Das Köln Ding der Woche - Kölsche Gefängnisse Teil I
Shownotes
Kölsche Gefängnisse Teil I: Weckschnapp, Hacht am Rhein und Bleche Botz
Selbst im „Hillije Kölle“ soll es Kriminelle geben. Unglaublich, aber wahr. Wenn diese dann von der „Schmier“ (das ist die Polizei) erwischt werden und ins Gefängnis müssen, sagt der Kölsche „Die jonn en de Blech“.
Warum das so ist, warum ein Brot zur Todesfalle werden konnte und warum ausgerechnet ein Gefängnisbau den Blick auf den Dom gestört hat erzählen Frank und Uli euch in dieser Folge unseres „Köln-Ding der Woche.
Links:
Weckschnapp – Folterstätte am Rhein https://www.koeln-lotse.de/2019/05/11/weckschnapp-folterstaette-am-rhein/
Die Hacht – ein Knast direkt am Dom https://www.koeln-lotse.de/2021/05/20/die-hacht-ein-knast-direkt-am-dom/
Die „Bleche Botz“ in der Schildergasse https://www.koeln-lotse.de/2021/07/24/bleche_botz/
Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions. https://www.ym-productions.de/
Transkript anzeigen
00:00:10: Hallo zusammen, es ist wieder soweit.
00:00:30: Heute hauen wir wieder eine neue Folge von uns für euch ihr liebsten treuen Hörer raus und heute senden wir aus einer völlig überhitzen mit Testosteron geschwängerten Zweierzelle Osterblech.
00:00:42: Und mein Partner in Crime der Leve-Uli, der übrigens wegen viel Schwätzerei verurteilte Wiederholungstäter sitzt hier mit mir ein.
00:00:51: Mir gegenüber sitzt der Graf von Monte Zollstock, Frank Mausbach Ausbrecherkönig und einzigartiger Zollstalker Graf aber... Der wichtigste Mann sitzt natürlich hier an den Reglern.
00:01:04: Das ist der David Getter des Regel-Business, der Mann, der uns das schönste Jingle geschenkt hat was man sich vorstellen kann!
00:01:13: Unser vollkommen überbezahlter Tontechniker!
00:01:16: Jaaa...
00:01:18: NöööÖÖÖÜÜÜÖÜÖÖ!
00:01:21: Vielen Dank dafür nochmal!
00:01:23: So nach diesem True Crime Intro, also ohne dem Janik natürlich ist es natürlich nichts wert zu erraten.
00:01:30: Wir berichten heute aus den Panini-Heftchen der Kölschenknäste und da gibt es so viel zu erzählen dass wir da einen geschmeidigen Zwei-Teiler daraus machen.
00:01:38: Und beginnen wollen wir natürlich vorne, also jahanslange her mit dem Weckschnab.
00:01:43: Uli Lassion!
00:01:46: Vorweg, ob es den Wegschnapp jemals gegeben hat wissen wir nicht.
00:01:49: Aber ist einfach eine wunderschöne Geschichte!
00:01:51: Der Wegschnapp ist ein kleines Turmchen am Rhein und gleichzeitig vielleicht einer der grausamsten Hinrichtungstätten.
00:01:59: wenn sie dann gegeben haben sollte die Kölle Kante also da müssen wir mal bisschen ganz auseinander nehmen.
00:02:05: weg ist eigentlich ein kleises süßes Brötchen oder Brot.
00:02:09: Man sagt doch Platz dazu.
00:02:11: Und Schnappen heißt Fangen und der Wegschnapp heißt also Brot fangen.
00:02:16: Jetzt fragt man sich, wie kann das folter sein wenn es um ein Brotfangen geht?
00:02:20: Naja!
00:02:21: Wenn man sich überlegt dass da Gefangene in den Wegschnapp einfach eingesperrt worden sind In der Mitte eine Falltür außen der Gefangener.
00:02:31: Der hat nichts zu essen gekriegt nix zu trinken gekriecht er darbte in diesem Turm und oben hing an einer Schnur dieser Besagte weg.
00:02:40: Und jetzt irgendwann ist er so verzweifelt, dass der nach diesem Weg springt.
00:02:44: Weil da konnte ich den Vergreifen, der hing natürlich hoch genug und dann springt der nach dem Weg, schnappt ihn vielleicht oder auch nicht, fällt auf jeden Fall durch die Falttür... ...und dann geht es ab!
00:02:54: Da sind nämlich ganz viele Messer in diesen Falldingen darin und die machen aus dem Delinkwenden mal eben Schaschlik.
00:03:01: Der Rhein erledigt den Rest und spült alles weg was da war weil dieses Törmchen bar etwas über den Rhein gebaut.
00:03:08: Ja, gruselige Geschichte.
00:03:10: Aber das steht schon auf sehr schwachen also vor allen Dingen sehr dünnen Beinen ist ja lang drin und okay.
00:03:17: aber ganz sicher kann ausgeschlossen werden dass es sich bei dem heute als weg schnapp bezeichneten Turm um diese Hinrichtung Hinrichtungsstätte handelt denn dieser Turm liegt reichlich weit entfernt vom Vater.
00:03:29: rein Tatsächlich verwechselt der Kölner hier den Achtzehundneinundzig abgerissene Cuniberchtusturm mit dem heute noch erhaltenen Cunibertustürmchen.
00:03:38: Jut hört sich auch fast ähnlich an, ne?
00:03:40: Dieser war Teil der Cunberchtusturburg.
00:03:43: Zu diesem Ensemble gehörte auch ein in den Rhein hineinragender Teil einen sogenannten ARK!
00:03:50: Kann denn an dieser Sage überhaupt irgendwann dran sein?
00:03:53: Es passt ehrlicherweise hinten und vorne nicht.
00:03:56: Also sagen wir so, an dem Ark könnte was dran gewesen sein weil der war tatsächlich über den Rhein gebaut.
00:04:02: das Gunnyberz-Dürmchen definitiv NICHT!
00:04:06: Weil der stand genauso wie die Gunnybergs-Durburg, das war ein Gebäudeensemble, stand er nicht im Rhein.
00:04:12: also kann schon mal nicht stimmen.
00:04:13: Die ganze Geschichte ist natürlich auch überhaupt nicht nachweisbar.
00:04:17: Und noch schlimmer ist, dass tatsächlich das große Hochwasser, da müssen wir eine Folge drüber machen über das große Hohefacher, was die halbe Stadt zerstört hat übrigens.
00:04:28: Auch die Guni Berchtstorbrüche mit diesem besagten Ark zerstörtert.
00:04:32: Der Türmschinn, also der heute angedichtete Wägschnab blieb stehen und so hat man einfach gesagt, dat wär der Wägsschnab et passevernet!
00:04:40: Das CUNYBETZ-Türmchen ist heute übrigens ein Wohnhaus.
00:04:43: Mit samt einem Anbau kann man hier auf ca.
00:04:46: hundertsechzig Quadratmeter leben, man hat allerdings keine Ecken.
00:04:51: also alles ist rund.
00:04:52: dafür aber ganz viele Stufen.
00:04:54: also vom Turm oben runter sind es satte siebenund achtzig Stufen.
00:04:59: gekauft hat das zwei tausend siebzehn.
00:05:01: übrigens der Horst Backes Der Name passt hervorragend für dich zu diesem legendären Kölner Gefängnis.
00:05:08: Kann man nicht anders sagen So, jetzt haben wir quasi das erste Knestchen, sag ich mal schon abgehakt und kämen jetzt direkt danach zu einem legendären Knast am Dom.
00:05:22: Wenn wir Költschen oder Touristen über die Domplatte streifen und Selfies vor dem majestätischen Dom machen – was ja meistens nicht geht weil der ja viel zu groß ist und man kriegt ja nicht da ganze Dinge darauf– ist es kaum vorstellbar dass noch bis Ein Gefängnis und ein Gericht.
00:05:42: Erstmalig erwähnt übrigens elfhundertfünfundsechzig, Und welchen Spruch mussten sich denn die unzähligen Delikanten Unmittelbar vor ihrer Hinrichtung vom Henker anhören?
00:05:53: Lieber Schafrichter Uli!
00:05:55: Ich stoße dich an den blauen Stein.
00:05:59: Du kommst zu Vater- und Muttern immer heim.
00:06:02: Das hast du sehr, sehr schön gemacht mit einer fast Shakespeareartigen Attitüde.
00:06:07: Die zum Tode verurteilten verbrachten ihre letzte Nacht in der Hacht direkt auf der Domplatte!
00:06:12: Und pünktlich zum Sonnenaufgang kam der Henker und führte sie hinaus.
00:06:16: Der Stab wurde über ihn gebrochen, und das ist tatsächlich wörtlich zu nehmen, denn als Zeichen der richterlichen Gewalt wurde ein dünner zuvor eingekärbter Holzstab zerbrochen.
00:06:27: Unter dem Leuten des arme Sünderglöckchens ging es dann zum Richtplatz in der Regel nach Milate wo nach dem Kölschen Walk of Shame das Todesurteil vollzogen wurde.
00:06:38: Ich habe nur einen Anwurf da gab's noch irgendwie so'n blauen Stein.
00:06:43: Was hatte dir noch mal?
00:06:45: Der blaue Stein, also du wurdest an den blauen Stein tatsächlich gestoßen.
00:06:49: Das war das Zeichen dass Urteil wird vollzogen.
00:06:51: jetzt.
00:06:52: und dieser blaue stein der war tatsächlich Bestandteil einer Kirche die jetzt heute abgebrochen worden ist die auch da in der Ecke irgendwo stand deren Namen ich vergessen habe was wir nachreichen In den shownotes und Da wurdest Du dann tatsächlich dran gestoßene nicht dran gehauen dran gestossen.
00:07:08: das war so ähnlich symbolisch wie auch das Zerbrechen des starbes über deinem haupt.
00:07:12: Der wurde also über deinem Kopf der Stab zerbrochen.
00:07:15: Okay, dann müssen wir jetzt aufwarten... Ich glaube die Kirche ist da wo jetzt der Bahnhof ist?
00:07:23: Kann das sein oder bring ich es durcheinander?
00:07:25: Ich
00:07:25: habe Sankt Johann Evangelist war das und das war da wo heute ziemlich genau das Röhmische Manche Museum steht.
00:07:37: Und die Haftjahr, die war ja tatsächlich auf auf dem Roncalli-Platz mit drauf.
00:07:43: Das hieß damals noch nicht Roncalliplaz, war übrigens eine sehr finstere Gegend damals.
00:07:47: Ja also ich sag mal die rechtlichen Sachen muss der Oli machen ne?
00:07:51: Es gab eine unglaublich unüberschaubar Gerichtsbarkeit und das musst du zusammenfassen.
00:07:56: Also das übersteigt mein juristisches Wissen.
00:07:59: jetzt
00:08:00: Ich halte mich hier an den Franz Joseph Knöschel.
00:08:02: Schöne Grüße Franz Joseph.
00:08:03: falls Du das hörst Der Franz Josef, der ist verantwortlich für Kuladik und wer da noch nicht reingeguckt, das sollte das mal tun.
00:08:10: Kulturlandschaft digital.
00:08:12: Da findet man alles an Infos zu allen möglichen Kultur-Landschaftsdenkmälern.
00:08:18: Naja,
00:08:18: übrigens nicht so Verwechsel mit dem Köschelverzeichnissen?
00:08:21: Nein!
00:08:21: Das war doch auch Köschelferzeichnis heißt aber... Achso!
00:08:26: Das hat er nicht erfunden.
00:08:28: Der Franz Josef Knöchel hat das mal sich genauer angeguckt und was an Gerichten hier in Köln war, das war komplett unüberschaubar.
00:08:38: Die Hacht war ja auch ein Gericht also Gericht und Knast gleichzeitig und in Kologne können für das Jahr ZIG Gerichte nachgewiesen werden.
00:08:49: So was wie das Bürgermeistergericht, das Ratsgericht ,das Amtsgericht Das Turmgericht .
00:08:53: Das Gewaltgericht.
00:08:54: Das Fiskalgericht oder auch sehr schönes Wort das Unterlagericht.
00:08:59: da ging es um Erbschaftsstreitigkeiten.
00:09:01: sogar für die Winzer und Beinhändler gab's ein eigenes gericht.
00:09:04: also dat hat sich schon mal richtig gelohnt.
00:09:06: dann gab´s noch Die ganzen Gerichte, die auch von den oder gerichtsähnlichen Zustände, die von den Gaffeln gepflegt wurden.
00:09:13: Dann gab es noch die Bauernbänke.
00:09:14: das war sowas ähnliches wie Zünfte oder Organisationen für die Baueren rund um die Stadt.
00:09:19: also an Gerichten hat es definitiv nicht gemangelt und in der Hacht war's dann tatsächlich so dass da auch recht gesprochen würde und zwar in dem Fall hier War das der Erzbischof, der hier recht gesprochen hat Und dort wurden alle mögliche Straftaten verurteilt und auch die berüchtigten Hexenprozesse, in dem Zusammenhang nochmal der Hinweis auf unsere Folge zu Katharina Hennoth.
00:09:46: lohnt sich da auch noch mal reinzuhören.
00:09:49: Der Name Acht leitet sich wahrscheinlich von den Begriff Haft ab Macht auch Sinn.
00:09:56: Mit Hacht wurde aber nicht nur das Gericht und das Gefängnis, sondern weite Teile des Bereichs um den Dom bezeichnet.
00:10:01: So jetzt könnte man ja davon ausgehen so die letzte Nacht vor der Verstreckung des Urteils mit Ausblick ob der Dom wäre ganz schön wie so Elcatras-mäßig guckst du auf die Golden Gate Bridge oder so.
00:10:12: da liest man allerdings völlig falsch denn die Ecke war damals kein touristisches Highlight.
00:10:17: es stank erbärmlich ein offener Abwasserkanal sich quer durch über das Gelände.
00:10:22: Die Haft selber war ein absolut furchtenflößender Ort mit engen Zellen in die Wände eingelassenen Eisen und Halsringen, an welche Gefangenen gekettet wurden.
00:10:34: D.h.
00:10:34: die Haft wurde aber wieder als schmuckloses Funktionsgebäude aufgebaut, um das sich wohl nicht ausreichend gekümmert wurde – und da können wir auch!
00:10:43: Im Jahr-Sechzehn-Einundzwanzig war die Hafte dann so baufällig dass das Gebäude abgerissen und neu aufgebaut wurde.
00:10:49: Hat man sich denn wenigstens um das neue Bauwerk gekümmert?
00:10:52: Das scheint irgendwie an diesem Ort vielleicht an der ganzen Stadt zu liegen, ich bin mir nicht ganz sicher.
00:10:57: Also definitiv wieder nicht!
00:10:58: Das Gebäude wurde wieder mal vernachlässigt, siebzehn, sechsundzwanzig gab es dann Krach.
00:11:02: Das Ding musste dringend renoviert werden.
00:11:04: wer bezahlt war das?
00:11:06: entweder die Verwaltung oder die Kurköllnische Verwaltung oder die Stadt.
00:11:14: und dann ging's drum hin und her und irgendwann wurde dann ein Schiedsrichter eingesetzt und dieser Schiedsschicht hat gesagt, wir machen das ganz einfach.
00:11:25: Die Stadt bezahlt quasi das Fundament und der Kurfürst zahlt alles was da oben draufkommt.
00:11:31: Gölschelösung würde ich mal sagen gar nicht so schlimm.
00:11:36: In der Folgezeit danach war in der Hacht eine Schnapsbrennerei drin.
00:11:40: Dann haben wir einen Antiquitätenhändler.
00:11:43: Und in den letzten Jahren wurden die Gebäude abgerissen um das Hotel Francfort.
00:11:47: dort errichtet.
00:11:48: Wie anscheinend an dieser Stelle üblich wurde auch das Hotel nicht ausreichend gepflegt, kennt man ja!
00:11:53: So war es kein Verlust als dass baufällige Beide achtzehn dreiundneunig abgerissen wurde um eine freie Sicht auf den zwischenzeitlich fertig gestellten Dom zu ermöglichen.
00:12:03: Heute gibt es quer über den Roncalliplatz den freien Blick auf den Dom aber die Bautätigkeiten sind ja wieder im folgen Gange denn das Domenhotel wird kernsaniert.
00:12:11: dazu empfehle ich nochmal unsere Folge.
00:12:13: zum Domhotel So, jetzt haben wir den Messersprung im Wächtschnapp überlebt und glücklicherweise sind wir auch nicht von der Hachzumeladen eskortiert worden.
00:12:23: Was kürt denn jetzt?
00:12:25: Als nächstes kürzt die schöne Bläsch-Butz!
00:12:29: Und das ist ein schönes Wortspiel eigentlich weil der Gölsche sagt wenn er in den Knast geht... ...nicht er geht in den knast sondern er jeht in the bläsch.
00:12:38: Das hängt mit einem ganz bestimmten Gebäude zusammen nämlich die Bläsche Butz Fast in der Schildergasse, also Ecke Krebsgasse war das eigentlich genau genommen.
00:12:47: Und das war auch ein sehr berüchtigtes Gefängnis?
00:12:51: Ja es war ein ehemaliges Frauengefängnis durch die während der französischen Besatzung...
00:12:58: Nein, nein langsam!
00:12:58: Es war ein Frauencloster.
00:13:01: Ach so aber dann auch mal ein gefängnisses Frauengefängnis.
00:13:03: Später, später.
00:13:04: Also es waren Frauencloste.
00:13:05: Dann mach du doch den ersten Teil mit dem Closter weil du bist juristisch besser und auch mit der Kirche hast du's.
00:13:11: Also es gab das Clarissencloster zu den Schutzengeln, das war ziemlich genau auf der Ecke Schildergasse-Krebsgasse.
00:13:17: Da ist glaube ich heute... Welcher Schulladen ist da nochmal?
00:13:19: Also ein Schulladend glaub ich ist da drin an dieser Ecke da und also wenn ihr von Neumarkt aus die Schildergasse geht erste Ecke links rein ist die Krebsgase und da stand dieses ClarissenCloster.
00:13:29: jetzt kamen die Franzosen nach Köln und was haben sie gemacht?
00:13:31: Die haben erstmal alle kirchlichen Besitztümer aufgehoben aber zur Folge hatte dass ging alles an den Start auch dieses Klarissenkloster und wurde prompt zu einem Arresthaus, also da ist eigentlich ein Gefängnis.
00:13:45: Wurde das umgebaut?
00:13:48: Es zeigte sich übrigens schnell dass dieses ehemalige Kloster auf Dauer nicht den Anforderungen des Strafvollzugs entsprechen konnte und war quasi ständig überbelegt was jetzt vielleicht auch erleben vielen straffälligen Damen gelegen haben könnte in Köln.
00:14:03: Die Blech hatte sechsenundachtzig verschiedene Räume und in den Gemeinschaftsräumen mit sechsundreich Personen schliefen zwei Insassen auf einer Pritsche.
00:14:10: Daher begann man achtzehnfünfunddreißig, mit dem Bauarbeiten schon am Klingelpütz einem der damals modernsten Gefängnisse.
00:14:16: Als achtzehntausend dreißig dort die ersten Gefangenen einzugen konnte, die Blesche-Bots auf der Schildergasse in ein reines Frauengefängnis umgewandelt werden Mit der preußig korrekten Bezeichnung, Königliche Straf- und Besserungsanstalt für weibliche Gefangene.
00:14:32: Für die Kölschen war es aber nur die Viva-Anstalt also die Weiberanstalt, welche in den vier geschlossen und abgerissen wurden.
00:14:39: An dieser Stelle wurde dann das Polizeipräsidium gebaut.
00:14:43: was von der königlichen Straf um bessere Anstalt bleibt ist auf jeden Fall der Ausdruck in der Blech als Synonym für das Einfahren in den Knast hört sich auf jeden fall besser an als sie fängt.
00:14:55: Eine Frage bleibt.
00:14:56: Ja, die wollte ich glaube ich stellen.
00:15:00: Ist ein Gefängnisausbruch strafbar?
00:15:06: Nein!
00:15:07: Wenn du es schon so fragst, nein.
00:15:09: Korrekt.
00:15:09: Ein Gefängnisausbruch ist nicht strafffrei in Deutschland und zwar aus folgendem Grund.
00:15:14: In Deutschland ist ein Gefägnis deshalb nicht strafba weil man davon ausgeht dass der Freiheitsdrang eines Menschen einen so grundlegender und natürlicher Trieb ist das er nicht zusätzlich bestraft werden sollte.
00:15:24: aber Wenn man einen Gefängnisausbruch macht, wird man mit Sicherheit eine Strafe erhalten weil man muss ja irgendwas kaputt machen.
00:15:34: Also geht da durchschneiden, Sachbeschädigung von Geiselnahmen mal ganz abgesehen, waff illegaler Waffenbesitz oder wie auch immer.
00:15:42: Das heißt eigentlich lohnt sich das nicht.
00:15:44: aber ich sag mal wenn du einfach nur durch die Tür raus jährst alle Türen werden offenbar jährs raus hast du kein Problem bist du frei.
00:15:52: Das ist immer interessant.
00:15:53: Also und alle, die uns im Knast hören hier der Mausie weiß wie man rauskommt dann eine allerletzte Frage bleibt dann tatsächlich noch?
00:16:00: Die da wäre wieso heißt denn die Blechebutz bleche Butz?
00:16:04: Das ist ne sehr gute Frage.
00:16:06: wieso haben wir das nicht in vorherigen Text beantwortet?
00:16:09: Weil Als das Gebäude, die im Knaust-Knochen umgebaut wurde, gab es den Blechschläger Alexander Hittorf.
00:16:19: Der wurde in Göln nur der Blächerne Alexander genannt und es war der Maurermeister Johannes Butz beauftragt, das Ding zu bauen.
00:16:26: Und wenn ich jetzt die beiden Dinger zusammennehme, Götterus The Bläscherne Butz oder Bläsche Butz.
00:16:33: Die Gölschen sind ein bisschen bequem und dann haben sie daraus noch The Blæsch irgendwann gemacht.
00:16:38: Ja, danke lieber Uli dass du das Gott sei Dank nochmal eingeworfen hast weil das hatten wir ja sonst völlig vergessen.
00:16:43: So jetzt haben wir aber Freigang und wir treffen uns nächste Woche im Klingelpütz und in der JVA Ossendorf Mardetjot.
00:16:50: Zweiter Teil folgt und schöne Grüße aus der Blesch!
00:16:53: Vielen Dank und
00:16:55: Hochgang.
00:16:57: Das war die neuste Folge vom
00:16:59: Köln-Ding
00:17:00: der Woche und ich hoffe es hat euch gefallen.
00:17:03: Wenn ja, folgt uns auf Instagram und Facebook.
00:17:07: Und auf TikTok!
00:17:08: Da sind wir unter das Kölnendain zu finden.
00:17:12: Auch auf PolyG sind wir natürlich
00:17:14: zu finden weil es da
00:17:15: unseren Podcast gibt... ...und auf Spotify, Apple, RTL Plus überall da wo's Podcast gibt.
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