Das Köln Ding der Woche - Die Titanic und der Kölsche
Shownotes
Das Köln Ding der Woche – Ein Kölner überlebt den Untergang der Titanic
Der Kölner Alfred Nourney starb im Jahr 1972 im Alter von 80 Jahren. Dass er überhaupt so alt wurde, grenzt an ein Wunder, denn er überlebte als Passagier den Untergang der Titanic.
Dabei war es ein großer Zufall, dass er überhaupt auf dem Schiff war, denn eigentlich sollte der Sohn einer reichen Kölner Weinhändlerfamilie nur bei amerikanischen Verwandten aus der "Schusslinie" gebracht werden, weil er als junger Mann ein Hausmädchen der Nourneys geschwängert hatte.
Mehr zu diesem kölschen Lebemann und seiner fast schon unglaublichen Geschichte in diesem Köln-Ding der Woche.
Ach ja, „Folgen“ un dat „Klingelche“ drücke, dann hat Ihr uns abonniert un verpasst och nix.
Alfred Nourney – ein Kölner überlebt den Untergang der Titanic https://www.koeln-lotse.de/2022/11/10/alfred-nourney-ein-koelner- ueberlebt-den-untergang-der-titanic/
Transkript anzeigen
00:00:11:
00:00:28: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:29: Es ist wieder soweit, hier sind der Frank und der Uli und wir haben wieder eine kölche Geschichte für euch ausgegraben.
00:00:35: Ja heute auf Wunsch von Uli gehen wir auf die romantische Seite unseres Strebens weil heute geht es um die Titanic Heute geht es um Rose und Jack.
00:00:44: Oder wie wir sagen würden, Berbelschen und Jupp.
00:00:49: Jetzt lachst du schon wieder!
00:00:51: Du hast dir unbedingt diese Folge gewünscht... ...und jetzt bekommst du sie auch.
00:00:55: Es geht heute über den Untergang der Titanic
00:01:00: Und natürlich um den Zusammenhang mit der schönsten Stadt der Welt Mit Gölö.
00:01:03: Was konnte dann irgendwie diese beiden Dinge zusammenbringen?
00:01:07: Das war tatsächlich ein Mann.
00:01:09: Aber fangen wir mal irgendwie mit dem Untergang an.
00:01:17: Und es macht auf einmal so ein bisschen pengen, auf diesem Riesen-Kutter und die Eiswürfel in den Whiskygläsern klingeln ein bisschen.
00:01:27: Was ansonsten mit Eisbar wusste man zu dem Zeitpunkt noch nicht aber die feine Gesellschaft am Apaklas oder Oberdeck haben dann einfach weiter gefeiert ohne zu wissen dass gerade mal zwei Stunden und vierzehn Minuten später der ganze Kutter blob abgesoffen ist.
00:01:43: Auf der Titanic waren insgesamt fifteenhundert, schieß mich dort, vierzehn Passagiere.
00:01:48: Bei dem Unglück kamen tausend fünfhundviertzehn passagiere ums Leben und siebenhundert zwölf Menschen überlebten das Umblick unter ihnen der Kölner Alfred Nornei, der sich aber ich will mal sagen aus ... Der war eine Strunzebückel.
00:02:01: ja also er hat sich gerne angegeben.
00:02:04: Er hat sich dort unter dem Pseudonym Baron Alfred von Drachstedt.
00:02:09: Und jetzt
00:02:09: gucken wir uns diesen Alfred Nurnay alias Baron Alfred von Drachstedt man ein bisschen genauer an.
00:02:17: kam aus einer reichen Göllner Weinhändler-Familie, geboren in den letzten Jahrzehnte und hat dann auch seinen Reichtum erst mal raushängen lassen.
00:02:26: Er war so ein bisschen so ein Dandy der Typ und er hatte dann auch ein bisschen krachen lassen.
00:02:29: Hat unter anderem in dem Jahrzehnhundert zwölf schon den Flugschein gemacht.
00:02:34: Und da gibt es sogar einen Zeitungsausschnitt noch zu wo beschrieben wird wie er seine Prüfungen macht.
00:02:38: Der heißt das nämlich dann in einem Zeitungsartikel vom Januar zweiteren.
00:02:43: So dann bestieg einer seiner Kölner Schüler, Alfred Nonay den Aeroplan nahm die Kurven sehr kurz und schnell und landete im Gleitflug.
00:02:53: Das war wohl schon irgendwie so eine echte Dendi-Typ.
00:02:56: der hat ein ganzes Leben im Gleihtflug geführt denn auf einmal wurde der Jungen verklappt er musste weg der muss daraus aus gölle.
00:03:04: ja der hat nämlich das Haus Mädchen Geschwängert soll er geschwängern haben.
00:03:09: Also, er war nicht nur ein bisschen im Gleitflug in seinem Leben sondern auch Fütchensfühler.
00:03:14: also er hat gerne den Damen aufs Bett geholfen und musste dadurch aus der Schusslinie gebracht worden und sollte zu amerikanischen Verwandten
00:03:23: gebracht werden.
00:03:35: auf dieses Schiff drauf.
00:03:36: Allerdings, der Jungen wollte ein bisschen krachen lassen und hat sich dann Baron Alfred von Drachstedt genannt und hat einfach mal sein Ticket in Upgrade sich selbst gegönnt und war auf einmal Passagier der ersten Klasse.
00:03:49: Ja!
00:03:49: Und unter den Millionären... Da führte er sich gegenüber Kölner natürlich Brudel wohl, hatte es richtig raushängen lassen und so telegrafierte er vom Bord aus an einem Tag vor dem Unglück noch an seine Mutter.
00:04:01: Liebe Mutter Ich bin so glücklich auf meiner ersten Klasse.
00:04:05: Ich kenne schon sehr nette Leute, einen brillanten König!
00:04:08: Mr Astor einer der reichsten Amerikaner ist ein Bord.
00:04:10: Tausend Küste Alfred.
00:04:12: Das war aber nicht das einzige Telegramm.
00:04:14: was er gescheht hat es eigentlich viel interessanter.
00:04:16: Ja das hat er seiner Freulein Jarkonskar geschickt.
00:04:20: Wir gehen jetzt mal davon aus dass es sein Hausmädchen mit Tresse die ihr da ehrenlos geschwängert hast.
00:04:26: Da schreibt er ihr Drahtlosenkuss in Liebe Alfred
00:04:31: Und auch sonst hat der das Schiff wirklich genossen, das Leben auf dem Schiff und ist da rumgeklettert überall.
00:04:36: Der hat eigentlich alles sich angeguckt, weil er dort auf den Schiff gehabt hat.
00:04:38: Er ist überall rum geklettert, auch da wo er gar nicht hin durfte... ...und hat einfach alles nur angeguckt.
00:04:42: Der war sehr technikverliebt.
00:04:43: auch und unter anderem hatte er eine Treppe entdeckt.
00:04:47: die war eigentlich nur für das Personal gedacht als schnelle Verbindung zwischen den einzelnen Etagen.
00:04:53: Die sind immer Decks glaube ich.
00:04:55: Zwischen einzelne Decks und das wird später noch wichtig dass diese Eisentreppe wusste genau wo die ist.
00:05:02: Ja und am Tag des Unglückes dienierte der junge Herr Nornei zunächst im Speisesaal der ersten Klasse und danach im Rauchersalon.
00:05:09: bei ein paar Whiskeys hat er es dann irgendwie raushängen lassen, dass er der Beste ist und hat eine runde Britsch gespielt.
00:05:16: Da ist meine Frage Oli!
00:05:17: Ist Britsche so jetzt wie Klamayas?
00:05:18: Ist
00:05:20: ein bisschen anders, ein bisschen vornehmbar.
00:05:24: Das ist auch anders als sie beschreuen.
00:05:28: Nee, das ist anders.
00:05:28: Aber da hätte
00:05:29: mir auch eine kölische Nonai gespielt.
00:05:31: Der hätte
00:05:32: doch keinen Klammerjass gespürt.
00:05:35: Da glaubst du etwa einen Astor spielt Klammajas eher nicht.
00:05:38: Man weiß
00:05:38: es ja nicht!
00:05:39: Na gut auf jeden Fall, zwanzig vor zwölf fahre dann der Schiff ruckelte leicht weil es wurde ja dann wie bekannt ist von einem Eisbärsch gerammt.
00:05:46: Respektive der Schiffer hat den Eisbäsch herammt wenn man genauer nimmt.
00:05:49: durchgejugdet, schöckelte so ein bisschen und die Jungs haben mal kurz aufgehört.
00:05:53: Dann haben sie Wigga
00:05:53: Jesufe.".
00:05:54: Ja
00:05:54: das wollte auch gar keiner hören dass der Herr Norneider irgendwie mit einem unguten Gefühl irgendwie durch die Kabine gerannt ist und hat irgendwie gesagt hier hilfe hilfe helfe kommt Wasser rein haben die erst mal gesagt ja da ist ein Rohr geplatzt oder sowas ähnliches.
00:06:07: dann hatte er aber Eisbrocken entdeckt einen menschenleeres Deck und dann war er doch etwas sag ich mal verwirrt.
00:06:14: Aber der Nonai kannte natürlich alle Wege in diesem Schiff unter anderem diese Eisentreppe.
00:06:19: So konnte er nämlich dann durch die Eisentreppe genau rauf und ist dann oben aufs Deck gekommen, jetzt wird die Geschichte ein bisschen crude und da muss man auch mal ein bisschen überlegen ob das alles so stimmen kann.
00:06:30: Angeblich wird er mitgerissen und kann sich gerade noch an einem der Rettungsboote festhalten und sitzt da dran.
00:06:36: Das Boot wird zu Wasser gelassen
00:06:38: u.a.,
00:06:39: weil er ist reingefallen singt schön, ganz entspannt da irgendwie ein paar hundert Meter weiter.
00:06:48: Ja das ist richtig.
00:06:50: er ist dann quasi ganz alleine nicht ganz allein der SMR.
00:06:53: also ich sag mal dass die Rettungspotos noch nicht mehr voll besetzt und er sagte mal dazu als sie Titanic nun wirklich sank.
00:06:58: das dauerte eine ganze weile.
00:07:00: das donnete rums als sie sich auf den Kopf setzte und weg war sie.
00:07:03: und dann kam die schlimmste Zeit.
00:07:05: es sind ja nach etwa tausend Leute mit dem so runter.
00:07:08: dann trieben die im eiskalten Wasser und schrieben um Hilfe und das war wie einen sirenen Ton.
00:07:14: aber ich glaube nicht, dass sie ihn das nachhaltig wirklich irgendwie geprägt hat weil er ist tatsächlich auf dem Rettungsboot mal entspannt eingeschlafen und sein Rettungspot war auch tatsächlich eines der ersten welches von der berühmten Kapathia also der erste Dampfer der zum Unglücksort kam was von denen aufgenommen worden ist.
00:07:32: und da war der feine Herr schön fein raus und hat sich dann entsprechend am Deck der kapat.
00:07:39: Ja, da hat er sich wirklich daneben genommen.
00:07:40: Da soll er nämlich nach Erzählungen einen ganzen Stapel decken sich genommen haben weil ihm war es ja kalt dem feinen Herr und die anderen Passagiere konnten schön frieren.
00:07:49: Aber der feine Herr hat noch mehr gemacht, er hat nämlich anschließend dann mal nachdem der Kutta gesunken ist immer seine Versicherung angerufen und gesagt oder die Versicherung von der White Star Line angerufen.
00:07:59: Er hätte ja erhebliche materielle Verluste erlitten und diese materiellen Verluster waren wirklich schon erhebig!
00:08:05: Ja also er soll acht Anzüge dabei gehabt haben zwei Abendanzüge, zwei Jagdanzügen wofür auch immer man die auf der Titanic und in Amerika braucht.
00:08:13: vier Mänkel, vierzig Oberhänden, fünfzehn Schlafanzüger, vierzehn paar Zehnt setz unterwäsche, vierzig Kragen.
00:08:22: Also ich sag mal Mariah Carey hat weniger dabei wenn die auf eine Welttournee geht.
00:08:29: Das spielt alles so ein bisschen komisch.
00:08:31: jetzt der Typ.
00:08:33: Ich würde ihn als leicht Halbseiten bezeichnen.
00:08:35: Das war alles nicht so ganz koscher, was er gemacht hat.
00:08:38: Er kam dann mit der Kapothea in New York an und ist wieder zurück.
00:08:42: Ist nach Frankreich.
00:08:43: Die Frau Laniakonska war auch Geschichte.
00:08:45: Die waren nicht mehr interessant für ihn.
00:08:47: Und ist dann wieder nach ... Wo ist er denn noch mal hingezogen?
00:08:51: Nach Bad Honnef ist er gezogen.
00:08:53: Hat noch Autorennen gefahren, hat für Mercedes-Benz irgendwie ein bisschen was verkauft... ...und hat eigentlich ein sehr glückliches Leben geführt!
00:09:00: Ja
00:09:00: im November two ... im Alter von achtzig Jahren verstorben und hat seine letzte Ruhestätte auf einem repräsentativen Fritos-Stück auf Milaten gefunden.
00:09:14: Das ist natürlich jetzt so.
00:09:15: eine Gölscher Jung, den eigentlich wirklich kein Mensch kennen würde mich jetzt wundern.
00:09:18: also alle die den vorher kannten mögen sich mal kurz melden dann falle ich nämlich wahrscheinlich tot um wenn das mehr als fünf sind.
00:09:25: Die Geschichte ist die einzige Verbindung die mir bekannt ist zwischen Gölge und der Titanik.
00:09:30: Ja, also mir auch.
00:09:31: Ich kannte den Alfred vorher
00:09:33: nicht.
00:09:34: Jetzt bin ich so gewundert!
00:09:35: Insofern diert auch Gölscher und Wormo Saren die insofern Karriere gemacht haben als dass sie einfach nur einen Schiffsunglück überlebt haben – ein ganz besonderes Schiffs-Unglück wohlgemerkt.
00:09:45: Er war der Jungen der Worsom BC.
00:09:47: Wormomo Saren eine viel Lupen
00:09:49: Das kann man so sagen.
00:09:50: Und jetzt haben wir zwar abschließend nicht geklärt ob auf dieses bescheuerte Tür Rose und Jack beide drauf gepasst hätten Da werden wir auch niemals eine Lösung für finden.
00:10:02: Ich sag ja, der hätte locker mal drauf gepasst wenn die mal ein bisschen zur Seite rutscht.
00:10:07: Mit diesen Borten würde ich sagen friert nicht so viel in Wasser.
00:10:10: und Mardit Jot.
00:10:11: Bei dem Gejaule von der Céline Dillon wäre ich auch vor den Brett gerutscht!
00:10:15: Vielen Dank Mardet Jot.
00:10:16: bis dahin bei beiden Tschüss!
00:10:28: Noch auf der Webseite des Kölnlotsen, köln-lotze.de oder bei dem ganzen Social Media Gedöns Instagram, Facebook und wie sie alle heißen überall einfach Kölnnot zu gucken dann findet ihr uns!
Herbert Kalter
‧