Das Köln Ding der Woche - Die Heiligen Drei Könige

Shownotes

Das Köln Ding der Woche – Die Heiligen Drei Könige

Wir sind wieder auf Sendung! Nachdem uns die Technik in den letzten Wochen im Stich gelassen hat, freuen wir uns, euch pünktlich zu Weihnachten eine neue Folge vom Köln-Ding präsentieren zu dürfen.

Selbstverständlich geht es um Weihnachten - und um die Heiligen Drei Könige. Denn: Ohne Caspar, Melchior und Balthasar gäbe es unseren wunderschönen Kölner Dom nicht.

Doch die drei haben von Betlehem zur Christi Geburt bis zur Ruhestätte im Dreikönigsschrein eine lange Reise hinter sich gebracht. Was mit den Heiligen Drei Königen in den letzten 2.000 Jahren passiert ist, erzählen Frank und ich euch in dieser Folge des „Köln-Ding der Woche“.

Ach ja, „Folgen“ un dat „Klingelche“ drücke, dann hat Ihr uns abonniert un verpasst och nix.

Links:

Drei wichtige Imis für Kölle: Caspar, Melchior und Balthasar https://www.koeln-lotse.de/2019/01/06/drei-wichtige-imis-in-koelle-caspar-melchior-und-balthasar/

Der Dreikönigenschrein – Das Prunkstück des Kölner Doms https://www.koeln-lotse.de/2023/09/22/der-dreikoenigenschrein-das-prunkstueck-des-koelner-doms/

Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions. https://www.ym-productions.de/

Transkript anzeigen

00:00:11:

00:00:35: Und niemand geringerer als der aus dem Drei Königsschreien entnommene Melchior Mausbach

00:00:42: sind wieder am Start.

00:00:43: Wir haben unsere technischen Schwierigkeiten überstanden, haben unserem überbezahlten Tontechnik eine ganze Kiste dreieinhalb Zolldesketen geschenkt!

00:00:53: Es kann wieder los gehen Uli

00:00:55: und wir sind wieder on air.

00:00:56: was haben euch mitgebracht?

00:00:57: Het het jet met Weihnachten zu tun?

00:01:00: ja wir wollen heute über den sage ich mal die drei wichtigsten Menschen zu Weihnachten sprechen.

00:01:09: Und dann fangen wir natürlich an mit der Bibel, wie sich das gehört allerdings nicht in der Version die ihr kennt sondern in der Kölschen-Version.

00:01:16: ich zitiere Rollybrings kölsche Übersetzung Als Jesus in der Zick von dem Herod des Jeboren wohnt komme die Stäne Deuter.

00:01:24: Die hießen damals noch Sterndeuter oder Magier.

00:01:26: Könige wurden hier.

00:01:27: später Komme die Stähnedeuter aus dem Osten Neu Jerusalem und frochten.

00:01:32: wo

00:01:33: ist der Neueborene Könning.

00:01:35: Da saoren seine Stänen-Opion und sie folgten dem Stern bis zu einem Stall in Bethlehem, sie hingen erinn'n und erworrendet Maria, der Juppe und der Neugeborene Pans und sie hatten ihr Schenke für das Wickel Ditzelabay, Jold, Weihrauch und

00:01:50: Mürre.".

00:01:52: Sehr schön, lieber Uli.

00:01:54: Leider Gott ist nicht bei YouTube, dann hätte man noch ein paar Untertitel eintwegen können für die Leute nicht so gut kölschkönnen!

00:02:00: Aber ich sag mal so ihr werdet den Uli sicherlich verstanden haben und mir ist auch wirklich schon bisschen warm ums Herz geworden Denn heute geht es um die heiligen drei Könige.

00:02:08: Und die Heiligen Drei Könige sind ja bekanntlich die wichtigsten Heiligen, die man so kennt weil sie Hamlas Jesus Kind beschenkt

00:02:17: Und das schon vor zweitausend Jahren.

00:02:19: Und die sind deswegen auch so von entscheidender Bedeutung, weil wo sind sie heute?

00:02:23: In...

00:02:24: Köln!

00:02:25: Weil wir haben die im Dreikönigschreien im Dom und diese ganze Geschichte wie das passiert ist, wie die hierhin gekommen sind und was es mit denen auf sich hat erzählt euch heute der Frank und der Uli.

00:02:35: Ja ich fange mal in nicht allzu lange Vergangenheit an.

00:02:39: Zwei-tausendfünf war Weltjugentag kann sich da noch jeder dran erinnern Der Uli kann sich erinnern.

00:02:49: Und da war die erste Drei-Königin-Wallfahrt nach, was weiß ich wie viele hunderttausenden von Jahren?

00:02:55: Jetzt waren beim Weltjugendtag Millionen Jugendlichen hier unterwegs.

00:03:01: Sie wollten all den Papst sind und haben sie auch bekommen.

00:03:04: Ich habe einen Bekannten.

00:03:05: der hat also völlig selbstlos jungen Pilgerinnen Obdach angeboten.

00:03:12: Dann haben wir darüber gesprochen und ich habe gesagt, warum machst du das denn?

00:03:15: Ich glaube die Frau war jetzt auch nicht so besonders begeistert.

00:03:18: Und auf jeden Fall hat er gesagt ja ist total super!

00:03:20: Ich mache das total gerne und dann halt dann auch gemacht und dann hat er zwei Brasilianerinnen zugelost

00:03:27: bekommen.

00:03:29: Jetzt muss man leider sagen, ich sag mal die Fantasie klaffte mit der Wirklichkeit extrem hart auseinander.

00:03:36: Also da war nix mit Samba und Zuckerhut in der Kölner Küche oder auch kein Spaß und was weiß ich sollt.

00:03:42: ihr habt nur Ärger und Frust weil die beiden Damen waren jetzt nicht so sage ich mal kompatibel.

00:03:49: Ich weiß nicht, kennst du die Geschichte näher, Oli?

00:03:52: Ja ich hab das schon mal gehört.

00:03:53: Ich weiß auch, wann nennt sie die bräsigen Brasis, die dann da waren und die waren eigentlich nur hier weil die nämlich so ein bisschen Spaß am Reisen hatten mit dem ganzen Breitkönigstag und Wallfahrt und überhaupt war für diese ein bisschen Nebensache an der Stelle.

00:04:09: Wir schweifen vom Thema ab aber völlig Lass uns von vorne anfangen.

00:04:13: Also, der Erzbischof Reinhald von Dassel brachte elfhundertsechzig...

00:04:18: Oh mein ne ne.

00:04:19: Wir fangen wirklich von vorne an!

00:04:20: Ach

00:04:20: ganz von vorne?

00:04:21: Die heiligen Dreckgönige haben dem kleinen Wickel-DC die Geschenke gebracht und dann irgendwann diese Welt auch verlassen, die irretische Hülle.

00:04:30: Und dann kamen dreihundert sechsundzwanzig die heilige Helena nach Palästina und hat sich gekrallt also die Reliquien der Dreieit, die sich je krallt, hat.

00:04:39: die Mädchen nommen nach Bützans heute Istanbul.

00:04:42: da laren die Entspannte-Siebzig, Achtzig Jahre rum und dann sind sie nach Mailand überführt worden.

00:04:49: Wahrscheinlich auch nicht so ganz freiwillig!

00:04:51: Und dann lagen diese Pimal-Daumen-Sebenhundertjahre recht ordentlich in Sant'Eustorgio.

00:04:58: in Mailand lagen die rum.

00:05:00: Alles war gut hätte auch so bleiben können wenn dann nicht und jetzt kannst du kommen.

00:05:05: Ja also dann kam der Erzbischof Reinald von Dassel Und der brachte die Reliquien dann aus meinem Land mit?

00:05:12: Ja,

00:05:12: langsam.

00:05:13: Das müssen wir auch noch mal ein bisschen genauer betrachten also... Jetzt kommt

00:05:15: er nicht schon wieder ins Wort.

00:05:16: das ist ja wie zu

00:05:17: Hause... Greysar Barbarossa!

00:05:19: Friedrich der Erste, der Erfinder des Barbarossa-Platzes.

00:05:22: Der war zusammen mit Reinald van Dassel in Norditalien.

00:05:25: Die haben Krieg geführt und dann haben die auch Mailand verwüstet.

00:05:27: Dann sind sie durch Mailand gelaufen.

00:05:28: Ob immer sagt der Barbarosser, oh Lorenz d'Or Reinhard!

00:05:31: Da liegen ja die Beine der Heiligen Dreikönige.

00:05:33: Was sagt der Reinald?

00:05:35: Die nehmen wir mit in das hillige

00:05:37: Gölge!

00:05:38: Die haben die geklaut.

00:05:39: Sie haben die Gebeine der Heiligen Dreikkönigeklaut und haben die mit nach Köln gebracht.

00:05:43: Ich trau mich kaum wieder anzufangen.

00:05:47: Also die waren jetzt in Köln.

00:05:48: Können wir das jetzt so lassen?

00:05:50: Elfhundertvierundsechzig

00:05:51: am Dreiundzwanzigstudy.

00:05:51: Könnten

00:05:52: wir es jetzt mal so stehen lassen, die waren also in Kologne.

00:05:54: und dann hat man sich natürlich gefragt was machen wir denn jetzt so mit den Dingern, die müssen wir ja auch irgendwie ausstellen oder müssen wir etwas Schönes machen?

00:06:01: und da hat man also angefangen.

00:06:03: ich sage mal so aus Größenwahn Ja, hat man einen Schrein gebaut und um diesen Schreien herum Hat Man Den Dom Gebaut.

00:06:15: Nein Man hat den Schreien gebaut und diesen Schrein in den Dom reingestellt, aber nicht in unseren gotischen Dom sondern in den Hildebolt-Dom der seit achthundert schon ungefähr da stand.

00:06:26: Und dann wurde dieser Hildebolt-Domen, der war auch schon vierhundert Jahre zu dem Zeitpunkt alt, so ein bisschen öselig.

00:06:32: und die Gölschner Hanssiche sagt ne jetzt bauen wir was neues!

00:06:35: Wenn wir schon den Jackpot im Reliquienbusiness hier haben das Beste was es im Relikwien mäßig gibt Dann bauen wir denen auch die schönste größte und dollste Kirche.

00:06:44: Das war der gotische Dom.

00:06:46: Also, wir haben extra für diese Gebäude den Dom gebaut.

00:06:53: Kann man das jetzt so feststellen?

00:06:55: Den gotischen Dom!

00:06:57: Das heißt ohne die drei gäbe es nicht dem gotische Dom.

00:07:03: Wohin sieht man dass das hier für die gebaut worden ist?

00:07:05: Nein, das kann ich dir nicht sagen.

00:07:07: Am Vierungsturm.

00:07:09: der Dom hat drei Türme, zwei großen und noch einen kleineren Turm und oben auf dem Vierungsturm obendrauf Was ganz Besonderes, nämlich der Stern von Bethlehem ist da drauf.

00:07:20: Und wenn man weiß, Stern oben, Gönige drunter.

00:07:25: Wie sieht denn dieser Schrein so aus eigentlich?

00:07:28: Lieber Uli!

00:07:29: Du hast ihn doch bestimmt schon siebzehnmal gesehen und angefasst und angeleckt und wird versichert...

00:07:35: Das ist erst mal ein ziemlich imposantes Ding, keine Ahnung.

00:07:38: Meter-achtzig lang, Meter-sechzig hoch schätze ich mal.

00:07:43: Man könnte meinen das wäre eine Kirche irgendwie so ein bisschen wie eine dreischiffige Basilika.

00:07:46: sieht der vielleicht aus?

00:07:48: Schon ein ordentliches Ding ist das und reichlich verziert mit Gold, Silber und ganzem Gedöns und Edelstein.

00:07:58: So am fünftentzehnten August zwölfhundert achtenvierzig war dann endlich Baubeginn des neuen gotischen Domes.

00:08:04: Richtig?

00:08:06: Sag nicht nein, es steht hier.

00:08:08: Das ist dein

00:08:08: Text!

00:08:11: Also ursprünglich sollte das Ding komplett in der Führung stehen, also am Schnittpunkt von lang und quer Haus um mal ganz genau zu sein.

00:08:20: Allerdings verzögerte sich natürlich die Bauarbeiten am Dom erheblich weil wir haben wie lange gebraucht lieber Oli um den Dronen zu bauen?

00:08:27: Ja

00:08:28: auch hier muss ich nicht korrigieren, der ist natürlich nie vollendet, weil was passiert wenn der Dorm vollendete ist?

00:08:32: Ja da fahren wir ja vom Förder an.

00:08:33: Geht

00:08:33: die Welt unter.

00:08:34: aber bis zur Eröffnung des Dorms haben wir sechshundertdreißig Jahre.

00:08:38: Das verwundert mich als Kölner Gersnitter für ein bisschen länger verbraucht haben, das ist ja irgendwie völlig normal.

00:08:43: Also zumindestens der Chor war glaube ich dreizehnundzwanzig da mal fertig geschält und der Drei-Königenschrein wurde in zentraler Ackskapelle im Chor präsentiert.

00:08:52: Euchs das praktische Aufstellungsort.

00:08:53: so konnten die Pilger durch den Chorumgang an dem Schrein vorbeigeführt werden damit dass wertvolle schreinchen nicht beschädigt wird versah man diesen mit einem rot goldenen Gitter

00:09:05: Was aber ehrlicherweise nicht wirklich besonders attraktiv war, weil man konnte nicht richtig sehen und das war also schon irgendwie nicht so ganz doll.

00:09:15: Außerdem, dass Gitter schützte den Drei-Königenschreien auch nicht vor dem was passieren konnte.

00:09:20: Irgendwann ist mal ein Stück Stein im Dom abgebrochen runtergekracht hat den Dreikönigeschreien nur ein paar Meter verfehlt.

00:09:27: Da hat man sich überlegt, das ist alles zu unsicher?

00:09:29: Und hat ihn erst einmal dann in dieser Kristei gestellt?

00:09:33: Ja!

00:09:34: Dann wurde er Opfer eines dreißten Diebstahls, das war so fifteenhundert Schießmicht tot.

00:09:40: Eine oder mehrere Liebe die nie gefasst wurden.

00:09:42: natürlich brachen Edelstein aus dem Kunstwerk raus und der sogenannte Pytholomäa cameo ist das richtig ausgesprochen?

00:09:51: Ja, das weißt du selber nicht mehr.

00:09:52: Kurios!

00:09:53: Exakt dieser Schmuckstein wurde übrigens aus der Zweiundfünfzig im Wiener Kunsthistorische Museum wiedergefunden.

00:10:00: So jetzt ist es auch so dass der Schrein in verschiedenen Kriegen auch ausgelagert wurde.

00:10:05: als zum Beispiel die Franzosen in den Köln einmarschierten wurde der Drei-Königsschrein schnell zerlegt und in Sicherheit gebracht weil der Kölscher hat schiss, da die Franzose Fissemattenten machen sich mit dem Heidigtum, das Bochmonee füllen und mit dem Schrein über's Trottoir flüchten.

00:10:23: Da wird einem als Kölscher ganz plumerant und dann hat man aus der Lameng den Schreien mit nem Plumo überhangen und der Scheng ist durch die Ports mit dem Ding über ein Abtei in ne Nähe von Arnsberg nach Frankfurt gefahren.

00:10:36: So mehr französische eingebürgerte kölsche Wörter hatte ich jetzt nicht gehört.

00:10:40: Liebe Zuhöre!

00:10:41: Das war ein ganz großartiger Exkurs.

00:10:44: also wirklich... Ich bin von de Söck.

00:10:47: Nach zehn Verhandlungen kam der Schrein im Juni, nach Köln zurück.

00:10:52: Allerdings total beschädigt.

00:10:53: Außerdem fehlten die getrennt aufbewahrten Reliquien.

00:11:00: Ob Napoleon jemals diesen Schreinen bei seinen Besuch in Kölnen besucht hat, das wissen wir nicht.

00:11:06: und wenn es denn einer weiß dann ist es der Kollege Willem Fromm mit seinem wunderbaren Podcast eine Geschichte

00:11:11: der Stadt Kölner.

00:11:12: Der Mann weiß schließlich alles!

00:11:14: Der weiß nämlich auch, dass dann der Schrein restauriert wurde und ab achtzehn-acht tatsächlich im immer noch nicht fertig gestellten Dom übrigens ausgestellt worden ist.

00:11:25: Aber da stand er halt so ganz entspannt rum, hätte auch alles gut werden können.

00:11:30: Durmvoll Endung, Schreien, alles schön.

00:11:32: nur dann kam ihn nicht allzu ferner.

00:11:35: Zeit danach die verschiedenen Kriege und wieder ging es los und wieder wurde der Schrein ausgelagert und wieder wird er neu parat gemacht.

00:11:42: und dann kamen irgendwann im zweiten Weltkrieg die massiven Fliegerangriffe auf die Stadt.

00:11:49: Ja,

00:11:50: da wurde der Schrein zusammen mit weiteren wertvollen Kunstgegenständen natürlich ausgelagert.

00:11:55: Durch den Schock... also durch die massive Zerstörung der sogenannten tausend Bomberangriffe in der Nacht vom dreißig zum eindressten Mal zweiundvierzig.

00:12:04: auf Köln hat man dann sich überlegt okay wir bringen das Ding mal ins fränkische Pommersfelden auch schön doch vierundvierzig erschien auch diese Unterbringung nicht mehr sicher genug.

00:12:15: Der Plan ist irgendwie viel geschlagen und letztendlich ist das Ding dann wieder zurückgekommen.

00:12:21: Dann hatte man sich überlegt den nach Siegen zu bringen, auch eine schöne Geschichte.

00:12:26: Allerdings hat man ein Problem gehabt.

00:12:28: als man in Siegen vor dem Bunker stand wo man den Schreien reinpacken wollte stellte man fest der Schrein ist zu groß oder respektive die Tür des Bunkers ist zu klein.

00:12:36: Passte also auch nicht!

00:12:38: Also langgeregte kurzer Sinn, er ist wieder in Köln.

00:12:41: Und seit bestmöglichen Jahrhunderts schreien der Schrein jetzt an seinem Platz im Korumgang des Domes.

00:12:47: Damals hat man das schon geschützt und dann hat man gesagt, okay, da müssen wir noch mal richtig nachlegen.

00:12:53: Hat Sicherheitsglas reingemacht und hat so einen ganz feinen Sicherheitsalarm-Draht eingelassen.

00:12:59: also wenn man da dran kam, da ging direkt die Bimmel an.

00:13:01: Das hatte nur ein Problem.

00:13:03: Ich würde sagen, es war aus Kupfer sag ich jetzt mal so der Draht, ne?

00:13:07: Der rostete dann im Laufe der Zeit und das Glas verfärbte sich dann zunehmend grün.

00:13:12: Und war ziemlich hässlich!

00:13:15: Dann kam Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner die gesagt hat, dass müssen wir alles mal komplett neu machen... ...und dann wurde tatsächlich eine Vitrine angeschafft, die ihresgleichen sucht.

00:13:26: Diese Vitrine ist auf hydraulischen Stelzen gelagert.

00:13:31: Die kann man rauf und runter fahren, damit die Pilger bei der Durmbahl fahrt wenn sie unter dem Schrein hergehen nicht drunter her krabbeln müssen sondern den kann man so auf keine Ahnung Meter-Siebzig oder sowas vielleicht anheben mit Sicherheitsglas.

00:13:43: das würde wahrscheinlich sogar irgendwie einem Kettensägen Massaker standhalten Mit Kosten, die machen einen schon ein bisschen schwindelig.

00:13:52: Allein das Häuschen für den Drei-Königen-Schreien mit dem Sicherheitsglas, Beleuchtungskonzept

00:13:58: etc.,

00:13:58: hat zuhundertfünfzigtausend Euro gekostet.

00:14:02: Ja gut, aber dafür traut sich der Remo-Klan jetzt auch nicht rein.

00:14:06: Weil im grünen Gewölbe sind die ja quasi was weiß ich mit einer Haarnadel reinkommen und da sagen sie ne ne ne das kommen wir auf gar keinen Fall ran.

00:14:15: Das Ding ist bombensicher gesichert.

00:14:17: Was ist denn letztendlich in diesem Schrein überhaupt drin?

00:14:22: Also erstmal muss man viel glauben.

00:14:23: fangen wir mal an Glauben erst mal, was da drin ist.

00:14:28: Also man hat den Schrein achtzehn vierundsechzigmal aufgemacht und hat den untersucht.

00:14:33: tatsächlich waren drei schädel drin.

00:14:36: die könnte man rein theoretisch Kaspar Melchio im Baltertsatur ordnen das sind drei männerschädel von Männern in unterschiedlichen Lebensalter.

00:14:45: Ja dann hat man noch ein paar Knochen gefunden also Gebeine Drei auf verschiedener Männer und zusätzlich viele kleine Kochen, zum Beispiel Fuß- und Handwurzelknochen, Wirbeln und Rippen von mindestens zwei nicht exakt zuzuordneten Personen.

00:15:01: Möglicherweise handelt es sich dabei um die Gebeine des heiligen Nabo und des heilligen Felix, die mir beide so gar nichts

00:15:09: sagen.".

00:15:09: Dann hat man in dem Schrein auch noch gefunden Knochen eines Kleinkindes!

00:15:14: Jetzt könnte man sagen dann waren die drei Könige also noch klän worden ist aber nicht ganz logisch ehrlicherweise.

00:15:21: Das Problem ist jetzt, dass wahrscheinlich ein anderes Reliquar hier halten musste.

00:15:26: Das war das Reliqua der unschuldigen Kinder, was auch im Dom stand und man wusste nicht so genau wohin mit den Beinen daraus und hat die einfach mal mitten in den Dreck Königschreien gepackt.

00:15:36: Ja, dann hat man noch ein bisschen was vom Heiligen Gregor von Spoleto gefunden und was weiß ich?

00:15:42: Also das ist so ein Sammelsurium.

00:15:44: Vom allem was nicht irgendwie war zu so aufgekehrt haben.

00:15:47: Und haben da mal alles in diesen wunderschönen Schreinrei gemacht.

00:15:52: Also sind sie jetzt echt oder sind sie nicht echt?

00:15:56: Ich sag nein!

00:15:58: Was sagst du?

00:16:00: Wir zitieren mal den Kunsthistoriker Helmut Fußbräuch, nicht verwandt und nicht verschwegert mit der kölschischen Legende Fred Fußbräusch.

00:16:09: Der auf die Frage geantwortet hat sind das denn die echten heiligen drei Könige?

00:16:15: Aber da kann man ohne rot zu werden sagen ne!

00:16:18: Die können nicht echt sein weil es sich eben um eine Geschichte handelt, die keine Historie erzählen will.

00:16:24: Also glauben wir es einfach.

00:16:27: Und wir Kölzchen haben dann auch direkt diesen Glauben ausgeweitet und haben die Heiligen Drei Könige so universal Heiligen gemacht, so Top-Heilige.

00:16:36: Die haben nämlich jetzt so viele Aufgaben wie sonst ein kaum ein anderer Heiliger.

00:16:40: Also jeder Heilig ist immer für irgendetwas zuständig.

00:16:41: Die Heiligen drei Könige haben eine ganze Reihe wofür sie zuständig sind unter anderem Für die Abwehr von Krankheiten Für die Abwehr von Unglück, für die Abwähr von Dämonen.

00:16:50: Die Vertreibung des Teufels.

00:16:52: Früher mal Schutz auf Pilgerreisen und heute wahrscheinlich auch auf Portchale Reisen auf der Aida.

00:16:57: Schutz für Hausenhof, Schutz gegen Feuer... Und wenn ein Tier entlaufen ist sind ja auch zuständiges Kürdet!

00:17:02: Die sind auch für schlechtes Wetter zuständig also für gegenschlechtes Wetta.

00:17:06: Okay, also da ist so ein bisschen keine Ahnung wie eine Wertstofftonne am Eberplatz.

00:17:13: Da wird alles drin geworfen, ist aber meistens nicht drinnen was rein soll.

00:17:17: Aber wie gesagt, man muss daran glauben und das Schöne am Glauben ist ja... weiß ich jetzt nicht.

00:17:24: Man muss es halt glauben!

00:17:27: Was man eigentlich so machen sollte, egal ob man daran glaubt oder nicht.

00:17:29: Was wirklich ein schönes Erlebnis ist.

00:17:30: am sechsten Januar beginnt die Dreck-Gönigsweilfahrt.

00:17:34: ich weiß gar nicht genau wie viele Tage das sind aber dann hat mal die Möglichkeit dem Schreien so nahe zu kommen wie sonst nirgendwann.

00:17:39: der wird hochgefahren man kann drunter hergehen.

00:17:41: Ich habe selber zweimal gemacht.

00:17:43: es ist irgendwie hat schon in irgendwie so'n erhabenes Gefühl auch wenn man nicht glaubte Glaubt mir dass man noch nicht glauben muss um das erhabende Gefühl zu spüren.

00:17:51: Oh innerhalb von vier Sätzen zehn Mal Glauben drin auch nicht schlecht.

00:17:55: was bleibt?

00:17:58: Der Glauben?

00:17:58: natürlich, um es nochmal zu sagen.

00:18:00: Aber zum Schluss wünschen wir euch... Wir zwei vom Köln-Ding der Woche!

00:18:04: Der super coole Oli und...

00:18:07: ...der noch unglaublich coolere Frank!

00:18:10: Frohe Weihnachten!

00:18:12: Seid nett zueinander!

00:18:13: Beschenken ist wichtiger als beschenkt werden.

00:18:16: Und denkt dran, wenn die puckelige Verwandtschaft war wieder mit dem nix nutzigen Geschenk um die Ecke kommt.

00:18:22: Der Königsschreien ist letztlich auch nichts anderes wie ein großes Überraschungsei mit zusammeltem gewürfelten

00:18:28: Sachen.".

00:18:29: Was für ein schönes Schlusswort!

00:18:30: Wir wünschen euch Glück, Silje Christes, wie der Gölscher sagt und wir hören uns sogar schon vor dem neuen Jahr wieder hat der Don-Techniker versprochen.

00:18:39: Glauben wir das?

00:18:41: Wenn die dreieinhalb Zoll des Ketten halten...

00:18:44: Matthew, vielen Dank und feiert ordentlich.

00:18:48: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:18:49: Und da wir ja natürlich absolut davon aussehen, dass euch der Podcast gefallen hat folgt ihr jetzt natürlich auch bei Spotify und zusätzlich

00:18:57: noch auf der Webseite des Köln-Lotzen oder bei dem ganzen Social Media Gedönens.

00:19:03: Instagram, Facebook und Giselle heißen überall einfach Kölner Lodze gucken dann findet ihr uns.

Kommentare (4)

Wolfgang Lennartz

Warum sprecht ihr nicht kölsch sondern nur mit Knubbele? Hört Eucht mal https://www.ardaudiothek.de/sendung/platt-schnack-mucke-mit-yared-dibaba/10341511/ an. Die reden platt ohne Knubbel

Anette

Wer immer sich das anhört, lernt dazu und muss sehr oft lachen, die beiden kommunizieren in diesem Podcast herrlich quer, schöne Feiertage, trotz allem

Kleini

Typisch Kölnding. Danke löcksillje Chreesdäch un kutt jood rüvver

das Köln Ding der Woche

Hallo Wolfgang, danke für Deinen Hinweis, allerdings haben wir auch viele Hörer die nicht so gut Kölsch sprechen oder aber gar nicht aus Köln kommen. Wir müssen aber auch sagen das wir beide, obwohl aus Köln, kein Kölsch wie aus dem Lehrbuch sprechen. Daher haben wir uns extra für eine Mischung, je nach Thema mehr oder weniger, entschieden. Gruß Uli & Frank

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