Das Köln Ding der Woche - Das Kastell Divitia

Shownotes

Kastell Divitia – Weltkulturerbe op dä „Schäl Sick“

Neben dem Dom hat Köln ein zweites Weltkulturerbe: Der Niedergermanische Limes ist in die Liste des Welterbes aufgenommen worden. Und damit auch das Kastell Divita. Dieser massiv befestigten römischen Wehranlage hat der rechtsrheinische Stadtteil Deutz seinen Namen zu verdanken.

Wie dieses Kastell die erste feste Brücke Kölns geschützt hat und welche wechselvolle Geschichte das Gelände erlebt hat erzählen Frank und Uli euch in diesem Köln-Ding der Woche.

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Kastell Divitia – Weltkulturerbe op dä „Schäl Sick“ https://www.koeln-lotse.de/2021/07/31/kastell-divitia-weltkulturerbe-op-dae-schael-sick/

Förderverein Historischer Park Deutz e.V. (FHPD) https://fhpd.de/

Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions. https://www.ym-productions.de/

Transkript anzeigen

00:00:11: Hallo zusammen, es ist schon wieder Veneris also Freitag.

00:00:33: Und die beiden Gladiatoren der guten Laune sagen Salve und grüßen unsere fantastischen Hörer entweder bei uns im Podcast Ohne auf der Altstadt Welle.

00:00:44: Und, auf seinem Speisesover dem Triklinium liegt der Tribun Uli und wird von seinen Bediensteten mit vorgeweichten feigen- und gebratenen Tauben gefüttert.

00:00:55: Mir ging über Rent der Trubatur kann nix und ich die Gegend... ...und versuch gerade mir doch die nächste Wachtel in den Hals zu schienen!

00:01:09: Und wir zwei abgesammten des Röwischen Reichs und wie man hört mit fantastischem Obelix- und Asteriks-Latein ausgestattet, wollen euch heute über das Kastelldivizia Ob der Schälsig berichten.

00:01:25: Ein tatsächlich Weltkulturerbe!

00:01:29: Seit wann?

00:01:30: Seit zwei Jahren?

00:01:33: Seit...

00:01:33: ja gut.

00:01:34: Guten zwei Jahren.

00:01:35: Ist es Weltkulturerbe?

00:01:36: Wir haben also nicht nur den Dom als Weltkulturherb in Köln, sondern auch den römischen Limes – als da wäre in dem Fall das Castell-Divizia.

00:01:46: Vergier mal ganz weit zurück!

00:01:47: Gehen wir mal irgendwie um die Nullerjahre….

00:01:50: Die Römer kamen hier nach Köl und haben dann sich mit den Germanern gekloppt und haben irgendwann gesagt «Das hätte keine Sinn, wir bleiben auf der linksrheinischen Seite».

00:02:01: Weil die Germanen, das sind die Barbaren auf der rechtsrheinischen Seite mit denen wollen bei nichts zu tun haben.

00:02:07: Die sind uns so grob und wir bleiben links reinig.

00:02:10: dann sollen die Barbare tun und lassen mal zu wollen.

00:02:12: Allerdings ist dass insofern richtig.

00:02:15: man blieb links reinigt bis aber ein winziges kleines Detail Und das war das Kastell-Divizier.

00:02:21: Ja das ist das Kasteel-DiVizier.

00:02:22: Aber es ist ganz interessant weil César hat was über unsere jetzigen Freunde Auf der rechts rheinischen seite gesagt.

00:02:33: Er sprach den rechtsreinischen Barbaren jegliches Romanisierungspotenzial ab.

00:02:41: Mit anderen Worten ist Ladolce Vita nur auf der linken Rheinseite, also ob unserer jetzt und ob der Schälsig, nicht so ausgebrecht.

00:02:53: Zumindest damals war es gewesen.

00:02:55: Der Bau des Castells fand nahezu zeitgleich mit einem weiteren sehr wichtigen Bauwerk an, nämlich der Konstantin Brücke ab etwa dreihundert achtzig nach Christus statt.

00:03:07: Wo lag die denn?

00:03:10: Konstantinbrücke, die lag ungefähr da wo heute die Deutzer Brücke liegt.

00:03:15: Da würde man sagen so vierzig Meter rein aufwärts, höchstwahrscheinlich.

00:03:20: Auf einem Millimeter genau werden wir es heute nicht mehr hinkriegen.

00:03:22: und tatsächlich jetzt meine Damen und Herren Höhrenstaune.

00:03:26: Es war die erste feste Reinkwerung Also, die ist dreihundertfünf ungefähr gebaut worden.

00:03:36: War dann dreihundertzehn fertig.

00:03:38: und wie lang Sie genau gestanden haben, wissen wir nicht!

00:03:40: Wir gehen mal so vom Piemal-Daumen vierhundertvierhundertfünfzig nach Christus aus... ...dann war sie wieder kaputt.

00:03:46: Es sollte danach neunhundert Jahre bis zur nächsten Reinkwerung

00:03:52: dauern.".

00:03:53: Neunhundert Jahre bis zum nächsten Brückenbau.

00:03:56: Mir wird gerade Angst und Bange, wenn ich sehe wie unsere aktuellen Brücken hier aussehen.

00:04:01: Wenn das alles neunhunderte Jahre dauert müssen wir uns keine Gedanken mehr machen.

00:04:04: Uns beide betrifft das nicht mehr!

00:04:06: Das ist... Also wahrscheinlich, weil es nicht eingefroren werden.

00:04:11: Das Castell um das jetzt geht was Weltkulturerbe ist seit Jahrzehnteinundzwanzig war quadratisch praktisch gut.

00:04:19: Es hatte eine Seitenlänge von jeweils hundertfünfzig Metern.

00:04:22: Dat sind Jut und Jan in neunzehntausend sechs Neue Quadratmeter also drei Fußballfelder groß beziehungsweise so groß wie Ulis Vorjachten.

00:04:30: Die vom Geschichtsschreiber Eusebius von Cesarea beschriebene Machtdemonstration spiegelte sich in extrem stark befestigten Anlage wieder.

00:04:40: Eine rundumlaufende Mauer mit einer Stärke von drei Meter.

00:04:43: dreißig vierzehn Wachtürme, zwei massive Tore mit Fallgittern.

00:04:49: Ein zwölf Meter breiter und drei Meter tiefer Graben vor der Mauer also zu damaligen Zeit uneinnehmbar außer man heißt natürlich Obelix.

00:05:02: Das Kastell sicherte den Brückenkopf der besagten Konstantin-Brücke diese erste feste Reinkwerung.

00:05:10: Und jetzt muss man sich vorstellen, die Brücke lief genau da aus wo das Castell stand.

00:05:15: Das heißt jeder der aus dem Osten kam und in die Stadt Köln wollte musste durch das Castel auf die Brücke.

00:05:25: Anders ging es nicht!

00:05:26: So und jetzt stelle ich mir vor... Ich bin so ein germanischer Irgendwas Ein Händler meinetwegen Hab den Karren voller Fälle und will ihn gerne im CCAA, im röbischen Kölnen verkaufen Und muss dann erst mal durch dieses Kastell extrem bewaffnet und siebenhundert schwerbewaffnete Spezialisten, nämlich Legionäre.

00:05:48: Das waren so die Specialtypes der Römer, die da stationiert waren stehen mir dagegen über.

00:05:54: Da bin ich mal definitiv klein mit Hut.

00:05:57: und genauso war es auch gedacht Dieses Castell, genau wie paar andere Castelle der Römer noch war eine pure Machtdemonstration der Röhmer zu sagen ihr könnt hier nicht machen was ihr wollt wir sind direkt da.

00:06:08: Weil wenn es auf der rechtsreinigen Seite gekracht hat dann mussten die Römern nicht erst irgendwelche Schiffe nehmen und ihre Legionäre darüber setzen sondern sie sind einfach von dem Castell die Vizia aus ausgeschwärmt haben den Germanen auf den Kopf gehauen Und das hatte Wirkung.

00:06:25: Also dass Castell Aber letztendlich dann, obwohl es so ein imposantes Gebäude war, letztendling nur vierzig Jahre überdauert.

00:06:34: Weil dann kamen nämlich die Franken und belagerten dieses... Und im Dezember des gleichen Jahres gaben die Römer Köln auf.

00:06:41: Nach einer nur kurzwährenden Rückeroberung der Römer in der Zeit vierhundertfünfundreißig bis vierzechsundvierzig endete die römische Vorherrschaft, endgültig im Jahr fünfvierzig.

00:06:51: Das Castell-Divizia wurde bereits vierhunderteins aufgegeben und die Franken errichteten dort einen Königshof.

00:06:57: Im Jahrtausenddrei wurde das Gelände in ein Benediktiner Kloster umgewandelt.

00:07:02: Zum konkreten Abriss des Castell-Divizia und der Konstantinbrücke gibt es natürlich keine gesicherten Quellen.

00:07:09: Möglicherweise wurden beide Bauwerke zwischen ninehunderts, siebenfünfzig und neunhundertsechzig abgerissen.

00:07:15: Die Steine wurden übrigens zum Bau vom St.

00:07:18: Panteleon wiederverwendet Und Anfang des neunzehn Jahrhundert entstand auf dem Gelände eine preußische Kaserone.

00:07:25: Die Frage ist was heute noch eigentlich noch sichtbar ist von dem Castell nämlich nicht mehr allzu viel.

00:07:31: Da ist heute noch

00:07:33: die

00:07:34: Kirche Alt-Sankt Harrybecht zu sehen, die mittlerweile den griechischen Orthodoxen übergewidmet worden ist.

00:07:41: Die war dann tatsächlich schon Teil des fränkischen Königshofes, tausend Millionen mal umgebaut worden mittlerweile... Allerdings darunter in den Gewölbekellern finden sich tatsächlich noch alte römische Überreste, die mittlerweile zweitausend Jahre alt sind.

00:07:57: Dank der hervorragenden Arbeit des Fördervereins Historischer Park Deutz-IV ist das ganze Gelände entwickelt worden.

00:08:05: Das heißt man kann mittlerweile sehen wie viel Geschichte es eigentlich da gibt!

00:08:10: Da ist ja nicht nur das Römische sondern das Preußicher kommt auch noch dazu.

00:08:14: Und der Förderverein Historischer Park Deutz, die haben auch das Bronzemotel des Kerstells gestiftet.

00:08:22: Das ist wenn man so ein paar Treppen rauf geht an einer erhobenen Ecke da ungefähr in Höhe von Alt-Sankt Harrybert.

00:08:33: Das kann man sich da angucken, das ist sehr imposant.

00:08:35: Das ist so groß wie eine halbe Tischtennisplatte und da kann man ungefähr nachempfinden welche Dimensionen dieses Castell eigentlich hatte.

00:08:43: gleichzeitig wenn von da aus Richtung Deutsch gehen sollte, dann sieht man im Boden eingelassen entsprechende Markierungen auf dem Parkplatz.

00:08:54: Das sind aber keine Parkplätze sondern das sind einfach Pflastersteine.

00:08:57: die zeigen den alten Verlauf des Castells und man kann ungefähr erkennen wie groß die einzelnen Bachbaracken waren.

00:09:04: wenn man dann noch weiter geht Richtung Lommi also Richtung Dix Dann kommt man irgendwann durch die alten Grundmauern des Tors und spätestens dann fällt einem die Kinderlade runter, dann kann man mal erahnen wie stark dieses Castell eigentlich befestigt war.

00:09:20: Das ist nämlich riesig und gigantisch!

00:09:22: Der kleine Weg der dadurch geht, der früher Mal der einziger Einfallsweg von ganzen Osten ins CCRA als ins Römische Köln war das ist heute total unbedeutenden Fußgängerwicht und keiner weiß mehr über welchen historischen Grund er eigentlich wandelt.

00:09:36: Also auch wenn von den ursprünglichen Mauern jetzt nicht mehr wirklich viel erhalten geblieben ist, der Name des Castells lebt weiter.

00:09:43: Denn aus Kastrum divi... Oh Gott!

00:09:46: Divitensium wurde divicia, dann duiza, duiz-dutze, duize... Deutsch, deutsch bis hin zu Deutsch oder wie wir Kölschen sagen DÜX.

00:09:58: Und wer das Ganze mal live und in Farbe sehen will, möge mitkommen auf eine von meinen Touren.

00:10:02: Ich biete eine spezielle Deutz-Tour an – da spielt natürlich auch die Konstantin Bröcke und das Castell Divizia eine entscheidende Rolle kommt gerne mal mit!

00:10:11: In diesem Sinne sagen wir danke ihr lieben Römer, dass wir jetzt in Köln neben dem Dom womit die Röme nichts zu tun hatten ein weiteres Weltkulturerbe haben und sagen ITERUM TE VIDERE Auf Wiedersehen, Malediut

00:10:24: Kappe dir für die Reus und bis demnächst!

00:10:30: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:10:31: Und da wir natürlich absolut davon aussehen, dass euch der Podcast gefallen hat, folgt ihr jetzt auch bei Spotify und zusätzlich

00:10:39: noch auf der Webseite des Köln-Lotzen oder bei den ganzen Social Media Gedönens.

00:10:45: Instagram, Facebook und Giselle heißen überall einfach Kölner Lodze gucken dann findet ihr uns.

Kommentare (2)

Sylvia

Herrlich, sehr gelacht über die Einleitung. Salve !

Nora

Wieder großartig! Eigentlich wollte ich nur meine wichtigsten Emails beantworten, bin aber hier hängen geblieben, und das mit Begeisterung. Aber meine eigentlichen Aufgaben sind ungetan. Vielen Dank, ich freue mich, Euch kennen gelernt zu haben!

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