Das Köln Ding der Woche - Der Eigelstein und Stüverhoff
Shownotes
Der Eigelstein & dä Stüverhoff
Der Eigelstein ist gerade mal 570 Meter lang - und trotzdem eine der sagenumwobensten und ältesten Straßen in Köln.
Der Eigelstein war für die Römer eine der wichtigsten Verbindungsstraßen, später Heimat des ersten namentlich genannten Brauers in Köln, heute verkehrsberuhigt und quicklebendig.
Und vom Eigelstein kommt man in ehemals berüchtigte Bordellmeile "Stüverhoff" (Im Stavenhof).
Hier lebten und arbeiteten die Prostituierten mitten zwischen ihren Nachbarn. Mehr zu diesen ganz besonderen Straßen gibt es im heutigen "Köln-Ding der Woche".
Ach ja, „ Folgen “ un dat „ Klingelche “ drücke, dann hat Ihr uns abonniert un verpasst och nix.
Der Eigelstein–2.000 Jahre Geschichte auf 570 Meter Straße
https://www.koeln-lotse.de/2023/05/02/der-eigelstein-2-000-jahre-geschichte-auf-570-meter-strasse/
Berüchtigte Bordellmeile: Dä Stüverhoff (Im Stavenhof)
https://www.koeln-lotse.de/2023/03/18/beruechtigte-bordellmeile-daestueverhoff-im-stavenhof/
Das Lied „ Zoff em Stüverhoff “ der kölschen Band „ Kragenknöpp “ https://www.youtube.com/watch?v=NwvtKeydktI
Jürgen Zeltinger erinnert sich in seinem Lied„Stüverhoff“ mit Wehmut an die alten Zeiten:
Transkript anzeigen
00:00:11: Hallo zusammen, hier ist wieder das Kölnling der Woche und heute mit einer etwas schlüpfrigen Folge die euch der Uli und der Frank präsentieren.
00:00:37: Und direkt vorweg gesagt wir kennen uns nur theoretisch aus praktisch haben wir damit nichts zu tun.
00:00:44: Also eigentlich ist das mit der Schlüpfrigkeit, da kann Herr Frank gleich machen... Ich mache mal die historische ein.
00:00:49: Das war
00:00:49: klar!
00:00:49: Das war klart.
00:00:50: Etiät nehme ich jetzt he, um der Eilstein.
00:00:52: und wie das schöne Lied am Eilstein des Musik, am Eilenstein des Tanz, da packt die dicke Rieter der Friedo-Lied am
00:01:00: Tralalalala.
00:01:03: Schuldigung hatten wir nicht gesagt, wir singen nicht?
00:01:05: Ja,
00:01:05: dann waren wir auf einem Ton.
00:01:09: Der Eilstein.
00:01:10: Wahrscheinlich die berühmteste Straße Gold?
00:01:13: Ja, zumindest eine der, also Friedensstraße noch, Eilstein und da werden schon so die Topstraßen sein.
00:01:19: Gerade mal fünfhundertsiebzig Meter lang länger ist der Eil-Stein nicht.
00:01:23: Aber schmuddelig wie fünftausend siebenhundert Meter.
00:01:25: Und
00:01:26: gebalte Geschichte.
00:01:27: tatsächlich ist der Eihehlstein zweitausend Jahre alt.
00:01:30: das war nämlich die Verbindung zwischen dem römischen Golle Legionslager, Novasi... Okay, wenn man aber neu.
00:01:43: Das war die Verbindung zwischen dem römischen Gölne und dem röhmischen Legionslager Neuss.
00:01:48: Das heißt auf Lataan?
00:01:50: Auf Lataaan?
00:01:50: Das habe
00:01:50: ich vergessen!
00:01:51: Und auch mit dem Kastraveterer, das waren nämlich dann Xanten.
00:01:56: Und diese Straße, wenn man jetzt mal auf der Karte sieht, hat ganz genau anguckt, schnur gerade am Rhein parallel vorbei.
00:02:01: nachher macht er rein im Bogen da macht die Strasse umbogen und dass ist die direkte Verbindung und somit äußerst wichtig für die römische Stadt.
00:02:08: Und jetzt müssen wir schon überlegen, wieso heißt denn der Eilstein eigentlich Eilstein?
00:02:14: Das hat glaube ich nichts mit den Eigeln zu tun.
00:02:20: Also
00:02:22: die
00:02:22: gängige Erklärung wäre... dass der Eilstein sich von Adler herleitet.
00:02:26: Mein Römisch-Legionen, die haben immer den Adler als Symbol gehabt und das könnte man machen, Aquila.
00:02:34: Aber eigentlich kann da nicht sein... Die Franzosen während der Besatzungszeit nannten die Straße Rüde Legle also Straße des Adlers oder der Adlerstraße.
00:02:42: aber tatsächlich stimmt das eigentlich so nicht weil Das war früher eine der wichtigen römischen Gräberfelder.
00:02:51: Die Römer haben nämlich immer auf den Straßen hin zu den eigentlichen römische Städten, die Gräberger Felde an.
00:02:56: die Licht hat noch ein bisschen anderes Verhältnis zum Tod muss man sagen.
00:02:59: das war der Tod von mitten im Leben bei den Römern und deswegen wenn ihr in die Städte reingekommen bist egal von Norden Süden Osten Besten bist immer an den ganzen repräsentativen Grabstätten vorbeigekommen.
00:03:08: umso mehr Geld du hattest um so weiter vorne lagste.
00:03:11: da war bei den römern von entscheidender Bedeutung.
00:03:14: Die Grabsteine waren oft jetzt kürdet mit Pinienzapfen aus Stein geschmückt.
00:03:21: Das war der Zeichen der Unsterblichkeit und die Gölnerganten allerdings keine Pinionzapfeln haben gesagt, das sind Eicheln.
00:03:27: Und so kommt aus den Eicheln an diesem Weg.
00:03:30: Das waren die Eichlsteine und dann ist es nur noch ganz kurz bis man am Eicheltstein ist.
00:03:36: Wie komme ich jetzt von Eichlen
00:03:39: auf?
00:03:40: Ja wir sind noch nicht am Stühle auf.
00:03:43: Dann hat die Straße weiterhin Karriere gemacht, das war auch so the place to be im Mittelalter.
00:03:49: Das waren viele Antwerker und die hatten auch ordentlich Durst.
00:03:54: Am Eilstein gab es Im Verzeichnis der Stadt Göln im Jahr eighteenunddreißig achtzehn Brauereien Auf fünfhundertsiebzig Meter.
00:04:04: Respekt oder?
00:04:05: Da kann man echt mal sagen Die letzte Brauerei je nach Bier gebraut hat.
00:04:08: am Eilstein
00:04:10: Fass ich nicht, weiß ich echt nicht.
00:04:12: Kann ich nehmen?
00:04:14: Sonst würde ich da sagen...
00:04:16: Gaffel bevor die jetzt auf die Shellsickröber jagen sind.
00:04:19: Die haben tatsächlich noch einmal Heilstein gebraut.
00:04:21: Da ist heute ein schickes Hotel irgendwie Ich weiß gar nicht wie es heißt, irgendwie so ein Apart-Hotel.
00:04:25: Aber richtig, richtig schick!
00:04:27: Aber man kann immer noch gut weggehen am Eilstein... ...ich empfehle euch wenn man unterwegs ist unbedingt mal ins Weinhaus Vogel zu gehen.
00:04:34: oder auch der Kölschen Bohr.
00:04:36: Ist schon die Sechzehnsächsische gegründet da ist schon richtig weit hier backen.
00:04:40: Wenn wir dann den Eilsteinen weiter statt auswärts gehen kommen wir dann bevor wir zum Kölchen Bohr kommen links in eine sehr kleine Schnuckelige Gasse.
00:04:49: Ja das ist der Stafenhof oder wieder Kölsche Säte des Stühwerhof?
00:04:53: Und im Stüverhof ist Zoff.
00:04:55: Ja, im Stüberhof ist zoff!
00:04:57: Also ich sage mal so ab den fünftiger Jahren kann man so mal grob einschätzen brummte da der Bär weil das war nämlich die Straße der Prostitution.
00:05:08: Schöne Formulierung, was da brummte.
00:05:11: Ja,
00:05:11: man kann ja nicht alles so sagen.
00:05:13: Das war ein bisschen wie in St.
00:05:17: Pauli.
00:05:18: Da standen die ganzen Frauen rum und diese ärzkatholisch-fünfzigerjahre verpieften Männer mit ihren grauen Fetter.
00:05:27: und wie auch immer sprachen dann da junge oder nicht so junge Mädchen an weil nämlich es einen Gesetz gab.
00:05:35: ich glaube sie durften erst... bisens dreißig Jahre alt sein.
00:05:39: Das war so ein bisschen der besondere Ort, der Stüverhoff für die Prostitution.
00:05:44: Ihr müsst da mal hingehen und euch diese Gasse mal angucken.
00:05:46: Die ist sehr eng.
00:05:47: Da wird übrigens auch sehr viel Filme werden heute noch gedreht weil das hat einen typischen Gassencharakter mit Kopfsteinpflaster usw.
00:05:52: Da kann man sich schon gut vorstellen wie es aussehen hat dass sie Prostituierten auf der Straße gestanden haben und die Freier an den Quatsch haben.
00:05:58: Und da waren's tatsächlich eher älteren Damen.
00:06:01: Die jüngeren Damen waren an anderen Ecken enten unterwegs unter anderem natürlich in.
00:06:07: Das war in der Südstadt jede Türkneemie.
00:06:09: Da war das berühmte, ominöse Lokalfahrt da rein.
00:06:11: Das muss echt ein schlimmes Ding gewesen sein.
00:06:15: und natürlich die Brinkgasse.
00:06:16: Die Brinkgas im Friesenviertel war glaube ich so das Zentrum.
00:06:21: Der Plays to be!
00:06:23: Da ist richtig abgehangen.
00:06:25: Das Gute
00:06:25: ist ja weit vor unserer Zeit.
00:06:27: Wir können das gar
00:06:27: nicht.
00:06:33: Das war gar nicht mal so unbedingt irgendwie, der klar war Milieu ist mir schon klar und da waren auch die ganzen Prostituierten.
00:06:39: Aber die hatten ein anderes Verhältnis zu den Anwohnern und auch untereinander.
00:06:44: Da gibt es diesen schönen Bericht von der Zeitzeugin.
00:06:46: Ja,
00:06:46: sie sagt hier haben doch früher so viel Privatlöcky-Wund Da Handepenzi spielt und mir stundennevende Kinder, da hätt ich kein Mensch dran gestört.
00:06:54: Also das heißt so viel... Wir haben damals sind die Damen da anschaffen gewesen Und nebenan haben die Kinder gespielt Die Frauen haben ja welche rausgehangen und es hat überhaupt keinen Menschen gestört.
00:07:06: Also anscheinend lief es da wirklich schön sauber Weitest Sinn weit sauber ab.
00:07:11: also man hat sich dann nicht gegenseitig zerschlagen.
00:07:13: Das Gölzchen Milieu wird dafür gesorgt haben dass alles schön stickum bleibt Alles ruhig ist an der Stelle.
00:07:18: Es gab dann allerdings den ganz, ganz großen Ärger.
00:07:25: Ja was war denn
00:07:25: da?
00:07:26: Da hat sich die Stadt überlegt, wir wissen die Prostitution aus Trocknen und da gab es die ersten Überlegungen für ein Großbordell so aller Laufhäuser wie man das vielleicht zu dem Zeitpunkt schon von St Paulik gante.
00:07:38: Ja da hat man nämlich erstmalig über sage ich mal sowas ähnliches wie das Eros-Center nachgedacht Und dieses Großboteel wollte man ausgerechnet im Schlüferhof, damit die dann auch nicht so weit haben zur Arbeit.
00:07:50: Wollte man da irgendwie erbauen aber da gingen mal richtig die Post ab.
00:07:53: Also der ganze Eierstellen war entsetzt.
00:07:55: das war doch zu viel und gegen dies Vorhaben machte dann niemand geringer als der damalige Fahrer von St.
00:08:01: Ursula.
00:08:01: Der Paul Fetten machte da richtig Programmengegen und hatte sogar verlangt wenn das passiert dann müsste die heilige Ursula als Stadtpatronin abgesetzt werden ist die Stadt natürlich eigentlich nicht.
00:08:16: Klar, also wenn wir jetzt die heilige Osela und ihre elf Flammen tropfen, dann werden wir doch immer aus dem Wappen verlieren.
00:08:22: Das liegt ja gerade mal gar nicht.
00:08:24: Das Großmodell ist tatsächlich eröffnet worden, in zweiundsehntig war das Eros Center später Pasha heißt es heute?
00:08:29: Du weißt doch besser als ich.
00:08:31: Nee, Janik!
00:08:33: Ach, unter Ton-Techniker kennst du ja aus.
00:08:35: Das heißt tatsächlich Pasha wieder?
00:08:36: Also Eroscenter und dann die Pasha... Da ist in der Hornstraße, da ist eine ganz andere Ecke von Gölge Und das hat allerdings dazu geführt, dass dem Stafenhof so ein bisschen der Geschäft verloren gegangen ist.
00:08:47: Ja
00:08:48: Was man allerdings dazusagen muss, das war jetzt auch nicht alles so Das hört schon alles nach Lokalkolorit an und es ist alles total schön.
00:08:55: Letztendlich ging es da auch schwer zu Sachen.
00:08:58: Ich sag jetzt mal, da waren nicht jede von den Sexarbeiterinnen freiwillig abstaunen.
00:09:03: Die hatten alle irgendwelche Zuhälter und um da mal zu nennen dieses Chicago am Rhein war in den Siebzigern sehr groß.
00:09:11: Da machen wir aber mal eine gesonderte Folge drüber weil das muss man glaube ich ein epischer Breitemann... ...die angeblich Ehrenwertengängster die gar nicht so ehrenwert waren und ganz schön beschissen haben und geschlagen und brutal waren.
00:09:23: Aber dann machen wir wie gesagt eine eigene Folge darüber.
00:09:29: der Schlafenhof dann irgendwann gentrifiziert wurden.
00:09:34: So kann man das ausdrücken, ich sage wahrscheinlich zur Freude der Anwohner.
00:09:39: Das ist jetzt eine ganz schicke Straße geworden mit einem primierten Wohnhaus.
00:09:43: Das hat irgendwie sein Wort gewonnen.
00:09:47: Allerdings gibt es immer noch teilweise Prostitutionen, am Eigelstein zumindest.
00:09:55: Aber die Einwohner haben – was habe ich nochmal gegründet?
00:09:58: Ich glaube so eine Initiative.
00:10:02: Diese Initiative kümmert sich sehr um den Eiglstein und will da frischen Wind reinbringen und hat das auch zum Teil sehr gut geschafft!
00:10:09: Der Starvenhof selber, also der Stüverhoff hat es dann wirklich zur Promenenz gebracht.
00:10:14: Das werden regelmäßig auch Tatorte gedreht.
00:10:17: ich habe Szenen erkannt die von dem Münsterraner-Tatort da gedreet worden sind in der Kölner Tatocht und natürlich ganz großartig.
00:10:24: Willi Milovic als Gommisar Clevish hat da auch ermittelt im Stüverhof.
00:10:28: Also das ist jetzt schon eine richtig schöne schnuckelige Gasse und die als Filmkulisse sehr, sehr gerne genommen wird.
00:10:35: Jürgen Zeltinger sag ich mal der Azimint Niveau-Deplat hat ein sehr schönes Lied über den Stieferhof gemacht.
00:10:41: Das ist allerdings sage ich mal ne Coverversion von Lou Reed's Walk on the Wildzeit.
00:10:45: Da singt er unter anderem...
00:10:48: Wir wollten
00:10:48: doch nicht singen.
00:10:50: Mir traufe uns um zehn im Stüverhof, da saß zu mir Mensch was hann ich neu dann dropp und dann geht das immer so weiter bis er dann sagt Ich john wieder ob der stüverhoff mache mit den nächsten freie ob und die nutte singe.
00:11:06: So gesehen hat Der stüfer hoff wirklich eine gute karriere gemacht.
00:11:10: noch mal sagen von mutten viertel heute zur bevorzugten wohne gegend auch stark besungen.
00:11:14: Das schöne lied übrigens auch Im Stürferhof ist Zoff, natürlich auch in die Spotify Playlist mal rein hier.
00:11:22: Ja aber das Setting Alipso kann ich auch rein
00:11:23: tun.
00:11:24: Dann können wir das mal rein, könnt euch gerne mal anhören und wenn ihr da unterwegs seid geht da gerne mal hin, denkt dran!
00:11:29: Im Idealfall lauft ihr vom Dom aus los, weil dann geht ihr mit zweitausend Jahre Geschichte.
00:11:35: Mit jedem Meter den ihr weiter rausgeht, geht er praktisch in der Geschichte Göln weiter bis er dann irgendwann an die Eilstein-Turbo kommt.
00:11:41: Da endete das Mittelalterliche Gölnen und die Neustadt dahinter.
00:11:44: Das können wir euch gerne mal angucken oder auch einer von meinen Führungen mitmachen bei der schönen Führung, die da heißt... Zwei Kirchen und eine sündige Meile von St.
00:11:52: Ursula bis zu Sankt Angnes und der Lure-Morbde-Stüber auf.
00:11:56: Singst du da auch das karre Knöpplied?
00:11:58: Nee, ich lasse den laufen.
00:11:59: Im Stüberhof ist zoff, die Schmier ist da.
00:12:01: uns schenkt sie aus!
00:12:02: Ja aber das lass' ich laufen, ich singe das nicht.
00:12:04: Okay
00:12:05: alles gut.
00:12:05: Dann würde ich sagen mit dieser Werbung für den Uli berechtigten Werbungen vor allen Dingen schließen wir diese Folge und bleibt sauber.
00:12:15: Vielen Dank Madadiot!
00:12:16: Tschüss
00:12:17: Vielen Dank fürs Zuhören und da wir natürlich absolut davon aussehen, dass euch der Podcast gefallen hat, folgt ihr jetzt natürlich auch bei Spotify.
00:12:24: Und zusätzlich
00:12:26: noch auf der Webseite des Kölnlotsen, köln-lotze.de oder bei dem ganzen Social Media Gedöns Instagram, Facebook und wie sie alle heißen überall einfach Kölner Lotz gucken dann findet ihr uns!
Marile Oberwalleney
‧Josef Scharrenbroich
‧Kalla
‧