Das Köln Ding der Woche - Die Himmelssäule am Dom

Shownotes

Die Himmelssäule am Dom – 29 Jahre Unklarheit über den Stifter

Zehn Meter hoch, 62 Tonnen schwer – und trotzdem laufen die meisten achtlos daran vorbei: die Himmelssäule auf dem Roncalliplatz.

In dieser Folge des „Köln-Ding der Woche“ schauen Frank und Uli genauer hin – und stoßen auf eine herrlich kölsche Geschichte voller Rätsel, offener Rechnungen und einem Stifter, der plötzlich keiner mehr sein wollte. Jahrzehntelang wusste niemand so genau, wem dieses Kunstwerk eigentlich zu verdanken ist.

Erst nach 29 Jahren lichtet sich der Nebel – und plötzlich ergibt das Ganze doch noch Sinn.

Warum die Säule so lange im Schatten des Doms stand, was der Lions Club damit zu tun hat und warum Köln selbst bei Kunstwerken seine ganz eigene Dramaturgie entwickelt, erzählen wir euch in dieser Folge des „Köln-Ding der Woche“.

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Die Himmelssäule am Dom – 29 Jahre Unklarheit über den Stifter https://www.koeln-lotse.de/2024/05/17/die-himmelssaeule-am-dom-29-jahre-unklarheit-ueber-den-stifter/

Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions https://www.ym-productions.de/

Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo zusammen!

00:00:29: Es ist wieder Zeit für eine neue Folge vom Kölnding der Woche.

00:00:33: Ich muss heute mal ein kleines Geheimnis über den Uli Lüften, er wird es nicht gerne haben – das ist bisher aber kaum bekannt.

00:00:39: Der Mann ist ein absolut versierter Freaklima.

00:00:43: Wenn ich z.B.

00:00:43: Piazzen höre, denke ich höchstens an jemandem der die Märze von Pizza sogar nicht verstanden hat.

00:00:48: aber Uli weiß natürlich dass das eine spezielle Klettertechnik an Rissen und Kanton ist!

00:00:54: Und wenn er mal beiläufig fall lässt heute war ich wieder in einer echt gefährlichen Crux klingt das für mich eher nach einem Harry Potter Abenteuer aber für ihn ist es schlicht die Schlüsselstelle in einer Wand.

00:01:05: Aber sag mal Uli, an welchem Kölner Bauwerk hast du das bitte schön trainiert?

00:01:09: Klär uns mal auf meine Bergziege!

00:01:11: Also jetzt ist das Geheimnis raus.

00:01:12: Man nennt mich auch den Kölschen Spider-Man und ein bisschen stolz bin ich schon drauf... Mir gegenüber sitzt Frank Mausbach, einen Mann der den Gedanken des Lions Club Reserve also wir dienen wie kein anderer lebt.

00:01:29: Er isst aktuell nur District Governor des Lions Clubs Zollstock Aber schon bald Lions Zone-Chairpersonen vom Kölner Süden, dann Europa und dann kommt die Welt.

00:01:41: Und jetzt könnt ihr euch vorstellen um was es geht?

00:01:43: Zumindest die, die vielleicht ein bisschen sich in der Stadt auskennen.

00:01:46: Es geht also irgendwas um Lions und irgendwas ums Klettern?

00:01:51: Genau!

00:01:51: Weil meine kleine Bergziege klettert oft etwas das sich die Himmelsäule am Rang Caliplatz nennt.

00:01:59: Wenn ich mit meinen Gruppen unterwegs bin Dann bin ich natürlich immer am Dom unterwegs und auch am Dormhotel.

00:02:05: Und auch am stillgelegten römisch-germanischen Museum, am Heinzelmännchenbrunn und was weiß ich nur alles.

00:02:12: also rund um den Roncalliplatz kann man viel Zeit verbringen.

00:02:15: Und mitten auf dem Roncallip Platz steht so ein Ding!

00:02:18: Das ist eine zehn Meter hohe Säule.

00:02:21: Ich versuche die meistens zu schlappern.

00:02:22: Also ich mache da jetzt nichts proaktiv dazu weil ich die Geschichte ein bisschen krude finde rund um diese Säulen.

00:02:28: Aber ab und zu wird man mal gefragt.

00:02:30: Und dann muss man mit der Geschichte um die Ecke

00:02:32: kommen.".

00:02:32: Ja, das ist eine durchaus kuriose Geschichte hinter diesem Kunstwerk.

00:02:37: Im Mittelpunkt steht Der Lions Club und unbezahlte Rechnung.

00:02:42: In dem Jahr hier in Köln ist der Zeitalter der Popper-Schulterbolster Lederschlipsträger.

00:02:48: mit Aktenkoffern hielt der Lions Club Deutschland eine Versammlung im Kölner Ab.

00:02:53: Wer jetzt beim Lions Club an einen Fanclub vom Musical der König der Löwen denkt, ist natürlich auf dem völlig falschen Dschungelfahrt unterwegs.

00:03:01: Der Lions Club International ist eine Institution mit mehr als eins Komma vier Millionen Menschen die sich weltweit in fast Fünfzig Tausend Clubs organisiert haben.

00:03:12: Allein für Köln, listet die Website der LineClubs ca.

00:03:16: fifteen Clubs auf.

00:03:18: Unter dem Motto Reserve also wir dienen engagieren sich die Lines bei sozialen und kulturellen Projekten.

00:03:26: Als vierundachtzig die Geschichte hier war wollte man auch ein kulturelles Ausrufezeichen setzen und hat gesagt Wir müssen was Bleibendes schaffen So etwas wie eine Skulptur, die mitten in der Stadt aufgestellt wird, die man gut sehen kann.

00:03:40: Das war die Idee von dem Lions-Distriktgründer Günther Hoon.

00:03:44: Der hat das Ganze an OB Burger geschrieben!

00:03:48: Das war kein Zufall, dass er ausreichend den Burger eingeschaltet hatte weil der Burger ist ebenfalls Mitglied bei den Lions und was es auf einmal hinget, in der ich statt Jans Flott.

00:03:58: Am neunzehnten September kamen da Schreiben an den Oberbürgermeister.

00:04:01: am siebten Oktober kam es zu einem Vorgespräch mit dem Künstler Heinz Mack, der übrigens auch Lions-Mitglied war.

00:04:09: Der das ganze Ding gestalten sollte.

00:04:12: Ja, Heinz Mack ist ein deutscher Bildhauer und Maler und war zusammen mit Ottopine in der Mitbegründung der international renommierten Künstleregruppe Siro.

00:04:23: Wer kennt sie nicht?

00:04:24: Mack sollte im Auftrag des Lions Club also dieses Kunstwerk erschaffen welches als sichtbares Zeichen von uns Lions in die Stadt Köln ausstrahlt.

00:04:33: Der gewünschte markante Platz war sehr schnell gefunden.

00:04:36: Das Kundwerk sollte wo sonst auf dem Roncalli-Platz fast direkt am Dom platziert werden.

00:04:41: Den Beteiligten war auch klar, dass diese exponierte Lage eine besondere Herausforderung darstellte der Künstler Heinz Mack.

00:04:49: im offiziellen Lion Magazin sagte er dazu ja es ist eine künstlerische Provokation gewesen.

00:04:55: die besondere Einladung etwas unmittelbar vor dem Dom zu stellen war die eigentliche Herausforderung.

00:05:02: Der Dom in seiner architektonischen und strukturalen Macht hat mich gefordert.

00:05:07: Was war seine Antwort?

00:05:08: Seine Antwort war die Kolumne Procayelo, also die Himmelsäule!

00:05:14: Das ist ein ... zweiundsechzig Tonnen schwerer zehn Meter hoher Granitblock der mit waagerechten Rillen versehen ist... Und jetzt gönnt die Idee... Oben sind die Rillens?

00:05:28: etwas weiter voneinander entfernt.

00:05:30: Unten sind die Rille etwas enger nahe beieinander.

00:05:33: Wir packen auch Bilder davon übrigens in die Show-Nots und das soll symbolisieren, dass das Gewicht von oben nach unten drückt.

00:05:41: Und ähm...

00:05:43: Die Beziehung zum

00:05:45: Dom hat der Mack wie folgt definiert Der Dom besteht aus tausenden unzählbar vielen Steinen.

00:05:52: Die Stähle also unsere Himmelsäule ist ein einziger Stein.

00:05:56: Diese eine steht den vielen gegenüber.

00:05:59: Umgekehrt können sich die vielen

00:06:00: Steine

00:06:00: durch den einen repräsentiert sehen.

00:06:05: Durch dieses Gewicht, also wie viele waren es?

00:06:07: Zweiundsechzig Tonnen stellte das natürlich auch sage ich mal ein Problem da weil das Ding musste ja auch irgendwie dahin.

00:06:15: so mussten unter anderem auf Statiker aufwendig prüfen ob der ausgewählte Platz der Himmelssäule den überhaupt tragen konnte weil darunter liegt nämlich die Tiefgarage am Ron Kaliplatz.

00:06:27: Nach dieser technischen Hürde genommen wurde, warb Oberbürgermeister und Leihensmitglied Dr.

00:06:33: Norbert Burger beim Domkapitel und im Rathestadt Köln um Verständnis mit Erfolg.

00:06:38: am vierundzwanzig-Main-Ninzehundert.

00:06:40: Vierundachtzig nahm die Stadt die Schenkung der Leihenz dankend an.

00:06:43: Nun einmal zum Zeitablauf, das muss man sich mal vorstellen.

00:06:45: in Kölnen gehen nämlich manche Dinge flott.

00:06:48: also Der Leihendistik-Günder schreibt am neunzehnten September Nineteinachtzig an Burger Burger führt am siebten Oktober-III.

00:06:57: ein Vorgespräch und schnauzt die Bauts, so schnell ging's.

00:07:01: Am vierundzwanzigsten Mai-Vierundachtzig wird die Schenkung der Lions angenommen.

00:07:05: Also war ja Pimal Daumen halbes Jahr, wo das ganze Ding hier durchgejuckelt worden ist.

00:07:10: Jetzt wird es aber ein bisschen undurchsichtig also nebelig denn in den neunundzwantig Jahre gab es Unklarheit über den Stifter.

00:07:19: Wundert man sich jetzt bei dem ganzen Gedöns vorher Denn grundsätzlich hätte damit ja alles gut sein können.

00:07:25: Das Dingstand war ausgerichtet, die Einwahl im Standkurs bevor alles gut.

00:07:28: Doch aus damals noch unerklärlichen Gründen distanzierten sich der Vorstand der Kölner Lions wenige Stunden vor der feierlichen Übergabe von dem Kunstwerk.

00:07:39: Konkrete Hintergründe waren lange nicht bekannt.

00:07:42: Erst ein Gespräch mit Ulrich Stoltenberg, dem Chefredakteur, dem Pressesprecher des Deutschen Lions bringt Aufklärung!

00:07:49: Der hatte mich damals angeschrieben, als ich das erste Mal dazu recherchiert hatte und nachgefragt hatte.

00:07:54: Und er hat gesagt Es ist folgendes passiert.

00:07:57: Ich zitiere den Ulrich Stoltenberg.

00:08:19: Problem war nur, die Kasse vom Lions Club war leer.

00:08:22: und da der Lions Club zu dem Zeitpunkt damals aus dreißig Mitgliedern bestand hätten sie alleine den Beitrag aufbringen müssen.

00:08:31: Nichtsdestotrotz, das Ding war ja angefertigt.

00:08:33: Ich muss es dir auch aufgestellt werden bzw.

00:08:35: war ja schon fast eingeweiht.

00:08:37: Die Lösung war den Betrag dann auf viele Schultern zu verteilen.

00:08:40: so legte der Leins Deutschland zusammen Der betrag wurde noch im jahren aus hier und achtzig bezahlt.

00:08:45: Stoltenberg war auch initiator einer neuen plakette die den stifter eindeutig benannte

00:08:52: die allerdings erst zwei tausend breitzehn angebracht worden ist weil vorher war alles noch ein bisschen nebulös.

00:09:00: Was Heinz Magda zu sagt, im Lion wieder dem offiziellen Magazin vom Lionsklapp?

00:09:06: Jahrelang gab es eine Unsicherheit in dem Sinne.

00:09:09: Die Skulptur hat irgendwas mit uns Lions zu tun.

00:09:12: Viele andere hatten das auch schon so empfunden.

00:09:14: Da kam aber schon die Frage auf ob die Lions wirklich stolz auf dieses Werk sind und sich damit identifizieren können.

00:09:20: Ja wir zum Mittlerweile schon, aber da war erst mal neunundzwanzig Jahre Ruhe bis man die Plakette richtig angebracht hat!

00:09:26: Und noch dat ist doch irgendwie wie der typisch Gölsch Das Ding wird bestellt, wurde aufgestellt und dann hat man sich überlegt wer bezahlt die Rechnung eigentlich.

00:09:34: Jetzt muss man aber dazu sagen diese Granit Säule ist im Auf jeden Fall beständig und da kommen wir wieder zu unserem Spider-Man hier gegenüber Und auch recht rau und griffig.

00:09:43: daher nutzen viele Frikleimer jahrelang die Säulen als Kletterobjekt.

00:09:48: Der Künstler Mack sieht diese Zweckentfremdung allerdings völlig gelassen.

00:09:52: Wir haben in Köln eine Hochschule für Sport und die jungen Leute klettern dort mit ihren Zehnfingern hoch, zerstören aber nichts.

00:09:59: Dieser Garnit hält aus!

00:10:01: In zehn Metern Höhe angekommen postieren sie sich und lassen Fotos machen.

00:10:05: Das ist natürlich eine liebenswerte Geschichte.

00:10:07: Ich habe überhaupt nichts dagegen einzuhen.

00:10:09: Wobei

00:10:09: ich jetzt auch sagen muss... Ich hab seit Ewigkeiten keine Frühkleimer mehr dran gesehen.

00:10:13: Also früher waren die regelmäßig jedes Wochenende da, jetzt habe ich schon seit Jahren keinen mehr gesehen.

00:10:17: Ich bin mir nicht ganz sicher ob die Stadt das vielleicht noch unterbunden hat oder

00:10:20: so.

00:10:20: Wir haben das aufgehört weil du die Todesroute alleine einschafft hast und jetzt haben alle keine Lust.

00:10:26: Ja

00:10:27: kann man ja verstehen.

00:10:29: Insofern wenn ihr in der Stadt seid geht mal auf den Roncalli-Platz guckt euch das Ding an!

00:10:33: Ihr seht auch die Plakette.

00:10:35: Die ist jetzt nicht riesig die Plakkette aber man sieht sie.

00:10:37: also Lions Club steht dazu ein bisschen klein.

00:10:42: Vielleicht packe ich das Ding doch mal in die Führungen rein.

00:10:44: Die Geschichte ist ja irgendwie doch ein bisschen kölschisch.

00:10:46: Und da kannst du noch meine Frage zum Schluss mit reinpacken,

00:10:48: bitte

00:10:49: welches bekanntes Denkmal über ein kölisches Original wurde vom Lions Club Köln mitfinanziert?

00:10:57: Milowitsch!

00:10:58: Nein, Hans Süper!

00:11:00: Ach

00:11:00: tatsächlich?!

00:11:01: Das Ding soll's da?

00:11:01: Werder-Mittala-Straße-Dreiener-Reitzin-Inselts

00:11:04: Da haben die Lions Europa Euroren gesteckt.

00:11:06: Oh so ein Plakett dran.

00:11:08: Da sind ganz viele Plaketten da, ich weiß aber nicht.

00:11:10: Wahrscheinlich auch eine Leidenschaft.

00:11:11: Falls es einer von euch weiß, gebt uns gerne mal die Infos.

00:11:15: Wir packen alles was wir gesagt haben, inklusive Bilder nochmal in die Show Notes.

00:11:18: guckt da gerne mal rein, guckt euch die Rillen von dem Ding an und klettert aber nicht rauf.

00:11:23: Das ist eher statt.

00:11:24: nur etwas für mich Aber ich bin ja auch

00:11:26: Profi Nur für Profis.

00:11:27: Vielen Dank!

00:11:29: Bleibt uns gewogen.

00:11:30: Hört weiter schön diesen Podcast Und bis dann

00:11:34: Tschüss

00:11:34: zusammen.

00:11:37: Das war die neuste

00:11:39: Folge vom Köln-Ding der Woche und ich hoffe es hat euch gefallen.

00:11:43: Wenn ja, folgt uns auf Instagram und Facebook und auf TikTok.

00:11:49: da sind wir unter das Kölner Ding zu finden.

00:11:52: auch auf PolyG sind wir natürlich zu finden weil es da unseren Podcast gibt und auf Spotify Apple RTL Plus überall da wo's Podcast gibt.

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