Das Köln Ding der Woche - Die Eingeborenen von Trizonesien
Shownotes
Der Trizonesien-Song
"Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien" schrieb Karl Berbuer im Jahr 1948 und nahm damit Bezug auf die Besatzung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Engländer waren über dieses Liedchen "not amused" - die Times titelte "Die Deutschen werden wieder frech“.
Die ganze Geschichte und auch die Anekdote, dass "Trizonesien" als Ersatz für eine Nationalhymne genutzt wurde gibt es diese Woche zum Hören im Podcast.
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Trizonesien Lied YouTube https://www.youtube.com/watch?v=24zmxUw6dcQ
Transkript anzeigen
00:00:11: Hallo, herzlich
00:00:28: willkommen und wieder eine neue Folge vom Köln-Ding der Woche.
00:00:33: Heute geht's um nichts weniger als um das Grundlegendste was es in unserer Stadt gibt die Musik!
00:00:39: Ja und vor allen Dingen gehts um die Nationalhymne.
00:00:42: Wie da zusammengeht, weiß man noch nicht.
00:00:44: Gucken wir jetzt mal!
00:00:46: Auf jeden Fall gibt's so was Ähnliches wie die Nationalhymne und das ist mittlerweile auch schon siebzig Jahre her.
00:00:53: Es war nämlich kurz nach dem Krieg, ... ... als Karl-Berber nichts Geringeres geschrieben hat... ... als den Tritzonäsien Song.
00:01:04: Der war allerdings vorher der Bitsonäsian Song Weil er hat nämlich in einem Restaurant oder in einem Café, in der Nähe vom Kölner Dom, hat da gesessen und haben sich welche unterhalten.
00:01:16: Und dann hat der eine gesagt, wir nennen uns jetzt mal Bizzonesien oder so ehrlich!
00:01:21: Und daraus wollte der Karl-Werbühne ein Liedchen machen.
00:01:24: Aber warum wahlert überhaupt Bizzanesien?
00:01:27: Das muss der Oli erklären.
00:01:29: Die... Es gab noch kein Deutschland.
00:01:31: Das Deutsche Reich war zerschlagen nach dem Krieg, ... ... und es gab verschiedene Besatzungszonen unter anderem.
00:01:39: Es gab die amerikanische Zone... ...und es gab die britische Zone,... ...es gab die französische Zone.
00:01:44: Und es gab natürlich die sowjetisch besetzte Zone.
00:01:49: den beiden West-Zonen, das waren dann die B-Zone.
00:01:53: Das wäre nämlich die Zone Amerika und Englische Besatzung gewesen.
00:01:58: Kurz aber bevor der Karl-Berber dieses Lied veröffentlicht hat sind die Franzosen beigetreten und so wurde aus der B-zone die Triedzone.
00:02:06: Das ist bis heute ein absoluter Carnival-Klassiker, den man immer wieder jedes Jahr vor allen Dingen in Urkölchen kneippen hört wo sozusagen mal so Mixmusik gespielt wird.
00:02:17: dann eher nicht.
00:02:19: Der hat einen herrlichen Refrain, den würden wir nicht singen.
00:02:23: Den lesen wir einfach mal vor oder Uli?
00:02:25: Ne, sing'n ersparen wir uns!
00:02:28: Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien, Heidi, Chimela, Chimmela, Bumm!
00:02:32: Wir haben Magdelein mit feurig wildem Wesien, Heidi, Chimbela, Cimela...
00:02:37: Bumm!!!
00:02:38: Wir sind zwar keine Menschenfresser doch wir küssen umso besser.
00:02:41: Wir sind Die Eingebornen von Trizenesien, heidi, cimela
00:02:45: bumm!!!
00:02:46: Ja, schöner Text.
00:02:48: Ich sag jetzt mal das so klassisches Lied, wenn man das irgendwie Karneval in der Kneipe hört und man hat schon nach einer Viertelstunde überlegt ob man die doch mal auf Toilette geht.
00:02:57: Normalerweise macht man das dann!
00:02:58: Was aber wirklich sehr schade ist weil neben dem ganzen Refrain gibt es natürlich auch noch einen echten Sinn von dem Lied.
00:03:04: Gal Bebühr hat getextet ein kleines Häuflein Diplomaten macht heute die große Politik.
00:03:10: Sie schaffen Zonen, ändern Staaten und was ist hier mit uns im Augenblick?
00:03:15: Und was er damit meinte war klar.
00:03:16: Die Deutschen fühlten sich gegängelt die deutschen fühlte sich von den Siegermächten ja eigentlich ständig nur in der Nase herum geführt und das hat sogar dazu geführt dass es Ärger gab.
00:03:28: Ja die Engländer fanden das nicht so besonders klasse da.
00:03:31: die redeten davon Revanchismus und konnten auf einmal mit ihrem englischen Humor so ja nichts mehr anfangen.
00:03:36: Was aber total akquatsche ist, weil der Karl Berbür hat sich eigentlich über uns selbst lustig gemacht.
00:03:42: also wenn er singt in einer Zeile wir haben Magdelei mit feurig wilden Wesien dann verhöhnt er eigentlich das nationalsozialistische Schlagwort vom deutschen Wesen an dem die Welt genießen soll was natürlich eigentlich eine Selbstverhöhnung war an der Stelle.
00:03:59: Dieses Lied hat auf jeden Fall eine wahnsinnige Karriere hingelegt.
00:04:02: Achtundvierzig sofort, vielleicht sogar deswegen weil die Briten da ziemlich Mugs fanden und sich etwas verärgert haben darüber.
00:04:09: Und so kam es zu einem denkwürdigen Fußballspiel zwischen Engländern und deutschen Kriegsgefangenen und dann wurde das natürlich klar.
00:04:17: vorher God Save the King wurde gespielt und in Ermangelung an der Deutschen Hymne, die es zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gab, wurde dann tatsächlich der Tritzenesinstrum gespielt.
00:04:29: Das ist übrigens nicht das einzige Mal, dass was passiert ist.
00:04:31: Sondern auch der Herr Adenauer hat damit eine sehr interessante Erfahrung gemacht.
00:04:37: Ich spiele mal gerade einen Originalton ein aus einer Bundespressekonferenz vom April-April von hier auf.
00:04:44: Ich glaube es war im Vorjahr im Gölner Stadion eine sportliche Veranstaltung je hin über Berlin.
00:04:52: Es war auch manches belgische Militär in Uniformler vertreten.
00:04:55: und schließlich wurden die Nationalhymnen angestimmt.
00:04:58: Und die Musikkapelle, die offenbar einen sehr tüchtigen und jaistig jähenwertigen Kapelmeister gehabt hat, hat ohne besonderen Auftrag als die deutsche Nationallhymne angestimmt werden sollte – das Schöne Karnevalslied?
00:05:14: Ich bin ein Einwohner von Trizonesien angestimmen!
00:05:17: Was ich Ihnen jetzt sage ist absolut vertraulich für Sie.
00:05:20: Das ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
00:05:23: Da sind zahlreiche belgische Soldaten aufgestanden und haben salutiert, weil sie glaubten das wäre die wirkliche Nationalhymne.
00:05:31: Insofern hat dieses Lied tatsächlich Gölscher oder vielleicht sogar internationale Geschichte geschrieben.
00:05:36: in dem Zusammenhang muss man auch mal unbedingt mit einem Vorurteil aufräumen nämlich angeblich wäre dieses Liet gespielt worden.
00:05:43: es gibt jetzt sogar Bücher drin als Adenauer auf Staatsbesuch war in den USA und es noch keine Hymne gab.
00:05:50: Das ist falsch, weil.
00:05:52: welches Lied wurde damals gespielt?
00:05:54: Heidewitzke Herr Kapitän.
00:05:55: Und wer hat es geschrieben?
00:05:57: Gal Bebür!
00:05:58: Niemand geringerer.
00:05:59: Das Lied nehmen wir uns an übrigens in einer der nächsten Folgen mal vor und erklären euch genau was er mit Mülle Mabötchen auf sich hat.
00:06:05: Wie immer das Lied...das Trizonesien-Lied ist nicht Deutsch-Nationalhymne geworden.
00:06:10: dafür hat Adenauer dann gesorgt.
00:06:12: Es wurde tatsächlich das Liet der Deutschen.
00:06:14: wurde die Nationalhymna?
00:06:15: Nicht in Gänze wäre nicht ganz Opfer tun gewesen sondern nur die dritte Strophe
00:06:20: Ja, somit kann man aber feststellen dass Karl-Berbür zumindestens fast zwei Nationalhymne geschrieben hat und Herr von Farlas Leben halt nur eine.
00:06:28: Und eindeutige Meinung von uns beiden Wir hätten eigentlich gar nichts dagegen gehabt wenn Trizonäsien wirklich Nationalhymnö geworden wäre weil so ein bisschen Humor hätte glaube ich manche diplomatische Krise schon etwas entschärfen können.
00:06:41: ja und das und ich verstelle mir auch vor allen Dingen bei irgendeinem WMN Spiel vor wie unsere deutsche nationalhymnen da steht Der Müller und der Neue und der Sanäs singen aus vollem Herzen.
00:06:53: Wir sind die Eingeborenen
00:06:54: von Tritzonäsien!
00:06:56: Also das hätte ich schon sehr, sehr lustig gefunden.
00:06:58: Aber es ist nicht so weit gekommen.
00:07:00: wir haben jetzt eine alte neue wie auch immer relaunchte Nationalhymne.
00:07:07: Allerdings möchte ich dann doch zum Schluss darauf hinweisen, dass wenn man denn so ein Lied Karneval mal hören sollte und man findet das nicht besonders toll.
00:07:17: Das ist eigentlich völlig egal weil hört euch vielleicht den Text dann doch mal an und wenn ihr nicht wisst so ganz genau was ihr damit anfangen könnt es gibt ja Google oder wie der Kölscher sagt Jogel da kann man sich das vielleicht auch mal angucken das vielleicht manche Lieder doch mehr Sinn ergeben als das im ersten Anschein.
00:07:34: so ist
00:07:36: in dem Zusammenhang
00:07:45: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:07:46: Und da wir ja natürlich absolut davon aussehen, dass euch der Podcast gefallen hat, folgt ihr jetzt natürlich auch bei Spotify und zusätzlich
00:07:54: noch auf der Webseite des Köln-Lotzen oder bei dem ganzen Social Media Gedönens Instagram, Facebook und diese alle heißen überall einfach köln lotzegucken.
00:08:04: dann findet ihr uns.
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