Das Köln Ding der Woche - Diplomarbeit zu den Bläck Fööss (Teil I)
Shownotes
Das Köln Ding der Woche - Diplomarbeit zu den Bläck Fööss (Teil I)
Wie so viele aus den Jahrgängen ab etwa Mitte 1960 sind auch Jörg Hauschild und Ekkehard „Ekki“ Hoffmann mit der Musik der Fööss aufgewachsen. Und als die beiden dann auch noch ihr Examen an der „Akademie för uns kölsche Sproch“ gemacht haben, wurde aus einer Idee Realität: Ihre Abschlussarbeit an der Akademie haben beide zusammen über die “Mutter aller kölschen Bands” geschrieben.
Frank und Uli durften mit den beiden sprechen. Im ersten Teil unseres Gesprächs haben wir eine Zeitreise zu 50 Jahren Bläck Fööss unternommen. Wir haben über die Anfänge mit Graham Bonney und dem „Rievkooche-Walzer“ gesprochen, über das durchaus zwiespältige Gefühl zum Karneval und über den ersten großen Umbruch mit dem Ausstieg von Tommy Engel im Jahr 1994.
Im zweiten Teil wird es um die Meilensteine der Bandgeschichte, den langsamen Ausstieg der Ur-Fööss und einen Blick in die Zukunft gehen.
Links: Bläck Fööss – Zeitreise durch mehr als 50 Jahre kölsche Musikgeschichte (Teil I + II) https://www.koeln-lotse.de/2025/02/27/blaeck-foeoess-zeitreise-durch-mehr-als-50-jahre-koelsche-musikgeschichte/
Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions. https://www.ym-productions.de/
Transkript anzeigen
00:00:10: Das Köln-Ding
00:00:11: der Woche.
00:00:14: Der Podcast zur schönsten Stadt der Welt.
00:00:17: Präsentieren euch der
00:00:19: Uli und
00:00:20: der Frank!
00:00:28: Hallo zusammen und herzlich willkommen in unserer Gaffee-Boot, wir sind wieder da mit allem an und mir bohre Keiner, der uns seht wie man eine kulturelle Podcast mädelt.
00:00:38: Bei mir ist mein Geschäftspartner aus der Firma Hudl und Brazelminge, persönliche Kassenarzt Dr.
00:00:44: Pillemann und der Katschmarek Usradabaer Schminge Treujosa – Der Leben Uli!
00:00:50: Mir gegenüber sitzt niemand Geringeres als der Weber's Mattes, der hätte nämlich Phil Miguel das Ich Frank Mausbach The Only One.
00:01:00: So, ich sage es mal den eingeweihten Gölschmusik-Liebhabern wird jetzt nicht verborgen geblieben sein dass wir heute über die Mutter aller Gölchen-Bands sprechen.
00:01:08: Nämlich über die
00:01:10: Blackfors!
00:01:11: Dazu haben wir uns aber diplomierten.
00:01:13: Beistand dazu geholt.
00:01:15: Uli und Weltschütz zwei Oster drei.
00:01:17: sind denn he in unserer Boute?
00:01:19: Das ist die Crème de la crème der Diplomierten.
00:01:23: Die Jungs, die alles über die Föße wissen... ...die quasi auch mit nackten Füßen hier reingekommen sind.
00:01:29: Haltet euch fest!
00:01:29: Wir haben heute den Jörg und den Ecke hier!
00:01:32: Herzlich willkommen!
00:01:34: Schön guten Abend!
00:01:36: Schön, dass ihr da seid.
00:01:38: allererste Frage Wer seid Ihr?
00:01:40: Und wieso macht ihr so
00:01:42: was?!
00:01:43: Wir sind zwei Freunde, die sich schon lange kennen und die ein bisschen kölsch verrückt sind.
00:01:48: Nicht ganz so schlimm wie ihr aber vor unserem Verhältnis erreicht hat.
00:01:52: Und wir haben uns irgendwann mal dazu entschieden... ...wir wollen an der Kölschakademie Kölch lernen.
00:01:58: Aus dem Költschlernen ist ein Kölschexamen geworden.. ..und aus dem Kälschexam ein Kälschdiplom.
00:02:04: Damit man einen Diplom machen kann muss man eine Diploma-Arbeit schreiben.
00:02:09: Überraschenderweise gab es nichts über Black Fist und da haben wir gesagt Stahlvorlage vor uns, wir machen das jetzt.
00:02:16: Eure Diplomarbeit ist ja nicht nur eine simple Diploma-Arbeit sondern die hat noch ein gewisses Extra weil es ist ja die Akademie für uns Kölschsprach.
00:02:26: Was ist da besonder an eurer Arbeit?
00:02:29: Man glaubt es kaum.
00:02:31: Jetzt blieben wir in der Sprache.
00:02:33: Das ist die ästste Diplomerbeit ob Kölch.
00:02:36: Wir haben innert verzeichnliche Lourdes.
00:02:39: Ich lüfe vierzig, fünfzig Abende sind da drin.
00:02:41: Manchmal hier nicht mehr oder noch nie.
00:02:44: Allein in unserem Jahrjahr wohnen drei Alopudic.
00:02:49: Das ist echt
00:02:51: erstaunlich!
00:02:52: Da waren wir nicht klar, aber
00:02:54: wirklich nicht.
00:02:55: Das hatte ich mir auch nicht so gedacht.
00:02:56: Man met sie in Kölsch-Abitur und dann musste schwade, dann musste Schriebe, der nennt sich Grammatik, da ist die Letcher-Singer... Und dann sahen die, die können einen Diplomarbeit machen, so ganz nebenbei Und er war nix, ist keine Pflicht ob Kölsch.
00:03:12: Was sind denn die anderen Themen gewesen, die die Leute so aus Diplomarbeit abgegeben haben?
00:03:17: Dieses Mal war jemand der hat ihr Schrift über Kölsche brunnen mag für den einen oder anderen dröges Thema sein aber
00:03:26: der
00:03:27: fand total gut.
00:03:28: dann hat eine geschrieben wenn man als Tourist nach Köln kommt wie erlebt man die Stadt so?
00:03:33: und Gott möchte ich gar nicht wissen glaube ich
00:03:34: und das fürchte das wesig ja nicht mehr
00:03:37: Was in diesem Jahr dran war?
00:03:39: Ja, wenn wir sonst Höhenuserschütze fest, irgendeine Kirmes.
00:03:45: Glocken saßen im Dom am Dom um dem Dom.
00:03:50: Wichtig ist man darf jedes Thema nur ein einziges Mal in der Diplomarbeit verpacken.
00:03:56: Das heißt jetzt mit eurer Arbeit sind die Föß für alle jetzt quasi Dude?
00:04:00: Yes!
00:04:00: Da ist so
00:04:01: auch das ja ein Ding.
00:04:02: also oder lebend für immer Schöner
00:04:07: formuliert.
00:04:07: Da habt ihr ein richtiges Alleinstellungsmerkmal.
00:04:09: jetzt,
00:04:10: der
00:04:10: helle Wahnsinn!
00:04:12: Also die Jungs haben tatsächlich eine Diplomarbeit über die Fürst geschrieben.
00:04:15: Die zieht einen in die Schuhe aus und wir werden uns noch irgendwie überlegen wie man die auch zugänglich machen kann.
00:04:20: schaut dazu mal gerne in die Show-Noten rein irgendwas.
00:04:23: lassen wir uns da einfallen dass man das auch tatsächlich lesen kann.
00:04:26: es ist nämlich sensationell Und die beiden größten Fürstexperten müssen sich natürlich bevor wir jetzt an das Thema einsteigen unserem Wahnsinns Quiz stellen.
00:04:34: Wir haben vier Fragen vorbereitet zu den Föß und sind gespannt, ob ihr die beantworten könnt.
00:04:39: Ihr dürft gerne als Team arbeiten!
00:04:42: Aus welchem Lied stammt die Zeile?
00:04:44: Er künter Klüngele, Bütze, Singe und Viere.
00:04:47: Er verhält mir all' die Sache.
00:04:49: Und Jordes will
00:04:50: ihn irre und macht nicht nur ein Dälder von Koppott denn hier diert es alles.
00:04:56: Und dann nehme ich das Schild wieder fort.
00:04:58: Oh,
00:04:59: der Ecke singt halt
00:05:00: den Schlag.
00:05:01: Hier wohnt das Wasser von Köln.
00:05:03: Da
00:05:03: find ich so einfach, oder?
00:05:04: Aber eine richtige Frage.
00:05:06: Jetzt kommst du!
00:05:07: Das wird ein bisschen schwieriger...
00:05:09: Die Melodie in mir klingt.
00:05:12: Der kann sich glücklich schätze, der dich um Stadtplan
00:05:15: fing.".
00:05:17: Das ist Hardcore,
00:05:18: oder?!
00:05:21: Kleiner Tipp?
00:05:22: Ja
00:05:23: Ihr seid ganz nah dran.
00:05:24: Ihr seid drin.
00:05:27: Alamos dazu sein, das ist jetzt auch nicht so ein Oberknall.
00:05:29: Das sind so viele
00:05:31: schöne
00:05:33: Läder...
00:05:34: Wenn man mal sieht dass die über fünfhundert Lieder gemacht haben, ist es jetzt schwierig jedes eine zu kennen?
00:05:39: Und
00:05:39: sagen wir mal, bei meiner persönlichen Hitliste ist es wahrscheinlich noch vierhundert achtzig.
00:05:43: Was ist das Lied über?
00:05:44: Das ist das Zollstock-Lied von zwei Tausend Acht.
00:05:46: Ich kann nicht von Zollstor.
00:05:48: Ja, das is'n
00:05:49: ganz übeles Fahrstätigtrek, da wird er doch kommen.
00:05:53: Aber die nächste Frage könnte Ursula Mangen und kein Problem!
00:05:56: Wie viele sind noch auf dem Deckel beim Stroh zu jup?
00:06:01: Zehn mal.
00:06:01: Zehn Mal gehackt sich.
00:06:02: Sehr
00:06:02: gut!
00:06:03: Ich schan den Deckel, die Jungs wissen Bescheid.
00:06:05: Letzte Frage, wovor wir richtig ins Thema einsteigen ... Wattmet der Kacchmarek wenn er wieder Hammer noch Zang zu hangen kett.
00:06:14: Wenn ihr sie jetzt sehen könntet, da kraftelt
00:06:16: es gerade.
00:06:19: Dann ist das für die Banken.
00:06:20: Sehr
00:06:20: gut!
00:06:21: Da
00:06:21: war er.
00:06:22: Ja dann nennen
00:06:23: wir mal halt die Ise Stangen.
00:06:25: Müssen wir mal der Text erst einmal... Würden wir
00:06:27: sagen drei von vier Fragen richtig beantwortet?
00:06:30: Ja
00:06:30: ja und das schlechteste Lied auch nicht verantwortet.
00:06:32: Gegen Frage unser vollkommen überbezahlter Tontechniker der heute hier sitzt.
00:06:36: Wie viele von diesen Fragen hättest du beantworten können?
00:06:39: Er signalisiert keine einzige.
00:06:42: Also da müssen wir dran arbeiten, ne?
00:06:44: Wie viel hättet ihr denn beantworten können?
00:06:46: Alle!
00:06:50: Ich bin mir nicht so ganz sicher...
00:06:53: Nee der Zweitschalkit hätte ich auch nicht beantworteten können, das stimmt.
00:06:55: Das war schwierig, aber schön.
00:06:58: So jetzt, ich habe aber noch zwei drei Fragen zu eurer wunderbaren Diplomarbeit.
00:07:02: Ihr habt das ja sowohl auf Kölsch wie schon gesagt, aber auch auf Hochdeutsch geschrieben und wir haben ja auch unser Podcast ist ja auch so ein Ich mach mal so ein Mischmasch, ne?
00:07:10: Weil wir haben auch Leute die sind im Kölsch nicht mächtig.
00:07:13: Wir haben auch Leuten von ganz weit her ... Was ist der Weiteste?
00:07:15: Was hast du noch mal gesagt?
00:07:17: Äh,
00:07:18: Schweden!
00:07:19: Ja, Evelin.
00:07:20: Und die können auch nicht alle besonders gut teilweise kölsch und wir haben natürlich relativ viele Alte dabei, die können kölch.
00:07:27: Aber wir machen so einen Mischmarsch.
00:07:29: Deshalb hab ich mich sehr gefreut wie ich die gelesen habe dass sich das auch auf Deutsch lesen konnte weil Kölch lesen ist ja auch nochmal ein ganz anderer Schnack als ...
00:07:36: Das ist... Das Schwierige war auch Kontext gleich zu kriegen.
00:07:42: Also ein Wort oder ein Satz, einen Absatz auf Hochdeutsch kannst du nicht immer eins-zu-eins auf Kölsch zu übersetzen.
00:07:49: Da ist ja der schöne Ansprache und wie wir gelernt haben, Kölisch ist eine anerkannte Sprache kein Dialekt.
00:07:56: ganz wichtig sind wir auch stolz auf den Köln.
00:07:59: Irgendwann zu Düsseldorf, dann gar nichts vergessen wir jetzt.
00:08:03: deshalb war es uns so wichtig das auch gegenüberzustellen damit man weiß nicht Seiten, Seiten auf Hochdeutsch.
00:08:13: Dann kriegst du dort alles nicht mehr zueinander.
00:08:15: und wer sich vielleicht dann über diese Art in die kölschische Sprache ein bisschen reinfindet, dann haben wir glaube ich alle was davon.
00:08:23: weil neben dran nach unserer ja soll man das sagen kleinen Silvesterwette Wir machen jetzt mal einen Kölschexamen Findest Du ja rein Art zu sprechen, ich kann das schon ein bisschen länger.
00:08:39: Bei mir war es halt, da schreiben was mir fehlte.
00:08:43: Da entwickelst du auch ein bisschen Empathie für die ganze Sache und versuchst das ja auch ein bißchen am Leben zu halten.
00:08:49: Und das ist nicht nur eine Sprache für Alte.
00:08:52: Das sind Plädoyer für die Gölte-Sprach.
00:08:54: Auch dass wir eigentlich machen wenn wir Wörter erklärt haben oder sowas in der Richtung.
00:08:59: Der Clou geht mir jetzt erst auffälligerweise, dass die Seiten natürlich wenn ihr mal die Diplomarbeit in die Hand bekommt Leute.
00:09:04: Ihr müsst euch das irgendwie ausgedruckt am besten angucken weil die Seiten liegen immer genau gegenüber auf der einen Seite Kölsch, auf der anderen Seite Hochdeutsch.
00:09:11: Das heißt ihr könnt Kölsche so weit lesen wie er kommt und dann switche da auf die hochdeutsche Seite und dann können wir zurück zum Kölchen.
00:09:16: Mein Trick ist übrigens wenn ich Kölge lese weil auch nicht wirklich gut kann es.
00:09:20: Ich lese mir selbst vor Genau.
00:09:22: Ich lese mir das selbst vor, ich lese es laut und dann verstehe ich mich selbst.
00:09:25: So mache ich das immer wenn ich Kölsch lesen muss... ...ich tue mich damit auch sehr schwer damit Kölch
00:09:28: zu lesen.
00:09:31: Wenn du sie selbst wohl liest, dann geht er!
00:09:32: Aber noch eine größte Herausforderung ist auf Kölsche zu schreiben.
00:09:36: Also das war die größte Challenge?
00:09:39: Das nicht nur inhaltlich korrekt zu übersetzen sondern überhaupt zu übersetzten.
00:09:43: weil wer hat in seinem Leben schon mal aufkölsch geschrieben?
00:09:46: Stimmt.
00:09:47: Also ich hab als Panskölsch gelernt, dann wurde uns das ausgetrieben.
00:09:50: Weil er hat ja eine asoziale Touch hatte in der gesellschaftlichen Betrachtung.
00:09:55: und dann sprichste man im Karneval und hörste meinem Karnevall und kannst Palitext aber schreibt mal runter fang mal an zu schreiben.
00:10:02: und dann so richtig dass in der Akademie die sagen Ja, das ist ne Joda-Arbeit
00:10:07: Und die Akademie ist da sehr benehm?
00:10:10: Wir würden da durchfahren glaube ich.
00:10:12: Kommen wir mal zum eigentlichen Thema.
00:10:13: Wir wollen ja über eure Diplomarbeiten, vor allen Dingen die Geschichte der Fürst ein bisschen Revue passieren lassen.
00:10:19: Immerhin heißt eure Diplanarbeit auch im Titel!
00:10:25: Ach so, möchte ja von uns wissen.
00:10:26: Ja das ist Heimatflimmer namadat genannt.
00:10:29: Black Föß eine Zeitreise durch mehr als fünfzig Jahre Musikgeschichte
00:10:33: und das werden wir jetzt in den folgenden sechseinhalb Stunden versuchen gemeinsam
00:10:39: zu regnen.
00:10:39: Wir fangen gar zu lien!
00:10:42: Also wir wollen mit euch tatsächlich einmal diese Zeitreisen mit dem Föss machen.
00:10:49: Fangen wir mal an in den siebzigern.
00:10:50: wie saut denn da aus?
00:10:51: Ja wird die Föße eigentlich schon.
00:10:54: Ja, nicht als Füß.
00:10:57: Angefangen haben sie ja eigentlich als englische Band und es war auch schön noch nochmal... also man weiß das ja eigentlich aber das ist dann nochmal so ein bisschen auszuarbeiten dass wirklich auch so wahr als die Storways.
00:11:08: Wir
00:11:09: haben einfach versucht was die Beatles Stones und so gesungen haben nachzusingen bis da ein englischer Produzent kam der den gewogen waren gesagt hat lasst mal die Finger davon.
00:11:21: ihr könnt das ja nicht hier noch sind auch in eurer eigenen Sprache.
00:11:25: Und da haben sie dann am Anfang ganz widerwillig angefangen und irgendwann festgestellt, das kommt ja bei den Lück an und dann haben Sie Wege
00:11:33: gemacht.".
00:11:34: Ich habe mir bei der Vorbereitung für heute eine Bildungslücke gefüllt – ich wusste nicht was Stowaways heißt!
00:11:39: Wisst ihr, was es so deutet?
00:11:43: Nee.
00:11:43: Ich kann eigentlich ganz gut Englisch, aber da ... Ich wusste
00:11:45: das auch nicht!
00:11:46: Das heißt blinde Passagiere.
00:11:47: Ah!
00:11:47: Wusste ich nicht... Da war mir komplett neu.
00:11:49: Das ist der Ausdruck für blinde Passagiere.
00:11:51: Ja gut, dieser besagte Produzent ...
00:11:54: Wie hieß er denn?
00:11:54: Graham Boni.
00:11:55: Der kennt
00:11:56: man mich auch.
00:11:58: Wo
00:11:58: wohnt er?
00:11:59: in Kärnten?
00:11:59: Answerft?!
00:12:00: Oh, das
00:12:01: wusste ich noch nicht.
00:12:02: Wie alt ist der mittlerweile?
00:12:04: Achtzig.
00:12:05: Weil, ich kann mich noch gut daran erinnern Die FöES haben einen Konzert gegeben.
00:12:07: Kann es das zwanzigjährige Bestellen gewesen sein?
00:12:09: Das fünfundzwanzig jährige Bestellung auf der Dornplatte?
00:12:11: Da war ich.
00:12:13: Und da hat der Graham Bonny, haben sie ihn auch eingeladen?
00:12:15: Dann hat er auch irgendwas hier singen dann da und ich kannte den Namen noch nie gehört.
00:12:19: Kam nach Hause das erzählte meine Mutter so mit ganz verklärten Augen.
00:12:22: Graham Bonney!
00:12:25: Ich glaube die Woche liebt in denen irgendwie.
00:12:28: Also dieser besagte Graham Bonnie war wichtig.
00:12:30: wieso?
00:12:31: Er hat den Weg geäppnet in der eigenen Sprache zu singen und er hat den Mut gemacht, dass sie das auch durchhalten.
00:12:39: Am Anfang war es sehr schwierig, weil im Kölner Karneval – damals herrschenden Kölners Karnevals – wollte man die Jungs ja nicht sehen.
00:12:48: Die waren Anarchisten.
00:12:50: Wie
00:12:50: hieß denn die erste Single von denen?
00:12:52: Der Riefkochewald.
00:12:54: Ja, das ist
00:12:54: erst von der
00:12:59: Hälfte.
00:13:00: Die waren Anarchisten im Karneval und wollte die keiner sehen.
00:13:03: War das vergleichbar mit den Bringsens?
00:13:07: Ich weiß noch genau, wenn die Bringsen skamen, ist Hans-Horst Engels damals FESV-Präsident demonstrativ aus dem Verstand.
00:13:15: Ganz so schlimm war es nicht.
00:13:16: Man hat einfach sie gar nicht eingeladen zu den Sitzungen Und erst als das Volk immer wieder gefragt hat, sind die Föß auch da.
00:13:23: Dann hat man gesagt okay, jetzt kommen wir ja nicht mehr drum herum.
00:13:27: aber man muss sich vorstellen so Typen in Jeanshose lange zotterlige Haare und blacke Föße auf der Bühne und drunten sitzen alles im Frack- und im Abendkleid.
00:13:37: So war damals mehr oder weniger Standard in den Sitzungszellen.
00:13:41: Das war schon ein sehr großer Kulturschock.
00:13:45: Man sprach hier auch kein Kirsch auf den Sizzungen ne?
00:13:48: Das war, man trank kein Kölsch auf den großen Karnavalssitzungen.
00:13:53: Bis heute noch schwierig?
00:13:54: Da musste immer ins Foyer ist auch eine Unsitte.
00:13:56: aber da brauchen wir heute nicht zu vertiefen und das war für die damalige Zeit echt ne Revolution.
00:14:04: Warum haben sich die Fürst in Fürstienland oder Black Fürst?
00:14:07: Da gibt es mit Sicherheit irgendeine Geschichte dazu.
00:14:11: Ja, die Geschichte släckt sich.
00:14:12: Die haben halt versucht, sich einen Namen zu geben und haben gesagt wenn wir jetzt hier schon Anaschi machen dann machen wir halt richtig Wir gehen mit nackten Füßen auf die Bühne.
00:14:22: Und da man nackte Füße ja nicht auf Kölsch und sie wollten ja dann Kölch auch wirklich zelebrieren haben Sie sich gedacht okay Dann heißen wir auch Black Föß.
00:14:33: Was der Auslöser das für war, haben wir auch gar nicht gesprochen Könnten wir noch mal machen
00:14:39: Ja, das hätte Hartmut Priess schon gesagt.
00:14:41: Aber da war so ein bisschen dieser anaschierische Verhalten... Ich hatte
00:14:46: nur mal gehört es ging darum sie wollten sich nicht irgendwie komplett den Ruf als Beatband was wir noch gedacht haben am Anfang könnten sondern auch großart werden und wollten dann sowas Pseudo Englisches haben und haben sich dann Black Föß genannt.
00:14:58: Echt?
00:14:58: Nur hab ich gehört im Internet!
00:15:01: Sie treten da auf einmal so ein paar langhaarige Zubbel, am Anfang sogar noch mit Black Gefößt.
00:15:06: Auf der Bühne
00:15:07: auf wo vorher vielleicht irgendwelche Opernsänger waren oder einen Wein-Ernster Karneval gefeuert worden
00:15:14: ist
00:15:15: und die sind dann angeeckt und dann sprachen sie auf einmal auch noch Kölsch.
00:15:20: allerdings schreibt ihr in eurer Diplomarbeit ich darf mal zitieren.
00:15:24: Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass die Föß der Kölschensprache wieder zu besseren Akzeptanz verholfen haben.
00:15:30: Sie setzten sich musikalisch damit auseinander denn zu Beginn der Föslaufbahn war Kölch ziemlich verpönt genau das was du eben gesagt hast.
00:15:36: Das führte sogar dazu, dass sich die beruflichen Chancen verringerten wenn man die Kölsche Sprache anwendete.
00:15:41: und dann kommt auf einmal so ein paar langharige Bomben leer.
00:15:44: Haben die das ganze System revolutioniert?
00:15:47: Sie haben zumindest sehr stark dazu beigetragen.
00:15:49: da hat Anfangs im Karneval so passierte und dass die Leute sich wieder angefangen haben, mit ihrer Sprache zu identifizieren.
00:15:58: Das passierte aber im Wesentlichen deswegen weil die Föß den Leuten aufs Maul geschaut haben und über Sachen gesungen haben, die die Leute interessiert haben also sprich aus dem echten Leben.
00:16:10: Das macht die Songs ja auch so reizvoll.
00:16:12: Neben ganz unterschiedlichen Musikrichtigungen, die du in den ganzen Songs hast greift ein solches Lied immer Nicht immer, aber zu den allermeisten Fällen irgendein sozialkritisches Thema auf.
00:16:27: Ich will das gar nicht bewerten, aber wenn ich mir so die Höhner angucke im Gegensatz, die eine ganz andere Richtung auch ganz anders kommerziell eingeschlagen haben, dann haben sie Fürs für meine Begriffe und das ist auch ein Ding was wir heute tatsächlich in vielen Stellen auch sofort führen wollen immer irgendetwas über die Stadt, Missstände.
00:16:48: Schöne Dinge in der Stadt aufgegriffen wo Leute sich identifizieren konnten.
00:16:52: Da kann man die Beispiele direkt nennen.
00:16:53: mit Kläwe am Läwe ist natürlich der Krieg, wenn ich das eigentlich schon sage kriege Gänsehaut jetzt gerade hier, ne?
00:16:58: Der Stammbaum!
00:16:59: Das sind viele Schlieder, die haben Haltung und die haben auch eine Aussage.
00:17:04: also da ist nicht nur Jokes um Dollerei, da kommen nämlich auch zu dem Thema Sind die Fürsen jetzt ein Karnevalsband oder nicht?
00:17:12: Eine große Krisenfrage gewesen bei den Föß.
00:17:15: Ecke, hast du auch mit dem Hartmut lange drüber gesprochen?
00:17:18: Gerade die Figur oder die Person.
00:17:21: Tommy Engels war da sehr kritisch.
00:17:24: Er hat das Thema Karnevalisierung ziemlich vehement abgelehnt und wollte auch Auszeiten vom Karnewall haben.
00:17:32: Andere haben gesagt, wir müssen halt gucken solange ... Das Geld funktioniert, wollen wir halt auch damit Geld verdienen.
00:17:41: Da gab es halt mehrere Strömungen in der Band und das hat dann irgendwann dazu geführt dass man sich nicht mal einig werden konnte.
00:17:47: Aber ich schreibe in eure Diplomarbeit Im Karneval zu spielen war die für die Fürst Fluch-und Segen zugleich.
00:17:54: Dass sich dieser Konflikt nie auflösen ließ bedeutete auch sich damit zu arrangieren.
00:17:58: Haben sie sich jetzt arrangiert oder nicht?
00:18:00: Ja nicht alle.
00:18:02: Tommy Engel hat sich nicht arrangiert.
00:18:04: Ich glaube, das hängt auch ein bisschen mit seiner Familiengeschichte zusammen.
00:18:08: Sein Vater, Großzulung bei Karneval.
00:18:12: Der hat da seine Einstellung... ich finde es aber auch okay und das ist ja das was uns am Ende dazu bewogen hat die Geschichte so oder die Arbeit so aufzuschreiben dass das im Wandel der Zeit weitergeht.
00:18:26: viele sagen ja Ich kann mich damit nicht anfreunden.
00:18:30: Da sind gar keine mehr aus der Ursprungsbesetzung, ne?
00:18:33: Also ich kann das so sagen weil wir bei uns im Schützenverein Schildken dann eine kleine Werbung können wir raus schneiden.
00:18:42: Schon öfter mal ein Konzert mit den Föß gemacht haben zu unserem Schützenfest und Leute sagen ja da sind sie aber nicht.
00:18:49: jetzt waren die neuen da und hinterher hast du achtzig Prozent die sagen dass ihr doch toll bisschen anders, aber die singen die alten Lieder noch.
00:18:57: Das klingt klasse!
00:18:59: Wir bleiben einfach dabei.
00:19:01: Ist denn die... ich sag mal von der Urbesetzung ist ja jetzt glaube ich mittlerweile
00:19:06: gar keiner
00:19:06: mehr.
00:19:07: Seit
00:19:08: zweiundzwanzig ist es vorbei.
00:19:10: Ur besetzung war Tommy Engel
00:19:13: Hartmut Pris, Erich Dauklose, Bömmel Lückerath und dann...
00:19:22: Irgendwann kam der Gustav Stowjak dazu?
00:19:24: Ja, die kamen alle später.
00:19:27: Am Anfang war ja noch ... ... der
00:19:31: Zang uns erwischt!
00:19:34: Jetzt müssen wir selber eine eigene Arbeit nachgucken.
00:19:37: Das ist nicht
00:19:38: so schlimm.
00:19:38: Gründungsmitglieder, ja.
00:19:40: Steht ja drin.
00:19:41: Hier sind wir noch mal vor.
00:19:44: Also Tommy Engel, Erich Togloser, Bömmel Lücker-Barat, Hartmut Thries, Franz Peter Schütten klar und Dieter Jenig.
00:19:52: Die waren so die Gründungsmitglieder.
00:19:54: Das heißt, ab den ... ich sag mal, ich hab Mitte neunzig.
00:19:57: Ist der Tommy Engel ausgestiegen?
00:20:01: Ja und
00:20:02: war ... Ich sag jetzt mal... Man kann mit Fugeln recht sagen schon das Gesicht der Fürst.
00:20:07: Absolut!
00:20:08: Also ich meine, ich kenn ja auch noch Auftritte von denen.
00:20:10: Das ist ja eine, sag ich mal, der Rampensau gewesen vom allerfeinsten.
00:20:15: Vergnadeter
00:20:15: Künstler tolle Stimme, ne?
00:20:18: Der hat für
00:20:19: nichts fies.
00:20:19: Genau, für nix fies
00:20:20: alles.
00:20:21: Und der war heute noch super.
00:20:24: Und dann stellte sich natürlich die Frage, wer soll denn da Wigger machen?
00:20:32: Aber vielleicht verraten wir das im zweiten Teil.
00:20:37: Deswegen, wir laden die Jungs nächste Woche nochmal.
00:20:40: Habt ihr nächste Woche noch mal Zeit und Lust zu kommen?
00:20:42: Vor
00:20:42: euch doch immer!
00:20:44: Wir laden euch noch einmal ein und dann würden wir euch nämlich in den zweiten Teil verratten – also euch hören, wenn was verratet –.
00:20:50: Jungs wissen also ja was die Fürs heute noch auszeichnen, wie es weitergeht und auch wie die Zukunft der Fürs aussehen kann.
00:20:57: Und auch was ein gewisser Handsknip eigentlich für eine wahnsinnig wichtige Rolle für die Fürse gespielt hat.
00:21:02: Bis hierhin schon mal vielen Dankeschön, dass ihr den weiten Weg nach Zollstock gefunden habt hier!
00:21:07: Wir freuen uns wieder nächste Woche.
00:21:09: einfach nochmal bei uns beikommend!
00:21:23: Wenn ja, folgt
00:21:24: uns auf Instagram und Facebook.
00:21:27: Und
00:21:27: auf TikTok da sind
00:21:29: wir unter das Köln-Den zu finden.
00:21:32: auch auf PolyG sind wir natürlich zu finden weil es da unseren Podcast gibt und auf Spotify Apple RTL Plus überall da wo's Podcast gibt.
Ralf Knopp
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