Das Köln Ding der Woche - Live Podcast Raderberg und Raderthal Teil 2
Shownotes
Raderberg – Kloster, Deutsche Welle und Siedlung Wilhemsruh (live vor Publikum)
Heute kommt Teil II unseres Experiments, zwei Folgen vom „Köln-Ding der Woche“ live vor Publikum aufzunehmen. Es geht um Raderberg, Heimat vom Uli. Wir sprechen über das mittlerweile abgerissene Funkhaus der Deutschen Welle, sozialen Wohnungsbau im 19. Jahrhundert am Beispiel der Siedlung Wilhelmsruh und das Kloster der Benediktinerinnen in Raderberg.
Links
Funkhaus der Deutschen Welle: Asbestverseuchtes Relikt des Kalten Kriegs https://www.koeln-lotse.de/2020/07/04/funkhaus-der-deutschen-welle-asbestverseuchtes-relikt-des-kalten-kriegs/
Die Siedlung Wilhelmsruh – sozialer Wohnungsbau im 19. Jahrhundert https://www.koeln-lotse.de/2019/08/31/die-siedlung-wilhelmsruh-sozialer-wohnungsbau-im-19-jahrhundert/
Ein paar Fragen an Schwester Antonia von den Benediktinerinnen in Raderberg https://www.koeln-lotse.de/2018/07/22/ein-paar-fragen-an-schwester-antonia-koeln-ist-lebendig/
Lotsentour - Raderberg & Raderthal (mit dem Fahrrad) https://www.koeln-lotse.de/lotsentour-raderberg-thal-mit-dem-fahrrad/
Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions. https://www.ym-productions.de/
Transkript anzeigen
00:00:11: Der
00:00:28: Radarteil der Volkspark ist aber tatsächlich nie so angenommen worden, wie man es jetzt eigentlich vorgestellt hat.
00:00:33: Er war einfach schlicht weg zu weit draußen und ihm war auch kein wirklich langes Leben beschieden
00:00:38: weil
00:00:38: es kam dann irgendwann Genau genommen ab neun und dreißig, gab es den zweiten Weltkrieg.
00:00:45: Der ist für Deutschland genauso schlecht ausgegangen wie der erste Weltkrig Und prompt hatten wir die Besatzer hier erst waren die Amerikaner hier und anschließend kamen die Briten.
00:00:53: Die Briten haben dann folgendes gemacht sie haben alles an Häusern was noch repräsentabel war und bewohnbar war Haben die requiriert und haben sich da schön breitgemacht Insbesondere in Junkersdorf in Riel In der Marienburg haben die dann schöne Willen requiriert.
00:01:07: aber Es war klar Die Briten bleiben etwas länger als zwei Wochen.
00:01:14: Sie wollten es ein bisschen gemütlich machen und deswegen haben sich überlegt, wir bauen uns jetzt hier eine eigene Siedlung hin.
00:01:20: Und so ist die englische Siedelung entstanden!
00:01:23: Die Idee war tatsächlich, eine Gartenstadt nach britischem Vorbild hinzubauen und dann haben sie nach einem Gelände gesucht.
00:01:34: Das Friedenspulver Magazin, respektive dann später der Radar-Teller Volkspark bot ideale Gelegenheiten weil da konnte man richtig schön weitläufig bauen.
00:01:44: Und dann haben die britischen Besatzer tatsächlich die damals schon existierende GAG beauftragt nach streng deren Vorgaben die englische Siedlung hinzubauen.
00:01:55: Das heißt, man hat der GHG gesagt ihr baut mal schön jetzt hin.
00:01:58: Die haben namhafte Architekten dafür verpflichtet unter anderem Fritz Schaller und der bekannteste wird wahrscheinlich Wilhelm Ripphahn sein.
00:02:05: Jetzt denken alle die Opa, Uwe Uwe, genau der ist das, der die OPA auch gebaut hat.
00:02:10: Der ist dann verpflichted worden.
00:02:12: und die haben dann hier Offiziershäuser für die Britten hingesetzt.
00:02:17: Und diese Architekten hatten eine ebenso geniale wie unglaublich perfekte Idee, nämlich die haben einen bestimmten Grundtypus von Haus entworfen für die Offiziere insbesondere.
00:02:32: Und dieser Grundtypus von Haus, riesengroß.
00:02:35: Das sind diese weißen Häuser in der englischen Siedlung wurde dann minimal nicht mal variiert sondern versetzt.
00:02:42: Man heißt man hat das eine Gebäude zehn Meter weiter nach vorne und das andere Gebäuse zehn meter weiter nach hinten gesetzt.
00:02:47: Es ist dann hingegangen und hat die Gebäuden gespiegelt oder hat sie über eine Achse noch einmal gedreht so dass man folgenden Effekt hat wenn man heute durch die englische Siedelung durchgeht es ist ein gewisser Zusammengehörigkeitscharakter, aber es ist an keiner Stelle langweilig und das haben die Architekten perfekt gelöst.
00:03:10: Übrigens diese schicken großen Häuser, riesen Dinger gab's nur für die Offiziere... ...für die!
00:03:15: Unter Offiziere gab es Reihenhäuser und für die Mannschaftsdienstgrade gab's mehr Familienhäuse.
00:03:23: Aber selbst diese Mehrfamilienhäser waren nach damaligen Stand schon wirklich revolutionär, mit Balkon für jeden, mit ganz großen tollen hellen Treppenhäusern... Es war also was ganz anderes als man das eigentlich so kannte!
00:03:37: Für die Officiershäuser, die man heute hauptsächlich als Englische Siedlung kennt, gab es tatsächlich nur diese entsprechenden fünf Haustypen.
00:03:45: Das Problem war allerdings, irgendwo muss das hingebaut werden und es hat halt dem Radar-Taller Volkspark quasies Leben gekostet in denen nämlich zwei Drittel des Radar-, Taller Volksparks zugebaut worden sind.
00:03:59: War jemand, ja weiß ich ist vielleicht eine etwas dispektierliche Frage aber neunzehntfünfzig hat jemand die Entstehung der englischen Siedlung gesehen?
00:04:06: Irgendwie.
00:04:07: Zufälligerweise nein!
00:04:09: Naja gut kann doch schon sein.
00:04:12: Es gab auf jeden Fall auch einen Army Shop da.
00:04:15: Der heißt bei den Amerikanern Army Shop, aber der heißt Nafi Shop.
00:04:19: Schon mal einer gehört?
00:04:20: Nafi-Shop?
00:04:20: Oh ne...ja oh ja!
00:04:22: Ernsthaft?!
00:04:23: Okay das ist super weil er heißt Navy Army and Air Force Institutes, weil ich hatte es noch nie in meinem Leben gehört.
00:04:28: und da jawet dann alles für den auslandsstationierten britischen Soldaten von Orange Marmelade, Fish & Chips, Baked Beans und was weiß ich keine Ahnung wie auch immer.
00:04:39: Übrigens dass in der englischen Siedlung Linksverkehr verpflichtend war, ist Quatsch.
00:04:46: Ist Humbug, ne?
00:04:47: Aber trotzdem hatte die Siedlung etwas Eigenes und Wilfried aus Radertal hat das so berichtet.
00:04:52: In der Fernlicher Straße groß geworden war die englische Siedelung stets präsent in unserem Leben.
00:04:57: Für uns Pens wurde die engliche Siedlungen mehr und mehr zum Spielplatz.
00:05:01: Leere Milchflaschen vor den Türen der Häuser haben wir gelegentlich gebitzt Und gegen Fund im Lebensmittelladen auf der Bonnerstraße eingetauscht.
00:05:08: Sonntag spazierte die Familie zum Fritz Enke Volkspark und im dortigen Brunnen-Tänfel haben wir als Jugendliche unsere ersten Zierrettchen.
00:05:17: Auf dem großen Parkplatz vor dem Nafi-Shop konnten wir ungestört Rollschuh fahren.
00:05:21: Nur rein in das geheimnisvolle Kaufhaus kamen die leider nicht, für uns als Kinder fast schon ein Skandal.
00:05:27: In den Häusern gab es keine Gardinen von den Fenstern und Frauen rauchten auf der Straße.
00:05:36: Und wie steht es denn heute um dieses Viertel?
00:05:39: Lieber Uli!
00:05:40: Das ist tatsächlich... Wohnraum für die sehr reichen und sehr schönen.
00:05:46: Die Häuser sind, nachdem die Briten abgezogen sind – das war dann pö-a-pö!
00:05:50: Nach ... nach neunundachtzig, nach dem Fall der Mauer sind tatsächlich viele englische Garnison hier aufgelöst worden.
00:05:57: es war ja nie mehr Krieg irgendwie zu erwarten Und pö a pö sind die Britien abgezogen und eigentlich waren... Also die Häuse sind tatsächlich gefallen an die BIMA Das ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hatten dann zunächst die Idee oder die Ideen hier angetragen worden.
00:06:14: Man könnte die Häuser wunderbar nutzen, wenn schon die britischen Offiziere da gewohnt hätten, könnten ja auch die deutschen Offizierer wohnen.
00:06:20: direkt nebenan ist die Konrad Adenauer Kaserne also wären genug Offizieren gewesen, die auch Wohnraum gesucht hätten.
00:06:26: Der kleine Haken an der Geschichte war nur dass das Deutsche Bundeswehr Versorgungsgesetz es nicht zulässt als Offizière eine so große Dienstwohnung beziehen.
00:06:35: deswegen durften sie schlichtweg nicht darein.
00:06:39: Und so sind die Häuser der Reihe nach verschabelt worden, sie sind noch für Bundesaufgaben genutzt worden.
00:06:45: Es gibt heute noch mindestens vier, vielleicht sogar mehr, das weiß ich gar nicht genau, Häuser von den großen Offizien sollten dir als Flüchtlingsheime genutzen werden Und ansonsten sind die PöA-PöA alle verkauft worden.
00:06:57: Wenn ihr euch für so ein Ding interessiert, also momentan ist meines Erachtens nach keins auf dem Markt aber lasst euch nicht von den günstigen Preisen von zwei bis drei Millionen da täuschen weil das ganze Ding, die ganze englische Siedlung steht unter Ensemble Denkmalschutz.
00:07:12: Das bedeutet, wenn man so ein Ding bezieht darf man das nur nach Absprache mit dem Denkmalschützer sanieren.
00:07:19: Das geht zum Teil soweit dass man da noch nicht mal die Kacheln im Badezimmer abhauen darf weil die auch unter einem Denkmalschutz liegen.
00:07:26: also IPIAJ viel Spaß!
00:07:28: Wenn ihr so ein ding für zwei bis drei Millionen kauft rechnet nochmal bitte mindestens anderthalb Millionen für die Sanierung von den Diggern.
00:07:33: danach habt ihr eine schickgehütte muss man sie sehen lassen aber das nötige Kleingeld muss man schon mitbringen.
00:07:40: Also es ist wirklich ein ganz besonderer Wohnraum und es ist unfassbar schön.
00:07:50: Gut, mitten in der englischen Siedlung liegt jetzt unsere nächste Station.
00:07:56: Und zwar ist das der Radar-Taler Piratensender Powerplay der WirakSender.
00:08:02: Es gibt tatsächlich ein Funkhaus im Radertal und zwar hatte Fritz Enke damals schon geplant eine Gastronomie einzurichten in dem Volkspark.
00:08:14: Diese Gastronomie sollte so ein bisschen am Rande gelegen sein, damit du schön so Apple schlaut mit Würsche essen kannst, Kaffee trinken kannst, gedeckten Apfelkuchen.
00:08:23: was man so macht ist aber nie realisiert worden.
00:08:26: Und dann kamen die Briten und die Brit haben das ganze Gelände zugebaut.
00:08:30: Entschuldigung, nein.
00:08:31: Tori korrigiere!
00:08:32: Wir müssen nur noch mal... Stopp, stopp, ich habe dich vertan.
00:08:35: Wir müssen... Oh, ich hab mich auch vertan, wir müssen schneiden.
00:08:40: Dieses Ding ist nie realisiert worden.
00:08:42: und dann gab es ... und ab dem Jahr die Probleme mit der Radioversorgung in Köln.
00:08:51: Die Leute wollten alle Radio hören, Mittelwelle... ...und es gab den Sender Langenberg.
00:08:57: Den kennt man wahrscheinlich heute noch, ne?
00:08:59: Die haben Mittelwecke gesendet,... ...aber die Sendeleistungen von Langenberge waren nicht stark genug, ganz Kölle zu versorgen,... ...und deswegen musste ein zweites Sendestationen her.
00:09:09: Und der tüchtige Bürgermeister Adenauer damals hatte die Idee, wir holen diesen Sender direkt nach Gölge und hat dann den Rundfunkern angeboten.
00:09:19: Wir haben da eine Bombenstelle.
00:09:21: Da sollte ursprünglich mal ne Gastronomie im Radar-Taler Volkspark eingerichtet werden.
00:09:25: Da könnt ihr wunderbar euer Funkhaus hinbauen gesagt getan.
00:09:29: Ab�nzenhundertsehnundzwanzig wurde da ein Funkhaus hingebaut was ziemlich abgefahren war, also das Haus als solches ja schön groß schon besonders aber es gab zwei Achtzig Meter hohe Funkmasten.
00:09:45: Zwischen diesen Funkmast war eine Antenne gespannt, genau in der Mitte ging die Antenne runter.
00:09:50: da stand das Radar-Taller-Funkhaus.
00:09:53: so hat sich ein großes Tee gebildet, so nennt man das!
00:09:55: Das sind Tee-Antennen.
00:09:56: damit konnte man so richtig Radio rausjagen damit auch Jans Kölle versorgt war mit Radioleistung und das haben wir wirklich Adnauer zu verdanken dass er das dann dahin gebracht hat.
00:10:07: Ja, allerdings nur bis neunster zweiunddreißig.
00:10:09: Weil dann gab es nämlich eine massiven Ausbau der Sendeleistung des Sender Langenbergs und der Kölner Sender wurde leider wieder überflüssig.
00:10:16: Der Einstellung war also am vierzehnten März zweiund dreißig Und auch die Senderanlage und die Masten wurden wieder abgebaut.
00:10:23: Das Funkhaus blieb allerdings erhalten und steht ja heute noch da, ne?
00:10:27: Ab in den letzten Jahren zusammen mit dem Bau der englischen Siedlung wurde der Sender zum Offizierscasino umgebaut.
00:10:33: Anwohner berichten von rauschenden Festen im großen Saal mit glänzenden Paketboden und Kronenleuchtern.
00:10:40: Das stelle ich mir wirklich
00:10:41: festlich
00:10:42: vor.
00:10:43: Ähnlich wie die Engländer in Magalufdarm im Sonnenbrand sich daneben benehmen.
00:10:53: Die Stadt Köln nutzte dann das Gebäude und zuletzt war es eine Flüchtlingsunterkunft.
00:10:58: Und steht übrigens auch seit adhesive sieben neunzig Unterdenkmalschutz.
00:11:03: Das ist heute ein echter Lost Place, wenn ihr mal dahin geht und euch das anguckt.
00:11:09: man darf offiziell nicht rein aber so ein rostiges Door kann einfach auf Seite bieten.
00:11:13: dieses wunderschöne und wirklich große Funkhaus im späten Bauhaustil gebaut steht da jetzt einfach rum und vergammelt fröhlich vor sich hin.
00:11:24: Deswegen gab es die Initiative hier aus dem Fädelradertal.
00:11:30: Wir können das doch einer Nutzung zufügen und zwar einer bürgerschaftlichen Nutzungen, und es haben sich mehrere aktive und vereine zusammengetan um dieses Gebäude zu nutzen.
00:11:41: Die Idee war... Es ist ein altes Fungaus, wir richten da einen Radiomuseum ein.
00:11:47: Es gibt in Köln zwei Radiovereine.
00:11:49: die haben jede Menge alte Radios gesammelt sehr spektakuläre Teile, die stehen irgendwo bei einem Kellerkönnen nicht besichtigt werden.
00:11:55: Die wären heilfroh gewesen eine entsprechende Möglichkeit zu haben diese Dinger mal vorzuzeigen.
00:12:03: Das zweite war Der Bürgerverein Raderberg und Tal hatte so ein bisschen die Idee, Mensch wenn da schon so ein Museum hinkommt dann schreiben wir mit in die ganzen Statuten rein dass das Ding auch so ein halbes Bürgerhaus wird.
00:12:15: Also, man hat ein Museum mit Veranstaltungsräumen und am Wochenende oder was weiß ich wenn das Ding zu ist.
00:12:20: Und abends kann man es noch für die bürgerschaftliche Nutzung nehmen für sowas ähnliches wie das Mietercafé wo wir heute zu Gast sind.
00:12:25: Man kann zusammenkommen, man kann da erzählen, Kaffee trinken, vielleicht einen Geburtstag feiern... Das war so bisschen die Idee dahinter!
00:12:33: So ist ein Konzept entstanden dass man gesagt hat Lass uns doch das Radiomuseum irgendwie nutzen.
00:12:41: Es wurde dann eine Zusammenarbeit vereinbart mit der TH Köln und da haben Studenten zwei Semester lang daran gearbeitet.
00:12:51: Die haben sich überlegt, wie könnte denn dieses Gebäude als Radiomuseum wirklich aussehen?
00:12:59: spektakuläre Entwürfe dafür erarbeitet.
00:13:03: Das war wirklich richtig sensationell!
00:13:05: Gut, als Student bist du da losgelöst von Zeit, Raum und Geld.
00:13:08: Da kannst du einfach mal lustig planen.
00:13:10: Vor
00:13:10: allen Dingen
00:13:11: von Geld.
00:13:12: Und was die allerdings geplant haben, war wirklich sensationell... Der kleine Haken an der Geschichte hier allerdings war, wenn man ganz ehrlich ist für eine Radiomuseum ist der Standort echt mies.
00:13:27: Der ist nicht wirklich gut, weil das ist ziemlich am Ende der Welt da gibt es nichts, da gefällt kein Bus hin und gar nix.
00:13:34: die Nachbarschaft hatte schon Angst dass täglich Fünfzig Reisebusse vorfahren, die dann das Radiomuseum besuchen.
00:13:39: also das war ein bisschen schwierig.
00:13:40: Gut!
00:13:41: Es ist dann alles zusammen mit den Entwürfen der Studenten in den Stadtrat gegangen Und im Stadtrat ist das ganze Ding krachend gescheitert und zwar nicht ein bisschen gescheitert sondern Mördermäßig durchgefallen.
00:13:55: Überhaupt kein Interesse dafür, das entsprechend so umzugestalten dass das alte Gebäude da Sondern.
00:14:01: dann gab es als nächstes die Idee da vielleicht einen Kindergarten reinzusetzen.
00:14:05: Dann hat man mal Leute reingestellt die sich ein bisschen damit auskennen haben gesagt herzlichen glückwunsch So ein ding umzubauen.
00:14:11: Denken also das denkmal Schutz übrigens darauf ne?
00:14:14: Denkmalschutzgerechte in einem kinder garten je biaje so viel geld hatte ich statt köln überhaupt nicht Insbesondere nach der Oper nicht wahrscheinlich.
00:14:21: Und deswegen gammelt das Gebäude jetzt weiter vor sich hin, es gab einen zweiten Anlauf und der ist noch abstruser als der erste mit dem Kindergarten.
00:14:30: da war die Idee.
00:14:32: lass uns Folgendes machen wir bauen in dieses alte Gemäuer Sozialwohnungen
00:14:38: für
00:14:39: Künstlereien zur Sozialhilfemiet setzen Mit entsprechenden Ateliers.
00:14:44: man können die da leben und entsprechend ihre Kunst ausüben.
00:14:49: Tolle Idee.
00:14:50: Wir finanzieren das übrigens gegen, indem wir auf dem Gelände drumherum ist ziemlich viel Platz von dem ganzen Teil Tiny Houses also wie so kleine Wohnwagen hinstellen.
00:14:59: Jetzt mal ganz im Ernst diese Idee is die blödste Idee des Jahrhunderts weil die tiny houses bedürfen eine Änderung des Bebauungsplans der ganze Geschichte.
00:15:10: außerdem wieviel Geld willst du mit den tiny houses machen um das zu refinanzieren?
00:15:14: Dann hättest Du einen Investor finden müssen statt Köln-Molzer nicht selber machen der in dieses Denkmalschutzgebäude barrierefrei Altersruhsitzerei baut für Günstler mit entsprechenden Ateliers und dann auch noch das ganze zu Sozialhilfesetzen vermietet.
00:15:32: Aber das hieß doch, wir könnten da eigentlich so in zwanzig Jahren einziehen und würden dann einen altersgerechten Podcast machen?
00:15:39: Ja, das wäre vielleicht die Idee.
00:15:40: Aber ganz ehrlich!
00:15:41: Soweit wird es nicht kommen?
00:15:43: Das wird nicht passieren.
00:15:44: Ich habe eine steile These, liebe Stadt Köln, wenn ihr das hört, hört mal gut zu und ich lasse mich daran messen in spätestens zehn Jahren.
00:15:52: Das Gebäude wird so lang stiefmütterlich vernachlässigt bis man es schön elegant vom Denkmalschutz lösen kann – das geht nämlich.
00:15:59: Man kann Gebäuden aus dem Denkmaltschutz wieder rausholen, wenn sie nicht mehr rettbar sind.
00:16:03: Und das passiert jetzt gerade, er regnet es rein.
00:16:05: Das Ding vergammelt total!
00:16:06: D.h.,
00:16:07: das Ding wird schön stiefmütterlich vernachlässigt und dann irgendwann wird der Denkmannschutz aberkannt, dann kommen die Brülldose, das Ding ist platt gemacht und da kann man wunderbare Achtzig-Eigentumswohnungen an die Stelle bauen... ...und dann wird richtig richtig Geld damit verdient.
00:16:20: Und wir haben jetzt im Jahr zwei Tausend vierundzwanzig.
00:16:23: Zwei Tausendsvierunddreißig.
00:16:24: hören wir uns wieder und ich bin mir sehr sicher dass das Realität geworden ist.
00:16:27: Ich lobe jetzt schon mal zwei Kisten Bier aus dem man der dagegen
00:16:31: hält.
00:16:33: Ja, da gehe ich die Wette nicht ein.
00:16:37: Ich würde jetzt mal so sagen wir verlassen jetzt mal.
00:16:40: Radertal ist jetzt in epischer Breite.
00:16:43: haben wir den jetzt haben wir jetzt Radertals abgearbeitet?
00:16:46: ja dann gibt es noch zu sieben tausend verschiedene andere Sachen.
00:16:49: aber wir werden uns jetzt mal an Rader Berg und meine Bildungsbürgertumsfrage der Woche.
00:16:56: wer war der kölscher Nobelpreisträger in Literatur?
00:17:03: Heinrich Böll, hervorragend.
00:17:04: Alle haben es gewusst!
00:17:06: Und der ist nämlich als vierjähriger in nineteenhundertundzwanzig Zirka von der Südstadt nach Raderberg gezogen und in die Kreuznacher Straße und hat folgendes dazu mal aufgeschrieben Als ich vier Jahre alt war zogen wir aus der Vorstadt in einen noch halbländlichen Vorort.
00:17:23: Ich legte den Weg dorthin auf den ersten Umzugsfuhre zurück.
00:17:27: Der Weg schien mir unendlich weit und ins Unendliche zu führen.
00:17:31: Links am Anfang der Straße ein vernachlässigtes, zweistöckiges Bauernhaus.
00:17:35: Rechts der große schon geräumte Judenfriedhof Der Dude Yidd.
00:17:39: da haben wir mal eine eigene Folge drüber gemacht kann man sich gerne mal anhören.
00:17:43: Noch Grabsteine darauf, doch schon der Planierung an Heim gegeben.
00:17:47: Mein älterer Bruder brachte später manchmal Gebeine mit die er auf dem Heimweg dort fand.
00:17:52: Wieder links zwischen alten Obstbäumen schon aufgegeben und halb verfallen.
00:17:56: das große Tanzlokal ein seiner Zeit beliebtes und bekannter Arbeiter- und
00:18:02: Soldatenbums.".
00:18:04: Dann hat er Bell geschrieben nicht?
00:18:07: Aber es zeigt ja eigentlich, was damals war.
00:18:10: Der Böll hatte in der Südstadt gewohnt und die sind halt rausgezogen nach Raderberg.
00:18:15: Das war das Ende der Welt!
00:18:17: Weil da war nix... Die sind dann über Nowhere Land gezogen um dann nach Radeberg zu kommen, also über den alten Judenfriedhof.
00:18:26: Und da war links und rechts nichts.
00:18:28: Was heute alles urbanes Stadtgebiet ist, war damals einfach nur wieder Janix oder Kappesboreland.
00:18:34: Das War schon mal Besonderes.
00:18:37: Heute stellt sich das alles etwas anders dar.
00:18:40: Wenn man jetzt diesen Weg von Radertal nach Raderberg geht, wird man sehr schnell feststellen Man kommt aus dem sehr sehr weitläufigen Radertall in das eng bebaute Urbane Raderberg.
00:18:55: Also diese Schallgrenze die es da gibt Das ist tatsächlich der Gürtel Über den Gürttel drüber.
00:19:00: dann ist man schlichtweg ganz schnell da.
00:19:03: Nur mal so zum Vergleich um die Zahlen mal aufgeschrieben Radarberg hat ungefähr sieben Tausend Einwohner auf weniger als einem Quadratkilometer, das macht eine Bevölkerungsdichte von achttausend ein Wunder pro Quadrat Kilometer.
00:19:18: Radartal weitläufig hat fünftausende Einwohner.
00:19:22: drei Komma zwei Quadrat-Kilometer sind gerade mal tausend Fünfhundertvierzig Einwoner pro Quadrate Kilometer.
00:19:30: also es sind eigentlich zwei Fedel die gegensätzlicher kaum sein könnten.
00:19:35: Ja, zumal Raderberg jetzt auch geografisch nicht so wirklich Glück gehabt hat.
00:19:40: Weil es liegt ein bisschen eingekwetscht zwischen dem Radar-Tallgürtel, den Bischofsweg und der Bonnerstraße und er hat jetzt noch nicht mal einen Fizlchen vom Vorgebirgspark abbekommen.
00:19:50: Aber... Jetzt geht's los!
00:19:53: Rader Berg ist tatsächlich der am schnellsten wachsende Stadtteil von ganz Köln.
00:19:58: Das hängt damit zusammen, dass auf der Radarberger Straße früher sehr viel Kleinindustrie und Kleingewerbe war.
00:20:03: Alles platt gemacht worden.
00:20:05: Da sind jetzt jede Menge Eigentumswohnungen für die Leute, die die fünf bis sechs Tausend Euro in Quadratmeter bezahlen können dafür.
00:20:12: Gleichzeitig erwartet uns alle doch die ganz große Nummer.
00:20:16: wenn nämlich mal irgendwann die Parkstadt Süd realisiert wird Dann platzt Radarberg aus allen Nähten.
00:20:24: Radarberg wird sich allein durch die Parkstatt Süd verdoppeln.
00:20:27: Da werden siebentausend Menschen hinziehen, wenn sie denn dann irgendwann mal realisiert wird.
00:20:33: Aber Raderberg-Boomtown Nummer eins gerade!
00:20:37: Ja und direkt an Rader Berg liegt natürlich die deutsche Welle.
00:20:41: Die wollen wir uns jetzt mal genauer angucken wobei, wenn man ganz ehrlich ist gehört die eigentlich zu Marienburg.
00:20:47: also so ein paar Meter hat die Rader berg irgendwie verpasst.
00:20:51: aber wie auch immer Baubeginn war neunzehntvierundsiebzig mitten im kalten Krieg Und die Idee war eigentlich, dass selbst Atombombenangriffe den Sendebetrieb nicht stören sollten.
00:21:06: Wißt du soweit?
00:21:08: Ja?
00:21:08: Dann mach weiter!
00:21:11: Dazu gab es einen Bunker unter dem Gebäude und riesige Notstromarkegerate.
00:21:16: Jetzt ist natürlich die große Frage Der Militärische Abschirmdienst, der ist ja hier quasi direkt um die Ecke.
00:21:22: Also ich sage jetzt mal wenn es denn dann in dem ungünstigsten Fall passiert, mal wirklich was also da braucht man glaube nicht mehr zu deutschen Welle rennen.
00:21:30: Also die Zeit ist dann, hat man auch nicht mehr.
00:21:33: Als im Militärisch-Abschirmdienst liegt er in der Konrad-Adenauer Kaserne.
00:21:36: Wenn irgendjemand eine Atombombe programmiert hat um Deutschland auszuschalten Dann liegen da mindestens zwei Sprengköpfe draus.
00:21:42: Den muss als allererstes ausschalten.
00:21:44: Das heißt wir hier Radarberg, Radartal, Zollstock und der ganze Gölner Süden.
00:21:47: Wir werden noch gerade einen Blitz sehen.
00:21:49: Wir müssen uns keine Gedanken um den Bunker machen.
00:21:51: Das Ding ist durch Da macht einmal Pengg und wir sind weg.
00:21:56: Ja, schöne Aussicht.
00:21:59: Immer du bist immer so positiv!
00:22:04: Also die Welle zieht in den Jahr ein in ihr Gebäude und hatte sage- und schreibe nur sechs Jahre Bauzeit.
00:22:12: Ist schon mal was für Kölner Verhältnisse.
00:22:15: Übrigens der blau türkische Turm war für die Büros und im roten Turm waren die Studios
00:22:22: Der mittlere Turm, das war der Aufzugsturm.
00:22:25: Da waren nur die Aufzüge
00:22:26: drin.".
00:22:28: Auf jeden Fall wurde in der deutschen Welle mehr als fünfhundert Tonnen Asbest verbaut – ja?
00:22:33: Als Spritzasbest um die Stahlträger im Putz auf den Platten der Außenfassaden und die Feuerschutztüren.
00:22:41: Und alles Mögliche.
00:22:42: Wahrscheinlich auch die Tassen und Teller in der Kantine waren aus Asbest, also man wollte wirklich sicher gehen, dass jeder was davon hat.
00:22:50: Jetzt war in den siebzehr Jahren, sag ich mal, Asbest ja noch der heißeste Scheiß zum Bauen.
00:22:54: oder aber irgendwann hat man festgestellt Mensch das ist hier wirklich schwer krebserregend.
00:22:59: und dann passierte Folgen des lieber Uli
00:23:02: Die haben zunächst mal angefangen, notwendig in dem Gebäude im Betrieb zu sanieren.
00:23:06: Da haben die immer zwei Stockwerke zugemacht während der Radiobetrieb lief und haben dann da eine provisorische Asbest-Sanierung gemacht.
00:23:13: aber das sollte ja alles nicht von langer Dauer sein weil... ...二tausend drei wird die ganze Hütte dicht gemacht!
00:23:20: Die deutsche Welle zieht in den Schürmannbau ins Bonner Regierungswörtel direkt an den Rhein.
00:23:25: sehr schön Und das Gebäude stand schlichtweg leer.
00:23:29: So was mäßte, mit so einem riesen Ding!
00:23:31: Hundert und dreißig Meter hoch ist der Aufzuchtsturm.
00:23:34: Hast du echt ein Problem?
00:23:35: Dann gab es die Überlegung neuen Büros da rein zu holen.
00:23:38: Wollt keinen Mensch haben mehr will schon so eine Asbest-Hölle rein.
00:23:41: Dann hat man gedacht okay wenn dann schon nicht die Unternehmen rein wollen Studenten nehmen alles wir bauen da einfach Studentenappartments rein.
00:23:49: aber auch dass es nicht realisiert worden der Umbau wäre unmöglich gewesen da irgendwelche Badezimmer so was reinzusetzen.
00:23:56: Kleines Thema auch, du hättest keine Balkone dran bauen dürfen und du konntest die Fenster nicht aufmachen in dem Ding.
00:24:03: also das ist alles ein bisschen schwierig gewesen.
00:24:05: So gammelte die ganze Hütte sage und schreibe fünfzehn Jahre vor sich hin.
00:24:10: Da rannten schon die Ratten rum dass Efeu wuchs schon bis zur zweiten Etage und keiner wusste was damit zu geschehen hat.
00:24:17: und dann war die Frage Wie können wir jetzt damit umgehen?
00:24:23: Und so hatte man dann mal einen Wettbewerb ausgeschrieben, was kann man eigentlich hier an dieser Stelle bauen.
00:24:30: Und so hat dann in einem Konsortium aus der bestens bekannten Gölzchen Bauwinds GmbH plus die Wohnkompanie, ich glaube die kommen aus Düsseldorf immer nicht ganz sicher haben den Zuschlag bekommen und fangen jetzt an zu bauen.
00:24:46: Nur bevor man bauen kann muss man erstmal abreißen.
00:24:49: Ja also der Rückbau war die größte Herausforderung ne?
00:24:51: Also zunächst plante mal eine Sprengung.
00:24:55: Ich sage mal, fünfhundert Tonnen Asbest.
00:24:56: Mal eben durch Radatei verteilen und Raderberg und vor allen Dingen ja auch Marienburg.
00:25:02: also da wäre er richtig was los gewesen.
00:25:04: Also konnte man nicht machen.
00:25:06: dann hat man sich dazu entschieden von oben nach unten abzureißen mit riesigen Kränen.
00:25:13: Insgesamt wurden achtzehntausend Tonnen Stahl und hundertvierzigtausend Tonne zurückgebaut.
00:25:18: Alleine die Entsorgung des asbestbelasseten Materiales kostete vierzehn Millionen Euro.
00:25:25: Da ist man amtlich, ne?
00:25:27: Und jetzt hast du das ganze Gelände da drum herum, hast das Ding mal gerade so irgendwie zurück gebaut.
00:25:35: Und jetzt, was passiert denn da?
00:25:37: Da gab es eine Bürgeranhörung.
00:25:38: Da war ich und da sind dann verschiedene Architekturbüros eingeladen worden mal vorzustellen, was man dahin bauen konnte.
00:25:45: Der kleine Haken war nur die hatten so rigide Vorgaben bekommen das nicht mehr wirklich viel Fantasie möglich war.
00:25:52: Die mussten nämlich wegen der hohen Kosten für den entsprechenden Umbau mussten sie da wahnsinnig viel Wohnraum unterbringen.
00:26:00: Das schöne Wort heißt in dem Fall Verdichtung.
00:26:03: Das wird mal echt, also wie ein italienisches mittelalterliches Fädel.
00:26:06: Wird das wahrscheinlich hier werden?
00:26:08: So dicht werden die da bauen.
00:26:10: und diese einzelnen Entwürfe, die die entsprechenden Architekten vorgelegt haben, die sahen alle gleich aus.
00:26:14: Drüben herum eine Rand-Bebauung mit bis zu sieben Storchwerken und inne drin gab es dann verschiedene Konzepte.
00:26:19: Ein paar haben Kreise reingesetzt plus Zeichen und so ein bisschen ja so ne verschachtelte Form hat jetzt den Zuschlag gekriegt von der Wohnkompanie nach dem Abriss tatsächlich jetzt angefangen da zu bauen.
00:26:34: Kleines Anekdötchen am Rande noch, neben dran steht der Turm vom Deutschlandradio, vom Deutschlandfunk und diese beiden Türme hatten ursprünglich mal also den Turm von Deutschlandfunkt und von der deutschen Welle eine gemeinsame Bodenplatte.
00:26:49: das wäre natürlich auch ein bisschen schwierig gewesen sowohl bei der Sprengung als auch beim Abriss.
00:26:54: Haus hätte immer nur hier schöckelt.
00:26:56: Deswegen haben die von vornherein gesagt, wir müssen diese Bodenplatten trennen.
00:27:00: da sind sie mit Trennschleifern durch und haben also einen zwanzig Zentimeter Spalter reingeschnitten zwischen den beiden Bodenplaten.
00:27:06: aber was noch spannender war der deutsche Radio hat sich mit Händen und Füßen dagegen gewährt dass das gesprengt wird das Gebäude weil die hätten dann für ein Tag die Sendeanlagen und die IT runterfahren müssen.
00:27:19: und jetzt kein Witz Ich habe mit denen gesprochen, das ist jetzt wirklich wahr.
00:27:22: Die hatten Angst dass sie das nie mehr im Leben wieder hochgefahren kriegen.
00:27:26: weil seit und neunzehnundseinhalbzig läuft das Ganze gesummt sind hat niemand ausgeschaltet.
00:27:30: wenn es einmal ausschaltest Christi nie mehr wieder angeschaltet.
00:27:33: also insofern war alles schwierig die deutsche Welt abgerissen worden.
00:27:36: Jetzt kommt die das Gelände die Welle kommt dann dahin und dann haben wir auf einen Schlag ungefähr siebenhundert neue Wohnungen, sagen wir mal ungefähr elf hundert Nachbarn.
00:27:47: Die dann aber – und jetzt haltet euch fest – nicht in Radertal leben und auch nicht in Raderwärsch!
00:27:54: Weil da habe ich eine Wette verloren und das finde ich echt ein Skandal.
00:28:00: Das ist Marienburg.
00:28:02: Diese Ecke geht tatsächlich gehört noch offiziell zum Viertel Marienburg und ich als Stadtführer habe gesagt, das kann nicht sein.
00:28:10: Giste Bier, da la la ihr wettet rums Bumms hab sie direkt verloren.
00:28:13: also die werden das ganze Ding wenn es mal fertig ist auch als Marienburger Wohnlage vermarkten.
00:28:19: kann man machen freut mich auch für die Lüge die dann da wohnen.
00:28:21: so hat rot wo le aus Marienbursch
00:28:23: ja kuss aber auf zehn zwanzig prozent mehr dann wahrscheinlich
00:28:29: Ein Punkt, der ist noch unter von ganz besonderem Bedeutung die hohe Verdichtung, die man da gemacht hat.
00:28:33: Die ist natürlich ein Entgegenkommen an den Investor weil so kann dir mehr Geld rausholen aus dem Gelände, weil du enger bebaust.
00:28:42: Der zweite Punkt ist es gab oder es gibt in Köln das sogenannte kooperative Baulandmodell.
00:28:48: Das Kooperative-Bauland-Modell besagt wenn Du Wohnraum schaffst musst immer dreißig Prozent Sozialwohnungen schaffen.
00:28:55: Das hat man hier ausgesetzt, das gibt es ja nicht.
00:28:57: Weil kein Investor der Welt wäre hier reingegangen und hätte auch noch dreißig Prozent Sozialwohnungen da rein gesetzt, dann hättest du gar nicht mehr gerechnet.
00:29:04: Überleg mal!
00:29:05: Vierzehn-Fünfzehn Millionen haste erstmal auf dem Tisch liegen bevor du überhaupt nur einen Stein gebaut hast für den Abriss des Toms.
00:29:12: Also insofern mal gucken was es da erwartet.
00:29:13: aber ihr seht, dass geht langsam vorwärts um.
00:29:15: wir freuen uns auf die neuen Nachbarn wobei die natürlich keine Radar-Taler oder Radarbäger sind.
00:29:20: Da ist ja Marien Beuerhaut Wolley.
00:29:23: Aber im Gegensatz zur neuen Areal der deutschen Welle ist die Siedlung Wilhelmsruhe, die ist ja auch um den Eck echter sozialer Wohnungsbau.
00:29:34: Im Köln des späten neunzehnten Jahrhunderts also schon ein paar Jahre her verzeichneten wir massiven Bevölkerungswachstum.
00:29:40: ich glaube das haben wir eben schon mal erwähnt von stieg die Einwohnerzahl von hundertfünfechzigtausend auf zweiehundertzweiundachtzigtaußen.
00:29:49: Köln platzte also aus allen Nähten, so ähnlich wie das Brauhaus am Kloster an Lieferfastel-Orphen und Kölne brauchte also jede Menge Platz!
00:29:57: Die Idee war daher raus aus den extremen engen Bebauungen innerhalb der Stadtmauern... ...und raus in die Vororte mit mehr Platz und jede Menge Bauland.
00:30:08: Und dann gab es Wilhelms Ruh.
00:30:11: Das haben wir Professor Doktor Gierhardt vom Rat zu verdanken.
00:30:17: Gierhart vom Rat, schwerreich hat er richtig an der Föße gehabt.
00:30:20: Der war Inhaber der Rheinischen Zuckerfabrik in AG.
00:30:24: Der hatte richtig Kohle gehabt und keine Nachkommen.
00:30:27: Und der hat sich gedacht ich tue mal was Gutes mit meiner Kohle und ich schaffe sozialen Wohnraum.
00:30:33: Die Idee ist dahinter die Lück wohnen in absolut beengten Verhältnissen hier in der Südstadt.
00:30:39: Wir können den doch ein bisschen weiter raus.
00:30:41: In dem Fall dann heute Radarberg können wir den doch Wohnraum schaffen.
00:30:47: Zum gleichen Preis wie eine Mietwohnung in der Südstadt kostet, hat man hier den doppelten Platz plus einen Anteil an Gartennutzung und einen kleinen Stall wo man eine Zige und ein paar Kaninchen erhalten kann die auch zur Nahrungsmittelversorgung dienen plus noch so ein bisschen Gemeinschaft drüben herum mit Badehäusern, Bibliotheken etc.
00:31:08: Und so hat er dann tatsächlich mit vierhundertfünfzigtausend Reismarck damals die Stiftung Wilhelmsruhe ins Leben gerufen und damit wurde dieses Gelände bebaut.
00:31:21: Nur mal so zum Vergleich der Herr Drichen dafür ist sie hat nach heutigem Verhältnissen wären das ungefähr fünfundzwanzig Millionen Euro die der Typ gestiftet hat für diesen Bau.
00:31:29: Man hat also dann diese Häuser gebaut.
00:31:32: Es ist nie komplett realisiert worden, es war aber auf jeden Fall so ziemlich für die Arbeiter vom Stollwerk und
00:31:40: Co.,
00:31:40: die in der Südstadt gearbeitet haben am Ende der Welt nochmal Radarberg, das war kein Gölge für sie, Gölger endete immer noch in den Köpfen der Gölschen, haben der selber ins Torburch.
00:31:51: Man hätte hier schön wohnen können, hat man dann auch gemacht.
00:31:54: Aber es war schwierig, dass die dann wirklich hierhin gekommen
00:31:58: sind.".
00:31:58: Also am Anfang gab's also kaum Interesse an den Wohnungen.
00:32:01: Da hatte Uli ja schon gesagt der Kölsch-Trick nicht so gerne um und die Arbeiter wollten das geliebte Frings Fedel mit ihrem Arbeitsplatz im Stollwerk wo die lecker Schokolädchen gemacht haben sag ich mal nicht verlassen.
00:32:12: Aber Stolberg war pfiffig und hat den Arbeitern einen Pendelverkehr angeboten.
00:32:17: Also quasi sozusagen KVB allerdings mit Päd, also mit Pferd.
00:32:22: Und wahrscheinlich auch pünktlicher wie auch immer.
00:32:24: ein Arbeiter der Stollwerk Schokoladenfabrik sagte dazu das ist sehr kölsch übrigens schwierig zu lesen wer je dem wiege wäre schläten uns die Stollwerks nur der Arbeit.
00:32:35: fahre Die erste Jore mit Päth und Ware dann mit Lassware.
00:32:40: wo Bankdrupp stunde Willst du das übersetzen?
00:32:47: Also wegen des weiten Weges haben uns die Stollwerks nach der Arbeit fahren lassen.
00:32:52: Die ersten Jahre mit Pferd und Wagen, später mit einem Lkw wo Bänke drauf platziert wurden.
00:32:59: Das ist aber jetzt sehr hochdeutsch übersetzt.
00:33:01: Sehr schön gemacht!
00:33:02: Heute ist die Siedlung im Besitz der Stadt,
00:33:06: es steht auch nicht mehr.
00:33:07: alles von der siedlung ist auch nie ganz so realisiert worden.
00:33:09: aber wenn man sich Bilder anguckt dieser siedelung und die werden wir auch noch mal in die show notes vom dem von den podcast packen da sieht man die steht wirklich auf dem platten land da ist drum herum is ja nix.
00:33:21: das ist einfach nur Absolut plattes Land und deswegen wollten die nicht raus.
00:33:26: Der Kölscher an sich, der bleibt halt eher in der Südstadt Es sei denn er könnte sein Seelenheil bekommen.
00:33:33: Ja
00:33:33: und da ist der Uli besonders ja sehr katholisch erzogen worden weil jetzt geht es um das Kloster der Benediktinerinnen am Heiligsten Sakrament Und der Ulli geht da aus und ein.
00:33:45: Ich bin quasi die Dreizwanzigste Nonne, die da lebt.
00:33:50: Das Kloster liegt an der Brühler Straße.
00:33:53: Das sind tatsächlich von der Siedlung Wilhelms Ruh, da ist ein riesen Ding.
00:34:05: und das Kuriose ist dass Kloster ist gestiftet worden damals von einer reichen Art liegen die hat dann den Benediktinerinnen gestifted.
00:34:15: in der Schenkungsurkunde steht heute noch drin weit vor den Doren der Stadt.
00:34:21: Das war in der Stadt von Platt des Burelland.
00:34:26: Und so wurde dieses Kloster weit vor den Toren der Stadt dann eingerichtet, heute natürlich die Stadt hat es komplett überrollt.
00:34:33: also das Kloster ist ja von der Stadt praktisch eingenommen worden mittlerweile.
00:34:38: Leben dort immer noch nonnen und jetzt güddet!
00:34:41: Das ist eines der zwei Klöster in Deutschland, die wachsen.
00:34:46: Also es gibt tatsächlich jede Menge junge Frauen, die gerne in dieses Kloster eintreten.
00:34:53: Und die müssten jetzt auch irgendwie dafür sorgen dass sie mehr Platz haben weil es waren dann bis vor anderthalb Jahren noch um... ...neunundzwanzig Nonnen Übrigens kein Vergleich zu dem, was mal früher war.
00:35:08: Da waren da neunzehnundzwanzig und diese neunzwanzige hatten allerdings schon nicht mehr genug Platz da drin.
00:35:14: Jede Nonne braucht ihre Zelle, man braucht Gemeinschaftsräume
00:35:17: etc.,
00:35:18: deswegen haben die sich wie so ein Bienenschwarm geteilt.
00:35:22: Teil der nonnen sieben Stück sind nach Karst gegangen, haben einen Kloster dort gekauft, was Männer aufgegeben haben und bauen jetzt praktisch eine Filiale, so eine Zweikstelle von diesem Kloster auf.
00:35:34: Das Kloster als solches ist aber trotzdem riesig und nimmt das ganze Karre ein.
00:35:39: Das ist also wirklich ein ziemlicher Trümmer, das Kloster!
00:35:42: Und die haben auch echt einen Riesengarten drum herum in diesem Garten halten, die sich übrigens auch ganz spezielle Tiere... Weißt du was für Tiere sie sich halten?
00:35:53: Kühe!
00:35:53: Die haben als Einzige noch das Recht alt verbrieft innerhalb der Stadtmauer in Köln Nutzvieh zu halten, also Kühe zu halten und dürfen dieses auch noch machen.
00:36:05: Und deswegen bekommen die immer so im Frühjahr vier, fünf junge Kühe.
00:36:09: Die werden dann bei denen schön hoch gefüttert und die fühlen sich da wohl und im Herbst gehen sie wieder.
00:36:15: Dann geben die nonnen die wieder weg weil die haben keine vernünftige Unterbringung für den Winter für die Kühe.
00:36:20: aber wie meine Schwester Antonia Freude-Strahl erzählt hat... ...die Kühe kommen ja wieder zurück.
00:36:26: Gut, in handlichen kleinen vier-äckigen tief gefrorenen Paketen kommen die zurück.
00:36:31: Aber die Gühe kommen tatsächlich wieder zurück.
00:36:33: zu den Nonnen!
00:36:36: Ja, also die Ordensschwestern sind im Viertel aber auch wahrlich nicht isoliert.
00:36:40: Also sollen sie beteiligen sich an Nachbarschaftsfesten.
00:36:42: Sie haben zum Beispiel einen Weihnachtsmarkt machen, die glaube ich jedes Jahr.
00:36:46: Die organisieren Lebensmittelausgaben.
00:36:48: Also die sind da schon sehr geschätzt im Vörtel und ganz modern.
00:36:52: Die haben auch Merchandise ja?
00:36:53: Also unter anderem Hand geflochtene Körbe, Kerzen und den Klosterhonig.
00:36:59: Da kenne ich zufälligerweise den Imker.
00:37:04: Ein sehr, sehr schöner Ort in einem sehr eng bebauten Viertel.
00:37:11: Und jetzt haben wir den Borene schlagen!
00:37:13: Wir sind gestachtet heute irgendwann beim Rhein der vor Jahrmillionen Jahren Radertal ausgehöhlt hat und sind heute mitten im Hier-und-Jetzt, mitten angekommen in Raderberg im Kloster Heiliger wird es glaube ich heute nicht
00:37:27: mehr.
00:37:28: Ne, ich würde sagen, soll mal Schluss machen?
00:37:31: Ich bin ein bisschen mötisch
00:37:32: wart.
00:37:34: Dann würde ich mal sagen, die sind auch all jetzt müde wenn mich in die Augen gucken hier unserer sixhundert vierunddreißig Zuschauer.
00:37:40: Die haben wir jetzt echt höchst kapott geschwarrt.
00:37:42: selbst der überbezahlte Tontechniker hat eben schon gegänt.
00:37:44: Ich habe es genauer gesehen.
00:37:47: Ein großes Dankeschön nochmal an alle die heute ihr live zugehört haben.
00:37:50: Ihr wart ein großartiges Kuppelturm.
00:37:52: Danke, danke, danke!
00:38:00: Ganz ganz großes Dankgeschön an unseren vollkommen und über bezahlten Tontehniker Janik
00:38:11: Und wir bedanken uns natürlich bei der Organisatorin, der Lieben Steffi.
00:38:20: Wir bedanken es ganz recht herzlich bei unseren Gästen!
00:38:26: Ihr wart großartig, bleibt uns gewogen, hört weiter zu und denkt immer dran, Girl ist nur da, was das Girl-Ning der Woche erzählt.
00:38:34: Maritiot bis demnächst und tschüss
00:38:40: Vielen Dank fürs Zugehen.
00:38:41: Und da wir natürlich absolut davon aussehen, dass euch der Podcast gefallen hat, folgt ihr jetzt auch bei Spotify und zusätzlich
00:38:49: noch auf der Webseite des Kölnlotsen, köln-lotze.de oder bei dem ganzen Social Media Gedönes.
00:38:55: Instagram, Facebook und Giselle heißen überall einfach Kölner Lotz gucken dann findet Ihr uns!
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