Das Köln Ding der Woche - Das Dom Hotel
Shownotes
Das Dom-Hotel
Wir Kölner sind lange Bauzeiten gewohnt. Egal, ob es um die Oper, Baubeginn im Jahr 2012, noch nicht fertig, die Nord-Süd-Bahn, Baubeginn 2004, noch lange nicht fertig, oder um den Dom, Bauzeit: 632 Jahre, geht: Richtig schnell geht hier leider nie etwas. Leider betrifft diese Misere nicht nur öffentliche Bauten. Auch private Bauherren kämpfen um Termine. So wie beim Dom-Hotel.
Ursprünglich sollte die im Jahr 2013 gestartete Sanierung nach 18 Monaten beendet sein. Doch auch hier dauert es etwas länger. Alle bisher genannten Termine für eine Wiedereröffnung des Hauses im Jahr 2017, 2020, 2022 wurden gerissen. Und auch der zuletzt genannte Termin im Sommer 2024 wurde aktuell auf März 2025 verschoben.
Warum dieses edle Hotel so lange auf sich warten lässt besprechen Frank und Uli in dieser Ausgabe des „Köln-Ding der Woche“.
Links:
Das Dom-Hotel: Treffpunkt der Reichen & Schönen https://www.koeln-lotse.de/2023/11/16/das-dom-hotel-treffpunkt-der-reichen-schoenen/
Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions. https://www.ym-productions.de/
Transkript anzeigen
00:00:19:
00:00:33: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:37: Es geht wieder los, das Kölnding der Woche ist wieder da!
00:00:40: Mir gegenüber sitzt die Paris Hilton aus Kölnen der Frank
00:00:44: Ja und mir gegenüber sitzt der Chef Concierge aus dem Grand Hotel Obdereck im schwarzen Anzug und mit Fliege, der liebe Olli.
00:00:52: Und heute geht es um die ehemals feinste und hoffentlich auch bald wieder extrem feinster Adresse in Köln den Domhotel.
00:01:01: Das Domhotel, erste Lage.
00:01:03: Besser geht's nicht!
00:01:04: Also für die sich in Köln nicht auskennen wir haben nicht so unendlich viele schöne Ecken.
00:01:08: eine schöne ecke ist tatsächlich unser dom.
00:01:10: neben dem dom ist der Roncalliplatz.
00:01:12: am roncalli platz steht das domotell aktuell eine baustelle kleiner excurs Daneben oder gegenüber.
00:01:20: genau genommen ist das römisch-germanische Museum aktuell eine Baustelle.
00:01:25: Gegenüber ist das Laurensquartier aktuell eine Baustelle, ein kleiner Albtrauben mitten in der Stadt.
00:01:32: aber wir wollen uns heute beschränken auf das Domotel welches übrigens tatsächlich schon im Jahr zwei tausend siebzehn hätte wieder neu eröffnet werden sollen.
00:01:41: Hat nicht geklappt?
00:01:42: Nee, dauert noch ein bisschen.
00:01:44: Und auch nicht geklappt?
00:01:45: Auch nicht geklippt?
00:01:47: Nein.
00:01:48: Das wird auch nicht klappen.
00:01:49: Mal gucken... Heute in einem Jahr soll die Wiedereröffnung sein.
00:01:52: Wir haben jetzt März, im März-Würdebild mal sehen und dieses Gebäude hat eine sehr bewegte Geschichte!
00:01:58: Ja also wer denn auch immer in Köln war, gekrönte Häupter der Kaiser, die Queen, die Schauspieler, sie alle haben nur eine Adresse gekannt und das war das Domotel.
00:02:11: Und selbst bei der Beerdigung Konrad Adenauerts im April-Sechtsig, im nahegelegen Dom sollen angeblich US-Präsident Lyndon B. Johnson und der sowjetische Staatschef Leonid Brechnev sich zufällig auf die Toilette getroffen haben und zum Pipimann-Vergleich gemacht haben.
00:02:27: Übrigens zur Ehren von Sir Peter Ustinoff wurde die Hotelbar nach ihm benannt – muss man sich auch erst mal erarbeiten bzw.
00:02:34: ertrinken!
00:02:36: zwar nicht belegt, aber so soll auch Matahari diese sagenumwobene Agentin ein Fisternöllchen mit einem ranghohigen Geheimdienstoffizier im Hotel gehabt
00:02:47: haben.
00:02:47: Also, da ist wirklich mal eine Menge Geschichte drin und das Ganze geht eigentlich los.
00:02:53: Pi Mal Daumen... ...Achzehnvierzig als Hotel!
00:02:56: Achzehn vierzig wurde dieses Haus als Hotel du Dorm damals noch in Französisch eröffnet.
00:03:01: Und das war aber nicht das erste Gebäude was da eigentlich stand.
00:03:05: es gibt's seit mindestens siebzehnneunundsiebzig ein entsprechendes Gebäud am Platz des heutigen Domotels.
00:03:11: Damals war das noch einen Ballsaal Neben dem Gürze nicht die einzige große Hütte wo den Göllegroße Partys feiern konntest.
00:03:19: und dann wurde das Ding ein bisschen umgebaut und erweitert.
00:03:21: Und wie gesagt, achtzehnvierzig als Hotel die Dom eröffnet.
00:03:25: Das Geschäft florierte.
00:03:27: es war unglaublich denn immerhin war seit Achtzehnauszeinzwanzig die Fertigstellung des Doms in vollem Gange und Köln prosperierte oder wie man normal seid, da Gölligen auf wir Zäpfchen.
00:03:38: Das Hotel wurde erweitert und mit dem Einsturz des Mittelteils, XVIII, VIII sogar komplett noch mal neu gebaut.
00:03:45: Doch die enge Bebauung rund um den Dom verdeckte die Kathedrale – was natürlich in Köln überhaupt nicht geht!
00:03:50: Und für den prächtigen Dom sollte Platz geschaffen werden.
00:03:53: So stimmte die Eigentümerfamilie des Domhotels einem Grundstücktausch zu.
00:03:59: Der Frank hat natürlich eine ganz wichtige geschlabbert, der sagte einfach Morders Sturz zu den Mittelteilen des Hotels ein.
00:04:05: Also man muss ja mal bisschen genauer angucken!
00:04:07: Die haben diesen Ballsaal so ein paar Mal hin und her umgebaut zum Hotel... Und in dem Fall ist tatsächlich der Mittelteil des Hotells komplett zusammen gekracht aus einem einfachen Grund weil die Statiker sich verrechnet hatten und hier soll sich Geschichte wiederholen.
00:04:23: Gut, okay.
00:04:24: Also etwa dreißig Meter vom Standort entfernt wurde der wesentlich größere Neubau errichtet.
00:04:29: mit hundert achtzig Zimmern bot dieser Prachtbrau alles was Starrs und Sternchen von einem Grand Hotel erwarteten eine attraktive Lobby Arkaden Gänge glänzende Kromleuchter glanzvolles Zimmer und Zviten und Champagner in der edlen Hotelbar.
00:04:48: Alles war fein.
00:04:49: Alles hätte so gut sein können, wenn dann nicht die Zäsur gekommen wäre, die eigentlich unsere ganze komplette Stadt vernichtet hat.
00:04:55: der Zweite Weltkrieg und die Bombenangriffe.
00:04:57: Man muss eindeutig sagen... Köln hat sein Antlitz im Zweiten Weltkrieg für immer verloren.
00:05:03: Und so auch das Domhotel, die Hütte lag tatsächlich fast komplett in Schutt und Asche.
00:05:10: Man hat also da mehrere schwere Bombentreffer einstecken müssen im Domhotell... ...und dann hat man das Ding ganz schnell wieder aufgebaut!
00:05:18: Und zwar mit dem was man in der Nachkriegszeit alles so hatte.
00:05:21: Also alles was nicht bei drei offenbaum war wurde verbaut.
00:05:23: Das schärfste ist, man hat aus den gesprengten Rheinbrücken Stahlträger rausgeschnitten die zur Stabilisierung des Domhotels genutzt, dick, kurz, lang, dünn.
00:05:33: Irgendwie alles rein gelegt, täppig drüber.
00:05:36: Dann läuft die ganze Geschichte schon.
00:05:38: Ja ein kleiner Nachtrag im März hier hat sich der ehemalige Hoteldirektor und Regime-Kritiker Roland Metz im Dachstuhl der Nordkuppel erhängt.
00:05:51: Wahrscheinlich weil er die Schrecken des Krieges nicht weiter ertragen konnte.
00:05:57: Wo waren wir denn jetzt stehen geblieben?
00:06:01: Bei der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem provisorischen Wiederaufbau, aber Teppich drüber, Tapet drüber geklebt.
00:06:07: Es hat eigentlich keiner gemerkt dass das ganze Ding ein bisschen marode war bis Das ist ein Pensionssicherungsladen.
00:06:17: Die legen ihr Geld auch schon mal ganz gerne in Beton an und die dachten sich, sie hätten ein gutes Geschäft gemacht.
00:06:23: Dann ist ja nur mal Top-Lage, Fünf-Sternhotel alles fein und kauften dieses Hotel.
00:06:28: Und dann begann das Drama seinen Lauf.
00:06:32: Zunächst war geplant, dass man einfach mal so einzelne Zimmer renoviert ein neues Warschbecken dran schraubt und ein bisschen neuen Teppich legt.
00:06:39: Ja das flippte aber nicht weil man hat schnell erkannt da musste mehr getan werden.
00:06:44: die nächste Idee war, man macht ganze Flure einfach mal dicht und dann also ganz Etagen heißt es.
00:06:50: und dann renoviert man und dann kann man anschließend wieder aufmachen diese einzelnen Etagen klappte auch nicht!
00:06:56: Man hat also im Jahr zwei tausend dreizehn das Haus komplett einmal dicht gemacht.
00:07:01: für diese Renovierung
00:07:03: Dann gab es zwei Varianten.
00:07:06: Entweder total Abriss und Neubau.
00:07:10: Nein, es war geplant.
00:07:12: Ein Totalappen?
00:07:13: Nein.
00:07:14: Was war denn geplant?
00:07:16: Erst mal sah es anders aus.
00:07:17: Die haben dann im Jahr zwei Tausend Dreizehn das ganze Ding leer gemacht und haben gesagt okay wir sanieren einmal komplett hier.
00:07:23: Und dann fing man an fröhlich zu sanieren bis ein Statiker ins Haus kam.
00:07:28: und dieser Statiker hat gesagt alle Mann raus hier die Hütte ist extrem einsturzgefährdet weil der Bauingenieur der Leitende sagte Das Problem ist die Bausubstanz Hier hätten eigentlich gar keine Gäste mehr absteigen dürfen.
00:07:40: Er sprach sogar von Lebensgefahr.
00:07:41: und der Bauingenieur sagte, es ist pures Glück das während des Hotelbetriebs nichts passiert ist.
00:07:47: Also war klar es musste was passieren.
00:07:48: jetzt war die Frage Was macht man mit dem Ding?
00:07:51: Ja also man hat geplant den total Abriss und den Neubau da kam.
00:07:56: aber dann Der denkt mal Schutz daher und hat gesagt in den Moment so einfach ist das auch nicht.
00:08:01: nach langen Verhandlungen einigt man sich Mit dem investor Die lösung bis auf die fassade wurde der gesamte bau abgerissen und es stand ein komplett neues Gebäude, welches an die bestehende Fassade gebaut wurde.
00:08:14: Also muss ich nicht vorstellen man hat vorne.
00:08:15: einfach sage ich mal wie in der Lindenstraße wer die schonmal besucht hat ja von der Frau Klinglathaus da bleibt dann einfach so stehen und hinten ist eigentlich eigentlich gar nichts mehr.
00:08:24: also die ganze fassade wurde während der Bauphase mit massiven Stahlstreben gestützt.
00:08:31: jetzt muss man sich mal vorstellen Das Ding liegt mitten in der Stadt.
00:08:35: Es gibt genau eine einzige Zufahrtstraße dahin und die haben da ein komplettes Haus abgerissen dahinter und neu dran gebaut, das war logistisch allein schon eine Meisterleistung weil man musste ja irgendwie Lkw Pläne koordinieren damit sie da an- und abfahren konnten.
00:08:51: Nächste Problem bei dem ganzen Bauschutt war von oben bis unten voller Asbest belastet.
00:08:56: Das war also auch noch richtig viereckig.
00:08:59: teuer dieses ganze Ding zu entsorgen hat sich natürlich auch Ewigkeiten hingezogen.
00:09:04: Übrigens, der Typ, der damals das entschieden hat für die Bayerische Versorgungskammer zu kaufen als Kapitalanlage – ich bin mir nicht sicher ob er seinen Job heute noch hat!
00:09:14: Von wegen Kapital-Anlage war das eine Geldvernichtungsmaschine.
00:09:18: was die da gemacht haben.
00:09:21: Irgendwann war man soweit.
00:09:22: Man hat das Gebäude von hinten wieder dran gebaut.
00:09:24: an die bestehenden Fassaden und sogar die besagten Stahlstreben hat man abgenommen.
00:09:30: Und jetzt ist man gerade mit dem Innenausbau fertig, aber eröffnet den Knieknochen.
00:09:36: Ja wir gehen jetzt mal schwer von zwanzig, fünfundzwanzig oder wahrscheinlich zwanzisächsenswanzig aus wie auch immer.
00:09:42: Also wenn diese neue Nobelhütte mit Fünfsterne plus jetzt dann wirklich eröffnete wird, wird sich dann wirklich zeigen, wird wahrscheinlich so lange dauern wie der Dom.
00:09:52: Allerdings... Wird der Blick aus der geplanten Skybar sicherlich absolut spektakulär sein?
00:09:58: Auf der Homepage kann man sich schon mal anschauen, wie das Ding denn dann irgendwann mal aussehen soll.
00:10:03: Aber mit Sicherheit ist das neue Domotel nichts für den kleinen Geldbeutel ever!
00:10:08: Wie sieht man so
00:10:09: schön?!
00:10:09: Was nix kostet?
00:10:10: Das is auch
00:10:10: nix... Betreiber des Ladens ist die Althoff-Gruppe.
00:10:13: Die betreiben ganz viele von diesen fünf Sterne-Schuppen Auch Benzberg und so was hier.
00:10:18: Und ich würde mal sagen liebe Althofgruppe falls ihr das hört Wir würden auch mal die Folge noch einmal überarbeiten, wenn ihr uns auf den Drink in die Skybar einladet.
00:10:26: Wenn die dann fertig ist?
00:10:27: Wir sind grundsätzlich nicht käuflich aber so einen zwei Cocktails könnten helfen dass wir da nochmal bisschen anders drüber denken.
00:10:33: Ja, wir
00:10:33: würden euch dann auch gut bewerben bei Google.
00:10:35: Wachen wir auch!
00:10:36: Wir kümmern uns um euch.
00:10:39: Insofern, wir üben uns in Geduld auch an Köln's schönster Stelle am Rond... Also grundsätzlig schönste oder wichtigster Stelle Roncalli-Platz trotz Baustellen die alles im Säumen.
00:10:49: Aber im Jahr zweitausendfünfundzwanzig ist es alles wieder gut.
00:10:52: Na gut, das betrifft jetzt nicht das Lawrence-Karriere.
00:10:54: Das betrifpt auch nicht das Röhmisch-Germanechenmuseum aber immerhin das Dohrenhotel.
00:10:58: Ein Drittel fertig!
00:11:01: Aber da kommen noch drei neue dazu.
00:11:03: wie auch immer also egal
00:11:05: Vielen Dank.
00:11:06: schön dass ihr uns zugehört habt.
00:11:07: bleibt uns gewogen und bis demnächst
00:11:11: Tschüss zusammen.
00:11:12: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:11:13: Und weil wir natürlich absolut davon aussehen dass euch der Podcast gefallen hat folgt ihr jetzt natürlich auch bei Spotify und zusätzlich
00:11:21: Noch auf der Webseite des Kölnlotsen, köln-lotze.de oder bei dem ganzen Social Media Gedöns Instagram, Facebook und wie sie alle heißen überall einfach KölNLotze gucken dann findet ihr uns!
Annegret Laub
‧