Das Köln Ding der Woche - Der 2. Kölner Podcasttag

Shownotes

Wir haben es wieder getan! Auch 2024 haben Frank und Uli zahlreiche Kölner Podcaster eingeladen, mit uns Kölns Geschichte „hörbar“ zu machen. Mit dabei sind: • Willem Fromm von „Eine Geschichte der Stadt Köln“, • Helmut Frangenberg von „True Crime Cologne“, • Silke Hyzak und Ulrich Feith von den Kölner Ratsbläser, • Harald von Bonn von der Altstadtwelle, zusammen mit Kurt Feller von den Räubern, • Marvin Schmitz und Tim Emmerich von „Zweimal 0,2“, • Karolin Küpper-Popp und Hermann Hertling von „Podklaaf“, • Birgitt Schippers vom Kölnischen Stadtmuseum und Joachim Oepen vom Historischen Archiv des Erzbistums Köln, • Wibke Ladwig und Peter Otten von „Agnes trifft“, • Dirk „Appelzien“ Wissmann und Manuel „Tippelbroder“ Andrack von den Roten Funken … und natürlich auch wir vom „Köln-Ding der Woche“ Wir Kölner Podcaster reisen mit einer Zeitmaschine zu historischen und kulturellen Meilensteinen Kölns. Nachdem wir im letzten Jahr gemeinsam den Eigelstein besucht haben, geht die Reise dieses Jahr in das Severinsveedel. In Anlehnung an die historische Vielfalt werfen die Podcasts gemeinsam einen Blick auf die Vergangenheit der Stadt, jeder bringt sein eigenes Thema mit.

Links

Hintergrundinformationen zum 2. Kölner Podcast-Tag

https://www.koeln-lotse.de/2-koelner-podcast-tag/

Hintergrundinformationen zu den Akteuren

https://www.koeln-lotse.de/akteure-2-koelner-podcast-tag-am-22-november-2023/

Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions. https://www.ym-productions.de/

Transkript anzeigen

00:00:10: Das Köln-Ding der Woche.

00:00:14: Der Podcast zur schönsten Stadt der Welt.

00:00:17: Präsentieren euch der Uli und der Frank!

00:00:45: Na, die von Fahrer kenne ich doch lieber Uli oder?

00:00:48: Hörst du schon mal, ihr hört?

00:00:49: Da werdet mir Everians heimlich um mit Hetze... Denn fast genau vor einem Jahr haben wir uns mit Kölner Podcast-Kollegen zum allerersten Mal im Ford X getroffen und eine Weltpremiere oder zumindest eine Köln-Premiere gefeiert.

00:01:01: Und genau da habe ich diese wunderschöne, extra für uns komponierte Fanfare von den Kölners Ratsbläsern zum aller ersten Mal gehört!

00:01:09: Und damit herzlich willkommen zum zweiten Kölnar Podcast Tag!

00:01:14: Herrlich!

00:01:14: Kölna Podcast Tag – was ist das?

00:01:17: Wir haben uns zusammen getan, die Gölner Podcast und wollen mal zeigen wie vielfältig die Podcast-Szene hier bei uns in der Domstadt ist.

00:01:26: Es gibt Podcasts zur Geschichte zu einzelnen Fedeln, zu Gölzchen Verbrechen es gibt Podcast auf tiefstem Gölsch und auch Podcaster die direkt aus Kneipen heraus senden.

00:01:37: Um diese Vielfalt euch zu zeigen, haben wir letztes Jahr alles zusammengetrommelt und das erste Mal eine gemeinsame Folge über Gölge gemacht.

00:01:45: Und dieses Jahr tun wir uns wieder!

00:01:47: Letztes Jahr ging es um den Eigelstein – heute schauen wir uns da Trinks-Fädel an….

00:01:52: Und letztes Jahr durften wir bei den Kölner Ratsbläsern zu Gast sein.

00:01:56: Dieses Jahr, im Jahr zwanzig vierundzwanzig haben uns die Rudefunke in die altehrwürdige Uleports eingeladen.

00:02:03: Dafür ein ganz großes Dankeschön.

00:02:05: und ritschratzte Buttskaputt an die Rudeffunke!

00:02:09: Ja, jetzt stellt sich allerdings die Frage.

00:02:11: Wo sind die ganzen Kollegen denn?

00:02:12: Also da scheint es ja wohl ein bisschen ein kleines Missverständnis in der Orga gegeben zu haben und ist irgendwie ja keiner da!

00:02:17: Aber wo ein Problem... Da ist ja auch eine sensationelle Lösung.

00:02:20: zum Glück steht hier vor der Tür unser Kölscher DeLorean Ein getunter tiefer gelegter Ford Capri in Metallic silberglänzend.

00:02:28: Mit dem können wir losfahren und die Kollegen suchen.

00:02:30: Allerdings werden wir die wahrscheinlich nicht alle hier und heute finden.

00:02:33: Die haben sich anscheinend quer über die letzten zwei tausende Jahre verteilt.

00:02:37: Das lösen wir aber mit unserem Fort Caprisator.

00:02:41: Ton-Techniker Janik vollkommen überbezahlt, hat extra für uns ganz neues Equipment entwickelt und extra in den Fort Capri reingehuddelt.

00:02:49: Neben der super starken dreitausend Watt Musikanlage hatte er uns eine Gölschzapfanlage eingebaut und eben dem besagten Flux Caprisador der Zeitreisen ermöglicht!

00:02:59: Ja, gut.

00:03:00: Also der Umbau des Autos erinnert sich ein bisschen an Back to the Future aber besser Youty Cloud als Schlecht Selbergemacht.

00:03:06: und so wird unser silberner Capri zu einer Zeitmaschine und wir uns heute auf der Severinstraße durch die Kölschen Jahrhunderte schießen.

00:03:12: Wir werden also zeitreisen über die Fringsstrasse als über die Severinstraße unternehmen Allerdings nicht in die Zukunft da weiß Herr Keiler was da kühlt sondern zurück in die Geschichte.

00:03:21: Jetzt aber noch kurz zu uns.

00:03:22: Mir gegenüber sitzt einer der besten Stadtführer aus Köln Erfinder- und Organisator des Kölner Podcasttags mein Freund um Genialer Partner unseres gemeinsamen Podcasts das Kölnding der Woche.

00:03:32: Uli, der Marty McFly us Raderberg!

00:03:35: Mir ging übersetzt der Mann der Kölner Zollstock quasi erfunden hat und auch die treibende Kraft beim Podcast Kölning der Woche ist.

00:03:42: Der Mann, der selber eine lebende Legende ist und sich sogar noch an die Zeit erinnern kann als die Fortuna in der ersten Liga spielt und der erste FC Kölnen mal deutscher Meister war.

00:03:52: Und dat is verdammt lang her.

00:03:53: Ich darf euch vorstellen... So Eliane, Klassion!

00:03:59: Drehe an den Reglern und werf Dingen Flux Caprisato an.

00:04:02: Und flitsch uns durch die Zick zu unserer ersten Station.

00:04:09: Um uns herum Römer?

00:04:10: Unser erster Zeitsprung scheint gelungen zu sein Jyoti-Macht.

00:04:13: Wir sind im römischen Köln angekommen und vor uns steht Standesgemäß in einer Toga gewandet Willem Fromm.

00:04:20: Mit einem vollendeten Geschichtsstudium hat wohl kaum jemand so viel Expertise über die Geschichte der Stadt Köln wie Willem Fromm.

00:04:27: Willem macht mit Sicherheit erfolgreichsten Kölner Geschichtspodcast, das zeigt, wie viele Menschen in und außerhalb Kölns historische und interessante Aufarbeitung zu unserer Stadt lieben.

00:04:38: Mittlerweile ist er bei seinen rund siebundneinzig Folgen von den anfangen Kölners im Jahr twelvehundert angekommen also bleibt noch genügend Stoff für etliche weitere Folgen.

00:04:48: Das ist definitiv sein Lebenswerk.

00:04:51: Und heute stellt er sich der fast unmöglichen Aufgabe, die Geschichte der Säferinstraße vom Jahr Null bis heute in drei Minuten dreißig zusammenzufassen, Willem Losjonn!

00:05:02: Ja, zweitausend Jahre Säverinstrasse – in drei minuten dreißigt.

00:05:05: Challenge accepted.

00:05:06: Südlichtaumauten Römerstadt lag das Sävereinsviertel gelegen Antike.

00:05:10: Hier verläuft die Heeresstraß nach Bonn um die Versorgung des niedergermanischen Limes zu bewerkstelligen.

00:05:16: Jenseits der Straße befindet sich ein riesiges römisches Gräberfeld, denn die Römer beerdigen ihre Toten außerhalb der Stadt.

00:05:23: Hier fehlt man später im zwanzig Jahrhundert auch das schöne Publizistinkmal.

00:05:27: Im Mittelalter bleibt die Lage eigentlich ähnlich.

00:05:29: Man ist weiterhin ausserhalb der umauerten Stadt im sogenannten Vorort von Oversburg.

00:05:34: Anders als im römischen Kern ist hier aber genug Platz.

00:05:37: Das heißt, hier sielen vor allem Klöstern und Kirchen entlang der Straße.

00:05:40: Die haben viel Geld, die haben Macht viele Besitzungen Und vor allem sehr viele reiche Mitglieder.

00:05:45: Mindestens sechs Klöster wie St.

00:05:47: Severin oder St.

00:05:48: Georg, Treibfahrkirchen eine Kirche mit Samt Niederlassung des Deutschschritteordens, mehrere Kapellchen und ein Hospital habe ich mindestens gezählt.

00:05:56: All diese geistigen Stifte klöster-Kirchen prägen die Straße unter das Fedel und ja, wie gesagt, sie besaßen wirklich große Ländereien hier in der Gegend schön auf alten Karten sichtbar.

00:06:06: Deshalb im Mittelalter gilt die Severinsstraße oft als Pfaffenstraße aufgrund eben dieser geistlichen Prägung.

00:06:13: Und nein wir wollen natürlich nicht nur über Kirchen reden, zwei Beispiele muss Zeit gründen.

00:06:18: Am nördlichen Ende befindet sich der Weidmarkt.

00:06:20: hier wurde weit verkauft was die angrenzenden Farbe am Duftesbach nutzen um die Kleidung blau zu färben.

00:06:26: da heißt dieser Abschnitt auch heute noch Blaubach.

00:06:29: Am südlichen Ende des Säwerensviertels finden wir die Säwarens-Turbock, Teil der mittelaltigen Stadtmauer.

00:06:33: Die ab twelvehundert erbaut wurde in etwa und damit das Säwierensvirtel von nun an komplett in den Umautenbereich der Stadt einbezogen und damit es zum südlichsten Teil der Altstadt machte.

00:06:46: Um eighteenhundert herum haben wir dann die große Auflösung und den Abriss der meisten geistigen Einrichtung wie Klöster und Stifte.

00:06:52: Und das schafft natürlich Bauland für ein neues Viertel.

00:06:56: Hier entsteht dann ab dem letzten Jahr dieser städtewandel zum Säwerensviertel, so wie es heute kennen auch von Arbeitern geprägt, wie ab eighteen, zweiundsiebzig mit der Stollwerk Schokoladenfabrik.

00:07:06: Dann großer Zeitsprung im Krieg natürlich.

00:07:08: Im zweiten Weltkriegs-Schwert zerstört nünze und vierzig.

00:07:11: spätestens wird das Säwarensvierteln eher... Im Stil der Nachkriegsarchitektur in der Städteplanung wieder aufgebaut, stichwort Severinsbrücke was das Fehl von West nach Ost durchschneidet.

00:07:22: im Jahr neunzehneinundfünfzig.

00:07:23: Aber schon vor dem Krieg ist das Severnsviertel ein vielfältiger Ort von Kultur nur aus zeitgründen Auszugsweises hier als Volkstheater von Trude her genannt Das meistbesuchteste Theater westdeutschlands zwischen siebensebzig und neunzen sechsen achtzig Ja, in jüngerer Zeit prägte der U-Bahn-Bau.

00:07:40: ab dem Jahr war das Fedel tauriger Höhepunkt.

00:07:43: Das ist natürlich der Einstoß des Stadtarchivs.

00:07:46: Zwei Wochen vor Einsturz war ich selber noch mit meiner Geschichtstherin dort gewesen.

00:07:51: Ich konnte in der Kürze der Zeit nicht alles Wichtige sagen!

00:07:55: Zwei Dinge habe ich bewusst ausgelassen – den Namensgeber dieses Viertels und die ihm geweite Kirche.

00:08:00: Und ich bin wirklich gespannt, wer da gleich noch etwas zu erzählen wird?

00:08:05: Mardediot Unmögliche Aufgabe, aber mal richtig gut gemeistert.

00:08:10: Danke Willem!

00:08:11: Sagt es so einen Schnelldurchlauf?

00:08:12: Den kenne ich eigentlich nur von Dieter Thomas Heck aus der Hitparade im ZDF.

00:08:17: Wir haben uns zwischenzeitlich an Wein und Trauben gelabt und sind bereit für den nächsten Zeitsprung.

00:08:22: Wohin geht's?

00:08:22: Janik schmiesst der Riemenobde-Oil Losion Ich guck gerade mal raus.

00:08:29: Ah!

00:08:30: Schulter Polster & Walkman Da sind wir wohl in den achtziger Jahren gelandet.

00:08:34: Ey guckt mal da hinten, da steht ein Typ Mit einer Gitarre auf der Straße und er singt.

00:08:38: Was hängt der?

00:08:40: Verdammt lang her!

00:08:41: Ich werd bekloppt, da das Wolfgang Niedegen noch mit Jannis lang... Und da sehe ich auch schon den Harald von Bonn und der trifft sich mit dem Kurtfeller.

00:08:50: Harald von der Radio-Alstradwelle betreibt die Website Kölschemusik.info und hat in fast allen Musikaktivitäten in Kölle die Fingerschen drin, ob als DJ mit Organisator des Kölschen Orwent im Piranha oder natürlich mit seiner regelmäßigen Sendung Pele von der Platte bei der Radio Alstradwelle ist er aus der Kölsche Musik Szene nicht mehr wegzudenken.

00:09:10: Mit ihm zusammen ist heute Kurt Fellner auch Captain Kurt genannt dabei.

00:09:13: Kurt ist das letzte Gründungsmitglied der Räuber, die unzählige Hits geschrieben haben.

00:09:18: Wer kennt So, jetzt haben sich die beiden auch tatsächlich gefunden.

00:09:43: Da sind sie ja!

00:09:45: Vollkommen achziger Style gekleidet.

00:09:47: Schickt die beiden so mit Achziger-Style, Karottenhosen und mit Frühe auf den Looms-Shirts voll die Papa Dach zusammen!

00:09:55: Hier ist Harald van Bonnen von Radio Allstadtwelle.

00:09:57: Radio Allstedtwelle ist wieder dabei beim Gölner Podcast Tag Und wieder dabei ist auch Kuchtfeller von den Räubern.

00:10:03: Hallo Kucht wie is'et?

00:10:04: Hallo Harals Hallo liebe Hörer.

00:10:06: schön dass ich wieder da bei sein darf.

00:10:07: Mir geht es wunderbar.

00:10:09: Ja Kucht beim letzten mal haben wir zwar über am Eilsteines Musik gesprochen Aber auch diesmal hast du was Spannendes zu erzählen nämlich zu Frings Strauß Denn da hast du was kaum meiner Weiß viele, viele Jahre gearbeitet.

00:10:18: Was und wo genau?

00:10:19: Ich habe auf der Silberen Straße eine Lehre bei der Brauerei Heinrich-Reisdorf als Brauer und Melzer gemacht und dort elf Jahre geararbeitet.

00:10:27: Auf der Silvornstraße bin ich natürlich zum Einkaufen gegangen für Frühstück, für Kleidung und habe auch natürlich öfters dort gegessen.

00:10:35: Die Silvorenstraße war für mich in den elf Jahren eine Heimat und ich habe es geliebt weil das ist ein richtig kölsches Viertel besonders weil man laut noch sehr viel Kölschirte.

00:10:46: Zurück zum Bierbrauen.

00:10:47: dazu braucht man ja Wasser und wie gut das Wasser von Kölle ist haben die Fößbesungen aber ihr hatte trotz reine ein ganz anderes Wasser als Hema.

00:10:54: Das Wasser was aus dem Hahn kommt viel zu hart und wäre fürs braun nicht geeignet oder müsste natürlich auch entklauert und alles mögliche gemacht werden.

00:11:04: Und so braucht man eigentlich Brunnen, und die Brauerei war ich mich noch dran erinnern kann hatte zwei die natürlich auch immer kontrolliert wurden und das Wasser heißt muss natürlich analysiert werden.

00:11:16: Ist es in Ordnung, ist es verkeimt oder ist irgendwas drin?

00:11:19: Das macht das Gesundheitsamt!

00:11:21: Und wenn natürlich Hochwasser war dann war natürlich immer die Gefahr.

00:11:24: könnte es sein dass jetzt irgendwie das Wasser verträgt ist aber... Perfekt, weil es ist eine Tonschicht zwischen der Innenstadt und dem Rhein so dass das Wasser vom Rhein nicht in das Grundwasser was die Brauerei bezog gekommen ist.

00:11:40: Und was sehr interessant war, dass das water analytisch gesehen aus der Eifel ist.

00:11:45: also soweit kommt das Eifeler-Wasser nach Köln.

00:11:48: Elfjahre warst du da aber?

00:11:49: Du hast nicht wegen einer schönen kölschen Zahl dort aufgehört oder?

00:11:53: Nein, wegen der Elfe habe ich nicht aufgehört wie in den elfjahren Aber ich hab auch gehört In der Zeit schon so viel als Musiker gearbeitet habe, dass mir die Zeit fehlt.

00:12:02: Dann kam natürlich, in deiner Zeit, ein Brand zu mir und meinte, hast du nicht Lust mit mir, die Gruppe Räuber zu gründen?

00:12:10: Das hab ich dann auch getan!

00:12:11: Und das war eine meiner besten Entscheidungen in meinem Leben... ...und nun sind es auch schon dreiein- dreißig Jahre, die ich aktiv auf der Bühne als Räubar

00:12:20: arbeite.".

00:12:21: Die Reistaufbauerei ist ja inzwischen umgezogen.

00:12:23: da werden damals einige Menschen an der Söverrindsstraße im Wassen des Wortes wohl aufgeatmet haben

00:12:27: oder?!

00:12:27: Natürlich abends zu, je nachdem wie der Wind war, lag es schon mal so ein leicht süßischer Geruch von Malz in der Luft.

00:12:35: Was ich persönlich als nicht unangenehm fand ist ja nicht das es stinkt oder so.

00:12:39: Es erinnert sich an einen Malzbombon.

00:12:42: Gut, der eine mag's und der andere mags nicht aber ich fand das sehr

00:12:46: angenehm.".

00:12:47: Nach all den Jahren hast du heute noch ne Beziehung zu Frings Strauß?

00:12:50: natürlich nicht mehr im Umfang wie früher wo ich da noch gearbeitet habe Aber jetzt war gerade der längste Tisch von Köln gewesen, da bin ich noch gewesen.

00:12:58: Dann gehe ich gelegentlich schon mal ganz gerne ins Brauhaus und das Reistorf-Brauhaus.

00:13:02: Das ist übrigens an der Stelle wo früher der Flaschenkeller gewesen ist.

00:13:06: also noch eine kleine Erinnerung tatsächlich an den Sitz der Brauerei Reistorf und Frühjahr.

00:13:12: Ja kurz, ich wette es gibt genügend Menschen die die Reisdorf-Brauerei nie in der Kölschesten aller Strasse verortet hätte.

00:13:17: Darum danke an dich für deinen kurzen Ein- und Rückblick, Matiot!

00:13:20: Ja, die Brauerei war natürlich auch ein bisschen versteckt, jeder hat sie gar nicht gleich entdecken können.

00:13:25: Ich habe euch gerne einen kleinen Einblick in meine Vergangenheit und Innisfilterin Straße gegeben.

00:13:30: Dankeschön dass ich dabei sein durfte.

00:13:32: Tschüss So jetzt hab' ich richtig Bock auf ein Kölch.

00:13:36: Wohin geht's und vor allem in welche Zeit?

00:13:38: Wir sollten unbedingt gucken, dass wir eine Zeit landen, in der zumindest schon das Gölschbrauen erfunden wurde.

00:13:44: Janik, ich denke, wir reisen in die siebziger Jahre!

00:14:03: Oh, ich glaube der Janik hat wohl richtig gesteuert.

00:14:08: Wir sind im richtigen Jahr gelandet!

00:14:09: Kommen wir gehen rüber in die Kneipe up der Eck.

00:14:12: Bin mir sicher dass wir dort Marvin und Tim treffen.

00:14:14: Wenn Marvin und tim zu uns kommen gibt es auf jeden Fall was zu trinken.

00:14:18: Die beiden besuchen nun in der sechsten Staffel in verschiedenen Kölner Federn Kneipen und erzählen mit den typischen Kneipem-Hintergrundgeräuschen Wissenswertes über die jeweilige Lokalität.

00:14:30: Dabei gibt es immer nur zwei Kölschsahren, die sich zumindest glaubt hat nicht so ganz.

00:14:34: Ihr höherenswerter Podcast heißt dementsprechend auch zweimal Null Zwei.

00:14:39: Ob das jetzt wirklich mit den nur zwei Girls stimmt, war ich ja durchaus zu bezweifeln.

00:14:43: Neben dem Podcast wird noch studiert, Muntertheater bei den Gölschen Brettern gespielt oder zusammen als Achtundvierzig Zwolleuf Musik gemacht.

00:14:50: Jungs dann lass mal Bier kommen!

00:14:52: Wo sind wir denn he?

00:14:54: In diesem Sinne lasst euch nicht lumpen und hoch den Humpen!

00:14:57: Willkommen zur Zweimal Null Zwei, dem Podcast in dem wir uns ein hinter die Rüstung rühmern.

00:15:02: Prost!

00:15:06: Ja Tim wo genau sind wir hier?

00:15:07: Wir sind heute im Früh-Im-Fedel am Klodlichplatz.

00:15:12: Und wir trinken ein lecker-suffisantes Frühkölsch zum Preise zwei Euro zehn.

00:15:16: Die Öffnungszeiten sind Montags bis Donnerstags von sechzehn bis Null Uhr, Freitag bis Samstag von elf bis ein Uhr und Sonntags ist Ruhetag.

00:15:24: Drinnen ein wunderbares Ambientum.

00:15:26: Achtzig Sitzplätze etwa, dreißig Stehplätze in einem abgesonderten Bereich.

00:15:30: Sehr traditionell.

00:15:31: hinten ist eine Saal zum Sitzen.

00:15:34: Wir haben also hier zwei Bereiche und wir haben auch einen Außenbereich Interessanterweise, also erstens der Außenbereich direkt an der Silberinsturburg.

00:15:41: An der Wand und drinnen der Tresen ein I-Tresen unbestult das haben wir auch sehr selten.

00:15:47: Ein reiner Stehtresen, an dem es auch kleine Bier begleitende Speisen zu essen gibt wenn man jetzt nicht hinten in den Saal Ja für Beispiel Schnitzel aber kalt ist aber ganz lecker.

00:15:55: Generell die Küche ist brauhaus typisch gut bürgerliche Küche wie man das eben so kennt.

00:16:01: Was kann man denn zur Geschichte der Adresse sagen Mavin?

00:16:04: Das Gebäude wurde in den letzten Jahren erbaut und früher, bevor hier das Früh im Fedel drin war, hatte es die Familie A. Herrmann innen.

00:16:16: Der Laden heißt auch Invalidendom.

00:16:19: Viele kennen ihn nur unter Invalidendom.

00:16:21: Und das kommt noch aus den früheren Zeiten.

00:16:24: Hier haben früher sehr viele ... Veteranen, das ist das Schlüsselwort oder im Rentner gesessen und ihr Bier getrunken.

00:16:30: Und daher kommt auch der Name Invalidendom.

00:16:32: Der hat ja auch einen Ursprung.

00:16:33: Der tatsächliche Invalidoam oder Dom desain Valide steht nämlich in Paris und hat so eine schöne Joldene Kuppel und alles und wurde im Prinzip für Kriegs-Veteranen gebaut.

00:16:45: Mittlerweile ist da das Grab von Napoleon Bonaparte und noch ein paar anderen Gestalten.

00:16:52: drin heißt dann das Fohrempfädel auch in Validendom.

00:16:58: Ja, neunzehneuen-siebzig kam dann früh herein.

00:17:00: man hatte im Zuge der Sanierung der Südstadt schon die Angst hier kommen bei McDonald's ins Hermannes.

00:17:04: aber tatsächlich hat man noch die schöne alte Einrichtung von damals.

00:17:08: ist es richtig urig mit Holzverteffelungen kacheln aus der Gründerzeit genauso wie man sich eine Kölner Wirtschaft vorschlägt.

00:17:14: ja und dass hat dann auch einer bekannte Kölnar Band Die Blackfurs genutzt für ihr Musikvideo zum Ostermanken Song nämlich welchen Und ich glaube auch einige andere.

00:17:28: Ja, dementsprechend Marvin!

00:17:29: Das haben wir dieses Mal für ein schönes Fazit wenn wir wieder unkontröterweise angesprochen werden am Tresen und nicht wissen was wir antworten wollen darauf.

00:17:36: Ja liebe Leute also ihr müsst euch das so vorstellen.

00:17:39: es gibt ja immer diesen einen Betrunkenen der fast schon mit der Zunge in eurem Ohr hängt und wenn ihr denen abwimmeln wollt weil er mal wieder gar nichts zu Wort bekommt dann sagt man ja kann man machen.

00:17:49: In diesem Sinne a tschüss!

00:17:53: Ja, ich würde sagen der Deckel ist rund und wir haben alles über das Früh im Fedel gelernt.

00:17:57: Besser jedes Jahr wohl nicht!

00:17:58: Vielen Dank aber wir müssen leider weiter.

00:18:01: mit laufendem Motor steht schon unser Ford Capri vor der Tür.

00:18:04: mal sehen wo es hingeht.

00:18:08: Wow lange Reise kurzer Weg.

00:18:10: Wir starteten an der Ulre Forchte und sind auch wieder zurück.

00:18:14: Die Üleports ist die Heimat des Kölner Traditionskurs Gölschefunkerut, wie es von eighteen dreiundzwanzig.

00:18:20: Und die Üleport hat eine lange Tradition in der Kölnern Stadtgeschichte.

00:18:23: und jetzt sind wir mal gespannt ob die Funken sich selber da auch so auskennen weil sie haben tatsächlich ein Quiz zur Geschichte der Üle Ports vorbereitet.

00:18:33: Und wer wenn ich den neue Präsident- und Kommandant die Appel ziehen wird wiss man Und der Autofernseepreisträger und Mitglied der Rude Funken, der Tippelbruder Manuel Andrak, könnten dieses Quiz besser gestalten.

00:18:47: Flöck hier Funk!

00:18:48: Spezialausgabe für den Kölner Podcast Tag und wie immer dabei.

00:18:53: unser Präsent Dirk Wissmann als Topgast heute.

00:18:56: Boris Müller, Prinz von Jeder hat ihm zugejubelt bei dem legendären deutschen Ausflug und der Stimmung auf der deutscher Brücke.

00:19:12: Wir legen direkt los, weil wir haben nicht viel Zeit.

00:19:14: Thema ist Öleports!

00:19:16: Und wir spielen dieses Spiel.

00:19:25: Schlagt den Wissmann und heute braucht er hier eure beiden Buzzer.

00:19:30: Spiel ist ganz einfach, ihr sollt gewisse Daten Jahreszahlen aus der Geschichte der Öleports herausfinden.

00:19:37: wer glaubt es ungefähr zu wissen oder genau zu wissen?

00:19:40: haut auf den buzzer sagt die Jahreszahl.

00:19:42: Der andere hat dann immer noch die Chance auch eine Jahreszahl abzugeben wenn er dran ist hat gewonnen.

00:19:46: ganz einfach So.

00:19:48: wann wurde die öleports das erste mal urkundlich erwähnt?

00:19:55: Das stimmt nicht ganz genau, ist es?

00:19:57: Zweizehnundhundert achtzig.

00:20:00: Zweifelhundert vierzig ein Punkt für Dirk.

00:20:07: Nächste Jahreszahl!

00:20:08: Übrigens da haben schon Wachleute natürlich hier auf der Ueleport, zwei Teil der Stadtmauer, Wache gehalten sozusagen die Vorgänge an den roten Funken.

00:20:19: Das ist auch typisch keine Sprache mehr, die Tore wurden zugemauert.

00:20:24: Wann wurde der Tor von der Üleport zugemaurat?

00:20:29: Irgendwas müssen wir machen, Dirk hat drauf oder... Ja, vierzehnhundertfünfzig.

00:20:40: Mensch der Dirk!

00:20:41: Du hast gesagt du hattest dich nicht vorbekommen?

00:20:43: Das war jetzt auch wirklich komplett geraten.

00:20:46: Ich habe mich richtig vorbekriegt.

00:20:47: Da hat sich irgendwann mal so eine Mühle... Ja genau das kam dann.

00:20:51: Dann war es nicht mehr Stadttor.

00:20:52: und dann wurde noch ein Mühlet drauf gebaut die Kartäuser-Mühle Und das passt ja auch zu uns heute in den roten Funken weil welche Brauerei braucht unser achtzehrdreinzwanzig Bier?

00:21:04: Jemalsmühlen.

00:21:05: Auch wieder was mit Mühlen?

00:21:07: Dirk führt zwei Null.

00:21:09: Zwischendurch, das wusste ich auch gar nicht, Felten und Chioen war hier zu gang.

00:21:13: Die haben ja quasi eine Adreper-Bahn, so Seile gedreht.

00:21:18: Jahreszahl?

00:21:19: Wann wurde hier, wissen viele nicht ein Gastronomiebetrieb auf der Üle Ports errichtet?

00:21:25: in der ÜLE Ports?

00:21:27: Boris!

00:21:28: Achtundhundertneunzig.

00:21:28: Nee, Achtzehnhundertnünzig ist geil, sind für die Achtzenhundertsiebzig.

00:21:41: Achtundsechstenachzig, Punkt für Boris.

00:21:42: Noch vier Jahre daneben da war wirklich schick hier mit Biergarten quasi auf der Terrasse oben nicht schlecht.

00:21:50: Gastronomie ist meine Waffe!

00:21:51: Ja sehr gut und du kannst es noch auf einen Unentschieden bringen?

00:21:56: Jetzt die entscheidende Frage jetzt haltet schon mal das Händchen über den Buzzer.

00:22:03: wann haben die roten Funken die Öle portlich?

00:22:12: Ich muss dir sagen, Boris.

00:22:14: Der Dirk war ein bisschen...bisschen schwer!

00:22:17: Aber ich würde es ja nicht mehr beiden.

00:22:20: Ja gut dann drei zu zwei für dich.

00:22:27: Deswegen heißt das ja Schlag den Wissmann weil er so schwer ist.

00:22:31: Er ist fast verschwert, alle die nachher kommen.

00:22:37: Das war Flöck Gefunkt, speziell auch von Säubchen und Porz.

00:22:41: Nehmen wir ein mehr wie du!

00:22:46: Boah, haben aber echt was gelernt heute und vielen Dank auch dass wir bei euch zu Gast sein dürfen Und der neue Podcast der Rode Funke kommt.

00:22:54: Wir sind echt gespannt was da alles zu hören gibt.

00:22:57: So, we got uptacks, wir haben noch voll vor Auch wenn es mit euch so schön ist Schmeiß den Caprisator an, wir müssen zum nächsten Stopp Ui, das ging jetzt aber flück.

00:23:10: Da hat der Captain aber ganz schön Gas gedreht.

00:23:13: Hier sieht es aus wie in Babylon Berlin, nur mit den Tönen von Karl-Werbühne und Willi Ostermann!

00:23:18: Und Lorenz Dorn?

00:23:20: Da ist ja auch die Wiebke... Und auch der Bitter.

00:23:23: Näh, was sind die Schick?

00:23:24: Der Bitter mit modischen Knickerbockern und die Wiebke hat ein sehr schönes Charlestonkleid an.

00:23:30: Wo sie mal gelandet, offensichtlich in den neunzehnzwanzig Jahren.

00:23:34: Captain hasst uns gut hingefloren hier!

00:23:36: Die Wiebcke war letztes Jahr schon beim Podcasttag dabei leider ohne der Bitte aber dieses Jahr sind die beiden wieder im Doppelpack vereint.

00:23:44: In ihrem Podcast Angnes trifft besprechen die beiden das Leben, die Nachbarschaft und das Miteinander im Angnessviertel.

00:23:52: Peter ist Pastoralreferent in St.

00:23:54: Angnes.

00:23:55: Er spricht jeden Montag im Radio den Beitrag Kirche im WDR Der immer mit.

00:24:00: Heute ist wieder Montag Und weil heute Montag ist es das Wochenende Leider auch schon wieder vorbei.

00:24:05: Tja So beginnt dieser Beitrag.

00:24:08: Die Wiebke ist Buchhändlerin vom Janzen Hetzen, ins Lure über wen die beiden heute mit uns sprechen wollen und ich glaube Frank erzählt irgendwie um Literatur.

00:24:19: Ja wir treten durch eine Tür und oh es riecht nach Holz.

00:24:23: Es ist ne Schreinerei.

00:24:24: Wir sehen Beichtstühle Kirchenbänke Brüstung von Orgeln und vorne steht Böll und Polz Werkstatt für Kirchenmöbel.

00:24:35: Ah das ist das Büro.

00:24:37: Wer sitzt drin?

00:24:38: Der junge Heinrich Böll.

00:24:40: Der sitzt nämlich an der Schreibmaschine seines Vaters und macht dort seine ersten Schreibversuche, wir sprechen über Heinrich-Böll.

00:24:48: Er wurde dann nur mich hier in der Südstadt geboren.

00:24:50: Ganz gar nicht weit von hier, Teutoburger Straße, Ecke Altenburger Straße.

00:24:55: Und wenn man von hier aus Richtung Friedenspark geht... Heinrich Bell.

00:25:00: Geboren wurde er, ähm, neunzehntzebzehn Und er wohnte in allen möglichen Straßen hier in der Südstadt.

00:25:06: Er wohnte am Uwe-Ringen, an der Maternostraße aber zwischenzeitlich auch in Raderberg und Müngersdorf.

00:25:14: Das gab nicht wenige Umzüge für den Heinrich – auch später nach seiner Heirat.

00:25:19: In two forty heiratete Heinrich Böll nämlich Annemarie.

00:25:23: Sie studierte mit seiner Schwester Mechthild an der Uni Köln und war Übersetzerin.

00:25:27: Und ihre erste gemeinsame Wohnung war gar nicht weit von ihr in der kleinen Gedankstraße.

00:25:32: Die wurde in two forty bei einem Bombenwagengriff zerstört.

00:25:36: Böll aber wohnte da eigentlich noch nie wirklich so richtig.

00:25:39: für ihn, das sagte er selbst war der wichtigste Einrichtungsgegenstand ein Telefon.

00:25:45: Er war nämlich Soldat in Frankreich.

00:25:46: zu der Zeit und über das Telefon hielt er Kontakt mit seiner Frau.

00:25:51: Tja Das Telefon verbrannte seine Frau konnte sich retten Und in einer Wohnung selbst verbranden auch Manuskripte Gedichte Erzählungen und einen Roman.

00:26:01: Was sagt der Heinrich Böll dazu?

00:26:03: Und das ist der einzige Verlust, den ich nicht bedauere.

00:26:07: Tja, er schrieb weiter!

00:26:08: Das war der Zweiundsebzig Literatur Nobelpreis in dem Jahr als ich geboren wurde.

00:26:15: und Böll haben wir uns deswegen ausgesucht.

00:26:18: Er war auch immer auf der Seite so der verfolgten, der geächteten, der Außenseiter.

00:26:23: Er schrieb über ganz verschiedene Köln.

00:26:25: Wir sprechen ja auch in unserem Podcast immer wieder darüber, was das Agnesviertel ausmacht aber auch was Kölner Ausmacht.

00:26:31: und Heinrich Böll schrieb kölner Nazizeit.

00:26:35: er schrieb auf das zerstörte Kölnen nach dem Krieg.

00:26:39: Er schriebe über das Aufgebaute Kölne.

00:26:41: Er Schrieb über auch das KölN von neun zu dreinunddreißig seine Heimat wie er sagte.

00:26:46: Und dann?

00:26:46: Neunzehntneunsechzig Vor seinem Literatur-Nobelpreis zog das Wort Peter.

00:26:52: Das ist wunderbar, weil wenn ich auf dem Turm der Ergniskirche stehe, kann man den Eingestreiter runtersehen und ahnt am Ende irgendwo auch die Severinskirche.

00:27:02: Ich finde, das Tolle an Heinrich Böll ist, dass er viel von seinen Vierteln, in denen er gelebt hat, in seinen Romanen untergebracht hat.

00:27:10: Ein Gebäude möchte ich euch kurz vorstellen ... Siebeneckige Turm, dieser Wohnturm.

00:27:19: Als Heinrich Beul in den ersten Gruppenbilden mit Dame geschrieben hat, dann hatte er überlegt, in welches Gebäude soll die Firmenzentrale der Firma Häuser untergebracht werden?

00:27:29: Und als er so gesagt, dass furchtlich passiert ist, sah er diesen Turm und dann hat er gedacht das ist die Firbenzentrale!

00:27:36: Ich habe zwei drei Sätze aus dem Brummer mitgebracht und ich glaube ihr versteht, dass Beul mit dieser Architektur gefremdelt hat.

00:27:45: Mit bebenem Herzen bestrat der Verfasser die Lobby dieses exklusiven Apartment Hauses dessen penthausartige Wohnungen so beliebt sind.

00:27:55: Ein nicht gerade uninformierter, nicht einmal livrierte und doch irgendwie sowohl uninformiert wie livriert wirkender Poitiersmaß ihn nicht gerade verächtlich lediglich prüfend Und es war deutlich zu spüren Die Schuhebekleidung bestand diese Prüfung nicht.

00:28:14: So Wiebke, das ist Heinrich Böll.

00:28:16: Nächstes Jahr feiern wir oder denken wir daran dass der Krieg achtzig Jahre vorbei ist und ich habe das Gefühl Wir müssen mal eine richtig lange Folge über Heinrich Beil machen.

00:28:27: Das machen wir Und wenn ihr diese Folge nicht verpassen wollt dann abonniert doch einfach unseren Podcast.

00:28:32: Agnes trifft Ja und wir kamen dann wieder zurück am Rhein mit den Schulen in den Schulen von Böll in die Südstadt und da sind wir dann wieder In der Südstad.

00:28:43: Ja, das war super interessant.

00:28:45: Vielen Dank euch beiden und ich muss auch sagen für alle Kölschen wir sind ja auch ein bisschen stolz auf den Herrn Wöll weil er hat ja auch unseren Kölner Literatur Nobelpreis gewonnen.

00:28:55: Muss man ja auch so sehen ne?

00:28:56: So Janik.

00:28:57: jetzt aber weiter geht's!

00:28:58: Mahne-Farketsche führt sechzehnte Jahrhundert gekauft.

00:29:01: dort soll angeblich der Ursprung des Kölchen Ausspruch Lanz Schmitz Backes liegen.

00:29:09: Die beiden Gastgeber der heutigen Folge zum zweiten Kölner Podcast-Tag haben natürlich auch einen eigenen Podcast.

00:29:15: Im Das Köln Ding der Woche besprechen Ulide, Stadtführer und sein Partner Frank alles rund um Kölnen.

00:29:21: Ob Historisches, Kölsch Originale, Köllschetöne oder Kurioses – da haben alle Themen ihren Platz!

00:29:28: Im lockeren Gespräch, wie man sich an einer kölischen Theke unterhält sind ihre Folgen wie Lecker-Methäbchen.

00:29:33: Klein?

00:29:34: Lecker?!

00:29:34: Und kann man nicht genug von haben... Heute wollen die beiden uns erzählen, was es mit einer der legendärsten Sprüche aus Köln auf sich hat – Lance Schmitz-Bakkes.

00:29:45: Ja das ist vollkommen richtig!

00:29:46: Wir sprechen heute über den Kölschen Walk of Shame.

00:29:49: Als Kölner würde ich sagen, dass war die Vorlage zur legendären Game Of Thrones Folge.

00:29:54: Aber fangen wir ganz vorne an….

00:29:56: Was hat der Schmitze Bakkes mit dem Work of Shame zu tun?

00:30:00: Und warum sagen die Kölner, du bist noch nicht Lance Schmitz-Bakkes?

00:30:04: Mit dieser Formulierung will der Kölnner nämlich ausdrücken dass etwas noch nicht überstanden ist.

00:30:09: Doch woher kommt der Spruch Lance Schmitz-Bakis?

00:30:12: Da schauen wir zuerst mal schlichtweg auf die wörtliche Übersetzung Lance heißt auf Gölsch vielleicht so was wie vorbei entlang kann man es auch übersetzen.

00:30:21: Schmitz-Bakkes war und ist eine Backstube an der Severinstraße, direkt an die Severinsturbusche legen und somit unmittelbar in der Grenze der Stadt.

00:30:30: Wie daraus der Spruch Lanzschmitz Bakkes wird versteht man nur wenn man die Legende vom Staupenschlag kennt.

00:30:39: Eine angeblich gängige mittelalterliche Bestrafung war der Staupenschlag.

00:30:44: Straftäter wurden dabei vom Gefängnis mitten in der Stadt bis vor die Stadtgrenzen getrieben und ähnlich wie bei einem Spießroutenlauf konnte jeder, der noch eine Rechnung mit dem Delinquenten offen hatte diesen Beschimpfen schlagen oder peitschen.

00:30:57: Erst wenn der arme Teufel es lebend über die Stadtgrenze des Severinstores geschafft hatte, war die Bestrafungen vorbei.

00:31:04: Dabei ging es kurz vor der rettenden Freiheit noch vorbei.

00:31:08: Erst wenn der Verurteilte Lans, also vorbei am Schmitz Backes war, konnte er sicher sein es überstanden zu haben.

00:31:16: Ob das jetzt alles so stimmt?

00:31:18: Na ja gut ehrlicherweise eher nicht!

00:31:22: Erstens wird hier das Stäupen mit dem Spießroutenlauf vermengt.

00:31:26: Beim Stäupe wurde der verurteilten Täter an einem Pranger angebunden und geschlagen.

00:31:31: Der Spießrutenlauf den kennt man aus dem Militär allerdings Und der war auch nur dort eine rein militärische Strafe.

00:31:37: Der zweite Punkt ist, eine Bäckerei Schmitz an der Severins-Turbo gibbelt.

00:31:42: Allerdings gesichert erst ab siebzehn siebenundneunzig!

00:31:45: Wie sollte denn der Typ schon im sechzehnten Jahrhundert Lahn-Schmitz backen sein wenn da keine Bäckerei ist?

00:31:51: Und dann auch noch... Den Namen Schmitz übrigens, den gibt es erst seit Piemaldaum in den sechzehnten Jahrhundert.

00:31:57: Also man kann die ganze Geschichte getrost in das Reich der Legenden verweisen.

00:32:02: So auch der Kölner Brauchtumsforscher Reinold Louis.

00:32:05: Legenden, dass die Gefangenen früher am Backes vorbei aus der Stadt geprügelt wurden sind laut Reinhold Louis schlichtweg falsch.

00:32:11: Zitat Wenn man am Schmitzbackes vorbei war, war man raus aus dem Trubel, raus aus der Statt erklärt Reinold Lewis.

00:32:18: Und auch Adam Vrede, der die Bibel des Kölschensprach-Schatzes geschrieben hat, meint dass man bezüglich der Schmitz-Bakkes-Legende von einer nicht nachweisbaren Überlieferung sprechen muss.

00:32:30: Irgendwie ist das jetzt schon ein bisschen schade!

00:32:33: Er war auch gleichzeitig typisch kölsch.

00:32:35: Watte verzeihls muss nicht stimme, es muss einfach nur schön sind – übrigens auch so'n Motto der Kölner Stadtführer.

00:32:42: Aber wiegerjedet machen wir den nächsten Stopp.

00:32:45: Es geht weit, weit zurück in die Vergangenheit.

00:32:48: Janik, lad' den Flux Caprisate auf!

00:32:51: Nimm extra Sprit mit!

00:32:52: Wir haben eine weite Reise vor uns... es geht ins Köln des vierten Jahrhunderts.

00:33:00: Junge, junge, junge.

00:33:00: beim nächsten Trip der so lange dauert bitte ein neues Fassanschlag.

00:33:03: Das Catering ist hier eher wie bei Ryanair.

00:33:06: Wo sind wir denn jetzt?

00:33:07: Ah, wir stehen jetzt vor einem römischen Gräberfeld Und hier sind ja auch schon in römische Gewänder gehüllt, die Caroline und der Zeitzeuge Hermann.

00:33:18: Und was da im Gölzchen Dialekt über die Lautsprecher kommt, ist nicht nur äußerst interessant sondern auch hochoffiziell geprüft.

00:33:34: Caroline ist nämlich Seminarleiterin bei der Akademie für uns Gölze-Sproch und Hermann ist Mundartschauspieler und Regisseur.

00:33:41: Entstanden ist ihr Podcast in der Coronazeit und der mittlerweile ninety- vierjährige Hermann beherrscht das neue Medium wie ein junger Spund.

00:33:49: Er isst Mundartschauspielger ehemaliger Spieleite des Komedeteaters.

00:33:55: Hört ihr so, was die zwei zu erzählen haben?

00:34:33: Die Sprache, die uns jetzt ficker bringen, ist sowieso die Sprach von der Stehen.

00:34:54: Das stimmt.

00:34:55: Also, von Russland Südmann das Portal mit dem Spitzbohrer.

00:35:00: Da drauf hat Finster mit dem Spezbohrern die Stehnsache, dass es Jotisch.

00:35:08: Du freust du dich?

00:35:10: Das soll einer der zwölf romanischen Kirche von Göllsinn!

00:35:16: Ja, genau.

00:35:18: Der Turm ist auch nicht romantisch.

00:35:20: Aber binnen Südmer dass es mit der Kirche in römische Zegelossiange ist und am Anfang auch humanisch gebaut wird.

00:35:30: Also andere romanische Kirche, die wirken menschmal ein bisschen wie im Museum – das ist hier nicht!

00:35:40: Die Gemeinde von Sinterfringen hat eine eher schlabendige Enddruck.

00:35:46: Das verhaft ich noch der Kirsch im Fädeljebliffe.

00:35:51: Wer da denn lebt?

00:35:53: Es noch nie vorbasiert, mir war rasch, wann er die Trappe in der Kirche raffiät und wie in ein anderer Welt güt.

00:36:04: Die romanische Krypta der Unge, die ist so schön!

00:36:08: Und dann jädelt noch Deva Da süßt du die Reste von der erste Kapelle, die vielleicht so ja der Zinterfring selbst hätte bauen lassen.

00:36:17: Das isst du jetzt wie ihr klein Samenkönchen schrieb Hiltroth Kier.

00:36:23: Der Kirsch ist dann so aus dem Samenkönchen Mie und Mie hier war es.

00:36:31: Bedem, was sie dann dran gebaut haben an der Kapelche, an die Stiffsherre, hat die Kirsche später gedreht.

00:36:42: Wie gedreet?

00:36:43: Also natürlich haben sie nicht den Kirschhoch Jehova Aber sie haben der Altar ob der Ostweg nicht im Weste postet.

00:36:53: Will man damit sagen, dass am Altar den Sonnenobjekt und all das Licht vom Herriot aus dem Oster bei uns geht?

00:37:03: Von der Kirche und von Kröcian ist noch im Kreisch nur eine kleine Deilianze geblieben.

00:37:09: Ja, da kreische ich.

00:37:11: Schlimm!

00:37:12: Es gibt bis hin nur ein Satzfinster in Grau.

00:37:17: Das wird doch jetzt, wenn man der Jeraad Richter dort zu bringen könnte sich noch ein Neufinster für Zinterfring auszudenken.

00:37:25: Leif Lücher vom Zinterfring selbst haben wir euch noch ja nichts verzahlt.

00:37:31: Dafür jiedet nämlich eine Eier-Podcast-Usterei.

00:37:34: Esch Kriminell auf.

00:37:36: True Crime wie ma hück ob Ruditsch seht.

00:37:39: Tromm je wenn ma jetzet mikrofönische Vigor und Sahre, a tschüss!

00:37:46: Halt euch die Salze!

00:37:48: Herrlich, herrlich, endlich Kölschetönen.

00:37:51: Danke dafür und wer nicht alles verstanden hat kann bei Carolinian noch sein Kölchdiplom machen.

00:37:57: Wo wir gerade einmal hier sind steht der hängende Helmut Und was hält der da in den Hängen?

00:38:03: A Park Nöscheltsche.

00:38:04: Helmut Frangenberg ist Redakteur des Kölner Stadtanzeigers, Mitinitiator von Lossmer-Singe und dem Kölnerkräsefest Erfinder der Kneipensitzung Jäckgespüll und Autor zahlreicher Stadtführer und Kölnenkrimis.

00:38:17: bei dem Mann hat der Tag mindestens thirty six Stunden Und bei all den Aktivitäten blieb auch noch Zeit, den ersten Kölner True Crime Podcast zu veröffentlichen.

00:38:28: True Crime Köln erscheint seit Oktober zwanzig auf der Webseite des Kölner Stadtanzeigers und natürlich überall da, wo es Podcasts gibt.

00:38:46: Aktuell ist Helmut Frankenberg's True Crime Buch, Kölnen Trümmern in den Buchhandlungen zu erhalten!

00:38:52: Im Podcast packt er alles an ob Hexenverbrennung die Geschichte vom Affen-Petermann, Mordentführungen, das Gölschemilieu oder Klüngel.

00:39:00: kein Thema ist ihm zu heiß.

00:39:02: aber heute berichtet er aus dem vierten Jahrhundert und er hat uns zur Feier des Tages eine halbe Leiche mitgebracht.

00:39:09: Ja, es gibt ja viele Heilige in Köln die als Schutzheilige oder besondere Fürsprecher verehrt werden.

00:39:15: Da gibts die Ursula den heiligen Gerion oder die heiligendrei Könige aber es gibt eben auch einige Kölner Bischöfe aus grauer Vorzeit darunter auch der Heilige Severin der Schutzpatronen Kölns.

00:39:28: Er ist der Schutzheillige der Weber Und man sagt ihm nach, dass er etwas fürs Wetter tun kann.

00:39:33: Aber das ist eine andere Geschichte.

00:39:35: Im Gegensatz zu den Promis unter den Kölner Heiligen kann man davon ausgehen, dass der gute Severin tatsächlich gelebt hat.

00:39:42: und noch etwas ist bei diesem Heiligen anders.

00:39:44: Es ist eine vergleichsweise recht unspektakuläre Begebenheit die von seinen Wunderkräften berichtet Denn – das weiß man ohne Wunder wirst du kein Heiliger.

00:39:54: Bei ihm ist es eher ein ganz kleines Wunder, was ihn zu jemand ganz besonderem macht.

00:39:58: Er spürt in Köln wie sein Lehrer, das ist der Bischof von Tour der Heilige Martin.

00:40:03: Das ist er den wir im November besingen.

00:40:06: Wie der nach seinem Tod ins Himmelreich aufsteigt also so eine Art Telepartie über sechshundert Kilometer Luftlinie mit dem Toten St.

00:40:15: Martin.

00:40:16: Wie man sich das vorstellen kann bleibt rätselhaft aber noch rätsellhafter ist das was mit dem Kölner Schutzpatron nach seinem tot geschah.

00:40:24: Wir haben es zu tun mit dem wahrscheinlich ältesten und gelösten Kriminalfall der Stadtgeschichte, einem jahrhundertealten Cold Case.

00:40:33: Und um den in seinen Dimensionen zu erfassen, müssen wir tatsächlich jetzt mit eurer Zeitmaschine hin und her fahren.

00:40:40: Zum Beispiel zum Zwölften Juni, der wird der Schrein des Heiligen geöffnet, der in der Kirche aufbewahrt wird.

00:40:49: Joachim Öpen, der gleiche zu Gast sein wird war dabei und kann davon berichten.

00:40:53: es gab mehrere Überraschungen bei der Schreiensöffnung.

00:40:57: die größte so finde ich war die bittere Erkenntnis, dass der heilige Severin nicht komplett war.

00:41:05: Es fehlen alle Knochen des Oberkörpers einschließlichte Schädels also das Kopfes.

00:41:11: wie ist es möglich?

00:41:13: Im Streien liegen Beinen und Fußknochen außerdem zwei Zahnfragmente und kleine Zahnschmelzstücke.

00:41:20: da fragt man sich wo ist der Rest?

00:41:22: was ist geschehen?

00:41:23: Man weiß es nicht.

00:41:25: Und wenn das mit der Zeitmaschine, mit eurer Zeitmaschinen funktionieren würde, wüsste man noch nicht einmal in welches Jahr man zur Aufklärung dieses Cold Cases reisen müsste.

00:41:34: Es könnten Grabräuber gewesen sein!

00:41:36: Wir könnten es mit einer mittelalterlichen Variante des Body Snatchings zu tun haben oder mit einer üblen Grabschändung oder auch mit skrupellosen Geschäfte machen die heilige Gebeine illegal verkauft haben.

00:41:50: Wir könnten es mit einem Betrug zu tun haben oder ganz schlimm sogar mit Hochverrat.

00:41:55: Man muss nämlich wissen, dass Reliquien also die Knochen von Heiligen im christlichen Mittelalter so etwas waren wie eine Versicherungspolize für die Unversehrtheit der Stadt ein Schutz gegen Feinde, gegen gefährliche Krankheiten oder gegen den Niedergang.

00:42:11: wäre also Reliquient-Cloud gefährdet die geliebte Heimatstadt hoch verrat.

00:42:17: Wir müssen es klein laut zugeben, auch Truegrime Köln kann diesen Cold Case nicht aufklären.

00:42:23: Man kann sich nur auf Spurensuche begeben und aufgrund von Indizien wild spekulieren.

00:42:29: Das machen wir dann in Ruhe in der Weihnachtsfolge von Truegrim-Köln.

00:42:32: Um alle Theorien zu erörtern braucht man etwas mehr Zeit als dieses kleine Zeitfenster beim zweiten Kölner Podcast Tag.

00:42:40: Es gibt natürlich historische Forschungen zu dem Thema Und da kann man immer wieder lesen, dass sich Köln und die Stadt Bordeaux in Frankreich den Severin geteilt hätten.

00:42:51: Ein heiliger Severin wird nämlich auch in Bordeau verehrt.

00:42:54: Diese Theorie von der Teilung des Heiligen klingt plausibel aber es gibt ein gewichtiges Gegenangument.

00:43:00: In Bordeux liegt ganz offensichtlich ein komplettes Sklett im Schrein.

00:43:06: Wir haben es also mit anderthalb Heiligen zu tun und das Rätsel um den halben Severin von Köln bleibt weiterhin

00:43:14: ungelöst.".

00:43:15: Also da fällt mir nichts mehr zu ein, das war super spannend!

00:43:19: Und ich freue mich schon auf deine Weihnachtsfolge.

00:43:21: Vielen Dank lieber Helmut und nächstes Jahr kannst du uns aber gerne eine ganze Leiche mitbringen.

00:43:27: Und weiter geht es!

00:43:28: Wir bleiben in der Zeit und hören noch was wirklich Kurioses zu Sankt Severin.

00:43:32: Da haben wir auch eine Menge Sprit im Flux Caprisator gespart.

00:43:37: Da, direkt vor Sankte Severin, da stehen Sie die Redaktorin und Moderatorin des Stadtmuseums.

00:43:43: Podcast Köln Erzählen Birgit Cipers und der Historiker und Leiter des historischen Archivs des Erzbistums Kölnen Dr.

00:43:51: Joachim Öpen.

00:43:52: Wennet um Ihr Schichte in Göläät geht Kein Weg an Joachim vorbei.

00:43:57: Dieser Mann kennt alles!

00:43:59: So ja, alles über Knöschelchen, Reliquien und ihr Beine.

00:44:04: Im Jahr zwei Tausendvier berichtete der Kölner Express über eine überraschende Entdeckung im Schreinde St.

00:44:09: Severins.

00:44:10: Birgit und Joachm?

00:44:11: Was war denn da drin in dem Schrein?

00:44:14: Ja also eines ist klar – der Joachem, das ist wirklich ein begeisterter Historiker Aber nicht nur das.

00:44:20: Joachim, du wohnst ja sogar im Severinsfädel!

00:44:24: Man könnte sagen, du bist ein unmittelbarer Nachbar vom Heiligen Severin und seinem Schreien.

00:44:30: Und dieser Schrein – haben wir jetzt auch gerade gehört, da war ja ein besonderes Datum – der Herr hat es richtig in sich.

00:44:38: Er hat sich entpuppt als Überraschungsei vor twenty-fünf Jahren.

00:44:44: Du, Joachem weißt warum?

00:44:47: Bevor die Kölnerexpress da im Jahr zwei Tausend vier berichtet hat, war erst mal Sommer neunzehnneunzig.

00:44:54: Und da hatte sich in der Kirche Sankt-Siverin also hier in der kirche ein kleines Grüppchen versammelt rund um den Weihbischof Klaus-Dick, der war das und hat diesen Schreien eben geöffnet.

00:45:05: Der Schein des Heiligen Severinen soll um das Jahr Vierhundert gelebt haben.

00:45:08: Der dritte namentlich bekannte Bischof von Kölnen gewesen sein.

00:45:11: Der Schrein selbst ist aber gerade mal zweihundert Jahre alt.

00:45:15: Nährung was erwartet man darinnen?

00:45:17: Klar, die Reliquien, die Gebeine dieses verehrten Heiligen Souveräen.

00:45:22: Und sonst?

00:45:24: Naja umso größer war die Überraschung als dann im Inneren des Schreins eine höllzene Reliquie in Lade zum Vorschein kommt mehr als tausend Jahre alt aus der Mitte des zehnten Jahrhunderts und darin eben nicht nur einfach die Knochen des Heiligen Severin wie wir ja jetzt von Helmut wissen, der halbe Severin nur nein, nicht nur die Knochern sondern Und ich weiß es noch wie heute, den Anwesenden steht das Staunen ins Gesicht geschrieben.

00:45:49: Mit einem Schlag ist es Muxbäuschen still die Knochen eingewickelt in mehrere farbige Tücher aus Europa, aus dem frühen islamischen Kulturkreis und die stammen allesamt aus dem frühesten Mittelalter sind noch älter als diese geheimnisvolle Reliquindade und vor allem in einem ganz tollem guten Zustand.

00:46:07: eben tausend Jahre kirchensklima Das kann ich schon verstehen.

00:46:11: Das lässt ja das Herz eines Historikers mit großem Faible fürs Mittelalter höher schlagen, ganz klar!

00:46:18: Aber oh Schreck diese kostbaren Tücher von denen du jetzt gerade erzählt hast die wurden angeknabbert.

00:46:26: Oh je.

00:46:27: also wer macht denn sowas?

00:46:29: Ja In dieser Reliquienlade, in dieser Hölzernden Kiste eben nicht nur die Gebeine und die Knochen des Heiligen Silvirin sondern auch die Knöschelchen von drei kleinen Mäuschen.

00:46:40: Zwergmäuse ausgewachsen gerade mal fünf Zentimeter groß.

00:46:44: Du nicht zu glauben!

00:46:45: Aber wie sind die denn in den Schreien gekommen?

00:46:48: Das ist doch ein heiliger Schrein da passt man doch drauf auf.

00:46:51: Tja das alles wurde natürlich untersucht.

00:46:53: Auch die knöchelchen wurden datiert Und siehe da, die sind Mitte des zehnten Jahrhunderts Diese Mäuschen in diese offene Kiste reingehüpft, sozusagen bei Inbetriebnahme dieser Hölzern-Religinlade.

00:47:08: und da waren sie dann gefangen nachdem man den Deckel zugemacht hat.

00:47:12: Und bevor die da verendet sind, waren die auf der Suche nach Nahrung und haben alle diese Textilien angeknabbert.

00:47:19: Und dann Zeitsprung haben wir die eben dann, neunzehnneunzig beim Knochen des Heilings gefunden.

00:47:24: Also irgendwie, die Mäuschen tun mir schon leid.

00:47:27: Und keiner hat es gesehen, ob sie das überlebt hätten.

00:47:30: Das wissen wir natürlich auch nicht.

00:47:31: Aber sie sind reingesprungen?

00:47:33: Hatte denn ihr Elendiger tot und überhaupt einen Sinn gehabt?

00:47:37: Na ja eigentlich sind wir diesen Mäuschchen doch ziemlich dankbar.

00:47:41: Denn das eine ist das Alter der Textilien aber das sagt ja noch nichts Seit wann die in der Kiste drin sind, diese Textilien.

00:47:48: Aber wenn die Mäuschen, die eben angeknabbert haben in der Mitte des zehnten Jahrhunderts dann ist auch klar seit der Zeit sind dieser Tücher eben im Schrein des heiligen Souveräen.

00:47:59: und damit ist klar wir haben einen ganz tollen einmaligen Befund, der mehr als tausend Jahre lang völlig unberührt überliefert ist.

00:48:06: Also echt?

00:48:07: Wofür denn so neugierige Mäuse, die Hunger haben alles gut sind?

00:48:11: Genau!

00:48:11: Und noch eine kleine Anmerkung Diese Mäuschen im Schreien, die wurden dann im Prinzip über ganz viele Jahrhunderte zusammen mit diesem Severin verehrt.

00:48:20: Und ich finde das haben sie sich schon auch verdient.

00:48:22: Ja, Joachim da bist du ganz bei dir und der heilige Severin war nicht mehr so allein im Schrei?

00:48:28: Genau!

00:48:30: Was eine Wahnsinnsgeschichte von euch beiden ist der Helle-Wahnsinn.

00:48:33: Ich kann es nicht anders sagen.

00:48:34: aber zum Glück war's ja nicht die Sendung mit der Maus beziehungsweise die Maus von der Sendung Mit dem Maus.

00:48:38: wenn er werden.

00:48:38: ja ganz ganz viele Kinder wären ja unglaublich graurig gewesen und ich glaube der Oli hätte auch Tränchen verdrückt.

00:48:44: So Janik, dann fahr mal den Wagen vor.

00:48:47: Wir müssen nämlich wieder zurück in die Gegenwart.

00:48:49: Programmier doch mal bitte den Rosenmontag-Zwanzig-Vierundzwanzig ein!

00:48:53: Los geht's!

00:48:56: Boah!

00:48:57: Punktlandung... wir stehen genau exakt an der Severins Turburch um uns herum alles voller Jäcke buntkostümiert.

00:49:06: alle sind gespannt.

00:49:07: wie liest jeder los?

00:49:08: und da höre es schon die Eröffnungsverfahren des Rosenmontags zu.

00:49:19: Mit der Trum steht dort Ulrich Feidt.

00:49:22: Er ist das Pauken-Mariechen der Ratsbläser und neben ihm steht die gute Seele der Truppe, die Silke.

00:49:28: Sie kümmert sich um die ganze Bagage der Radsbläse!

00:49:31: Die Kölner Ratsbläser können auf eine stolze, siebzig-jährige Vergangenheit zurückblicken.

00:49:36: In den letzten Jahren ist dieses rund twenty-fünfundzwanzig köpfliche Bläsernensemble nicht mehr aus dem Kölschen fast zu leer wegzudenken.

00:49:44: Ob bei der Prinzenproklamation in der Kölnarena oder beim Straßenkarnewall bringen Sie alle Jäcken zum Tanzen und zum Schunkeln!

00:49:51: Und wenn die Eröffnungshandfahrer des Kölners Rosenbauchters Zugs erklingt wissen alle am Zugweg das Endlich.

00:49:57: der Höhepunkt des Kölschens Straßenkarnewalls beginnt.

00:50:00: Silke und Ulrich, Sarrenz.

00:50:02: Wie geht das denn so mit der Fanfare da beim Start?

00:50:05: Ja vielen Dank für die Einladung!

00:50:08: Wir freuen uns hier dabei sein zu dürfen.

00:50:11: Bei uns jedet am Rosenmontag ganz früh los.

00:50:15: Um sechs Uhr morgens treffen wir uns auf unserer Bursche am vor zehn im Agnesviertel, packen unsere Helme, Instrumente und Uniform ein und fahren dann zur Säwrunztobusch.

00:50:26: Dort püngeln wir die schmale Treppe den ganzen Krempel hoch Und wir reisen nämlich nicht mit leicht gepackt.

00:50:32: Wir haben nämlich auch noch die dicken Pauken dabei, die Kessel-Pauken und dann sucht sich jeder Musiker seinen Fensterplatz.

00:50:39: Ja, Fensterplatz was heißt das?

00:50:42: Man muss sich vorstellen, die Silberins Torburg hat drei Etagen und auf jeder Etage sind vier Fenster und in jedes Fenster kommt ein Ratsbläsern Und das ist für die Leute wunderbar zu sehen, aber man muss sich vorstellen.

00:50:54: Die stehen da auf dem Fenstersims draußen an der Gebäudemauer.

00:51:04: Und es ist kalt, blöds der Wind.

00:51:07: Es ist nasse unter Umständen.

00:51:09: Man hat den Noten am Instrument Die Instrumente müssen gehalten werden Der Hellen, da pfeift der Wind runter und wir sind tatsächlich da wirklich sehr anspruchsvoll in diesen Fenstern.

00:51:21: Wir sehen uns untereinander nicht und deshalb müssen wir verkabelt werden.

00:51:26: Also wir müssen eine Verkabelung haben die es uns ermöglicht untereinandert zu kommunizieren.

00:51:32: Das heißt wir haben In-Ear Kopfhörer Mikrofonameninstrument und dann brauchen wir tatsächlich, bevor wir letztendlich die Fanfare für den WDR und das Volks spielen eine Probe ob die Technik auch wirklich funktioniert.

00:51:54: Während wir auf den ganzen Zirkus später warten, haben wir einen wundervollen Blick über die Säverinstraße am Horizont der Dom.

00:52:01: Die Sonne geht auf und die Särverinstrasse füllt sich mit bunten Jäckern.

00:52:05: Hinter uns die Räumlichkeiten füllen sie auch mit Jäcken ab und an.

00:52:09: Sieht man auch mal paar Prunente von Heidi Klum bis Herbert Roll ist alles vertreten?

00:52:14: Ja es eine herrlich spannende Atmosphäre!

00:52:17: In dieser Atmosphere, wenn sich die Straße erfüllt, wachten alle auf die Eröffnung des Rosenmontagszuges.

00:52:25: Die Menschen fiebern mit und jetzt muss man sich vorstellen, wir sind ja jetzt im Jahr ist es zehn Uhr zehn.

00:52:34: Alle warten auf den Eröffnungsmoment!

00:52:37: Der Zugleiter um zehn Uhr elf zählt dann von zehn runter drei zwei eins und er ruft und in dem Moment wird die Fanfare von unserem musikalischen Leiter angezelt.

00:53:15: Die Menge tobt und wir hören das Jugend der Jäckchen.

00:53:19: Ja, die Musiker sind natürlich froh, wenn dat hier klappt hat!

00:53:23: Während wir vom Fenster-Sims runterklettern gehen schon in den ersten Gruppen durch das Severinstor.

00:53:28: Wir machen uns auf dem Weg zu unserem Rosenmontagsragen Denn wir begleiten im Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval Und haben das Privileg nun auch selbst durch das Serverinstor zu fahren.

00:53:39: Das zweite Mal erlebt man tatsächlich diesen besonderen Moment dass man da der Volk erlebt.

00:53:46: Und das ist wirklich ganz besonders, und wer das noch nicht erlebt hat am dritten-dritten-zwei-tausendfünfundzwanzig spülle mal wieder und machen wieder die Eröffnung.

00:53:55: Bringt einen Bögel mit, Etihad Kamella?

00:53:57: Gollalaf!

00:53:59: Boah, ich krieg Gänsehaut gerade... Wenn ich mir so vorstelle, da oben zu stehen, die Fanfare zu spielen ... und dann gückt der Zuchtleiter um und durch, dann is ja großartig.

00:54:10: Und wer das selber erleben will, hat tatsächlich die Chance.

00:54:13: Weil Die Ratsbläser suchen noch Mitglieder.

00:54:17: Wer also gerne mitmachen will, während Treutblase kann oder ein Trommelschlare kann, möge sich bitte bei den Rats Bläsern melden und das findet ihr unter www.ratsbläser.de.

00:54:29: Und dann könnte auch der Bay sein!

00:54:31: Ja Oli, warte schon wieder?

00:54:33: Mensch, Mensch, die Zeit vergeht wie im Flug wenn man mit so netten Podcast-Kollegen und Gästen zusammensitzt um den interessanten Geschichten zuhört.

00:54:41: Ja, er war alles hier denn zu eng.

00:54:43: und auch der zweite Kölner Podcast-Hach.

00:54:45: Wir sind zweitausend Jahre durch die Zeit gereist!

00:54:48: Wir haben das Fringsfede bestens kennengelernt.

00:54:51: Vielen Dank an alle, die uns auf dieser Zeitreise begleitet haben.

00:54:54: Danke auch an den völlig überbezahlten Tontechniker Janik, denn der hat das ganze Jedön zusammengeschnibbelt, den Fort Caprisato gebastelt und es ist auch die Zapfanlage da reingebaut – Mirzwey und die Andere haben ja nur je schwarz.

00:55:06: Auch ein herzliches Dankeschön an unsere Gäste, die einfach nur dabei sein wollten und einen Tag nach dem Elften-Elften-Wahnsinn den Weg zu unserer Aufzeichnung auf sich genommen haben.

00:55:15: Das größte Danke geht natürlich an unsere Zuhörer und auch an unsere Gastgeber Die Rude Funke, die uns heute wunderbar beherbergt haben!

00:55:23: Und wie man in Kölle sät... Beim ersten Mal haben wir es ausprobiert, beim zweiten Mal ist es schon Tradition und beim dritten mal Brauchtum.

00:55:31: Wir hören uns nächstes Jahr im November wieder!

00:55:33: Mal sehen welches Kölschefädel wir Kölsche Podcast oder der Kunden?

00:55:37: Und dann ist das Brauchtuum.

00:55:39: Ja... Dann bleibt ja nichts zu sagen als Schö, Malediot, Schwänkter Hoth, der Frank ... Und der Uli vom Gölln-Ding der Woche, vom Gölner Podcast-Auch-Zwei-Tausend-Vierundzwanzig.

00:55:51: Das war die neuste Folge vom Köln-Ding der Woche und ich hoffe es hat euch gefallen.

00:55:57: Wenn ja, folgt uns auf Instagram und Facebook und auf TikTok.

00:56:02: da sind wir unter das Kölner Ding zu finden.

00:56:05: auch auf PolyG sind wir natürlich zu finden weil es da unseren Podcast gibt und auf Spotify Apple RTL Plus überall da wo es Podcast gibt.

Kommentare (1)

Klinki

Ich höre euch immer wieder gerne.

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