Das Köln Ding der Woche - Der Herr der Brücken

Shownotes

Schon die Fööss haben sie besungen:

Ich ben en kölsche Bröck üvver die halv Kölle jöck Ich hald‘ minge Puckel hin für üch he am Rhing

Es geht um die Brücken in unserer Stadt. Manchmal Ärgernis, aber unverzichtbar. Und zu Gast in unserem Podcast-Studio ist Marc Neumann, den man tatsächlich als "Herr der Kölner Brücken" bezeichnen kann. Denn: Marc kennt sich mit den Brücken Kölns aus wie kaum ein anderer. Er hat „konstruktiven Ingenieurbau“ studiert und ist heute bei der Stadt Köln im Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau tätig. Dort betreut er die Kölner Brücken, die über den Rhein führen und die der Stadt Köln gehören.

Mit ihm haben Frank und Uli in diesem Köln-Ding der Woche über die aktuellen Herausforderungen bei den Brücken und die Historie dieser Bauwerke gesprochen.

Links:

Ein paar Fragen an: Marc Neumann - der „Herrn der kölschen Brücken“ https://www.koeln-lotse.de/2026/01/15/ein-paar-fragen-an-marc-neumann-der-herr-der-koelschen-bruecken/

Kölner Brücken https://www.koeln-lotse.de/koelner-bruecken/

Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions https://www.ym-productions.de/

Transkript anzeigen

00:00:10: Das Köln-Ding der Woche.

00:00:14: Der

00:00:14: Podcast zur schönsten Stadt der Welt.

00:00:17: Präsentieren

00:00:18: euch der Uli und

00:00:20: der Frank.

00:00:28: Ich begrüße alle Kölner und Nicht-Kölner, die an dem heutigen Tag, an dem sie diese Folge hören, auf einer der Kölner-Berücken im Stau stehen.

00:00:38: Ich weiß, es nervt, man ist schlecht jelau und das Jehoope, die anderen Lückjohnen im Obdenerbe, alles klar.

00:00:44: Aber der Ausblick, der ist doch so schön.

00:00:48: Damit die eure Stauwartezeit mal richtig sinnvoll nutzt, sprechen wir heute über die Brückenkölz, deren Bauweise, welche die baulich die anspruchsvollste ist und natürlich welche die schönste ist, zumindest subjektiv betrachtet.

00:01:01: Mir gegenüber sitzt einer der wenigen Kölner, der sich seine komplette Wohnung im Kölner Brückengrün gestrichen hat.

00:01:08: Unser Hobbystatiker, Hobbyhistoriker und Eisenbiger Uli.

00:01:13: Mir gegenüber sitzt der Mann über dessen Buckel half Gölöyök.

00:01:19: Der Mann, der hat ein Kreuz wie die Deuzer Brück.

00:01:23: Derjenige, der verbindet die Schälsig mit der links-reinigen Seite der Brückenbauer

00:01:29: Frank.

00:01:31: Und wir machen das ganze Spektakel heute, aber nicht alleine, denn wir haben uns absolutes Fachpersonal eingeladen.

00:01:38: Unser Gast.

00:01:40: Den wir jetzt schon länger kennen und mit dem wir auch kegeln gehen und schon so manches Bier getrunken haben, kennt sich mit den Brückenkölns aus wie kein anderer.

00:01:50: Er ist unser Freund, der Herr der Brücken, der lebe Marc.

00:01:55: Hallo Marc, schön, dass du da bist.

00:01:57: Wir sind ganz gespannt, was du uns höchst verzählst.

00:02:01: Ihr Lieben, da freue ich mich doch heute Abend bei euch sitzen zu dürfen und ich hoffe, dass ich dann halt eben mit all meiner fachlichen Expertise euch ins Erstaunen setzen werde.

00:02:11: In

00:02:11: deinem XYNG Profil steht drin, dass du konstruktiven Ingenieurbaustudiert hast.

00:02:17: Was ist das?

00:02:18: Schön erstmal, ich wusste ja nicht, dass ich bei XYNN überhaupt was drin hab, aber konstruktiver Ingenieurbaus heißt ja nichts anderes als wie... dass ich ein bisschen was von den Konstruktionen, ob im Hoch- oder im Tiefbau eigentlich Ahnung haben sollte.

00:02:32: Wobei ich habe das Ganze jetzt ein Stück weit spezialisiert in den letzten Jahren.

00:02:35: Es ist dann doch eher der Tiefbau und da im Speziellen der Brücken.

00:02:39: Moment, Tiefbau und Brücke, was heißt das?

00:02:41: Die Brücke ist auch über den Fluss, das ist dann kein Tiefbau, weißt du denn?

00:02:44: Ja,

00:02:44: das ist halt eben immer so dieses Maleur, was man halt eben erklären muss.

00:02:48: Der Hochbau, da kannst du eigentlich sagen, das sind alles, alles da, Häuser.

00:02:52: Parkhäuser.

00:02:53: Alles das was nach oben gebaut wird.

00:02:56: Die Brücken gehören mit zum Tiefbau, weil die Brücke ist kein Selbstzweck.

00:03:00: Die Brücke kommt immer im Zuge von der Straße.

00:03:02: Ansonsten bräuchte man sie nämlich nicht.

00:03:04: Und das ist der klassische Tiefbau.

00:03:06: Das habe ich nicht gewusst.

00:03:08: Das habe ich auch nicht gewusst.

00:03:09: Und die Hörer, die das wussten, mögen sich mal bitte melden.

00:03:12: Die müssen sich aber glaubhaft versichern, dass sie das wirklich wussten und nicht nur nachblabern hier.

00:03:17: Bevor wir aber hier sage ich mal so tief wie möglich im Tiefbau in die Brücken reingehen, möchte ich mal eins vorher klatschen.

00:03:24: Wir werden jetzt hier nicht so mega kritische Fragen stellen.

00:03:27: Die können wir uns ja alle denken und so, weil wir wollen ja hier keinen in Schwierigkeiten bringen.

00:03:32: Das heißt, wir sind nett zu unserem Markt.

00:03:35: den ja auch weiter in Lohn und Brot halten.

00:03:38: Weil, der hat nämlich einen Job, der ist nämlich bei der Stadt Gölln beschäftigt.

00:03:43: Richtig,

00:03:44: richtig, ich bin der freundliche Kollege, der dafür Sorge tragen darf, da das irgendwie über die Brücken, über die Rheinbrücken, über jeht.

00:03:52: Und da kommen wir doch schricks.

00:03:52: und zum ersten Punkt.

00:03:54: Wenn wir sagen Stadt Gölln und Brücken, können wir nicht über alle Brücken heute sprechen, weil du bist nicht für alle Brücken zuständig.

00:04:01: Ausschließlich die reinen Querungen sind da mein Ding unten.

00:04:04: Da aber auch nur diejenigen, die der Stadt zu hundert Prozent gehören, die anderen so ein bisschen fragmentös.

00:04:10: Aber da gibt es vier, die mir besonders am Herzen liegen.

00:04:13: Ja, dann würde ich sagen, dann zähle sie doch mal

00:04:15: auf.

00:04:16: Mensch, das ist ja... Ja, gerne doch.

00:04:18: Da im Norden beginnen wir immer mal mit der Mühleheimer Brücke.

00:04:20: Und die wird dann gefolgt im Süden von der Zoobrücke oder Stadtautobahn.

00:04:24: Da sagt man, bis man sich dann nicht so ganz sicher, wie man sie immer nennen will.

00:04:27: Ich nenne sie mal Stadtautobahn, mal Zoobrücke.

00:04:29: Ich kenne die nur unter Zoobrücke.

00:04:31: Also da gibt es aber ganz unterschiedliche Ansichten.

00:04:35: Das ist die mit den Blitzern, die jahrelang nicht funktioniert.

00:04:38: Ja, die

00:04:38: sind jetzt ja zum Glück abgebaut, dann kommt man auch gar nicht mehr in Bedrängnis.

00:04:42: Dann haben wir die Deuzerbrücke.

00:04:45: Und dann kommt noch dieselbe uns Brücke.

00:04:47: Das sind die vier, die der Stadt zu hundert Prozent gehören.

00:04:49: Das heißt auch, das sind auch die vier Brücken, über die wir heute in aller Detailliertheit bis auf die dritte Nachkommensstelle sprechen werden, richtig?

00:04:56: Da

00:04:57: freuen wir uns doch gemeinsam.

00:04:58: Die nächsten sechs und ein halb Stunden werden wir lustige Aufnahmen

00:05:01: machen.

00:05:01: Vielleicht fangen wir mal so an, wenn du so morgen in das Amt für Brückentunnel und Stadtbahnbau kommst.

00:05:08: Wie beginnt dein Arbeitstag?

00:05:10: Rechner an.

00:05:13: Dann sich Heulen ganz die Mehlschlicht Richtung Thekische begeben, Kaffeewasser holen, Kaffee aufschütten.

00:05:21: Währenddessen ist der Rechner hochgefahren und dann...

00:05:24: Kaum ist es dreizehn Uhr?

00:05:25: Sollte man auch langsam über den Mittag nachhändig.

00:05:28: Also es ist ein durchaus bescheidener Tag, vormittags die Pflicht, damit das die Kühe.

00:05:32: So ist eigentlich das Gang und Gebe.

00:05:34: Wie viel Zeit verbringst du auf dem Brücken selber?

00:05:39: Auf dem Brücken selber, dadurch, dass ich ein ordentlicher Sessel-Pupser geworden bin, ist es nicht mehr ganz so häufig.

00:05:44: Wir haben in erster Linie bei Baustellen, dann sind wir häufig auf dem Brücken selber drauf für Ortseinsichten.

00:05:51: Wir haben auch viele Dinge in dem Brücken drin, was Dritter angeht.

00:05:54: Da hast du schon noch Ortstermine.

00:05:56: Aber das meiste geschieht tatsächlich am Rechner, also direkt.

00:06:00: am Schreibtisch.

00:06:02: Das ist ja beruhigend, dass die Stadt Köln dann doch Rechner

00:06:05: auch hat.

00:06:05: Doch, wir haben Rechnung, wir sind da sogar sehr gut ausgestattet, muss ich sagen.

00:06:10: Aber ja, aber das gehört mit zum Tagesgeschäft.

00:06:12: Man muss nicht immer nur auf der Brücke rumtun.

00:06:14: Es ist aber nicht nur Verwaltung.

00:06:16: Wie gesagt, es ist ein konstruktiver Ingenieur.

00:06:18: Und wir sind da schon dann sehr handfest auch am Rechner unterwegs.

00:06:22: Sind denn diese Konstruktionspläne der Brücke, die du ja auch begutachten musst, sind die denn alle digitalisiert?

00:06:29: Ich kann mir das kaum vorstellen.

00:06:31: Ich würde mal sagen fragmentös.

00:06:33: Das ist so ein bisschen, so ein bisschen ist es dann halt eben auch so ein nennen wir es Umbruchphase.

00:06:38: Also wir sind da vor Papierformat noch nicht ganz weggekommen, haben auch schon ganz schön viel schon digital auf dem Rechner drauf, aber sind dann natürlich ganz am Ende, aber sind auf einem guten Weg.

00:06:49: Aber jetzt sehen wir mal die Müllhammer Brücke, wie sieht denn so ein Plan aus, wenn ich den ausfalte, ist der genauso lang wie die Brücke am Ende?

00:06:55: Nee, dadurch dass wir ja Maßstabsgetreuer und halt eben Zeichnungen haben, sind die dann ein bisschen etwas kleiner, aber ich habe im Büro, habe ich von einem Müllhammer Brücke, habe ich tatsächlich ein Stück weit die Brücke hängen und der Lappen ist in einem ganz herkömmlichen Maßstab, der ist zweieinhalb Meter lang, unten Meter breit.

00:07:13: Da ist also schon ein ordentliches Ding und das ist die ganze Abwicklung von der Brücke drauf.

00:07:16: Das ist dann rund ein Kilometer Brücke auf zweieinhalb Metern.

00:07:20: Ist das im Moment auch so?

00:07:22: die Gewichtung, dass die Müllheimer Brücke bei dir im Büro hängt als Starschnitt, so wie früher Madonna und wird versichert, der Markt, die Müllheimer Brücke hängt?

00:07:33: Ist das im Moment so die arbeitsintensivste Brücke für euch?

00:07:36: Ja, insofern.

00:07:38: Die Baustelle schon seit Jahren existiert.

00:07:41: Wir machen das ja auch mit Absicht, dass da halt eben auch möglichst viel auch wahrgenommen wird von.

00:07:46: Deswegen braucht das alle ein bisschen was länger.

00:07:49: Aber

00:07:50: wahrgenommen wird heißt, ihr wollt möglichst viel auf einmal erledigen und nicht siebzehnmal anfangen.

00:07:53: Wir wollen möglichst, dass die... Öffentlichkeit möglichst viel mitbekommt davon, dass wir da was tun.

00:07:57: Und deswegen müssen wir das Ganze ein Stück weit in Länge ziehen.

00:08:00: Nein, Spaß beiseite.

00:08:01: Also, das ist halt schon ein hohes Augenmerk, was wir da drauf legen, aber das ist ja nicht nur die Mühlenhauer Brücke, die jetzt gerade gesamt entstandgesetzt wird, so nennen wir das ja.

00:08:11: Das ist schon wirklich von null auf hundert.

00:08:14: Das Ding ist hinterher wieder für hundert Jahre sicher, wenn man es denn ordentlich unterhält.

00:08:19: Die ganzen anderen Rheinkwerungen, die müssen laufen, sind dann auch noch ein Stück weit immer unterhalten werden.

00:08:24: Da gibt es wie vor ein paar Wochen mal auf der Deutzer Brücke eine neue Farbandecke auf der Südseite.

00:08:29: Da gibt es mal irgendwelche Bewegungsfugen, die ersetzt werden müssen an der Säwerensbrücke hier, da dort.

00:08:34: Da ist immer einiges zu tun, hat nichts mit dem Umfang zu tun, wie bei der Mühlenhaber Brücke.

00:08:39: Das kommt erst tatsächlich dann auch in den Jahren danach.

00:08:43: Beider selbst Brücke und dann bei der Zoo Brücke und dann bei der Deutzer Brücke oder in welcher Reihenfolge auch immer.

00:08:51: In dem Umfang auch, wie es gerade da passiert.

00:08:55: Ab wann ist denn so der Punkt, wo man sagen würde, jetzt da bauen wir besser neu.

00:09:01: Du musst ja im Rahmen, wenn du die ganzen Planungen machst, dann machst du tatsächlich schon eben so ein Versuchs in die Zukunft zu gucken.

00:09:07: Also was musst du alles investieren?

00:09:09: Wenn du das Ding am Leben halten möchtest.

00:09:11: oder was musst du da verstärken, Entstand setzen?

00:09:14: und wie teuer ist das, nennt man hinter kapitalisierte Kosten, guckst ganz einfach, ist eine Kalkulation über die Jahre hinweg und da setzt so eine Zahl gegenüber, wie teuer wäre der Neubau.

00:09:24: Und wenn der Neubau deutlich günstiger wäre als so eine Entstandensetzung, dann sollte man sich Gedanken machen.

00:09:30: Aber

00:09:30: da kann der Denkmalschutz ins

00:09:31: Spiel, oder?

00:09:31: Der Denkmalschutz ins Spiel ist dann sowieso ja ein Politikum.

00:09:34: Du reißt nicht einfach mal halt eben irgendwo so so so.

00:09:37: Wahrzeichen ab.

00:09:38: Und da haben wir ja dann doch schon ganz schön viele jetzt dann von oben rein.

00:09:42: Das ist dann halt eben eher was, was in der Politik dann auch entschieden werden würde.

00:09:47: Aber das war jetzt immer ja Gott sei Dank noch nicht.

00:09:48: Wir können es ja noch reparieren.

00:09:50: Ja, genau.

00:09:50: Dann lass uns doch mal in die Mühlheimer Brücke quasi einsteigen.

00:09:54: Die Mühlheimer Brücke ist ungefähr wie lang?

00:09:58: Ungefähr ein Kilometer.

00:09:59: Ungefähr ein Kilometer.

00:10:01: Wobei über den Rhein selber sind so rund Vierhundertfünfundachtzig, knapp fünfhundert Meter.

00:10:06: Also da ist immer so ein ganzer Brückenzug.

00:10:08: Die Brücke an sich, das da übern Reihen geht, das sind nur mehrere Hundert Meter.

00:10:12: Aber die Brücke an sich, das ist ein Brückenzug.

00:10:14: Das sind die Vorlandbrücken, die zählen wir mit dazu und da ist es in der Summe ein Kilometer.

00:10:19: Der Frank hat mir ein Zettel drüber geschoben, da steht drauf, das wäre eine Hängebrücke mit Ortotropenfahrbahnträger.

00:10:27: Fahrbahnplatte.

00:10:29: Das ist ein Stahl.

00:10:34: Stahlblech, wo drunter Längs- und Quersteifen angebracht sind, auch aus Stahl, die haben etwas mit dem Bewegungs- und Ausdehnungsverhalten.

00:10:43: Schade, das

00:10:43: ist alle nicht sehen könnt.

00:10:45: Er erklärt es uns gerade mit den Händen.

00:10:49: Das kriegen wir noch geregelt.

00:10:50: Auch die Hände werdet ihr gleich irgendwo spüren können.

00:10:55: Das wird schön.

00:10:56: Also nochmal, es ist auf jeden Fall eine Hängebrücke, das kann man sich gut vorstellen.

00:10:59: Es ist

00:10:59: eine echte Hängebrücke sogar, eine echte Kabelhängebrücke, ja, da muss man dazusagen, es gibt auch unechte.

00:11:04: Und da haben wir allerdings die erste, die es gab in dieser Atemweise, natürlich in Köln.

00:11:09: Ja, sehr verständlich und auch die schönste und die tollste.

00:11:11: Sowieso.

00:11:13: Wann ist die denn gebaut worden, die Müller-Mabrück?

00:11:16: Die erste, neunster, sieben, zwanzig bis neunzwanzig, ne?

00:11:19: Das war bei dieser unechte Kabelhängebrücke vor dem Krieg und nach dem Krieg ist ein Fünfzig wieder was... eingeweiht worden.

00:11:26: Sehr schön halt eben auch.

00:11:27: Der Adenauer hat als OB und der Adenauer hat als Bundeskanzler eingeweiht.

00:11:32: Das hat er ja ganz gerne gemacht hier im Kölner Raum.

00:11:34: Man könnte sich doppelt sehen lassen.

00:11:36: Das kann man gut vorstellen.

00:11:38: Die Müllimmerbrücke trägt nicht nur die Autos, sondern auch die Straßenbahn.

00:11:43: Auch das.

00:11:44: Und das macht das ganze Leben natürlich viel einfacher, wenn man so ein Ding drum baut, oder?

00:11:47: Ervorragend ist das halt eben, er wünscht sich die Schöneres, weil halt die Bahn soll ja fahren.

00:11:52: Jetzt ist sie dann doch anderthalb Jahre grad mal nicht gefahren.

00:11:54: Aber ja, das ist halt eben Bauen im Bestand und Bauen unter Verkehr.

00:11:59: Das ist mitunter nicht so ganz einfach.

00:12:02: Der Verkehr muss jetzt irgendwie weiter fließen können.

00:12:04: Was wäre denn gewesen, wenn man das Ding einfach mal radikal komplett gesperrt hätte, hätte man nicht Zeit gespart unter dem Strich?

00:12:10: Ich würde das heute jetzt wahrscheinlich auch genau so sehen und auch unterschreiben.

00:12:14: Da gibt es aber immer viele Belange und Beteiligte, die dann halt in solche Entscheidungen mit treffen.

00:12:19: Für uns, wenn wir jetzt nur vom Rückenbau reden, ja klar, machst du das Ding dicht, machst du zwei, drei, vier Jahre wie auch immer, wie lange das dann auch dauert, machst du einmal Tabularasa und dann ist es gut.

00:12:29: Gut,

00:12:29: aber der geneigte Autofahrer hätte dein Büro angezündet in der Zwischenzeit?

00:12:32: Ja, ich glaube, der geneigte Autofahrer würde vielleicht dann halt eben, wie es jetzt ja auch schon seit Jahren ist, nach drei Wochen sich dran gewöhnt haben und der Verkehr hat sich umverteilt.

00:12:40: Aber das müssen auch mitunter dann immer andere Leute dann halt eben besser wissen, aber die beteiligen sich an den Diskussionen und entscheiden das manchmal

00:12:48: auch.

00:12:50: Wenn so eine Hängebrücke, da fahren ja, ich weiß nicht, wie viele Autos fahren da am Dach drüber, kann man das schätzen.

00:12:57: Ja,

00:12:57: da kann man schätzen, kann man auch ziemlich genau sagen.

00:12:59: Ich weiß es nur nicht genau, weil das ist so etwas, das ist so etwas, um um zwanzigtausend, glaube ich, ist es.

00:13:03: Es

00:13:03: sind viele.

00:13:04: Nicht

00:13:04: in der Gesamtinstandsetzung jetzt gerade, sondern regulär.

00:13:06: Ja,

00:13:07: so und dann hat man noch die Bahn dazu.

00:13:09: Das heißt, da ist ja unglaublich Bewegung in dieser Brücke.

00:13:13: Kann man das beziffern, wie sich so eine Fahrbahn bewegt, wenn da Ein fetter Lkw-Ton.

00:13:19: Oder

00:13:20: auch eine Straßenbahn mit, keine Ahnung, wie zu einer Straßenbahn.

00:13:23: Ja, da sind so rund fünfzehn Tonnen können da schon mal sein, wenn die voll besetzt ist.

00:13:27: Nur mit den ganzen Achsen.

00:13:28: Ja,

00:13:29: ja.

00:13:29: Da kann schon mal passieren.

00:13:30: Ja, Bewegung tut die Sicht.

00:13:31: Das Schöne ist ja bei der Mühleimer Brücke, wenn wir jetzt nur über die Reinkrehung, über die Kabelhängebrücke reden.

00:13:38: Die Platte hängt an vierundachtzig Hängerseilen.

00:13:41: Und ich bin gerade mit der Finger wieder dran, das können die Kollegen sehen, ihr könnt es nicht sehen, aber halt eben, vier an achtzig Hängerseile, da hängt die Fahrbahnplatte dran und wenn eine Straßmann drauf hat, versuchen sich diese Hängerseile natürlich durchzuhängen und unter widrigsten Umständen.

00:13:57: Es regnet, es ist kalt.

00:14:00: Oben unten drunter haben wir aber fünfundfünfzig Grad, dann haben wir außerdem Windstärke fünfhundertzwanzig und Schneefall ohnegleichen.

00:14:09: Das ist die

00:14:09: Apokalypse.

00:14:10: Das ist die Akku.

00:14:11: Eine ganz normale

00:14:13: Goldschirm-Dach

00:14:14: im Februar.

00:14:16: Das sind aber so Lastfallkombinationen, die werden gerechnet und dann, jetzt passen wir auf, dann würde sich die gesamte Brücke um rund zwei Meter durchhängen.

00:14:24: Zwei Meter?

00:14:25: Zwei Meter, das wäre dieser.

00:14:26: Das ist nur dieser ganz theoretische Fall, aber das ergibt so eine Berechnung während zwei Meter.

00:14:31: Ist natürlich in der Praxis vollkommen non-sens.

00:14:34: Also diese Kombination tauchen schon gar nicht auf, aber unter handelsüblichen Fahrten mit Straßenbahn, mit LKWs, mit vielen Menschen, die da drauf sind, sind das schon etliche Dezimeter.

00:14:45: Da sehe ich das ganze Ding schon durchbiegt.

00:14:46: Da kriegst du nur nicht mit, weil er ja nicht punktuell sich das durchbiegt.

00:14:50: Sondern in Summe.

00:14:51: Das heißt, das merkst du gar nicht.

00:14:53: Das heißt, etliche Dezimeter ist zwanzig, dreißig Zentimeter?

00:14:57: Ja, das ist gar nicht ungewöhnlich.

00:14:59: Und das soll auch so sein.

00:15:00: Ja, das ist gut so, dass der Stahl das auch genauso mitmacht, wird der Stahl das nicht mitmachen, wird da brechen.

00:15:05: Und dann hätten wir wirklich ein Problem.

00:15:06: Nein, ein Stahl, und das ist ja dann im Moment eine Stahlbrücke, ist ein elastischer Baustoff und den nutzen wir auch genauso auch aus.

00:15:13: Wie gesagt, das merkst du nicht.

00:15:16: Du merkst höchstens, wenn sie anfängt zu wackeln mal eben auch, ne?

00:15:19: Wenn da einer dann die verweihrauschten Straßenbahnen oder so, dann rappelt er ein bisschen.

00:15:24: Ja, das ist... Also, haben wir wieder was hier lernt, ne?

00:15:27: Dann würde ich sagen, wir gehen ein paar Meter weiter.

00:15:29: Ja, warte, warte, warte.

00:15:31: Du hast mal was.

00:15:31: Da gibt's doch diese Wiederlager am Ufer.

00:15:35: Ja.

00:15:36: Da sind ja so Schrauben eingedreht für das Wiederlager.

00:15:39: Welche Größe haben die?

00:15:40: Komm ich mit meinem handelsüblichen achtzender Mautschlüssel dahin?

00:15:44: Nein, mit einem handelsüblichen Mauschlüssel wird man da nicht hinkommen, da muss man schon schweres Gerät und eine schwere Hydraulik in Bewegung setzen.

00:15:51: Ja, du redest wahrscheinlich von den Entverankerungskammern.

00:15:55: Da hängen nämlich diese Vier- und Achtzigseile.

00:15:58: Nee, die Vier- und Achtzigseile sind die senkrechten Pinöpel auf der Brücke selber.

00:16:03: Das, was du jetzt meinst, ist das Tragkabel, das über die Brücke von links nach rechts geführt wird.

00:16:06: Da haben wir ja einmal auf der Nord und einmal auf der Südseite eins.

00:16:10: Das besteht aus sieben-dreißig Einzelseilen, die in diesen Endverankerungskammern wieder aufgesplittet sind.

00:16:16: Also diese einzelnen Seile werden jedes für sich einzeln verankert.

00:16:20: In einem rund acht und ein halb bis neun Meter dicken Beton.

00:16:23: Das ist schon ganz schön massiv.

00:16:24: Also

00:16:24: Seile hört sich jetzt so ein bisschen nach Tachzahl an.

00:16:28: Also wir

00:16:28: reden jetzt von Seilen.

00:16:31: Ja, die sieben-dreißig Dinger, die kriegen wir mit unseren Armen so nicht umfasst.

00:16:35: Und ein Seil für sich ist... Rund sechs Zentimeter, ein bisschen mehr wie sechs Zentimeter dick.

00:16:41: Also da würde man auch so angefasst kriegen, aber sieben, dreißig davon aneinandergelegt, das funktioniert da nicht mehr.

00:16:47: Welches renommierte Unternehmen habt ihr den hergestellt?

00:16:50: Wenn das nicht mal, ich würde mal kurz überlegen.

00:16:53: Ich glaube, das waren die aus Mühlheim

00:16:54: kommen.

00:16:55: Ich denke F und

00:17:01: G. Oder wie der Kölcher sagt, faul und gemütlich.

00:17:05: Nein, der

00:17:05: Fussbauch hat immer Felten in Gelieben gesagt.

00:17:07: Der war nämlich Vorarbeit.

00:17:09: Damit ihr euch das im Bild davon macht, das sind tatsächlich aus der Mühlheimer Fabrikfelden Gelieben, kamen tatsächlich diese ganzen Drähte, sagt man nicht, oder?

00:17:18: Nein,

00:17:18: das sind schon die Seile an sich.

00:17:21: Der ganze Kabel besteht aus Seilen und das Seil besteht aus Litzen.

00:17:25: Eine rundlitzen und eckige Litzen halt eben auch die Sint.

00:17:28: Zicht, Zicht, Dutzend sind da aneinander gelegt und das ergibt dann ein Seil.

00:17:34: Und diese Blitzen sind halt...

00:17:35: Also es ist ein Kölscher Brück mit Kölschermaterial von der Kölschen Firma hergestellt.

00:17:39: Und der

00:17:39: Adenauer hat das zweimal eingeweiht.

00:17:41: Also Kölscher geht es ja nicht mehr, oder?

00:17:42: Oder

00:17:42: ich finde das hervorragend so.

00:17:43: Ja.

00:17:44: Ist das denn jetzt die Kölschester der Kölschen Brücken?

00:17:47: Die kölscheste würde ich ja schon sagen ist an der Stelle irgendwo wo zuerst mal eine Brücke stand.

00:17:52: Aber da kommen wir doch gleich erst zu, denke ich mal, oder?

00:17:54: Die deutscher Brücke oder der Bereich der deutscher Brücke, den sehe ich irgendwo schon ein bisschen historischer.

00:18:00: Dann lass uns mal nach Norden gehen und lure uns mal auf die Zoo-Brücke.

00:18:06: Die kennt ja jeder.

00:18:07: Da fährt ja auch eine Seilbahn rüber.

00:18:09: Mit denen hast du aber nichts zu tun.

00:18:10: Nein,

00:18:11: mit denen habe ich nichts zu tun.

00:18:12: Mit denen haben wir schon mal immer Kontakt.

00:18:14: Wenn wir da irgendwo was machen, das ja aber grundsätzlich nicht.

00:18:19: Die Zoo Brücke wurde ausgelegt auf zwölf tausend Autos pro Tag.

00:18:25: Im Block eines Kölner Stadtführers les ich, dass da heute bis zu hundertzwanzigtausend Autos drüber brettern.

00:18:32: Wahnsinn, was die so alles kann.

00:18:36: Das ist so.

00:18:36: Da könnte man jetzt noch darüber streiten, ob es hundertfünfzehn, hundertzwanzig, hundertfünfzehn

00:18:43: ist das zehnfache von dem.

00:18:44: Das

00:18:44: ist auf jeden Fall.

00:18:45: Ja, das geht doch heute drüber.

00:18:47: Das ist

00:18:48: schon ordentlich.

00:18:49: Wie lang ist das Ding im Vergleich zu der Müllemabrück?

00:18:55: Ja, die Brücke selber die ist sechshundert Meter lang allerdings halt eben dadurch, wo ich eben gesagt habe, die Zurbrücke an sich ist nur die Rheinkwerung.

00:19:02: Das ganze Ding, das ist aufgesplittet in etliche Teilbauwerke.

00:19:07: Das beginnt am Zoo mit dem sogenannten Loset I, das ist die Auf- und Abfahrt am Zoo, dann kommt die Strombrücke selber.

00:19:13: Das geht bis zur Kalkmühleimer Straße.

00:19:15: Das ist rund zweieinhalb, zwei Komma sechs Kilometer

00:19:17: lang.

00:19:21: Es ist die Neuste Brücke, die wir haben, richtig?

00:19:24: Es ist die

00:19:25: neuste Brücke, ja.

00:19:26: Ist jetzt, glaube ich, seventy-fünfzig fertiggestellt, kann ich das sagen?

00:19:28: Ja, da war so ein Nückenschluss noch mehr.

00:19:30: Wir sind erst bis nach Deutschland gekommen mit diesem ganzen Auf- und Abfahrtswürferbereich Köln-Messe und der Anschluss hinter zur Autobahn Richtung Kreuz-Köln-Ostadt kam.

00:19:37: Er ist ein paar Tage später noch.

00:19:41: Die Brücke wurde ausgezeichnet mit dem Architekturpreis.

00:19:45: Weil das ist eine besondere da eigentlich dran an der Brücke.

00:19:49: Das ist die am weitesten gespannte... Kastenträgerbrücke auf nur einem Lager.

00:19:57: Das musste ich jetzt mal auf der Zungezige gehen lassen.

00:19:59: Das habe

00:20:00: ich jetzt

00:20:02: auch noch nie so ganz begriffen.

00:20:04: Wendet, das ist, wofür wir den Preis bekommen haben vor Jahren.

00:20:07: Also dann ist er ein bisschen, hat man sich was ausgesucht.

00:20:12: Aber da kann man auch durchlaufen.

00:20:14: Da kann man durchlaufen.

00:20:16: Durch

00:20:16: diesen Kasten.

00:20:17: Durch den Kasten.

00:20:17: Wir sind zwei Kästen sogar.

00:20:18: Die Fahrbahnplatte selber, die liegt auf zwei Kästen, auf zwei Hohlkästen.

00:20:22: Das ist schon ganz cool.

00:20:23: Also am Anfang, wie am Ende, wenn da rein und raus geht, ist das ja ein bisschen um die zwei Meter, ein bisschen mehr wie zwei Meter hoch.

00:20:30: Da kannst du mit den Händen an die Unterseite von der Fahrbahn quasi passen, erpacken.

00:20:35: Und dann hast du da nur so ein paar Zentimeterchen Asphalt dann noch über dir.

00:20:40: Interessant darüber, dass wenn du so im weiteren Verlauf bist, am Strompfeiler selber, der ist ja rechts rein, nicht so ein bisschen angeordnet, wenn du da in dem Kasten drin stehst, da ist er zehn Meter hoch, das Ding.

00:20:50: Das ist so.

00:20:50: wer in Paffrad oder sonst wo schon mal eben irgendwas vor Stadien um Zehner stand und hat mal runter geguckt, der weiß wie hoch dieser Kasten ist.

00:20:57: Und das glaubst du ja nicht, wenn du im Rheinpark stehst und das Ding dir mal von der Seite anguckst, die Dimension machst du dir gar nicht.

00:21:03: So richtig bewusst.

00:21:04: Und diese Kästen, die sind ja sowieso wie so ein Schuhkarton da drunter und die tragen das ganze Ding.

00:21:10: Die tragen das ganze Ding.

00:21:11: Ganz genau so sieht das aus.

00:21:12: Ja, so schön ein bisschen ausgesteift innen drin.

00:21:14: Das ist jetzt nicht nur halt eben so ein bisschen Papendeckel und so innen drin der Papendeckel, der hat dann eben auch noch Verstärkung und damit das Ganze auch nicht so anfängt auszubeulen.

00:21:23: Kann man sich ja vorstellen, wenn du irgendwo auf ein Schuhkarton drauf drückst und der Seite beulte ja aus und das wird auch beim Stahl passieren.

00:21:31: senkt die sich dann auch was durch, wenn man da mit einem dreißig Ton da drüber fährt.

00:21:35: Ja natürlich, die bewegen sich ja grundsätzlich alle, nur man kriegt das halt eh nur nicht mit.

00:21:40: Die bewegen sich aber alle anders.

00:21:42: Wir haben ja so viele unterschiedliche Rücken, die... Kabel, Hängebrücke, Mühleheim verhält sich anders wie die Zoobrücke, anders wie die Deuzerbrücke, anders wie die Säberungsbrücke.

00:21:51: Das sagtest du eh mir auch schon, Frank, so unterschiedliche Bauwerke, die sind in dem Punkt gar nicht miteinander vergleichbar.

00:21:56: Das macht das Ganze so schön.

00:21:58: Ist das so, dass man quasi immer so nach dem Stand der Technik in den neuesten Brücken gebaut, deshalb sind die alle unterschiedlich und hatten jetzt jetzt auch die eine, aber schön, die alle so?

00:22:09: Nee, das lag ganz einfach.

00:22:11: Da wollen wir auch gerne hier was unterschiedliches haben.

00:22:14: wie so eine schöne Brückenfamilie ist, da sind die Architekten, die da halt eben mit am Start waren, die haben sich da halt eben wirklich austoben können.

00:22:21: Wenn das alles so ein bisschen aussieht wie so ein Einheitsbrei, dann fährst du für die Autobahn.

00:22:25: Da siehst du, das ist doch nicht so schön.

00:22:28: Kennst du den New Yorker Künstler, oder hast du den New Yorker Künstler, Serge Spitzer, kennengelernt?

00:22:34: Nein, den habe ich nicht kennengelernt.

00:22:35: Ist das der, der in der Zoobrücke drin war?

00:22:37: Der war in der Zoobrücke drin und hat eine Kunstinstallation gemacht mit hunderttausend Kölschstangen.

00:22:42: Das war die Geschichte.

00:22:44: Ja,

00:22:44: im Jahr zweitausend.

00:22:45: Davon

00:22:45: muss man dringend mal ein Bild besorgen.

00:22:47: Das müssen wir mal irgendwie in die Shownotes reinpacken.

00:22:49: Hast du ein Bild davon?

00:22:50: Ja,

00:22:50: da muss ich mal gucken.

00:22:51: Wo möglich, sogar wirklich, muss ich mal in den Unterlagen wühlen.

00:22:54: Ja, der ist aber hintergegangen und nachdem der seine Gläser da hat klimpern lassen im Brücken innen, dann ist er gegangen und dann die Goldschläser konnte man selbst wegräumen.

00:23:04: Hunderttausend Stück.

00:23:06: Da warst du ein bisschen länger mit beschäftigt.

00:23:07: Ja, das war ja vor meiner Zeit, aber die Überweste tatsächlich, wenn du durch die Brücke durchlauchst, siehst noch Splitter von Goldschläser am Boden.

00:23:16: Welchen Zustand ist denn die Zoo-Brücke aktuell?

00:23:19: Können wir sagen, die ist die Intakteste von unseren Brücken und alles gut oder ist da auch, muss auch dran getan werden?

00:23:24: Also

00:23:25: dran getan werden muss ja sowieso an allen Watt, halt eben aber so von der Substanz her ist die schon echt, also jetzt wenn man über die reine Strombrücke über den Rhein nimmt, da ist die schon echt ganz gut.

00:23:34: Die Betonbauwerke, die haben alle so ihre Malesten, da muss man überall ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger manchmal Hand anlegen.

00:23:42: Aber ist jetzt nicht gerade im Fokus wie die Müller-Mabrück?

00:23:47: Im Fokus haben wir sie ja alle, weil wir gucken müssen, dass das funktioniert.

00:23:50: Aber die Müller-Mabrück ist nur im Bau und die anderen müssen nach und nach vorbereitet werden.

00:23:54: Und wie gesagt, das wird ähnlich laufen auch.

00:23:57: Vom Umfang hier wird das nicht weniger werden.

00:23:59: Die ist sechsspurig, glaube ich, oder?

00:24:02: Ja.

00:24:03: Da ist aber keine Verbreiterung, also hoffentlich nicht, weiß ich nicht, keine Ahnung.

00:24:07: Ja,

00:24:07: es wird schwierig halt eben auch da, da ist schon recht filigran, recht kratziel gebaut worden, das Bauwerk, da jetzt einfach mal was dran zu bauen, wird schwierig werden, was man sich dann auch vorstellen könnte, die Fahrradspuren, das ist ja eigentlich so ja noch ne... Kfz-Spur.

00:24:23: Wenn du den Fahrradfahrer vielleicht auf dem Bürgersteig packt und tätest, dann hättest du so noch eine Spur.

00:24:29: Aber ist halt der nötig, ne?

00:24:31: Ich glaube, das wäre ja nicht unbedingt nötig.

00:24:32: So ein Verkehr fließt doch ganz gut.

00:24:34: Ja, ich weiß jetzt auch nicht.

00:24:35: Umbauen

00:24:36: wäre man so oben

00:24:36: auf jeden Fall.

00:24:37: Und das jetzt heutzutage überhaupt noch so der richtige Schnack ist.

00:24:41: Kommt

00:24:42: mal mal, jetzt war ich hier acht Spuren

00:24:44: gestorben.

00:24:45: Man könnte mit Hoverboard, dann braucht man das sowieso.

00:24:49: Ja, Marty.

00:24:53: Jormanns Ligger Richtung Norden und da kommen wir zur Dückserbrück.

00:24:57: Das ist in Richtung Süden, wenn ich da in der

00:24:59: Große Reichweite hingehen darf.

00:25:01: Ja, ja, ja, ja.

00:25:01: Richtung Süden.

00:25:02: Kommen wir zur Dückserbrück,

00:25:05: die

00:25:05: irgendwie komisch ist, je nachdem, von welcher Seite man guckt.

00:25:08: Sieht die nämlich unterschiedlich aus?

00:25:10: Ja, aber auch nur farblich gesehen.

00:25:12: Farblich gesehen sieht es ein Stück weit unterschiedlich aus.

00:25:14: Ansonsten ist das fast nichts zu erkennen, dass wir an der Stelle natürlich die älteste und die jüngste Brücke Kölnens haben.

00:25:19: So, jetzt lasst man die Guts aus dem Sagen.

00:25:21: Was heißt

00:25:22: das denn?

00:25:22: Eben haben wir ja noch davon gesprochen, wer die älteste und die jüngste Brücke ist, haben wir gesagt, Zobrück ist ja nicht ganz richtig.

00:25:27: Die Südseite von der Neuzerbrücke, das ist ein Spannbeton-Meteil, der ist erst in den Siebzigern bis in den Neuzer-Achzig entstanden.

00:25:35: Ursprünglich gab es da nur einen Stahlteil, der in der Siebenvierzig-Achtenvierzig nach dem Krieg gebaut worden war.

00:25:41: Eine kleine Stahlkonstruktion.

00:25:42: Ja, aber ich finde, da kann man ja so nicht sehen.

00:25:44: Also wenn da nur ein Teil erneuert wurde, das ist ja, wie ich mein Chair ist, keine Ahnung.

00:25:49: Knappe achtzig in Teilen, aber erst fünfundzwanzig.

00:25:52: Also da finde ich, kann man jetzt nicht so vergleichen.

00:25:55: Das ist ja nur ein Albruck.

00:25:57: Ja, aber man sieht es halt spätestens an der Farbe.

00:26:01: Kommen wir kurz zur Farbe.

00:26:02: Was hat er denn mit der Farbe eigentlich auf sich?

00:26:04: Das Kölner Brückengrün.

00:26:07: Der Name viel glaubt.

00:26:08: Der Name viel glaub ich eben schon mal.

00:26:10: Das ist das nicht der Adenauer gewesen.

00:26:12: Ich glaub, der hatte da auch mal wieder seine Finger im Spiel.

00:26:14: Wobei es ja sagen um Wogen ist, wo kommt es denn jetzt her oder wo ist es denn jetzt entstanden?

00:26:18: Es gibt ja so so Theorien, dass der Kollege ja auch mal in Budapest war und hat da mal was gesehen.

00:26:24: Dann hat danach dann ist er dann auf die BRSF zugegangen und hat da was... herstellen lassen.

00:26:29: halt eben auch da gibt es unterschiedliche ansätze.

00:26:32: was da jetzt alles so richtig ist weiß ich jetzt so nicht ist nicht alles hundertprozent belegt aber belegt ist halt eben.

00:26:38: wir haben grün am brücken grün von adernauer chromoxid.

00:26:41: grün hat den hang ein bisschen auszubeichen ein bisschen auszukreien sieht dann hinterher ein bisschen ein bisschen aus wie ja oxidiertes

00:26:50: kupfer.

00:26:52: also Wir haben es natürlich perfekt vorbereitet.

00:26:54: Wir wissen ja, dass es nicht irgendein Grün ist, sondern ein spezielles Chromoxid-Grün, nämlich ein Amorphiskrom-III-Oxid-CR-II-O-III.

00:27:03: Ich

00:27:03: habe es gerade ein bisschen einfacher schon erklärt.

00:27:05: Ja,

00:27:06: ja.

00:27:07: Wer stellt das denn?

00:27:07: Welches

00:27:08: besonders lichtbeständig und wetterfest

00:27:10: ist?

00:27:10: Wer stellt es denn hier?

00:27:11: Das ist viel wichtiger.

00:27:13: Wer mischt das an?

00:27:14: Wer Bayer?

00:27:16: Immer noch.

00:27:16: Nein, stimmt

00:27:17: das nicht.

00:27:20: Es gab vielleicht mal was Patent Ähnliches, aber mittlerweile gibt es auch andere Hersteller, die das herstellen.

00:27:26: Es gibt tatsächlich eine Rezeptur, die ist hinterlegt und nach der kann man dann arbeiten.

00:27:32: Also das heißt, das kann man jetzt wahlweise bei Farbenmüller oder bei Bayer bestellen?

00:27:36: Ja, wenn ich jetzt noch ein bisschen Werbung machen darf, da gibt es viele halt eben, die sowas machen könnten.

00:27:39: Ja,

00:27:39: du kannst gerne Waren machen, hier egal.

00:27:41: Hier ist

00:27:42: das egal,

00:27:43: nutzt ja nichts.

00:27:45: Amgeblich liegen irgendwo noch Musterplatten mit der Farbe irgendwo in der Egerümmen.

00:27:49: Falls man die Farbe noch mal nachmischen will, stimmt.

00:27:52: Ja, wir haben in der Brückermeisterei haben wir, das sind unsere Kollegen, die dann uns häufig bei den Brücken auch mit kleineren Reparaturarbeiten auch aushelfen, die die Hände schon Muster liegen.

00:28:04: Aber da greifen wir in der Regel nicht darauf zurück, weil es eine Rezeptur gibt es ja.

00:28:08: Das braucht man nicht.

00:28:09: Das ist

00:28:10: richtig.

00:28:10: Kommen wir zurück zu deutscher Brücke, die auf der einen Seite das Kölner Brückengrün trägt, auf der anderen Seite nicht.

00:28:16: Ihr habt ganz bestimmte Bezeichnungen für die jeweiligen Brückenseiten.

00:28:20: Aber warum ist das überhaupt so?

00:28:21: Warum hat die eine Seite, ist die grün die anderen?

00:28:24: Die nördliche oder die?

00:28:27: Unterstromseite.

00:28:28: Das ist es.

00:28:28: Darauf wollte ich hinaus.

00:28:29: Es gibt nämlich die

00:28:31: Oberstromseite

00:28:32: und die Unterstromseite.

00:28:33: Die

00:28:34: gibt es ja bei jeder Brücke.

00:28:35: Nur hier haben wir sogar zwei Baurechsteile.

00:28:37: Oberstrom, da kommt das Wasser her vom Rhein von der Quelle.

00:28:40: Unterstrom, da fließt es hin.

00:28:42: Das ist bei uns in Köln wunderbar.

00:28:44: Wir haben da noch Nord und Süd.

00:28:45: Das ist quasi Deckungsgleich.

00:28:47: Das ist ganz fein.

00:28:49: Unterstromige, jetzt unterstromige Brückenseite.

00:28:53: Das ist ein Stahlteil, der ist namengriechisch entstanden.

00:28:55: Siebenfünfzig, achtenfünfzig.

00:28:56: Komplett aus Stahl.

00:28:58: War auch für ein paar tausend Kfz mal vorgesehen.

00:29:01: Man hat festgestellt, das reicht nicht.

00:29:03: Und dann wollte man dann halt eben noch ein bisschen was breiter werden.

00:29:07: Und hat einen Wettbewerber ausgelobt in den siebziger Jahren und da hat sich die Spannbetonindustrie durchgesetzt.

00:29:14: Und haben das ganze Ding in Spannbetonweise hergestellt.

00:29:18: mit dem Ergebnis, dass es aber genauso aussehen sollte wie der Stahlteil mit Ausnahme der Grünfarbe.

00:29:26: Aber wenn du da mal an der Seite direkt mal anguckst, dann wirst du dann auch so kleine Lisäne an der Seite sehen.

00:29:32: Die sehen genauso aus wie auf der Stahlseite auch.

00:29:35: Haben gar keine Funktionen.

00:29:36: Ist eine reine Optik.

00:29:38: Aber es ist ja gelungen.

00:29:39: Ich meine, wenn man es nicht weiß, sieht man es nicht.

00:29:41: Ist richtig

00:29:42: so.

00:29:42: Auf die Entfernung sieht man, wie der Beton ist.

00:29:44: Also das könnte auch wirklich auch Stahl sein.

00:29:46: Das ist wirklich ganz gut gelungen.

00:29:48: Und auch da kann man durchlaufen.

00:29:50: Auch da kann man durchlaufen.

00:29:51: Auch schöner durch den Betonteil durchzulaufen als wie durch den Stahlteil.

00:29:55: Da ist doch so ein bisschen schwierig, ein bisschen klein, ein bisschen eng, weil so drei Zellen nebeneinander sind.

00:29:59: Der Spannbetonquerschnitt, dort ist ein großer Holkasten mit der Besonderheit einem Echo.

00:30:05: Das ist mal sensationell, wenn man da durchläuft.

00:30:08: Da kann man sich selber reden hören.

00:30:09: Das ist wunderbar, sage ich euch.

00:30:13: Wir waren da schon drin.

00:30:14: Wir waren da schon drin.

00:30:16: Ja.

00:30:16: Und wir haben uns selber gehört.

00:30:17: Wir haben uns ja schon gehört.

00:30:18: Wir haben uns jede Woche selber

00:30:19: gehört.

00:30:19: Dann tun wir so am liebsten, ehrlicherweise, uns selber zuhören.

00:30:24: Gehen wir von der Deutzer Brücke mal weiter südlich.

00:30:29: Gommen wir zu

00:30:30: der Säderensbrücke,

00:30:32: die meines Achtens nach die schönste Gölschenbrücke ist.

00:30:36: Von allen, also nicht nur von deinen Brücken, sondern von allen Gölschenbrücken.

00:30:39: Ja, ich find die auch am schönsten.

00:30:40: Ich geb mich da jetzt einfach, aber vielleicht nichts auch

00:30:42: daran.

00:30:43: Wie siehst du das?

00:30:44: Ich hab bei... Alle vier Brücken, auch bei der Säverensbrücke, habe ich so meine Stellen, die ich besonders finde.

00:30:50: Bei der Mühlheimer Brücke, sagte ich, ist schon dieser Bereich, wo diese Endverankerung ist, mit dieser riesigen Beton-Karotte, mit diesen einzelnen Seilen, die da entverankert werden, die zehn Meter in der Zoo-Brücke, das Echo in der Deuzer-Brücke.

00:31:04: Säverensbrücke, das muss ja sein, da kann man nicht jedem zeigen.

00:31:10: Du klettern das Impelon hoch, machst den Deckel auf, schiebst die Knöchelchen vom Busrad auf Seite, da liegen ganz schön viele Taubenknöchelchen oder sonst was für ein Fünfzeug ist halt eben auch.

00:31:19: Und dieser Ausblick, der ist ja sensationell.

00:31:22: Bin

00:31:22: ich denn dann?

00:31:22: Ja, und

00:31:23: rund fünfzig Meter bist du da.

00:31:26: Aber fein halt im Cumulus Wolken, sonst ein bisschen blauer Himmel.

00:31:30: morgens zehn Uhr hervorragend.

00:31:32: Das sind Aussichten, dreihundertsechzig Grad.

00:31:35: Es gibt nichts Schöneres wirklich, muss man sagen.

00:31:37: Das ist besonders an der Säberensbrücke.

00:31:39: Aber da gehst du ja natürlich nur rein beruflich hin.

00:31:41: Du würdest ja niemals als Privaten vergnügen.

00:31:44: Ja, könnte man machen, ist aber auch anstrengend.

00:31:46: Du musst ja im Inneren auch hochkommen.

00:31:49: Ist dann

00:31:50: ein Trepp drin oder ist dann der Leiter?

00:31:51: Jetzt

00:31:51: sind Leitern, ja, die sind nur versetzt zueinander.

00:31:54: Alle paar Meter, alle fünf Meter, bist du auf so einem Zwischenpodest.

00:31:57: Aber du weißt drücken.

00:31:58: Grundsätze schon, was du getan hast, wenn du oben ankaufst.

00:32:02: Aber er geht auch nur mit Geschirr und so.

00:32:04: Ja, die Sicherheitsvorkehrungen sind mittlerweile so, dass er Geschirr anziehen muss.

00:32:08: Früher war das tatsächlich nicht so.

00:32:10: Aber jetzt heute ist es so nötig.

00:32:12: Jawohl.

00:32:13: Die Servansbrücke ist in einem einzigen Pylon aufgehangen.

00:32:16: Warum?

00:32:16: Das

00:32:17: ist eine Schrägsalbrücke.

00:32:19: Und deswegen.

00:32:22: Ich wollte

00:32:22: einfach anders hinaus.

00:32:24: Hießet nicht, dass es deswegen gemacht, damit der so versetzt ist, damit man den Dom noch ordentlich sehen kann aus allen Ecken und Enden.

00:32:31: Ah ja, haben wir uns da früher auch schon Gedanken darüber gemacht.

00:32:33: Das kann ich dir ehrlich gesagt gar nicht sagen.

00:32:34: Das ist möglich, dass das im Rahmen vom Wettbewerb dann irgendwo so eine Auflage war oder halt von dem Architekten auch so mitverkauft worden ist.

00:32:42: entzieht sich jetzt aber tatsächlich mal eine Kölsch-Legende.

00:32:45: Ja, wahrscheinlich.

00:32:48: Was aber keine Kölsch-Legende ist, ist die Tatsache, dass es einen schweren Unfall beim Bau gab.

00:32:52: Ja, da sind wohl, also wenn wir irgendwann mal im Wasser, mal im Beton, mal graben müssten, könnte es passieren, dass uns da was zu Tage tritt.

00:33:02: Was Organisches.

00:33:03: Was

00:33:03: Organisches, das wird in dem Moment da nicht mehr so organisch rüberkommen, aber ja tatsächlich sind da Wo das ein schwerer Unfall passiert.

00:33:11: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:12: Es waren, glaube ich,

00:33:13: ein fünf Arbeiter.

00:33:13: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:14: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:16: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:18: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:19: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:22: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:24: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:26: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:28: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:30: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:32: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:34: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:36: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:37: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:39: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:40: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:42: Es waren, glaube ich, ein fünf Arbeiter.

00:33:43: Es waren, glaube ich, Halloween

00:33:44: sein.

00:33:44: Auf jeden Fall gab es Tote.

00:33:45: Das ist nachgewiesen.

00:33:45: Das war auch eine gefährliche Bauweise, das mit den Glocken, eben auch mit den Senkkästen, Quezon-Kästen sind das gewesen.

00:33:52: Da hast du wirklich immer in diesem Überdruck arbeiten müssen.

00:33:56: Die brauchten da ja auch dann hinterher, wenn sie rausgekommen sind, auch erst mal wieder ein bisschen Zeit, um sich da und damit der Körper sich dran gewöhnt.

00:34:02: Und wenn dann da in diesem Überdruck plötzlich mal ordentlichen Schwungwasser reinkommt, dann hast du auch echt mit Zitronen gehandelt.

00:34:08: Das ist echt böse gewesen.

00:34:09: Würden wir heute so ein bisschen mehr machen, oder?

00:34:11: Die Technik ist da ja ein Stück weit auch weiter.

00:34:13: Kann man natürlich immer noch machen, natürlich.

00:34:15: Grundsätzlich ja, aber man hat auch andere Bauweisen.

00:34:17: Du kannst auch dann in offenen Bauweisen kannst du arbeiten.

00:34:20: Du machst...

00:34:21: Der

00:34:22: Spundwandkästen wurde unter Wasserbeton hinterher reinfüllen kannst.

00:34:26: Und da gibt es auch ganz viele unterschiedliche Arten und Weisen, wie der Brücken im Wasser irgendwo gründen kann.

00:34:31: Bist du

00:34:32: schon mal mit Taucherflaschen und Taucherflaschen unten gewesen, hast du jetzt angeguckt?

00:34:35: Nein, das überlasse ich doch anderen.

00:34:37: Aber das

00:34:38: gibt es dann schon,

00:34:38: ja.

00:34:39: Ja, tatsächlich.

00:34:40: Also du hast dann auch im Rahmen von Brückenprüfungen, das ist jetzt ja auch... Kein Hexenwerk, da musst du runter.

00:34:46: Dann engagieren wir aber tatsächlich dann Leute, die dann mit einem Bötchen kommen und springen dann in das Wasser rein und filmen dann auch unten unter Wasser.

00:34:54: So Industrietaucher?

00:34:55: Ganz genau.

00:34:56: Es gibt ähnliche bei Industriekletterern auch.

00:34:58: Das ist vergleichbar.

00:35:00: Die ist am siebten November neunundfünfzig eingeweiht worden.

00:35:04: Jetzt rat doch mal, wer wieder anwesend war.

00:35:07: Frings.

00:35:08: Richtig.

00:35:08: Frings.

00:35:08: Er war auf jeden Fall ...

00:35:10: Ja.

00:35:10: Der Conny.

00:35:11: Der Conny und der Oberbürgermeister damaliger Theo Burauen hat ihn natürlich eröffnet.

00:35:16: Das haben sie sich nicht nehmen lassen.

00:35:18: Er wurde der Architekt-Waggert Loma.

00:35:20: Den kennt man unter Brücken-Enthusiasten.

00:35:23: Ja, doch auf jeden Fall.

00:35:24: Da ist er auch.

00:35:25: Er ist in Köln sowieso ganz groß dabei gewesen, der Herr Loma.

00:35:28: Zusammen mit dem Fritz Leonhardt.

00:35:30: Der eine war der Architekt, der andere war eher der Ingenieur.

00:35:33: Der Leonhardt, der war dann ... Auch derjenige, der dann hier in Köln so viel ausprobiert hat, was ja tatsächlich heutzutage in der ganzen Welt gebaut wird auch.

00:35:41: Also die Art und Weisen, die hier teilweise ja erstmalig ausprobiert worden sind, wie auch mit so einer Autotruppenplatte.

00:35:48: Da muss auch die erste schon gewesen sein.

00:35:51: Und das hat Schule gemacht.

00:35:53: Noch mal, das müssen wir nochmal ganz deutlich herausarbeiten.

00:35:56: Wir sind ganz weit vorne gewesen.

00:35:58: Wir waren...

00:36:00: Gefühlt sind

00:36:02: wir immer noch ganz weit vorn im Brückenbau.

00:36:04: Wir haben auch Totorobeplatten entwickelt.

00:36:06: Wir haben

00:36:07: echte Kabelhängebrücke.

00:36:08: Die weiteste

00:36:09: Brücke, weit gespannteste mit einem Lager, mit einem festen Lager.

00:36:13: Das sind so viele Dinge, das ist Wahnsinn.

00:36:15: Ja, aber auch die schönste Brücke.

00:36:18: Auch.

00:36:19: Welche ist denn deine Lieblingsbrücke?

00:36:20: Die Silversbrücke ist meine.

00:36:21: Auch die Silversbrücke und der Markt, der lässt sich ja nicht festnageln.

00:36:23: Nee, danke, ich hab die andere so auch.

00:36:25: Wir haben ja noch unseren vollkommen überbezahlten Tontechniker hier am Start.

00:36:28: Der hat kein Mikro.

00:36:29: Der hat kein Mikro, aber der kann ja mitzurufen, was in seine Lieblingsbrücke ist.

00:36:34: Auch

00:36:35: die Silversbrücke.

00:36:35: Also nun steht es drei zu eins.

00:36:36: Ich fand das übrigens

00:36:37: auch sehr schön, wie dieser Globus da oben drauf.

00:36:40: Ja, das war schön.

00:36:41: Stimmt.

00:36:41: Das war

00:36:42: wirklich schön.

00:36:42: Als

00:36:43: das Ding von...

00:36:43: Ist das Haarschuld?

00:36:45: Haarschuld,

00:36:46: genau, ja, ja.

00:36:47: Der wird auch in den nächsten Kriter auch sein Auto... Die

00:36:49: größere

00:36:50: Brücke.

00:36:52: Der hat geklagt.

00:36:54: Okay, andere Geschichte.

00:36:57: Jetzt gibt es noch so ein paar kleine Nebenbrücke.

00:37:01: Die Südbrücke zum Beispiel.

00:37:04: Die gehört dir aber nicht.

00:37:05: Nein,

00:37:06: die gehört der Bahn.

00:37:09: Wir haben die einen oder anderen Quadratmeter, die wir bewirtschaften dürfen.

00:37:13: Da, wo der Fußgänger, wo der Radfahrer drüber muss, Da dürfen wir dann halt im Hand anlegen, wenn man in Ordnung ist, Winterdienst.

00:37:22: Seid ihr noch zuständig für die Treppenaufgänge da?

00:37:25: Ja, die gehören mit dazu.

00:37:27: Wann kriegen

00:37:27: wir denn mal eine Rampe?

00:37:29: Ja,

00:37:30: wenn die dann halt eben geplant ist und durchgeführt wird, dann werden wir die dann auch kriegen.

00:37:36: Ja, die Pläne... Das

00:37:36: ist jetzt irgendwie ein bisschen nebulisch.

00:37:39: Wollen wir mal sagen, ja,

00:37:40: nebulisch.

00:37:40: Das

00:37:40: ist jetzt irgendwie...

00:37:42: Bist du nicht ganz einverschämter Antwort?

00:37:44: Nein, nein, nein.

00:37:45: Ich kann das aber besser auch umreißen.

00:37:46: Wenn die Bahn die Südbrücken-Erweiterung nicht nur geplant, sondern auch durchführen wird, dann werden wir sicherlich auch Rampen bauen.

00:37:56: würde ich mal sagen, macht ja am meisten Sinn, wenn man da in einem Aufwäsch macht.

00:37:59: Parkstatt Südgüttel und alles so was.

00:38:01: Also ist das realistisch, dass die Bahn tatsächlich die Brücke erweitert?

00:38:05: Ja, zumindest deren Wunsch oder Vorhaben ist das schon.

00:38:11: Ansonsten muss man natürlich dann irgendwann mal gucken, wenn das jetzt bis zum Niemaleinstag geht, dass man sich sicherlich auch damals Gedanken darüber machen, wie ist es denn mal mit Rampen?

00:38:20: In dem Bereich.

00:38:21: Aber so lange muss man ganz

00:38:22: einfach die Fahrrad rauf schleppen.

00:38:23: Es ist

00:38:24: echt nicht.

00:38:24: Ich würde da auch besser die Säwerensbrücke nehmen.

00:38:26: Das ist schon richtig.

00:38:27: Das ist schon viel so.

00:38:28: Und wie es auch so eng ist, wenn man auf dem Fahrrad fährt.

00:38:30: Eigentlich

00:38:30: ist es gar nicht für Fahrradfahrer geeignet.

00:38:33: Der Holy stört sich auch an den Graffitis.

00:38:35: Ja, das ist aber ein Hügel.

00:38:36: Ich würde es eher stürmen, weil es da stinkt.

00:38:39: Und zwar,

00:38:40: und da stinkt es.

00:38:42: Aber viel Pipi.

00:38:42: Ganz viel Pipi.

00:38:44: Die Graffitis, die mitunter.

00:38:45: Das ist natürlich für ein Denkmal geschütztes Gebäude.

00:38:47: Ist nicht schön, aber mitunter.

00:38:52: Also, wir haben jetzt also ein paar Dinge gelernt, aber das Wichtigste, was ihr euch merken müsst, ist, Köln war schon immer seinerzeit weit voraus, natürlich nicht nur in der Brückentechnik, aber da auch ganz vorne, Brückeningenieurwesen.

00:39:07: Das ist natürlich wieder was, wo wir Gölschen uns endlich mal wieder auf die Schulter kloppen können und sagen können, da hat Hamayot Yamad.

00:39:15: Das ist der Befrieding für uns.

00:39:16: Ja,

00:39:17: das haben wir natürlich

00:39:18: nur

00:39:18: dem Brückenamt zu verdanken und deren sehr, sehr fleißigen Mitarbeitern.

00:39:23: Und deshalb haben wir auch den Markt hier eingeladen.

00:39:26: Und der weiß wirklich

00:39:28: alles.

00:39:29: Aber wir haben natürlich noch ganz spezielle Fragen an ihn.

00:39:32: die wir vorbereitet haben.

00:39:34: Das sind die Fragen, die Kölschenfragen, die jeder bei uns beantworten

00:39:37: muss,

00:39:38: wenn er bei uns hier erscheint.

00:39:41: Das sind nämlich die speziellen Kölschenfragen.

00:39:43: Und das fängt an mit der ersten Frage, die nämlich heißt, lieber Marc, wenn nicht in Köln, wo sonst könntest du wohnen und warum genau

00:39:51: dort?

00:39:52: Ich verstehe die Frage nicht.

00:39:55: Okay, eins und null für ihn.

00:39:58: Sehr schön formuliert.

00:40:01: Welche kölische Eigenschaft zeichnet Dich aus?

00:40:04: Ja, ich würde schon sagen, ever-you-ne-könne,

00:40:06: dat-könne-ma-yod.

00:40:07: Dat-könne-ma-yod.

00:40:08: Und auch das Herz am richtigen Fleck, würde ich auch schon behaupten, dass das hätte man.

00:40:13: Das hätte man von Hegütt.

00:40:15: Okay, was würdest Du morgen in der Stadt ändern, wenn Du es denn könnten, könnten würdest?

00:40:23: Da ich ja nicht unter Profilneurose leide, würde ich mal mich um das kümmern, was da ist und nicht nice to have.

00:40:33: Das ist eine schöne Antwort finde

00:40:35: ich.

00:40:35: Ist das sehr philosophisch?

00:40:36: Nein, das ist nicht philosophisch.

00:40:38: Ich bin auch nicht.

00:40:40: Aber bisschen philosophisch ist das auch.

00:40:45: Wenn du Köln verlassen müsstest, was könnten die Gründe dafür sein?

00:40:48: Nennen wir ein, zwei, drei Gründe, wenn du Köln verlassen müsstest.

00:40:51: Ja, um nach ein, zwei, drei Wochen wiederzukommen.

00:40:54: Weil ich ja doch sehr Heimat verbunden bin, also ich bin schon sehr verwuchselt hier.

00:40:59: Dein Lieblingsplatz in Köln und jetzt darfst du nicht den Pylonen der Säverinsbrücke nennen, ist Punkt, Punkt, Punkt.

00:41:06: Ja und zwar ist es wirklich am Rheinsitzen mit einem gekühlten Getränk auf einem Sitz oder von mir so auf einem Stein, so ein bisschen wie Ann-Marie Kanterreitz, ist auch schon besingen.

00:41:15: Das gefällt mir schon, aber ich bin auch mit dem Wasser habe ich da auch schon sehr.

00:41:21: Kann ich, ja, ein bisschen schöne Ecke und auch das Lied dazu passt dann auch.

00:41:25: Welche Personen haben dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?

00:41:28: Joach, meine Eltern.

00:41:30: Ach du bist schön.

00:41:32: Was macht denn der Liebemark zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch?

00:41:38: Viel feiern, wenig essen, viel trinken, wenig schlafen.

00:41:43: Okay, viel schunkeln.

00:41:44: Auch.

00:41:45: Und was machst du zwischen Aschermittwoch und Weiberfastnacht?

00:41:48: Da sind wir schon gern.

00:41:51: Ja, schon gern zur Zweit unterwegs.

00:41:53: Camping ein bisschen, ein bisschen Sonne, ein bisschen Wasser, ein bisschen Strand, ein bisschen Grillen.

00:41:58: Das ist schon ganz fein.

00:41:59: Aber

00:41:59: dann bestenfalls bis nach Odenkirchen raus oder noch weiter?

00:42:02: Bestenfalls bis nach Odenkirchen oder halt eben ein, zwei, drei Wochen weg, um nach ein, zwei, drei Wochen wieder zurückzukommen.

00:42:08: Okay, das beruhigt mich.

00:42:10: Was hätt für dich denn immer noch jotieren?

00:42:13: Du bist ja mein ganzes Leben.

00:42:16: Oh, herrmal, komm, herrmal.

00:42:20: Woher lachst du dich kaputt?

00:42:22: Loryo, Victor von Bülow, Schad, da der Tod ist.

00:42:26: Aber den fand ich immer sensationell.

00:42:28: Die kann ich mir heute nur angucken.

00:42:33: Was ist denn, oder hast du eine Lieblingskneipe?

00:42:36: Ja, nicht so richtig halt eben.

00:42:38: Ob es jetzt Pütz ist, ob es das Wirt ist, in der Südstadt am Klöster.

00:42:42: Ob es das Birkebäumchen ist, ob es das Lommi ist, spielt keine Rolle.

00:42:46: Da bin ich schon gerne in diesen, diesen Ursch.

00:42:48: prünglichen Kneipen, wobei ich auch gerne aber anders bin, wo auch, wo man heute nicht so zwangsläufig Kneipe zu sagt, das sind ja eher bistroähnliche Einrichtungen.

00:42:56: Mit Fenster bis auf den Boden.

00:42:58: Ich bin gern mit Leuten zusammen und da kommt es wahrscheinlich eher noch auf die Leute an als wie auf das, wo ich irgendwo unterwegs bin.

00:43:05: Was ist dein Lieblingsgölsch?

00:43:07: Lieblingsgölsch.

00:43:08: Das hat sich so gewandelt im Laufe der Zeit.

00:43:10: Das ist mal von dem von dem süßen Frühreisdorf bis hin Zum Gaffel und jetzt dann doch, aber ich freue mich auf den Schreckenskammerkölz.

00:43:20: Ja, da

00:43:21: bin ich dabei.

00:43:22: Das ist ja immer so, dass sich das so im Laufe des Lebens so ein bisschen verändert.

00:43:26: Ja.

00:43:27: Falls ihr das von der Schreckenskammer hört, wir haben immer sehr viel Duft bei diesen Aufzeichnungen.

00:43:32: Falls ihr uns mal ein Kistchen spendieren wollt, Schreckenskammerkölz schmeckt hervorragend, könnt ihr euch mal überlegen.

00:43:38: Dein Lieblingsschimpfwort übrigens immer wieder sehr gerne genommen diese Kategorie.

00:43:43: Saverlatbe.

00:43:49: Dein kölches Lieblingsessen.

00:43:50: Himmel und Ältz.

00:43:51: Man kann das nicht überall essen, finde ich.

00:43:53: Aber wenn es Jutchen macht, ist es sich sehr gerne.

00:43:56: Die Flünze darf nicht so matschig sein.

00:43:57: Die muss schon ein bisschen kross

00:43:58: sein.

00:43:59: Das ist wichtig.

00:44:00: Und dann halt eben püree.

00:44:03: Und da püree natürlich ein bisschen mit, denn Apfel muss mit dem Stückchen halt eben auch untereinander rütteln.

00:44:08: Das ist schon ganz fein.

00:44:09: Das hat den Mutter früher auch oder den Vater zuhause auch gekocht.

00:44:20: Du hast aus Schlusswoch des heutigen Tages.

00:44:22: Du sollst den Satz vervollständigen.

00:44:24: Köln ist punkt, punkt, punkt.

00:44:32: Das war unsere kleine Geschichte, unser kleiner Rundgang durch... über und üben den Kölner Brücken zusammen mit dem Markt vom Kölner Brückenbauamt, der man, der alles über diese Brücken weiß.

00:44:49: Wir sind sehr dankbar, dass du den Weg hier zu unserem Studio gefunden hast.

00:44:52: Großes Dankeschön auch an den vollkommen überbezahlten Tontechniker, der zwar keine Ahnung von Brücken hat, aber eigentlich für guten Sound sorgen kann.

00:44:59: Der macht die Bridge.

00:45:05: Ich würde sagen, herzlichsten Dank, lieber Marc, das war absolut hervorragend.

00:45:09: Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann müsst ihr natürlich seventy-fünf Sterne geben und was weiß ich überall.

00:45:15: Also wir kötteln immer hier so um Sterne, um Liebe sozusagen.

00:45:19: Sonst geht er uns in der Erben nimmt, also ihr müsst uns... Bitte gut bewerten, dann kommen wir in so einen komischen Algorithmus rein und dann finden uns noch mehr Leute toll.

00:45:27: Wie auch immer, vielen Dank, Leven Maag.

00:45:29: Herzlich willkommen, wir sind stolz, dass du hinwirst bei uns hier im Studio.

00:45:35: Und wir sagen euch adjus und bis in zwei Wochen bleibt uns gewogen.

00:45:42: Das war die neuste Folge vom Köln-Ding

00:45:45: der Woche

00:45:46: und ich hoffe, es hat euch

00:45:47: gefallen.

00:45:48: Wenn ja, folgt uns auf Instagram und Facebook und

00:45:52: auf TikTok.

00:45:53: Da sind wir unter das

00:45:55: Kölnendain zu finden.

00:45:57: Auch auf PolyG sind wir natürlich zu finden, weil es da unseren Podcast gibt.

00:46:01: Und auf Spotify,

00:46:03: Apple, RTL Plus, überall da, wo es Podcast gibt.

Kommentare (2)

Bätes

‧
Lieber Uli, lieber Frank, wieder eine wunderbare Episode. Ich habe viel gelacht. Einfach herrlich Eurem Verzäll mit Marc vom Amt für Brückenbau zuzuhören. Vielen Dank für den tollen Beginn des Sonntags. Alle Daumen hoch. Viele Grüße Bätes

Ulrich

‧
Klasse, wieder etwas über die Kölner Brücken gelernt

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