Das Köln Ding der Woche - Das Mahnmal "Der Rosa Winkel"
Shownotes
Es ist erstaunlich: Selbst Urkölsche kennen den „Rosa Winkel“ nicht, obwohl sie schon hundertmal daran vorbeigelaufen sind. Die Rede ist vom „Mahnmal für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus in Köln“ am Rheinufer, direkt an der Hohenzollernbrücke. Seit 1995 erinnert der „Rosa Winkel“ an die Verfolgung homosexueller Menschen durch die Nationalsozialisten. Der Ort des Mahnmals ist nicht zufällig gewählt: Dieser Ort war früher ein beliebter Treffpunkt. Die ganze Geschichte dazu und auch, warum sogenannte „Kameradschafts-Ehen“ vor der Verfolgung schützen konnten, erklären Frank und Uli in diesem Köln-Ding der Woche.
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Der „Rosa Winkel“: Das Mahnmal für die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus in Köln https://www.koeln-lotse.de/2026/02/20/rosa-winkel/
Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions https://www.ym-productions.de/
Transkript anzeigen
00:00:10: Das Kölndingen der Woche.
00:00:14: Der Podcast zur schönsten Stadt der Welt.
00:00:17: Präsentieren euch, der
00:00:19: Uli und
00:00:20: der Frank!
00:00:28: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Kölnedingendewache.
00:00:31: Und heute sprechen wir über das Mahnmal für die schwulen- und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus in Kölnen.
00:00:38: Die ersten Worte der heutigen Folge haben wir dem ehemaligen Bundesjustizminister und späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann reserviert.
00:00:45: Im Jahr neunundsechzig sagte er, das Strafrecht ist nicht dazu da die Moral zu schützen sondern die Rechtsgüter des Einzelnen und der Gemeinschaft zu sichern.
00:00:56: diesen historischen Satz sollten wir in dieser Folge unbedingt im Hinterkopf behalten.
00:01:00: Heinemanns Zitat setzte einen neuen Ton, als es um die Überarbeitung eines zutiefst ungerechten Gesetzes ging.
00:01:07: Eines Gesetzes das von dem Moralvorstellungen des neunzehnten Jahrhundert aus der Zeit des Kaiserreichs geprägt war und es dauerte sage und schreibe hundertundzwanzig Jahre bis es schließlich vollständig abgeschafft wurde.
00:01:20: Kaum bekannt ist dieses Gesetz ist eng mit einem unscheinbaren Denkmal am Rhein verbunden.
00:01:26: Wir sprechen vom Rosa Winkel-Mahnmal und von Paragrafen Hundertfünfundsiebzig.
00:01:31: Dieser Paragraf hat in seiner viel zu langen Geschichte unermessliches Leid verursacht, Hetze, Verleumdung, Selbstverleutnung, Angst – auch den Tod!
00:01:42: Das Mahnmal erinnert an die dunkelste, die schlimmste Zeit in der Geschichte des Paragraphes Hundert Fünfundsebzig.
00:01:49: Dieses
00:01:50: Mahnmal hat einen extrem prominenten Platz.
00:01:53: Das steht direkt am Rhein-Ufer, fast direkt am Fuß der Hohenzollernbrücke.
00:01:58: Also das ist ein Platz da rennen täglich hunderttausend Leute vorbei und trotzdem wird dieses Mahn mal kaum beachtet und selbst
00:02:05: Urkölsche
00:02:06: Kennt es nicht.
00:02:06: Wenn ich auf den Führungen dann schon mal dahingehe und den Leuten das zeige, frage ich, hast du schon mal gesehen?
00:02:11: Nee!
00:02:11: Wie oft bist du hier schon vorbeigegangen?
00:02:13: Hundertmal.
00:02:14: Das ist wirklich kurios.
00:02:15: Dieses Mahnmal sieht aus wie ein Dreieck, eine rosa Dreiecke aus Granit ungefähr, so einen Meter siebzig hoch rechts und links mit schwarzen weiteren Dreiecken eingefasst.
00:02:30: Warum drei?
00:02:31: kommen wir gleich noch zu und steht halt extrem prominent da unten am Rhein-Ufer.
00:02:36: Und es steht auch bereits seit nineteen neunzig da, also man kann nicht sagen das Ding ist jetzt irgendwie neu oder so.
00:02:41: Es ist eine ganz ganz ganz erstaunliche Geschichte.
00:02:45: Das Ding mal selber wurde beim der Cologne Pride Eingeweiht, ganz kurios auch.
00:02:52: Damals ein sehr umstrittener Auftritt von Oberbürgermeister Burger wie Gander mit der Schwulen und der Indianen und so.
00:02:58: jetzt kam dann aus der Stadtgesellschaft.
00:03:01: Wenn man das mal auf die heutige Zeit spiegelt wenn der CSD in Köln ist und die jeweilige Oberbürgermeisterin wäre nicht dabei wäre das undenkbar.
00:03:10: also Gott sei Dank haben sich die Zeiten da schon wirklich positiv verändert.
00:03:16: Die Vorgeschichte des Denkmals beginnt bereits im Jahr, und wie in Köln nicht untypisch verlief auch dieser Prozess nicht ohne Reibungen.
00:03:32: Auslöser für seine Idee war eine Ausstellung des Arbeitskreises Schwule Geschichte Köln, die in deiner Zeit unter dem Titel verführte Männer stattfängt.
00:03:41: Sie widmete sich dem Leben homosexueller Männer in Kölns zwischen den Jahren und der Jahre.
00:03:47: Drei Jahre später wurde schließlich ein Wettbewerb zur Gestaltung des Denkmals ausgeschrieben.
00:03:52: Besonders kritisch diskutiert wurde dabei wie Ulrich schon sagte der sehr prominente Stankort.
00:03:58: Der Standort ist nicht zufällig gewählt, das ist ganz ganz gezielt an dieser Stelle.
00:04:03: Denn da wo das Denkmal steht heute war früher eine öffentliche Toilette und in Zeiten als Homosexualität noch unter Strafe stand musste man sich entsprechende Treffpunkte aussuchen, wo man halbwegs gesichert anonym Männer treffen, also Männer-Männer treffen konnten und das war ein öffentlicher Toilettenwahn dafür sehr beliebt.
00:04:26: Zudem gibt es noch einen Aufgang in der Rohnzollernbrücke, da kann man sich die Blechtür mal angucken, die direkt neben dran ist.
00:04:33: wir verlinken ein paar Bilder an die Show Notes rein.
00:04:35: Da ist eine Blechthür heute mit Graffiti verschmiert Und da ist ein Treppenaufgang und der war ebenfalls so bisschen dunkel, da konnte man dann auch entsprechende Praktiken ausüben ohne dass man direkt gesehen worden ist.
00:04:48: Deswegen ist dieser Aufstellungsort Ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
00:04:52: Weil wir reden immer noch über eine
00:04:54: Straftat!
00:04:56: Von der Idee bis zur Einweihung waren, wie schon erwähnt einige Hürden zu nehmen.
00:05:01: Und das in'inneunzig wurde nach einer Stellungnahme des NS-Dokumentationszentrums die ursprüngliche Idee von O.B.
00:05:09: Norbert Borger verworfen.
00:05:10: Die bestehenden Gedenktafel der Juden sind die und Roma an der Kölner Messe um die Deportation von Homosexuellen zu erweitern da diese nicht mit der dort Erinnertenmassendepotation vergleichbar sei.
00:05:22: Es hätte auch ehrlich gesagt gar keinen Sinn gemacht.
00:05:24: Also ist es eine ganz andere Art der Verfolgung gewesen und das dann irgendwie gleichzusetzen, hätte ich auch als schwierig empfunden.
00:05:31: Das zweite war es wurde dann zwei neunzeig zwane neue runde im rat gedreht wie machen wir mit dem ding immer weiter?
00:05:38: Und dann ging's nochmal um die frage Wie nennen wir das Ding eigentlich?
00:05:42: Es war die Idee zu sagen es ist ein Denkmal nicht für schwule und lesbische sondern für homosexuelle Menschen.
00:05:50: Da haben sich die Grünen durchgesetzt und gesagt, das haben nicht wir zu bestimmen.
00:05:53: Das ist Aufgabe des Künstlers zu sagen wie das Ding dann an Ende genau heißen
00:05:57: soll.
00:05:57: In drei Jahren wurde eine Ausschreibung unter zuvor vorgeschlagenen Künstlerinnen und Künstlern durchgeführt.
00:06:05: Nach grundsätzlichen Widerstand legte der damalige Landschaftsarchitekt des Rheingartens den Aufstellungsort fest, was wiederum eine erneute Ausschreibung erforderlich machte, da sich die Entwürfe an dem neuen Öchtlichkeit völlig anderen Voraussetzungen orientierten.
00:06:24: Am Ende lagen dann im Februar fourenneinzig elf Entwürfe vor und dann hat eine Fachjury entschieden.
00:06:30: Und entgegen dem Rat des Kunstbeirates der Stadt Köln wurde dieses Denkmal, so wie es ist übrigens gegen die Stimmen der CDU aufgestellt, um sie in den Beschluss wurde gefasst, es entsprechend aufzustellen.
00:06:44: Bis Juni nineteen-neunzig wurden dann insgesamt dreißigtausend neunhundert Demark an Spenden gesammelt.
00:06:50: Aufstellung und Fundament des Mahlmahls wurde teilweise gesponsert bzw.
00:06:55: von städtischen Stellen übernommen.
00:06:57: Die Kosten der Steinmetzarbeiten trug die Stadt nur teilweise.
00:07:01: Nachdem der Dombau-Hückensteinmetz seine Zusage zurückgezogen hatte, wurde das Mahlmalen dann endlich im Juni nr.feuerlich feierlich eingeweiht.
00:07:12: Wenn ihr euch da vorstellen würdet jetzt und euch das Ding mal anguckt, dann seht ihr dass es ein rosa dreieck ist.
00:07:18: Deswegen heißt das ding auch rosawinkel Und auch das ist nicht zufällig.
00:07:22: genau wie der aufstellungsort ist nicht zufällig gewählt Ist auch dieser rosawinkl nicht zu fällig gefällt weil In den konzentrations lager in der nationalsozialisten wurden die heftlinge gekennzeichnet Die haben entsprechende Abzeichen Merkmale keine ahnung wie man's am besten nennt an den KZ-Heftlingsuniformen getragen.
00:07:43: Das waren dann entsprechend farblich gekennzeichnete Winkel und da gab es einen schwarzen Winkel, dann gab's ein grauen Winkel Und es gab natürlich auch den Judenstern.
00:07:52: das sind zwei ineinander gesetzte Winkel übrigens nach Verständnis der Nationalsozialisten.
00:07:57: Es gab den Rosa-Winkel, also ein Rosa Dreieck aufgenäht auf die entsprechende Heftlingskleidung.
00:08:02: Er wieder in der Brust oder am Arm und diese entsprechenden Kleidungen mussten die Homosexuellen tragen was natürlich auch noch eine zusätzliche Ernietrigung im Konzentrationslager nach sich führte.
00:08:15: Diese Geschichte mit dem Rosa Winkel ist ein bisschen in Vergessenheit geraten.
00:08:19: heute ist eigentlich die Regenbogenflagge so das Symbol der Homosexyllen Die Skulptur von dem Künstler, die hat der Künstlern Achim Zinkern so beschrieben.
00:08:35: In der Skulpture entsteht eine Korrespondenz zwischen den keilen.
00:08:40: Druck
00:08:40: Gegend Ruck und Reibung sind Voraussetzungen für den Gesamtzusammenhalt.
00:08:44: Wird einer der Keile entfernt, verliert mindestens ein anderer den Halt.
00:08:48: das Gefüge wird zerstört.
00:08:49: Wenn man sich das Ding anguckt, wird einem das klar was damit meint.
00:08:52: Das ist ein großer Keil Ein Winkel zwischen zwei grauen Winkeln.
00:08:56: wenn da einbergnimmensfeld hat ganze Dinge sich zusammen Oben eingeschlagen Ist die Inschrift Tod geschlagen Tod geschwiegen Den schwulen und lesbischen Opfern des Nationalsozialismus.
00:09:09: Insgesamt wurden In den Konzentrationslagern im nationalsozialistischen Unrechtsregime ungefähr zehntausend homosexuelle Männer inhaftiert.
00:09:19: Die Hälfte davon wurde ermordet, so eine Schätzung von einem Soziologen namens Rüdiger Lautmann.
00:09:25: Die Nationalsozialisten haben homosextuelle Massive verfolgt.
00:09:30: Eine Möglichkeit der Verfolgung zu entgehen war die sogenannte Kameradschaftsehe oder Heirat vor dem Gesetz.
00:09:40: Das ist passiert, da haben homosexuelle Männer... Frauen geheiratet, in der Regel dann Bittfrauen oder sowas.
00:09:48: Die
00:09:49: entsprechende Absicherung in den Sozialversicherungen gesucht haben und diese homosexuellen Männer waren dann abgesichert weil die eine Ehe vor dem Gesetz oder eher vor der Welt eingegangen sind.
00:10:00: damit waren beide Seiten einen Vorteil entsprechend.
00:10:04: ich habe eine Anzeige gefunden.
00:10:07: Da ist genau das drin, also eine Partnerschaftsanzeige wo jemand das sucht und da sind bestimmte Kotwörter drin.
00:10:12: Da wusste jeder Bescheid was gemeint war.
00:10:14: Ich zitiere die Anzeige Kameradschaftsehe Ingenieur?
00:10:18: Fortzig Jahre alt Suche die Bekanntschaft einer Dame zwecks Heirat vor der Welt.
00:10:24: Wohnsitz in Köln da.
00:10:25: ihr eigenes Büro kann aber eventuell verlegt werden.
00:10:28: Auch Witwe mit Kind welche mich versteht Anschrift an, Schiffre sowieso tralala.
00:10:36: Und da sind direkt dreimal ist die Kodierung drin.
00:10:38: Kameradschaftsehe?
00:10:40: Heirat vor der Welt und Welche mich versteht!
00:10:43: Da wusste jeder was gemeint war an dieser Stelle.
00:10:45: Das ist wirklich erstaunlich.
00:10:49: Der Paragrafhundertfünfundsiebzig des Strafgesetzbuches aus dem Kaiserreich ist eng verbunden mit diesem Mahnwahl.
00:10:57: Und jetzt mal ein großes Dank an Antonia Frinken.
00:11:00: Sie hat sich mit der Geschichte des Paragrafen Hundertfünfundsiebzig auseinandergesetzt und uns erlaubt, ihre Zusammenfassung hier zu veröffentlichen.
00:11:07: Der Paragrafhundertfümmen-Siebzig des Strafgesetzbuches galt von Achtzehnhunderteinundseinhalbzig bis Neunzehnteinhundertvierundneunzig und bezog sich auf sexuelle Handlungen zwischen Männern.
00:11:18: Im Nationalsozialismus wurde er im Jahr neunzehnundzeißig verschärft, waren bis dahin bei Schlaf ähnliche Handlungen strafbar.
00:11:25: so droht nun Haftstrafen für das Blocher anschauen oder berühren.
00:11:30: Während dieser Paragraf in der DDR zunächst auf unterschiedliche Weise Adakta gelegt wurde, bestand er in der Bundesrepublik bis zur ersten Reformierung in der Fassung von nr.
00:11:40: neunundsechzig fort.
00:11:42: Die Große Koalition unter Bundeskanzler Kiesinger hob das Totalverbot gleichgeschäftlicher Handlungen zwischen Männern auf – aber homosexuelle Prostitutionen und Ausnutzung von Dienstverhältnissen und Machtgefällen standen weiterhin unter Strafe.
00:11:56: Das Schutzalter für homosexuelle Handlungen zwischen männlichen Personen lag zudem bei einundzwanzig Jahren und war somit höher als für heterosexuelle Handlungen.
00:12:04: Eine weitere Reform des Paragrafen Hundertfünfundsiebzig erfolgte im Jahr neunzehntundertdreien-Siebzig unter Brand.
00:12:11: Da ging es darum, dass man das Alter heruntergesetzt hat.
00:12:14: Auf einmal war das Schutzalter nicht mehr einundzwanzig Jahre sondern achtzehn Jahre und erst... Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!
00:12:21: Neunzehnhunderteinhundertvierundneunzig!
00:12:24: Erst nineteenhundeteinhundertvierundeunzig?
00:12:26: Das ist ja noch nicht so lange her wurde der Paragraf Hundert Fünfundsebzig ersatzlos gestrichen.
00:12:32: Also es hat bis nineteenhundert vierundneunzig gedauert und das ist wirklich erstaunlich.
00:12:36: Und ich kann mich noch gut dran erinnern an das Thema mit dem Paragraf hundertfünfundsiebzig, weil bei meinen Eltern wurde das Wort schwul ja nicht verwendet.
00:12:44: Das gab's nicht!
00:12:45: Es gab wahrscheinlich auch keinen Schwul in deren Vorstellung.
00:12:48: allerdings als Schifre haben die verwendete der isst im Mai geboren oder der hat am siebzehnten fünften Geburtstag.
00:12:55: Als Kind habe ich das natürlich nicht verstanden, was soll das bedeuten?
00:12:58: Und das war natürlich klar!
00:13:00: Siebzehnter Fünfter, Paragraf hundertfünfundsiebzig... Oder im Mai geboren, siebzähnter Fünf, da sind wir wieder da.
00:13:06: Das heißt es war ein Tabuthema dass meine jetzt katholischen Eltern da auch so nie darüber geredet hätten.
00:13:13: Der Bundestag beschloss gegen die Stimmen von CDU, CSU und FDP.
00:13:18: Die Aufhebung der nationalsozialistischen Unrechtsurteile.
00:13:23: Und damit auch die Rehabilitierung unter dem Paragraf im Hundertfünfundsiebzig verurteilten.
00:13:31: Nachfolgende Anträge zur Rehabilitation der Verurteilten nach ¼ wurden bis zehntin abgelehnt.
00:13:38: Als alle verurteilte, deren Sexualpartner seinerzeit sechzehn Jahre oder älter waren, rehabilitiert wurden.
00:13:45: Zahlreiche Opfer des Paragrafen hundertfünfundsiebzig erlebten die Rehibilitationen von zweitausendzwei beziehungsweise zweitausendsehnten jedoch nicht mehr.
00:13:55: So und heute!
00:13:57: Leider erleben wir, dass wir in vielen Bereichen wieder große Schritte zurückmachen.
00:14:03: Hasskriminalität aufgrund sexueller Orientierung nimmt erneut bedenklich zu und das längst nicht nur durch einzelne gesellschaftliche Gruppen.
00:14:12: auch international verschärft sich die Lage weiter.
00:14:15: In Ländern wie den USA Russland Ungarn Uganda und in vielen arabischen Staaten nimmt die Homophobie spürbar zu und auch die Gesetzgebung.
00:14:25: Im Übrigen ist im FußballwM-Austragungsland des Jahres zwanzigvierunddreißig Homosexualität ebenso wie Transgeschlechtlichkeit gesetzlich verboten.
00:14:35: Im schlimmsten Fall droht sogar die Todesstrafe und ehrlich gesagt von der FIFA bin ich jetzt nichts Besseres
00:14:43: gewohnt.
00:14:43: Ich hätte auch nix anderes erwartet, denn
00:14:45: auch Katar war als Austragungsort kaum besser.
00:14:49: Köln gilt nach Berlin als zweitgrößter Queer- oder Hotspot in Deutschland und zählt europaweit zu den Top Ten.
00:14:56: Doch selbst hier nimmt Diskriminierung wieder zu, um bei Gustav Heinemann zu bleiben – überholte Moralvorstellungen schlagen allzu oft den gesunden Menschen verstand!
00:15:05: Und plötzlich scheint es wieder auf Wog zu sein das eben nicht mehr jeder Jäg anders ist….
00:15:10: Heller von Sinnen sagt er einmal, Köln ist für mich die Stadt der totalen Anarchie der Herzen.
00:15:15: Hier darfst du alles sein solange du kein Spielverdauer bist!
00:15:19: Damit wir dahin zurückkehren reicht es allerdings nicht aus im Karneval einem schwulen Dreigeschirm zuzujubeln und das nach der Session ganz schnell wieder zu vergessen.
00:15:29: Denn wer den anfängt und lasst uns das viel beschworene kölsche Gefühl nicht nur fühlen sondern auch leben.
00:15:35: Ich finde es auch sehr dramatisch, dass auf Schulhöfen das Wort Schwul als Schimpfwort gebraucht wird und das anscheinend total normal ist.
00:15:45: Dass man andere einfach mit einem Schimpftwort bezeichnet.
00:15:51: Zurück zum Rosa Winkel Wenn ihr in der Stadt unterwegs seid geht da unbedingt mal vorbei.
00:15:56: Also man kommt ja fast automatisch da vorbei.
00:15:59: Man sieht's auch.
00:16:00: wenn man weiß wo man hinguckt sieht mans auch Und es lohnt sich unbedingt das Ding anzugucken.
00:16:05: Leider ist der Rosawinkel nicht immer im besten Zustand.
00:16:09: Die Ecke da unten ist auch nicht die beste Ecke unserer Stadt.
00:16:12: Da steht schon mal Müll rum, das Ding ist ein bisschen besabbelt.
00:16:15: Da würde ich mir wünschen, dass vielleicht die Patenschaft durch die Zauberflöten mal ein bisschen stärker ausgeübt wird.
00:16:21: Die Zauberglöten ist eine Männerchor, die die Pattschaft über das Ding übernommen haben.
00:16:26: Ich würde mir wünschen, dass sie vielleicht ab und zu mal da vorbei gehen.
00:16:29: Liebe Zaubernflöte!
00:16:30: Wenn ihr das hört – ich hatte euch schonmal das Angebot per E-Mail gemacht – sagt Bescheid, ich komme auch gerne mit einem Eimer Wasser unter Wurzelwürste vorbei und wir machen das zusammen.
00:16:39: Ansonsten einen wunderschönen Tag.
00:16:41: Wir wünschan Euch alles Gute.
00:16:44: Pist die Regenbogenflagge, alles ist gut.
00:16:47: Bis dann, bye-bye, tschüss!
00:16:52: Das war die neuste Folge vom Kölnding der Woche und ich hoffe es hat euch gefallen.
00:16:58: Wenn ja folgt uns auf Instagram
00:17:01: und Facebook
00:17:02: und auf TikTok.
00:17:03: da sind wir unter das Kölneding zu finden.
00:17:07: auch auf PolyG sind wir natürlich zu finden weil es da unseren Podcast gibt RTL Plus, überall da wo es Podcast gibt.
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