Das Köln Ding der Woche - Die Weihnachtsfolge 2024
Shownotes
Der Weihnachtsfrieden von 1914
Eigentlich wäre es naheliegend, euch in unserer Weihnachtsfolge ein lustiges kölsches Weihnachtsgedicht zu präsentieren.Aber wir haben uns entschieden, einen anderen Weg zu gehen. Angesichts der Kriege und Krisen in der Welt wollen wir euch von sehr mutigen Männern erzählen, die sich an der Front des Ersten Weltkriegs am 24. Dezember 1914 gegen Hass und Todund für die Menschlichkeit entschieden haben.
Erzählen wird diese Geschichte Irene Geuer. Sie ist freiberufliche Journalistin, Autorin und Moderatorin und wohnt in Ulis Nachbarschaft in Raderberg. Vielen ist Irene Geuers Stimme aus dem Zeitzeichen des WDR bekannt.
Wir wünschen euch und allen Menschen auf der Erde FRIEDLICHE WEIHNACHTEN Frank, Yannick & Uli
Links
Der Weihnachtsfrieden von 1914 https://www.koeln-lotse.de/2024/12/18/der-weihnachtsfrieden-von-1914/
Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions. https://www.ym-productions.de/
Transkript anzeigen
00:00:10: Was würde für uns beide näher liegen als heute zu unserer Weihnachtsfolge euch die Weihnachtgeschichte auf Kölsch zum Beispiel zu präsentieren oder etwas weihnachtliches über Köln zu erzählen.
00:00:39: Aber wir beide wollen zum Fest einen anderen Weg gehen, denn heute werden wir euch eine ganz besondere Geschichte zur Weihnachten präsendieren!
00:00:47: Zugegeben ist diese Geschichte nicht von uns, sondern eine Freundin von uns die Irene Geuer hat uns diese Geschichte zu Weihnachten geschenkt.
00:00:58: Es ist eine ganz besondere Geschichte, die perfekt zu Weihnachten passt.
00:01:02: Die und so viel hat er jetzt schon verraten mit Köln nur bedingt was zu tun hat.
00:01:06: Die Irene hat uns nicht nur die Geschichte geschenkt sondern sie hat diese Geschichte auch eingesprochen.
00:01:12: und das kann sie weil die Irene ist beim Radio Und die weiß wie man sowas vernünftig spricht.
00:01:19: Das kann die besser als wir beide Und sie hat uns dazu die entsprechende Audio-Datei gegeben.
00:01:24: Vielen Dank dafür!
00:01:27: Vielleicht wird einigend von euch ihre Stimme bekannt vorkommen, weil die Irene schreibt sehr viel und arbeitet sehr viel für das Zeitzeichen im WDR so dass man ihre Stimmen aus dem Radio vielleicht sogar kennen könnte.
00:01:40: Bevor wir aber ihren Text hören, indem es um den Ersten Weltkrieg geht, möchten wir euch dazu kurz abholen.
00:01:46: Von avertsem bis neunzehnt achtzehn wütete der erste Weltkrig und kostete Millionen Menschen das Leben.
00:01:51: Alleine circa zwei Millionen deutsche Soldaten kommen ums Leben.
00:01:55: Millionen andere erleiden teils schwerste Verletzungen und litten ihr restliches Leben unter die Verletzung und Verstümmelung der teils barbarischen Kriegswaffen wie Giftgas Flammenwerfern und Minen.
00:02:07: Es war aber dann tatsächlich am vierundzwanzigsten Dezember, an Heiligabend, wo Soldaten auf eigene Initiative diesen Teufelskreis einfach durchbrochen haben.
00:02:21: Sie haben sich dem
00:02:22: Hass
00:02:22: und dieser widerlichen Kriegswirren entzogen indem die einfach mal ihr eigenes Ding gemacht haben.
00:02:32: Und was sie gemacht haben das stellt uns Irene Geuer heute vor.
00:02:37: Wir wünschen euch, euren Familien und allen umische Römmen friedliche Weihnachten.
00:02:44: Und lasst es euch gutgehen!
00:02:51: Es
00:03:07: ist der vierundzwanzigste Dezember nineteenhundertvierzien.
00:03:11: Eine sterren klare Nacht, bitter kalt!
00:03:14: Der große Krieg dauert nun schon fünf Monate – unglaublich!
00:03:19: Der Kaiser hatte versprochen, dass sie wieder zurück sein, eh die ersten Blätter fallen.
00:03:24: und jetzt liegt Schnee in der Luft... Und dieser Krieg will nicht vorangehen.
00:03:28: Die Soldaten auf deutscher und alliierter Seite haben Schützengräben ausgehoben, und sich in eine nicht endenwollende Stellung gebracht.
00:03:36: Kriegsstarre – doch sterben jeden Tag Männer auf beiden Seiten!
00:03:41: Da das Grundwasser in dieser Gegend sehr hoch liegt, braucht es nicht lange bis alle Soldaten in den Gräben nasse Füße haben.
00:03:49: Warten durch den Match.
00:03:50: wer stolpert und fällt hat ein echtes
00:03:52: Problem.".
00:03:54: Es ist also schon dunkel an diesem vierundzwanzigsten Dezember.
00:03:57: Plötzlich fallen Schüsse, die Briten eröffnen das Feuer aufgeschreckt durch Licht auf der gegenüberliegenden Seite.
00:04:05: doch dann sagt einer der Tommys unglaublich sich die Augen reibend.
00:04:10: Da steht ein Weihnachtsbaum mit Kerzen – es stimmt!
00:04:14: Der Baum steht auf dem Wall des deutschen Schützengrabens.
00:04:17: klein aber unverkennbar.
00:04:19: Ein Geschenk von zu Hause.
00:04:21: Noch ist dieser Krieg.
00:04:22: keiner, der den Hunger im Gepäck hat.
00:04:24: Die Feldbost hat Dosenfleisch, Kekse, Tabak und kleine Geschenke gebracht.
00:04:28: Briefe von der Liebsten und den Eltern – die Deutschen singen.
00:04:32: Stille Nacht!
00:04:34: Und dann passiert es.
00:04:36: Einer der britischen Soldaten krabbelt aus dem Schützengraben die Arme erhoben in einer Hand Zigaretten- und Streichhölzer... ...und er singt Silent Night.
00:04:51: Wie er sich das traut, allen Schuss hätte genügt.
00:04:55: Er geht weiter Schritt für Schritt.
00:04:58: Dieses Mal reiben sich die Deutschen die Augen.
00:05:00: Da steht der Tommy im Niemands Land und schaut erwartungsvoll herüber Und dann einer nach dem anderen Krabbelt wie der Breite zuvor aus den
00:05:09: Graben.
00:05:10: Immer mehr sind es auf beiden Seiten Händedrücken, sie versuchen sich in der jeweils anderen Sprache frohe Weihnachten zu wünschen.
00:05:18: Die Briten werden von einem Rusty German, einem rostigen Deutsch erzählen, dass sie noch irgendwo im Gedächtnis auftreiben.
00:05:27: Sie werden zusammen ihre Toten in diesem No Man's Land begraben.
00:05:31: Ihre Laternen stellen sie auf die Welle – Lichterketten überall!
00:05:36: Die Tommys laden die Fritzen ein ihren Schützengraben zu besuchen und siehe da keinen Unterschied.
00:05:43: Schlamm, Gewehre und die obligatorischen Mädchenbilder an den Wänden – Männer sind alle gleich!
00:05:50: Während anderswo weiter geschossen und getötet wird gibt es hier an diesem Frontabschnitt ein weiteres Wunder.
00:05:56: Ein Schotte zeigt den Deutschen nicht nur was er tatsächlich unter seinem Kilt trägt ….
00:06:01: Er hat auch einen Lederfußball dabei….
00:06:04: Wir nahmen unsere Mützen, als Torpfosten wird der Britte Jay zwei Tage später seiner Familie schreiben und noch später wird er Fotos schicken die Kamerat Turner geschossen hat.
00:06:14: Das Schlachtfeld wird zum Fußball fällt und die Bilder zeigen fröhliche Gesichter und junge Männer denen so mancher Knopf an der Uniform fehlt Tauschobjekt und Freundschaftsbeweis.
00:06:26: Adressen werden ausgetauscht, Fotos von der Verlobten gezeigt die britenschicken Christmas-Pudding rüber den die Deutschen als Serviettenkloss identifizieren.
00:06:36: Schnaps wird rumgereicht.
00:06:38: Mehrere Tage soll dieser Weihnachtsfrieden gedauert haben.
00:06:41: Dann wird er zutiefst verurteilt.
00:06:45: Die Truppen werden ausgetauscht, die Heeresleitungen auf beiden Seiten drohen.
00:06:48: mit Kriegsgericht und Zuchthaus sollte sich Jesu etwas wieder ereignen.
00:06:55: Neun Komma fünf Millionen Menschen werden in diesen Krieg sterben!
00:06:58: Der überlebende Murdoch M. Wood wird nineteenhundertdreißig vor dem britischen Parlament sagen, wären wir damals in Flandern auf uns allein gestellt gewesen Es wäre nie ein weiterer Schuss gefallen.
00:07:11: Das Fußballspiel endete übrigens mit drei zu zwei für uns.
00:07:16: Den Krieg gewannen die Alliierten, erheben wir das Glas auf die Soldaten in Flandern von damals.
00:07:23: Auf sich allein gestellt wäre kein weiterer Schuss gefallen.
00:07:27: Frohe Weihnachten!
Christiane Rath
‧Ang. Lehndorff-Felsko
‧Anette
‧Irmgard
‧Karl Heinz
‧