Das Köln Ding der Woche - Kölsche Originale: Läsche Nas

Shownotes

Er war Metzger, Schauspieler, Soldat, Polizist, Bahnhofswärter, städtischer Hundefänger und zum guten Schluss auch noch Scharfrichter: Andreas Leonard Lersch, genannt „Läsche Nas“. Besonders „hervorstechend“: Seine riesengroße Nase.

Die interessante Lebensgeschichte dieses kölschen Originals gibt es im heutigen Köln-Ding der Woche.

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Links:

Kölsche Originale: De Läsche Nas – eine riesengroße Nase als Markenzeichen https://www.koeln-lotse.de/2021/07/10/koelsche-originale-de-laesche-nas-eine-riesengrosse-nase-als-markenzeichen/

Michael Waßerfuhr von den Kölschgängern erzählt die Geschichte von Läsche Nas auf der Website der Kölschgänger in einem wunderschönen Kölsch: https://koelschgaenger.net/laesche-nas/

Der „Läsche-Nas-Brunnen“ in Ehrenfeld: https://www.koeln-lotse.de/wp-content/uploads/2021/06/lnb.jpg

Transkript anzeigen

00:00:11:

00:00:34: Und der nicht minder gut aussehende Frank seines Zeichens Mr.

00:00:38: Zollstock

00:00:43: Drei Jahre alt.

00:00:44: Schon was her!

00:00:45: Aber

00:00:46: du siehst immer noch so gut aus?

00:00:47: Das ist schön, dass du gesagt hast... Und wen geht es denn heute?

00:00:51: Heute geht es nicht um den Mr.

00:00:52: Zollstock, neunzehnt zwanziebzig sondern um den unglaublichen Läschenas.

00:01:00: Seines Zeichens Andreas Leonhard Lärsch

00:01:04: Ein Kölsches Original, so ähnlich wie die, die vielleicht schon gehört haben sollten.

00:01:08: Bolzelot!

00:01:09: Das sind diese ganzen Kandidaten, die so in dem achtzehnten und neunzehntem Jahrhundert in Köln bekannt berühmt zum Teil berüchtigt gewesen sind.

00:01:18: Berüchtigt übrigens hier Léche-Nas Die als kölsche Originale bekannt geworden sind Und die heute noch verehrt werden.

00:01:25: Bierdeckel und Garnewaldsorden voller Kandidat.

00:01:29: mit Kölchen originalen

00:01:33: Fangen wir mit dem unangenehmen Teil an.

00:01:37: Auf der Achener Straße, kurz vor den Melaten, da konnten die Menschen teilweise nur mit einem Tuch vor der Nase am Haus vom Leschenaas vorbei

00:01:49: gehen.

00:01:50: Was war denn da los?

00:01:51: Wieso wussten sie sich die Nase zu

00:01:53: halten?!

00:01:54: Also selbst auf dem Friedhof herrschte noch unvorstellbarer Stank und die Quelle allen Übels war ... Mir fast schon unangenehm dazu erzählen.

00:02:06: Und das ist wirklich... Egal, ich sage es jetzt einfach!

00:02:10: Dort kochte der berühmtberüchtigste städtische Hundefänger zuvor eingefangen und die tötete Hunde aus.

00:02:20: Wieso macht man das?

00:02:21: Wieso soll man einen Hund

00:02:22: auskochen?!

00:02:23: Der produzierte Fett aus den Hunden ausgekochten Hunden.

00:02:29: Das ist jetzt

00:02:30: schon ein bisschen ekelig, ne?

00:02:31: Ja es ist sehr ekelig.

00:02:32: Es war aber damals, sag ich mal, ein probates Mittel zur Schwindsucht, zumindest hat man das behauptet.

00:02:39: und der verkaufte das in seinem Laden mit dem hochtrabenden Namen die ethisches Mineralwarengeschäft und Kurheilanstalt.

00:02:47: Also wir fassen nochmal zusammen, der fängt Hunde ein, schmeißt den Doppel, ich meine macht zu vorher wahrscheinlich platt.

00:02:52: Wollen

00:02:52: wir hoffen!

00:02:53: Ich

00:02:53: schmeiß den Pottkochti aus und verkaufe dann dieses gewonnende Fett als dietetisches irgendwas Heilmittel.

00:03:01: So, jetzt muss man wissen das war jetzt... ...Achzehnhundert schießt mich tot rum ne?

00:03:05: Achtzehnhundertsiebzig rum ungefähr würde ich jetzt mal so grob schätzen weil der ist in Achtzentvierzig geboren worden.

00:03:11: ja das kann gut hinkommen.

00:03:13: Da glatt man natürlich noch an viele Sachen geglaubt.

00:03:16: aber jetzt pass auf!

00:03:17: Ich habe gegoogelt.

00:03:19: Wenn man einen gibt Das ist kein Scheiß.

00:03:26: Wenn man das eingibt heutzutage noch und googelt danach, dass findet man immer noch in irgendwelchen Foren gegen Schwindssucht und Tuberkulose als Heilmittel.

00:03:38: Hundefett?

00:03:39: Heute noch!

00:03:40: Kein Scheiß.

00:03:41: vor zwei drei Jahren ist in Polen eine Frau verhaftet worden die das verkauft hat.

00:03:47: Hundefett?

00:03:48: Ist kein Scheiss.

00:03:51: Das wird also immer noch, das ist quasi so als wenn man sagt Knoblauchhilftigen, Dracula oder wie auch immer.

00:03:59: Aber das ist heute noch so, ne?

00:04:02: Pundefett!

00:04:03: Ich habe noch eine kleine Info am Rande und die ist nicht von schlechten Eltern.

00:04:07: Was denkst du, wie viele Hunde gibt es derzeit in Köln, was schätzte?

00:04:10: Millionen Einwohner, sagen wir mal jeder Zehnte hat ein hunderttausend Hunde.

00:04:14: Vierzigtausende Hunde haben wir.

00:04:16: im Schnitt ist der Kackhaufen eines Hundes.

00:04:20: Sechzig Gramm schwer!

00:04:23: Das heißt, Hunde kacken ungefähr zweimal am Tag.

00:04:29: Achtzig Grammt?

00:04:30: Nee, sechzig.

00:04:31: Also achsechzig oder hundertundzwanzig?

00:04:33: Zirka alle angemeldeten Hunde, kackend fünf Tonnen pro

00:04:39: Tach.

00:04:41: Das heißt das sind in der Woche thirty-fünf Tonnen.

00:04:45: Das sind im Monat hundertzwarzehundertvierzig Tonnen.

00:04:49: Das ist aber echt ekelig, oder?

00:04:50: Ja.

00:04:50: Und dafür nimmt die Stadt aber vier Millionen Euro im Jahr an Hundesteuer ein.

00:04:55: Aber ich meine bei so viel Hunde-Scheiße ist das irgendwie schon angemessen worden...

00:04:57: Und die ganzen Plastiktüten!

00:05:01: Die hoffentlich wo die...

00:05:04: Gut,

00:05:05: ihre langen Rede kurzer sind.

00:05:06: Wer war denn die Leschenas?

00:05:08: Die Leche, Naas.

00:05:09: Also von Gut Andreas Leonhard Lersch.

00:05:13: Der ist tatsächlich am achten Januar, achtzehnundvierzig geboren worden und hat zunächst Metzger gelernt.

00:05:22: Allerdings ist er dann auf die Bretter, die die Welt bedeuten, ist er gezogen und hat dann Karriere... naja gut, Karrieren!

00:05:29: Also er hatte Theater gespielt, sagen wir mal so weil er hatte nämlich ein unverwechselbares Kennzeichen.

00:05:34: Ja der Mann heißt nicht umsonst.

00:05:35: Naas?

00:05:37: riesigen Riechkolben.

00:05:39: Der war quasi der Cyrano de Bergeracus Kölle

00:05:42: und damit hätte er ganz groß rauskommen können, weil er hatte ... Er war ja unverwechselbar das macht halt so ein Original auch aus.

00:05:48: die müssen da irgendwas haben was anderen nicht haben Und aus ihm hätte vielleicht mit den riesen Zinken da im Kopf hätte etwas großes werden können wenn dann nicht Militär gekommen

00:05:58: wäre.

00:05:59: Ja, der ist dann in den deutsch-französischen Krieg gezogen von achtzehn-sebzig bis einundsevzig.

00:06:03: Nicht ganz freiwillig, das

00:06:04: wurde einbrüffend.

00:06:06: Und er ist aber auch glücklicherweise lebend wieder herausgekommen aus diesem Kriege und seine militärische Erfahrung ebnet ihn dann dem Weg und er ist zur Polizei gegangen.

00:06:17: Und hier war er in Gölln als verdeckter Ermittler, als EM-Lerisch unterwegs und hat für die Polizei gearbeitet.

00:06:25: Und hat dann versucht, die Spitzbubending festzumachen.

00:06:28: Ja der muss einen ungemeinguten Riecher für Verbrecher gehabt haben!

00:06:33: Aber

00:06:35: der lag da!

00:06:36: Der wusste verwandelt wird!

00:06:38: Das kleine Problem war nur... Die Läschinas, als verdeckter Ermittler konnte sich verkleiden wie er wollte.

00:06:44: Jeder wusste direkt da könnte die Lächinas weil der hatte ja diesen riesen Zinke im Gesicht und den konnte er schlecht verkleidern.

00:06:51: Ja also er war manchmal in seinem ganzen Leben nicht der feinfühligste also vom Metzger über Soldat.

00:06:56: gut nicht ganz freiwillig.

00:06:57: dann war er Polizei und er ist dann irgendwann aus dem Dienst quittiert worden.

00:07:01: oder er hat den Dienst quettiert will ich mal so sagen.

00:07:05: Dann ist dann protokolliert weil er alles noch dabei hatte beim zurückgeben zwei sechs durch ihr Revolver, ein Dolchmesser, Schlagringen, Bleistock, Gummischlauch.

00:07:14: Ich sag mal was man halt so

00:07:15: braucht.".

00:07:15: Der Typ

00:07:16: war auch wohl nicht zimperlich.

00:07:17: wenn er mal irgendein Verbrecher mal doch zwischendurch aus versehen festgenommen hatte dann hat der schon ordentlich drauf gehauen.

00:07:25: Dann waren wir nochmal kurz wäschter bei der Bahn und hat sich dann aber beim städtischen Bezirksabdecker sage ich mal Ding festgemacht denn in Köln herrschten grauenvolle Zustände.

00:07:39: Ekelig gewesen sein.

00:07:41: Die Gölzchen hatten alle möglichen Arten von Haustiere, bevorzugt Schweine ab und zu ein paar Ziegen gut Hühner sowieso.

00:07:48: Und wenn die nicht gegessen worden sind sondern sonst sie verändert worden sind und man nicht wusste wohin damit hat Man die wieder einfach in den Reihen geschmissen oder direkt am rein einfach notdürftig verbuddelt.

00:07:57: Ja dann hatte sich da quasi selbstständig gemacht und sollte im Auftrag der Stadt die geeignetes Gebäude professionelle Tierkörperverwertung finden, das konnte er aber nicht erfüllen.

00:08:09: Weil langsam, langsam!

00:08:10: Wir haben ja dann das Problem gehabt sobald da rein ein bisschen gestiegen ist und diese notdürftig verbuddelten ekeligen Kadawa sind dann wieder nach oben geschwemmt worden und irgendeiner musste sich darum kümmern und das war der Bezirksabdecker in dem Fall Läschenaars

00:08:24: Genau.

00:08:24: also dann hat er eine zweite Karriere bei der Stadt begonnen.

00:08:29: die war auch sehr erfolgreich.

00:08:31: Er wurde dann Hundefänger

00:08:33: Das heißt, der hat in der Stadt die Hunde eingefangen.

00:08:36: Die zum Teil vermeintlich als Streuner unterwegs waren und er ist dann wirklich mit so einem Käscher hinterher gerannt, hat den Hund eingefangen und dann in eine Karre gepackt und dann mit nach Hause genommen.

00:08:48: Dabei fing er aber auch, soll ich mal, den ein oder anderen Haushund, der einen liebevollen Besitzer hatte.

00:08:54: Das ging dann also soweit, dass die Kinder in der Nachbarschaft immer wenn die Naas vorbei kam haben sich die Hunder alle weggeschäuzt damit sie nicht gefangen wurden.

00:09:03: Und Lächer Naas hat dann die Hunde halt noch eingefangen, wenn dazwischen mal der eine oder andere Pfeffi war, der auch irgendwie der Hochwohl geboren in ihr Seltschaft gehört hat.

00:09:11: Hat er dem wohl wieder freigegeben gegen ein entsprechendes Lösegeld durfte ihren Möb zurück haben?

00:09:16: Ja also dieser Umgang mit den Tieren, der war... Der rabiate umgang mit Tieren war wirklich stattbekannt!

00:09:24: Aber die Stadt war zufrieden mit Lerch's Arbeit und übertrug im Achtzehnundfünfundachzig zusätzlich noch das Amt des Schafrichters, welches er aber nie ausübte.

00:09:34: Hätte aber ein bisschen auch gut gemacht!

00:09:36: Der Junge, der war für so was hier gebrochen.

00:09:38: Ja, auf jeden Fall hat er diese Hunde gehabt... hat dann diese besagten Hunde in Gäfig gesperrt.

00:09:44: Wer es überlebt hat von Hund, hat auch nicht viel davon gehabt weil der wurde anschließend den Ofen gesteckt oder einen Topf gesteckt ausgekocht.

00:09:51: er braucht ja das Fett der Hunde für dieses besagte Wundermittel.

00:09:55: Ein kleiner Nebeneinwurf schon zu Lebzeiten wurde die lächelnaß irgendwie öfters mal für tot gehalten.

00:10:01: da hatte aber auch selber daran Schuld weil er hat nämlich sich schonmal einfach im Habsack bestellt hat sich anfängt ihn lassen und die Bedingungen seiner Beerdigung in der Kleidung und seine Leichtarte alles schon festzulegen.

00:10:14: Deshalb haben die Leute manchmal schon gedacht, er wäre schon tot.

00:10:17: Der war halt gut aufgestellt für sein Tod, der dann tatsächlich am dritten Mai, den sieben und achtzig Jahre alt hatte.

00:10:23: Kurioserweise ist er an Schwintsucht gestorben.

00:10:25: Wogegen sollte das Hundefett doch gleich noch wirken?

00:10:27: Ja

00:10:27: ja, das hat wohl nicht so ganz funktioniert.

00:10:31: Na ja gut, so ist das Leben halt.

00:10:32: Dann irgendwie Karma kriegt einen ja doch!

00:10:35: Und immerhin die Stadt war stolz auf ihren eifrigen Hundefänger, hat noch einen zoten Zettel veröffentlicht in dem Totenzell schon drin.

00:10:42: In Iben also ihm ist jetzt Leche Nas verliert die Stadt einen tüchtigen Beamten welcher stets bemüht war mit großem Eifer energisch seinen Dienst zu versorgen.

00:10:51: und das sagt doch schon einiges

00:10:53: Ja irgendwie willkommen irgendwie.

00:10:56: es funktionieren zwar keine Brunnen im Köln aber irgendwie jeder Jede hat irgendwie brunnen.

00:11:02: der leche nas hat auch im Brunne

00:11:05: Und zwar an der Wendlohrstraße, wenn ihr da mal hingeht.

00:11:07: Da ist das Bezirks-Rathaus des Bezirkes Ehrenfeld ihre Feld und direkt davor steht ein Brunnen-Pimal-Daumen drei Meter Fünfzig hoch und da kommen ganz viele Nasen raus.

00:11:18: Zwanzig dreißig Nasen kommen daraus und das ist der Brunnan zu Ehren des großen Zinkens von Lesche Naas.

00:11:25: Gut ich sage mal Ich beschließe diese Folge Wenn Ihr jemand um die Ecke kommen seht, der einen Käscher in der Hand hat und eine riesengroße Nase hat sperrt den Fifi weg

00:11:34: Weil ansonsten ist er nämlich fort und wird zu Schwinssuchtfett verkaukt.

00:11:40: Ich glaube für die Folgekriege richtig ärger, aber ich hoffe sie hat euch trotzdem gefallen.

00:11:45: Marte Tjod und pass auf eure Hunde auf Alav und tschüss!

00:11:49: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:11:50: und da wir natürlich absolut davon aussehen dass ihr durch der Podcast gefallen habt folgt ihr jetzt auch bei Spotify und zusätzlich

00:11:58: Noch auf der Webseite des Kölnlotsen, köln-lotze.de oder bei dem ganzen Social Media Gedöns Instagram, Facebook und wie sie alle heißen überall einfach Kölnnot zu gucken.

00:12:09: dann findet ihr uns!

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