07:17: Im mittelalterlichen Köln mit seinen hunderten Kirchen und Klöstern gab es unzählige dieser Immunitätsfochten.
00:07:24: Sie ist übrigens die letzte erhaltene Fochte, diese Art in unserer Stadt!
00:07:30: Das muss man sich mal überlegen... Diese Immunität-Fochten waren von entscheidender Bedeutung?
00:07:33: Du hast also irgendein Delig
00:07:34: begangen?!
00:07:35: bis schnell durch so eine Immunitätsforte.
00:07:37: und was dann?
00:07:38: nicht mehr dem staatlichen Zugriff unterlegen, sondern konnte sich dem ein bisschen entziehen.
00:07:43: Allerdings ist das eher theoretischer Natur, weil die kirchen.
00:07:47: Männer haben ganz oft diese Menschen trotzdem ausgeliefert, weil es auch nicht so nett ist.
00:07:51: Aber trotzdem ist es die letzte erhaltene Immunitätforte in Köln.
00:07:56: Jetzt ist natürlich die Frage... Wie war er denn jetzt mit den heiligen Dreckköniginnen und wie sind sie wirklich in die Stadt reingekommen?
00:08:02: Und da zitieren bei Ulrich Grings ehemaliger Stadtkonservator.
00:08:07: Wenn diese Prozession mit den Reliquien tatsächlich stattgefunden haben sollte, müsste sie durch den romanischen Vorgänger des heutigen Türchens erfolgt sein, so nach der ausgewiesene Kölnkenner.
00:08:17: Also wollen wir mal festhalten... Immerhin, die Stelle stimmt auch wenn es ein anderes Perzi war.
00:08:23: Aber wir Stadtführer sagen das übrigens auch nicht.
00:08:24: Wir sagen denn immer, da wird der drei Könige Perze hier gewesen und dann weisen wir darauf hin auf die drei Figuren oben.
00:08:29: nächste Lüge.
00:08:30: Da sind nämlich Repliken.
00:08:31: Die Originale sind im Museum Schnütgen ausgestellt.
00:08:34: Da oben sind nur Repliken weil die sonst Wind und Wasser ausgesetzt sind.
00:08:38: Übrigens ist da drei Königin Perzie nicht zu verwechseln mit den drei Königen Pforte.
00:08:44: Diese war Teil der Rheinseitigen Stadtbefestion und lag in der Nähe des Beinturms.
00:08:49: Eine Suche kann man sich aber sparen, denn die wurde abgerissen.
00:08:56: Wie ist
00:08:56: sie noch?
00:08:57: Da gibt es auch verschiedene Namen!
00:08:58: Oh
00:08:58: ja, die hieß Mühlemfochte, Molenporzinn, Lünhofporz oder das kann ich ja nicht aussprechen...
00:09:06: Königsporzkind.
00:09:08: Ach, also von Königs.
00:09:10: Königensporzkin genannt worden.
00:09:12: Aber gibt's eh nicht mehr?
00:09:13: Braucht ihr eigentlich
00:09:14: zu suchen?
00:09:14: Wenn wir einen Zeitzeugen unter unseren Hören haben der kann gerne mal vorlesen können.
00:09:19: Vielen Dank!
00:09:20: Es war schön mit euch durch das Dreikönige.
00:09:22: Moment moment.
00:09:23: ich habe noch eine Frage zum Schluss.
00:09:24: Moment bevor du hier tschüss sagst was glaubst du?
00:09:30: wie viele Leute im Jahr durchschnittlich die Knochen der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom besuchen.
00:09:39: Sechs Millionen?
00:09:43: Acht Millionen!
00:09:44: Gut, ich fange mal ganz oben an.
00:09:46: Platz eins sind die Krochen von Petrus in Rom, sieben Millionen.
00:09:52: Platz zwei ist Grab des Franzs von Assisi, vier Komma fünf Millionen.
00:09:56: Wir sind aber Platz drei.
00:09:59: Umgefähr vier Millionen Leute kommen jedes Jahr um sich den Knochern.
00:10:04: Und es
00:10:07: lohnt sich ja auch, der Dregnien-Schrein ist schon ein staatses Ding.
00:10:13: Es ist eine der größten Sehenswürdigkeiten die wir in der Stadt haben.
00:10:16: Guckt euch das Ding mal an falls ihr es noch nicht gesehen habt und geht in den Lichthof St.
00:10:20: Maria im Kapitol.
00:10:21: Das ist auch eine ganz schöne Ecke.
00:10:22: da kann man mal hinsetzen, so ein bisschen Röhrer da und es ist auch von daraus nicht weit zur Brauerei zum Malzmühle.
00:10:27: Da kann man dann anschließend Gold trinken.
00:10:29: Lohnt sich unbedingt!
00:10:30: Vielen Dank.
00:10:30: Es war schön mit euch, Martin Jodd und Artbreak Gönigepertz hier, wo eine schöne Folge fanden wie ihr hoffen dir auch!
00:10:37: Und bis demnächst...
00:10:40: Das war die neuste Folge vom Köln-Ding der Woche und ich hoffe es hat euch gefallen.
00:10:45: Wenn ja folgt uns auf Instagram und Facebook und auf TikTok Da sind wir unter das Kölneding zu finden.
00:10:54: Auch auf PolyG sind wir natürlich zu finden weil es da unseren Podcast gibt und auf Spotify, Apple, RTL Plus überall da wo es Podcast gibt.
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