Das Köln Ding der Woche - Zu Gast bei Annette Imhoff im Schokoladenmuseum

Shownotes

**Frank und Uli waren zu Gast im Schokoladenmuseum **

Frank und Uli waren zu Gast im Schokoladenmuseum. Und wir durften ausgiebig mit der Chefin des Hauses Annette Imhoff über dieses ganz besondere Museum sprechen. Mehr als 700.000 Besucher pro Jahr erkunden die Ausstellung mit dem Tropenhaus, in dem echte Kakaobohnen wachsen, die „gläserne“ Schokoladen-Fabrik und natürlich den berühmten Schokoladenbrunnen. Annette Imhoff hat mit uns über die gesamte Geschichte des Hauses und auch die Pläne für die Zukunft gesprochen. Und wir konnten ihr ein Versprechen abringen: Wenn es gelingt, dass eine Million Besucher in einem Jahr das Museum besuchen, wird der millionste Besucher in Schokolade aufgewogen.

Übrigens: Gerade einmal 6% der Besucher kommen aus einem Umkreis von 10 Kilometer rund um das Museum. Das bedeutet, dass viele Kölsche noch nie oder zumindest lange nicht mehr dort waren – und damit wirklich etwas verpassen.

Die völlig neu konzipierte Ausstellung bietet für ALLE etwas. Nix wie hin!

Links

Ein paar Fragen an Annette Imhoff vom Schokoladenmuseum – Köln ist immer ein Zuhause https://www.koeln-lotse.de/2025/12/05/annette-imhoff-schokoladenmuseum/

Das Kölner Schokoladenmuseum – eine Liebeserklärung an die Schokolade https://www.koeln-lotse.de/2021/12/31/das-koelner-schokoladenmuseum-eine-liebeserklaerung-an-die-schokolade/

Die Produktion dieses Podcasts erfolgte durch YM Audio Productions https://www.ym-productions.de/

Transkript anzeigen

00:00:10: Das Kölnding der Woche.

00:00:14: Der

00:00:14: Podcast zur schönsten Stadt der Welt.

00:00:17: Präsentieren

00:00:18: euch der Uli und der Frank.

00:00:28: Hallo zusammen!

00:00:29: Wir vom Köln-Ding der Woche begrüßen euch zu einer ganz speziellen Folge, denn wir sind heute mal wieder auswärts unterwegs und nicht nur auswärts, sondern wir sind am Nikolaustag oder beziehungsweise einen Tag vor Nikolaus.

00:00:42: Kommen wir raus.

00:00:44: Haben wir heute eine ganz spezielle Folge.

00:00:46: Und bei der heutigen Aufzeichnung kann ich mich überhaupt gar nicht entscheiden, was ich besser finde.

00:00:51: Ist es unsere heutige wundervolle Gastgeberin, die atemberaubende Location mit ihrer unglaublichen Aussicht oder einfach nur das lecker Thema?

00:01:00: Aber eigentlich ist die Reihenfolge ganz klar, denn trotz Aussicht und tollem Thema sitzt das Highlight heute bei uns als Gast vor dem Mikrofon.

00:01:08: Tatsächlich sind wir heute zu Gast in einem der leckersten Orte, die Köln zu bieten hat.

00:01:15: Mit Blick über den Rhein, mit Blick auf das wunderschöne Riesenrad.

00:01:20: Und jetzt wissen die Profis wahrscheinlich schon, wo wir sind.

00:01:23: Wir sind im Schokoladenm-m-m-m-Museum und es ist so schön.

00:01:28: Uns gegenüber sitzt Annette Imhof.

00:01:30: Sie leitet diese kölsche Institution.

00:01:32: Und wir sind so froh, dass wir heute bei ihr zu Gast sein dürfen.

00:01:36: Und sie mit uns über dieses ganz... besonderes Museum spricht.

00:01:39: Lieber Annette, schon jetzt vielen Dank.

00:01:41: Sehr gerne.

00:01:43: Wovor ihr fragt, ja, Annette hat es richtig gemacht.

00:01:46: Sie hat uns Schokolade auf den Tisch gestellt.

00:01:48: Wir wären auch sonst tief enttäuscht gewesen.

00:01:51: Und leider kann der Janik sich gerade nicht melden.

00:01:53: Der hat die Hundert Gramm-Tafel einmal komplett in den Mund genommen, aber er winkt.

00:01:58: Der vollkommen überbezahlte Tontechniker ist auch mit an Bord.

00:02:02: Doch zurück zu Annette.

00:02:03: Hast du den vielleicht besten Job gehört?

00:02:07: Also ich fühle mich jedenfalls ausgesprochen wohl mit meinem Job.

00:02:12: Das dürfen aber ja auch andere.

00:02:14: Also von daher kommt es doch gar nicht drauf an, ob es der beste ist.

00:02:17: Aber es ist schon, aber es ist

00:02:20: schon

00:02:21: sehr cool.

00:02:21: Ja,

00:02:21: total.

00:02:22: Was ist denn dein Job?

00:02:24: Ich sitze hier heute als Geschäftsführerin des Schokoladenmuseums.

00:02:29: Und für alle, die das nicht wissen, das Schokoladenmuseum ist die kölsche Institution.

00:02:35: Das ist ein Tempel der Schokolade.

00:02:37: Und was es damit alles genau auf sich hat, werden wir heute mit der Annette alles in aller Ruhe beschreiben.

00:02:43: Annette, wie hat denn eigentlich alles mit dem Schokoladenmuseum angefangen?

00:02:49: Oh, das ist schlussendlich eine wirklich lange Geschichte.

00:02:52: Also, eröffnet wurde das Schokoladenmuseum, Die Frage ist ja, wie ist es überhaupt dazu gekommen?

00:03:00: Und tatsächlich hatte mein Vater, als er Stollwerk übernommen hat Anfang der siebziger Jahre in der Südstadt, wo heute das Bürgerhaus Stollwerk ist, sehr viel alte Maschinen, Archivalien, alte Sammelbilder, unglaublich viel Schriftverkehr vor der Vernichtung gerettet und hat das mit nach Ports genommen an den neuen Standort.

00:03:26: Und dann gab es da hinten so ein kleines Räumchen oder ein bisschen größeres Räumchen, wo das alles aufbewahrt wurde, aufbereitet wurde.

00:03:34: Und das war so der erste Grundstück zu dem, was wir unsere Sammlung heute nennen, die tatsächlich über zehntausend Teile hat.

00:03:44: Also wir haben ein wirklich großes Archiv.

00:03:47: Und dann kam irgendwann die Idee, dass man doch ein echtes Museum machen könnte, wo man nicht nur die Besucher durchführt, die in die Fabrik kommen, sondern dass der Öffentlichkeit zugänglich ist.

00:04:00: Und alle haben gesagt, du warst total, also Quatsch, Museum, Schokolade, wie soll das denn funktionieren?

00:04:08: Und dann hat mein Papa gesagt, okay, ein Hundertfünfzig Jahre Stollwerk, neunzehnhundertneunachtzig.

00:04:14: Ich mache eine große Ausstellung im Gürzenich, der guten Stubekölz.

00:04:21: Und wenn da viele Leute hinkommen, er hat auch eine Zahl genannt, fünfzigtausend, dann baue ich ein Museum.

00:04:29: Tatsächlich waren es

00:04:32: über zweihunderttausend.

00:04:33: In was für einer Zeit?

00:04:34: In

00:04:35: gut sechs Wochen.

00:04:36: Die Ausstellung lief vom sechsten, siebten bis zwanzigsten, achten, neunundachtzig.

00:04:41: Es war tatsächlich was ganz, was besonderes, weil der Gürze nicht auch voller Schokolade war.

00:04:47: Da gab es übrigens auch schon den ersten Schokoladenbrunnen.

00:04:50: Der sah noch ein bisschen anders aus, als der Brunnen heute aussieht.

00:04:52: Aber tatsächlich hat... Dein Vater ja mit sich selbst gewettet.

00:04:56: So kann man schon sagen, oder?

00:04:57: Er hat

00:04:57: mit sich selbst gewettet und tatsächlich hat derjenige, der den ersten Schokoladenbrunnen gebaut hat, bis vor wenigen Jahren hier im Schokoladenhoseum noch gearbeitet, Hermann Janssen.

00:05:08: Er sei gegrüßt, falls ihr diesen Podcast hört.

00:05:12: Und also mein Papa hat tatsächlich den ersten Schokoladenbrunnen für diese Ausstellung entwickeln lassen.

00:05:20: Stand groß Alp hier drauf.

00:05:22: Ich hab...

00:05:22: Da mal eine Doku drüber gesehen und so wie ich den Kollegen damals verstanden habe, war das gar nicht so einfach.

00:05:28: oder ist das heute noch nicht so einfach?

00:05:30: Weil der erste ist explodiert oder beziehungsweise bis an die Decke ist die Schokolade gespritzt?

00:05:35: Genau.

00:05:36: Da hätte ich gern sauber gemacht.

00:05:38: Ja, tatsächlich haben wir vor ein paar Jahren noch die Flecken an der Decke in der Werkstatt im Ports besichtigen können für diese Dokumentation.

00:05:45: Da bin ich dabei gewesen.

00:05:47: Und das Problem ist, Schokolade wird natürlich relativ schnell fest.

00:05:51: Und wenn man sich vorstellt, dass das sehr dünne Düsen sind, deswegen ist tatsächlich in der Schokolade, die in so einem Schokoladenbrunnen fließt, immer noch mal ein bisschen zusätzliche Kakaobutter drin, weil sonst würde das viel zu schnell fest werden.

00:06:04: Und das ist durchaus eine Kunst, dass man es schafft, dass die Schokolade ... Auch fließt und nicht einfriert.

00:06:13: Weil wenn die erst mal eingefroren ist, ist echt doof.

00:06:15: Ich

00:06:15: greife mal vor, das bekommen wir gleich noch zu.

00:06:16: Wir sind in der Geschichte, aber die Zahl, die hat mich fasziniert.

00:06:19: Siebenhunderttausend Besucher.

00:06:21: Und ich habe mir einfach mal gerechnet.

00:06:23: Jeder von denen geht zum Schokoladenbrunnen und bekommt fünf Gramm.

00:06:26: Das ist ja jetzt über halbwegs realistisch, oder?

00:06:28: Wie kommst du dann auf fünf Gramm?

00:06:29: Ist es mehr?

00:06:30: Ich glaube, dass es mehr sind.

00:06:31: Echt?

00:06:31: Also ich habe einfach mal fünf Gramm gerechnet.

00:06:33: Das macht im Jahr drei Komma fünf Tonnen Schokolade, die durch die Brunnen laufen.

00:06:37: Ja, ja.

00:06:38: Das passt.

00:06:43: Das ist für dich ein Wochenende.

00:06:44: Können

00:06:44: wir uns nicht mal nachts hier einschließen, so nachts im Museum?

00:06:47: Das ist ein Traum.

00:06:50: Dann

00:06:50: nochmal zurück.

00:06:51: Wir haben die Archivalien.

00:06:54: Wir hatten in Ports das Lager mit alten Automaten, Blechschildern, was weiß ich, was man alles noch so aufgehoben hat.

00:07:01: Wir hatten die Wette, die ja gegen sich selbst gebunden hat, aber es gab keinen Standort.

00:07:06: Nee, genau.

00:07:06: Also dann kriegte meine Mutter den Auftrag, den Standort zu suchen.

00:07:12: Das fand sie, glaube ich, am Anfang nicht so lustig.

00:07:14: Dann hat sie die Aufgabe aber angenommen.

00:07:16: Und das war tatsächlich gar nicht so einfach, weil die Stadt zum damaligen Zeitpunkt auch von der Idee nicht so richtig überzeugt war.

00:07:24: Und man darf ja nicht vergessen, den ganzen Rheinauhafen gab es ja damals noch gar nicht.

00:07:29: Es gab keine Kranhäuser, das waren alles Barakken.

00:07:32: Und einer der ersten Standorte, der tatsächlich angeboten wurden, war am Kap am Südkai.

00:07:38: Jetzt könnte man sich mal vorstellen, das Schokoladenmuseum wäre noch drei Kilometer

00:07:44: weiter

00:07:44: da unten.

00:07:46: Dann könnte man sich vorstellen, dass das mit den Touristen und dem Dom und so weiter schwierig wäre.

00:07:51: Und das ist sicherlich auch einer der Erfolgsgründe, über die wir sicherlich auch gleich noch sprechen, das Schokoladenmuseum ist, dass es so eine tolle Lage hat.

00:07:59: Und dann gab es hier diesen Standort an der Spitze des Rheinauhafens.

00:08:05: Und genau, der ist es dann geworden und den haben wir dann übernommen.

00:08:11: Was mich bei der ganzen Geschichte total interessiert ist... Wieso?

00:08:16: Also, was hat deinen Vater dazu bewogen, ein Museum zu eröffnen?

00:08:20: Wollte er etwas Bleibendes hinterlassen, hat er soweit gedacht?

00:08:25: Ich finde das total faszinierend.

00:08:26: Wie kommt man davon, als Geschäftsmann oder war ja ein sehr, sehr großer Geschäftsmann zu sagen, ich mache jetzt ein Museum mit Schokolade?

00:08:37: Also tatsächlich ... ist die Geschichte durchaus ein bisschen komplizierter, weil mein Papa ist ja ein toller Unternehmer gewesen, aber auch sicherlich sehr ehrgeizig.

00:08:49: und wenn man seine Geschichte kennt, dann kommt er ja aus einer Schlosserfamilie in der Kölner Südstadt und es gibt tatsächlich eine sehr, sehr nette Geschichte und ich bin mir sicher, dass mein Papa das nie gewusst hat, weil ich Es war nie Thema, als ich Kind war.

00:09:05: Er ist am gleichen Tag geboren, wie Ludwig Stollwerk gestorben ist.

00:09:10: Und

00:09:12: das haben

00:09:12: wir tatsächlich erst zu seinem theoretisch hundertsten Geburtstag, zwanzig-zweiundzwanzig war das irgendwie Thema, weil es war nämlich der hundertste Todestag von Ludwig Stollwerk.

00:09:23: Und plötzlich sozusagen verbanden sich die beiden Geschichten und Ich fand es total erstaunlich, dass das nie Thema war, weil das natürlich schon so ein... Es ist eine total geile... Ja, das ist eine schöne Geschichte.

00:09:36: Sorry für das Wort, aber auch etwas anderes.

00:09:39: Aber es ist eine irre Geschichte, ja.

00:09:40: Das ist eine total irre Geschichte und deswegen bin ich mir auch sicher, dass er das eigentlich selber überhaupt nicht gewusst hat.

00:09:47: Und genau, also da gibt es natürlich vielleicht zu seinem... Unternehmerischen Lebenslauf, eine Verbindung, aber es hat ja noch nichts mit dem Museum zu tun.

00:10:01: Tatsächlich hatten aber einige der großen Schokoladenhersteller, als dazu nennen es Ludwig, der ja das große Kunstmuseum hier in Köln die Sammlung für gestiftet hat, aber auch Sprengel in Hannover waren jeweils große Kunstdammler und hatten eigene Museen.

00:10:20: Und es gibt eine Geschichte aus der frühen Unternehmerzeit meines Vaters, als ihm tatsächlich auf einem Treffen von Branchengrößen der Handschlag verweigert wurde, weil er ja ein Empor-Kömmling war.

00:10:36: So wurde er jedenfalls vielleicht tituliert.

00:10:39: Jedenfalls war er nicht gut genug, aber er war ja derjenige gewesen, obwohl er mit Schokolade vorher nie was zu tun hatte, ja nach dem Krieg die ersten Pralinen auf den Markt gebracht hat.

00:10:50: Denn er hat Schokolade, ihr kennt die Geschichte, ihr grinst mich so an, aus Kehrpaketen gesammelt, eigentlich Zuckerkügelchen damit übergossen.

00:11:01: Also die Schokolade hat er natürlich niemandem abgenommen, die hat er getauscht gegen andere Sachen, die damals vielleicht wichtiger waren.

00:11:07: Sagen wir mal so, der war eine Jodemagela.

00:11:09: Ja, das war absolut eine Jodemagela.

00:11:11: Ist ja auch nicht in Köln passiert, sondern das war ja in der Mose.

00:11:13: Das

00:11:14: war in der Mose, genau.

00:11:16: Und hat eben dann dort die ersten Pralinen im Hof Teddy... der Nachkriegszeit.

00:11:21: Die Packung kann man auch bei uns hier im Museum sehen, auf den Markt gebracht und hat damit sehr zügig wirklich gutes Geld verdient, während ja dann die großen Schokoladenfirmen an vielen Stellen es nicht geschafft haben, sich zu etablieren in der Nachkriegszeit.

00:11:39: Ihr dürft das vielleicht nochmal anders formulieren.

00:11:42: Und schlussendlich ist es ja daran gegipfelt, dass er Anfang der siebziger Jahre das total Insolvente und marode Stollwerk Übernommen.

00:11:51: Man kann mal sagen, er war ein guter Manager und die Stollwerks hatten, waren andere Manager.

00:11:57: Zu dem Zeitpunkt ja lange nicht mehr im Besitz der Familie Stollwerk.

00:12:01: Also

00:12:02: das Management von Stollwerk.

00:12:03: Genau.

00:12:03: Die hatten halt die Kosten nicht im Griff und zu viele Produkte und er hat das dann glattgezogen.

00:12:11: nicht nur Stollwerk übernommen, sondern später auch Sprengel, Sarotti, Waldbauer.

00:12:17: Das sind alles so Marken, die man aus früheren Zeiten kennt, die heute eigentlich kaum noch relevant sind.

00:12:23: Jetzt hat das Museum Ludwig, der Uli hat gleich ganz genaue Zahlen, eine gewisse Besucherzahl.

00:12:31: Das Museum Ludwig haben Besucht im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr

00:12:39: im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im

00:12:57: Jahr im Jahr im.

00:12:57: Also tatsächlich haben wir zwanzig, vierundzwanzig, haben natürlich die aktuellsten Zahlen, siebenhundert, sechstausend.

00:13:05: Besucher und damit in etwa so viel wie alle Kölner Museen

00:13:10: zusammen.

00:13:10: Und da oben im Himmel sitzt einer auf einer Wolke aus Schokolade und griehmelt sich ein, weil er jetzt sagt, ja, Jungs, da seht er, was er davon ja hart hätte, oder?

00:13:19: Genau.

00:13:20: Also das war natürlich dann der Antrieb, auch was zu machen und mit Kunst hatte er es ja nicht so.

00:13:25: Also er mochte Kunst, aber das war jetzt nicht sein Thema, dann eine Sammlung aufzubauen.

00:13:30: Und dann hat er das Thema Schokolade für seinen Museum genommen.

00:13:34: Und das muss man ja einfach sagen, er hat das ja wirklich groß gedacht.

00:13:43: gibt eben wirklich ein Tropenhaus, in dem Kakao-Pflanzen wachsen.

00:13:49: Wir haben eine kleine gläserne Schokoladenfabrik oder vielleicht für den ein oder anderen ist sie groß, aber im Vergleich zu echten Schokoladenfabriken ist sie natürlich klein.

00:13:58: Und alle Maschinen sind extra hergestellt worden, um hier den Besuchern den Prozess zu erklären.

00:14:06: Und insofern sind wir natürlich schon etwas ganz Besonderes.

00:14:09: Und dieses Thema Erlebnis, Museen, Themenmuseen, gab es natürlich damals überhaupt nicht.

00:14:15: Heute gibt es ein Auswandererhaus, ein Klimahaus.

00:14:18: Zu ganz vielen Themen kann man Museen finden.

00:14:22: Aber damals gab es ja eigentlich nur Kunstmuseen oder ein Stadtmuseum oder vielleicht ein Freilichtmuseum.

00:14:28: Aber so ein Themenmuseum gab es.

00:14:30: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.

00:14:34: Er war in seiner Zeit total innovativ voraus.

00:14:37: Wir durften ja im September eine wunderbare Führung,

00:14:41: Privatführung machen.

00:14:42: Dein Kedard nochmal an dieser Stelle?

00:14:43: Und da waren wir natürlich auch im Tropenhaus.

00:14:46: Und da haben wir die Bienemaya des Imhofs Imperiums kennengelernt.

00:14:50: Claudia?

00:14:50: Weil Claudia ist die Bestäuberin.

00:14:53: Das ist auch

00:14:54: ne Job des Quips.

00:14:56: Ja, aber Claudia liegt mit nem Watte-Stäbchen rum und hat die Blüten bestäubt.

00:15:01: Und ich hab sie lange gesagt, ist meine Bienemaya des Imhofs.

00:15:06: Wir waren auch ganz erstaunt.

00:15:07: Tatsächlich wird ja auch diese Schokolade irgendwann mal geerntet, also

00:15:10: die Früchte

00:15:11: werden geerntet.

00:15:12: Und daraus wird ja auch Schokolade gemacht, was auch mehr so ein bisschen der Gag ist.

00:15:16: Ja, ja, total.

00:15:17: Also der

00:15:18: Menge als auch vom...

00:15:19: Genau.

00:15:20: Also tatsächlich im Thermomix.

00:15:24: Als Hilfe für sozusagen das Schreddern und so weiter und das Kurschieren.

00:15:30: Aber da muss man sich jetzt mal vorstellen.

00:15:32: Also für alle die, die noch nie im Schokoladenmuseum waren.

00:15:36: Das ist eine Reise durch die Welt der Schokolade.

00:15:39: Du

00:15:40: startest damit, dass du tatsächlich siehst, wie die Pflanzen wachsen.

00:15:43: Du gehst in dieses Gewächshaus rein, schwitzt dir ein Wolf, die Brille beschlägt.

00:15:48: Weil, wie viel Grad sind's in dem Ding?

00:15:50: Ich weiß

00:15:50: es nicht.

00:15:51: Ja, hängt immer die.

00:15:52: Es wird immer wärmer empfunden, als es ist, weil es halt sehr feucht ist.

00:15:56: Aber oft ist es gar nicht wärmer, als fünfundzwanzig, sechsundzwanzig.

00:15:59: Also, wenn ihr im September und wenn es draußen warm ist, ist es natürlich auch schon mal über dreißig.

00:16:04: Aber

00:16:04: das heißt im Winter ... Auch immense Heizkosten, weil das ist ja hinter Glas.

00:16:09: Und vor allen Dingen Stromkosten für Licht.

00:16:12: Weil der ... Das ist ein

00:16:13: Frau-Licht, muss da rein.

00:16:15: Sonst wächst da nix.

00:16:18: Im Kölner Suppenebel wächst da

00:16:19: nix.

00:16:19: Nur warm reicht nicht.

00:16:21: Braucht auch Sonne.

00:16:23: Und dann unternimmt man die Reise weiter.

00:16:26: Das Konzept sieht ja vor, die ganze Bandbreite zu darzustellen.

00:16:31: Wir kommen dann auch als Nächstes dazu zu den Ursprüngen der Schokolade.

00:16:36: Oh, weil dazwischen gibt es ja noch eine ganze Menge.

00:16:38: Hast du geschlafen?

00:16:39: Nein,

00:16:41: wir fangen mal ganz früher an.

00:16:47: Was ist das Interessante an der Historie der Schokolade?

00:16:53: Weil ich mich erinnern kann?

00:16:55: Gab es die ersten Ernennungen irgendwie in Amerika, glaube ich, bei San Francisco Ballas?

00:17:00: Und dann gibt es schon Sachen bei dem Mayas.

00:17:03: Und da habt ihr auch Exprimate dazu.

00:17:07: Also ich finde es total interessant, wie lange die Historie von Schokolade eigentlich oder Kakao oder der Kakaobone bis in die jetzt Zeit immer noch so beliebt

00:17:18: ist.

00:17:19: Also an der Stelle kann ich eine sehr schöne Anekdote berichten, nämlich als das Schokoladenmuseum eröffnet wurde.

00:17:24: Also, in den letzten dreißig Jahren sprach man von dreitausend Jahren Kulturgeschichte der Schokolade.

00:17:31: Inzwischen sprechen wir von fünftausend Jahren Kulturgeschichte der Schokolade.

00:17:36: Das heißt, in den letzten dreißig Jahren hat man Dinge gefunden, unter anderem in Ecuador, in Santa Ana.

00:17:46: wo man eben das bisher älteste Kakao-Gefäß entdeckt hat.

00:17:51: Und das ist eben wirklich ungefähr dreitausend vor Christus gewesen.

00:17:56: Hat Kakaospuren an diesen Gefäß gefunden.

00:18:00: Und seitdem weiß man eben, dass in den damaligen Zivilisationen eben Kakao schon genutzt wurde.

00:18:09: Und so viel tut sich also in dreißig Jahren.

00:18:12: Ist doch irre, oder?

00:18:13: Ja.

00:18:14: Wahnsinn.

00:18:15: Also es ist schön auch, dass mein Papa nicht Schrauben hergestellt hat oder so.

00:18:18: Es wäre bestimmt nicht so spannend gewesen.

00:18:21: Ein Schraubenbrunnen ist auch nicht so toll.

00:18:23: Da haben wir hier mehr Spaß.

00:18:26: Ihr führt den Besucher ganz bewusst durch diese Geschichte.

00:18:33: Weil du es besser kannst als wir selbstverständlich.

00:18:35: Einfach mal kurz diesen Szenenablauf schildern.

00:18:38: Was passiert, wenn ich im Schokoladenmuseum unterwegs bin?

00:18:41: Okay, also du kommst ins Foyer und dann gehst du rein.

00:18:45: und dann ist der Beginn eigentlich, dass du in die Anbaugebiete gehst, wie du es vorhin schon beschrieben hast, die Tropen.

00:18:52: Dann bist du am Anfang in dem ursprünglichen, wo Kakao ursprünglich gewachsen hat und so ist auch die Szenerie aufgebaut.

00:18:59: Dann hast du die Gelegenheit ins Tropenhaus zu gehen, das nochmal mit allen Sinnen zu spüren, weil alle Sinne sind natürlich bei so einem Thema wie Schokolade total wichtig.

00:19:10: Und dann gehst du in die Plantage, da wird es etwas Lichter, Kakao braucht Schattenbäume, aber dann wird Kakao angebaut.

00:19:19: Das ist also nicht mehr der Ursprung des Kakaos, sondern der Ort, wo heute Kakao angebaut wird.

00:19:26: Das ist insbesondere in Ghana und der Elfenbeinküste der Fall, aber auch in Süda und Mittelamerika.

00:19:33: Dort sind also die Hauptanbaugebiete, wobei tatsächlich Afrika, achtzig Prozent der Ernte hat.

00:19:40: Und dann lernst du aber auch nicht nur, wie Kakao geerntet wird, sondern auch, dass es Schattenseiten gibt.

00:19:48: Also du lernst ganz viel über den Kreislauf der Armut, der dort an vielen Stellen herrscht, weil natürlich viele, viele Sachen zusammenkommen müssen, damit es den Menschen gut geht.

00:19:59: Zum Beispiel sind oft die Anbauflächen, die den einzelnen Kakaobäuerinnen und Bauern gehören, extrem klein.

00:20:06: Also wenn du versuchst mit zweihundert Quadratmeter Garten ein Geschäft aufzubauen, dann kann das nicht funktionieren.

00:20:15: Das hat dann gar nicht nur was damit zu tun, dass die Einkünfte zu niedrig sind pro Kilo, sondern auch, dass die Strukturen oft so sind, dass sie schwierig sind.

00:20:25: Du lernst über gute Beispiele, was dort passiert, um die Situation zu verbessern.

00:20:29: Du lernst aber auch, welche Schwierigkeiten es dort gibt mit Kinderarbeit oder ausbeuterische Kinderarbeit und welche Maßnahmen unternommen werden, um das versuchen, einzuschränken.

00:20:40: Das Exponat ist das Kajak an Ihnen?

00:20:42: Genau, das große Boot in Tobada, die Hoffnung nicht aufgeben.

00:20:46: Das war das erste Exponat des Schokoladenmuseums.

00:20:50: Und mit in diesem Boot, ja, das ist irgendwie ... Ich glaube, sechs Monate vor Eröffnung gekommen und in diesem Boot wurden tatsächlich bis in die sechziger Jahre noch Kakao-Säcke zu den Containerschiffen vor der Küste Afrikas gebracht.

00:21:06: Das ist mal authentisch.

00:21:07: Das ist mal authentisch, genau.

00:21:10: Und dann lernst du eben, wie der Kakao hierhin transportiert wird.

00:21:13: Er wird zum Teil schon in den Anbau Ländern verarbeitet, aber er kommt eben auch als Bohnen hier an.

00:21:21: Und wie er im Hamburger Hafen gelöscht wird, was dann damit passiert, um die Qualität sicherzustellen, wie die Preise sich verändert haben.

00:21:29: zu Kakao.

00:21:30: Du siehst zum Beispiel bei uns immer den absolut aktuellen Ticker laufen, was die Tonne Kakao aktuell an den Börsen kostet.

00:21:38: Du lernst ganz viel.

00:21:39: Ich hab's in mir gemerkt.

00:21:40: Also, wie wir damals da waren, waren es, glaube ich, sieben, fünf, fünf Euro.

00:21:43: Ja, also ich weiß nicht, vor ein, zwei Tagen waren es fünftausend, sechs.

00:21:48: Und er war schon bei zwölf.

00:21:50: Also die Kakaopreise.

00:21:52: Aber ich glaube, darüber können wir in einem Podcast machen.

00:21:54: Sind ja extrem explodiert.

00:21:56: Das hat ganz, ganz viele Ursachen.

00:21:58: Dann lernst du ganz viel zum Thema Nachhaltigkeit.

00:22:01: Und dann kommst du in den Zutatenraum.

00:22:03: Also du bist dann plötzlich, hast das Gefühl, ich stehe jetzt mitten in der Fabrik.

00:22:08: und lernst ganz viel darüber, welche Zutaten nötig sind, um Weiße, Vollmilch und dunkle Schokolade herzustellen.

00:22:15: und dann kommst du in die echte Fabrik.

00:22:17: und dann lernst du die einzelnen Schritte, die ganz aufwendig sind, ganz viel Mühe nötig, ganz viel Zeit, um wirklich gute Schokolade herzustellen.

00:22:29: und am Ende kannst du dann am Brunnen natürlich naschen und gucken, wie das ist, so flüssige Schokolade zu probieren.

00:22:39: Wenn man geschickt ist und sich gut dranstellt, kann man ja auch aus dieser Produktionsstraße eins von diesen kleinen Tafelchen rausfischen.

00:22:44: Genau, und die finde ich schmeckt so super lecker, weil sie noch keine Verpackung gesehen hat.

00:22:50: und so super frisch ist.

00:22:52: Also diese Schokolade, also hier steht ja auch welche auf dem Tisch, die ist jetzt auch sehr frisch, aber ich finde die aus der Produktionsstraße schmeckt einfach wirklich gut.

00:22:59: Hier muss ich das

00:23:00: so vorstellen, da ist tatsächlich eine Produktionsstraße.

00:23:02: Laufen diese ganz kleinen Täfelschen, die haben glaube ich zehn Gramm oder so?

00:23:05: Fünf

00:23:05: Gramm.

00:23:06: Fünf Gramm haben die.

00:23:07: Laufen dadurch und dann kann man einen Knopf drücken, wenn man in die richtigen Zeitpunkt erwischt, dann holt ein Roboterabend so eins da raus und wirft das in so ein Ausgabeschacht rein.

00:23:16: Das ist einfach vom Spaßfaktor schon so cool.

00:23:19: Man will natürlich so ein Schokoladchen erwischen dann

00:23:22: auch.

00:23:22: Genau, also das ist cool.

00:23:25: und dort unten geht es eigentlich so um die industrielle Fertigung von Schokolade und dann geht man die Treppe hoch und dann kommt man in unsere große Manufaktur und dann lernt man, wie handwerkliche Schokoladenkunst funktioniert, also das Schminken von Hohlfiguren, wie Pralinen gemacht werden, man kann seine eigene individuelle Tafel mit seinen Zutaten machen.

00:23:49: Und genau, also oben geht es eher um die handwerklichen Fähigkeiten und unten Rages machen wir zum Beispiel selber mit Espressobohnen und Nüssen.

00:24:01: Und unten eben eher um das industrielle, also die Tafelschokolade, die ihr alle aus dem Supermarkt kennt.

00:24:09: Also was ich vor allem gelernt habe, ist, dass die Süßigkeit Schokolade, ich sag mal, eine richtige Diva ist.

00:24:18: Also... unterschiedlichste Temperaturen sind schlecht.

00:24:24: Oder gut?

00:24:24: Oder gut.

00:24:25: Je nachdem, es ist, sie wird halt irgendwann weiß, wenn sie zu lange rumliegt.

00:24:30: Das ist aber eigentlich nur die Kakaobutter, so wie ich das verstanden habe, richtig.

00:24:33: Schönheitsfehler,

00:24:34: oder?

00:24:35: Reiner Schönheitsfehler ist nicht verdorben.

00:24:37: Ja.

00:24:38: Und er nimmt unglaublich den Geschmack anderer Dinge an.

00:24:43: Also es ist wirklich die Mariah Carey unter den Süßigkeiten.

00:24:47: Kann man das so sagen?

00:24:49: Im Kühlschrank ist keine gute Idee.

00:24:51: Dann hast du hinterher Zwiebelschokolade.

00:24:53: Das fand ich schon sehr beeindruckend.

00:24:56: Schokolade sollte man eigentlich eh nicht aus dem Kühlschrank essen.

00:24:59: Ich ziehe nämlich viel zu kalt.

00:25:02: Zwei Dinge fehlten wir beim Rundgang noch einmal.

00:25:05: Also ich bin ja noch nicht fertig.

00:25:07: Ich bin ja noch nicht fertig.

00:25:08: Dann glaubst du aber, du hast alles gelernt, was man gelernt haben kann.

00:25:12: Weil was soll denn nach der fertigen Schokolade noch kommen?

00:25:15: Dann gehst du eine kleine Treppe auf.

00:25:18: Und dann bist du dort, was du vorhin beschrieben hast, nämlich wir gehen fünftausend Jahre zurück und wir erklären, wo kommt Schokolade her?

00:25:27: Wir haben dort unser wunderbares, wir nennen es intern holodeck.

00:25:30: Stimmt natürlich nicht.

00:25:31: Es ist ein toller Raum mit vier riesigen Biemann, die uns nach Santa Ana führen in Ecuador.

00:25:39: Man hat das Gefühl, man steht wirklich mittendrin.

00:25:41: Ja, genau.

00:25:42: Also auch

00:25:43: mit Sound und allem, dass

00:25:44: sie schon beeindruckend sind.

00:25:45: Sehr cool.

00:25:46: Den Bereich haben wir erst im Juni diesen Jahres eröffnet.

00:25:50: Und dann lernste eben ganz viel darüber, dass Kakaozahlungsmittel war zu der damaligen Zeit, dass es eine Speise der Götter war, wie es halt genutzt wurde.

00:26:01: Wir sind tatsächlich die größte Mittelamerikasammlung Deutschlands mit Original-Exponaten, die bei uns ausgestellt werden.

00:26:09: Also auch das kann man bei uns lernen.

00:26:14: Dann lernt man, wie denn der Kakao nach Europa kam mit den Eroberern, die ja schussendlich dann dorthin kamen und das gelernt haben, zurück nach Spanien brachten.

00:26:29: Und dann fanden die damaligen Herrscher, die natürlich diese Reisen bezahlt haben, das so cool, dass sie das zum Getränk des Adels und des Luxus gemacht haben.

00:26:40: Und das war das Getränk des Paroks.

00:26:42: Man trank damals Schokolade flüssig.

00:26:45: Und jetzt gibt's eine schöne Geschichte.

00:26:47: Mal gucken, ob ihr die schon in eurer Führung gelernt habt.

00:26:49: Nämlich, warum ist denn die Kakaotasse immer so schlank und hoch?

00:26:55: Das war doch,

00:26:57: weil die im Bett liegen.

00:26:59: Nee, das verwechselt ihr zwei Geschichten.

00:27:02: Das hat mit schlank und hoch nichts.

00:27:03: Und das ist die Tasse mit dem, mit die Untertasse mit dem Zäunchen.

00:27:07: So, okay.

00:27:08: die Tromblös.

00:27:09: Nein, schlank und hoch ist, weil zu dem damaligen Zeitpunkt ist ja die Kakaobone enthält ja relativ viel Fett.

00:27:19: Und dieser Fett hat man damals ja noch nicht getrennt.

00:27:22: Also wenn ihr heute Kakaopulver mit Kakaopulver einen Kakaomacht ist dort das Fett weg.

00:27:28: Wenn ihr mal eine heiße Schokolade macht mit echter Schokolade, die ihr schmilzt in Milch, ist da ganz viel Fett drin.

00:27:36: Und was macht Fett?

00:27:37: Das schwimmt oben.

00:27:39: Wie bei der Salatsauce.

00:27:41: Wenn man das aber gemischt haben möchte, dann muss man das verquirlen.

00:27:46: Und das gibt Schaum.

00:27:48: Und damit man im Glas nicht nur Schaum hatte, wie beim Kölsch, ist nämlich auch schmal und hoch.

00:27:56: Deswegen waren die Kakaotassen so schlank.

00:28:00: Das hat er nicht erzählt.

00:28:01: Ja, er hat euch so viel anderes erzählt, er musste mir ja noch was übrig lassen.

00:28:05: Ja,

00:28:05: ja, das haben wir nicht nur.

00:28:07: Gibt es denn ein Exponat, wo du sagen würdest, da stehen alle davor und denken sich, boah, das ist ja der helle Wahnsinn.

00:28:14: Also bei Führung oder so.

00:28:16: Gibt es das?

00:28:16: Na ja, also die meisten Besucher finden natürlich das Thema Schokoladenbrunnen.

00:28:24: Also so flüssige Linschokolade da aus dem Brunnen rauszuholen, ist natürlich einfach cool.

00:28:30: Deswegen, und du guckst auf den Rhein und den Dom, der sitzt natürlich dort auf seinem goldenen Tablett sehr exponiert.

00:28:38: Das finden die Besucher schon toll.

00:28:40: Für uns ist das natürlich nicht so toll.

00:28:44: Und ich glaube, jeder hier im Haus hat irgendeinen Lieblingsexponat und tatsächlich ist meines die Tromblöstasse.

00:28:55: Das ist nämlich eine kleine Tasse mit einem Zäunchen drauf.

00:28:57: Das

00:28:58: ist das mit dem im Bett liegen.

00:28:59: Das

00:28:59: ist das mit dem im Bett liegen.

00:29:01: Und da sozusagen steht die Tasse drin.

00:29:04: Und warum hat die Untertasse ein Zäunchen?

00:29:07: Damit nämlich der Kakao wurde genossen bei einer Zeremonie, die das Levé war.

00:29:14: Also die Aufstehzeremonie der Adelsdame.

00:29:18: Und damit dabei der Kakao nicht so schnell umkippte.

00:29:22: hat man dann einfach auf die Untertassen zwöhnchen gemacht, sie ist wirklich allerliebster.

00:29:26: Wird dieses Aufsteht-Zeremonell

00:29:27: heute noch im Hause im Hof verfolgt?

00:29:29: Das wirst du nicht.

00:29:32: Ah doch, gelegentlich bringt mir mein Mann Kaffee, das für mich, aber nicht mit Kakao.

00:29:36: Und ich bin freundlich und kann... Und es dauert

00:29:40: auch noch nicht so lange.

00:29:41: Nee.

00:29:42: Olli, hast du eine Frage?

00:29:43: Ich hätte eine, bitte.

00:29:46: Wenn man sich jetzt anguckt, ihr habt ja wahrscheinlich unglaublich viele Führungen und so.

00:29:49: Wie sieht denn ungefähr so der klassische Besucher des Schokolagenmuseums aus?

00:29:53: Kann man das überhaupt sagen und aus welchen Ländern kommen viele oder ist das?

00:29:59: Also tatsächlich redest du natürlich in der Museumspädagogik Marketing oft über Personas und stellst dir gewisse Leute vor, die dann herkommen und welche Geschichte die haben.

00:30:14: Aber schlussendlich, wir haben ganz schön viele ... ...

00:30:16: Menschen

00:30:17: und Personas bekommen.

00:30:19: Also ... ... ich vielleicht kann ich euch ein bisschen was über unsere Besucher erzählen.

00:30:24: Also ... ... ja, wir haben viele Schulklassen und wir haben viele Kinder.

00:30:29: Aber es ist bei heute nicht die meisten.

00:30:32: Sondern es ist schlussendlich doch eher eine kleine Gruppe selbst, wenn ich die Familien mit Kindern noch dazunehme.

00:30:42: Wir haben von dem ... Akademiker, der sich für irgendwelche Sachen interessiert, Menschen, die sich zum Thema Nachhaltigkeit interessieren, ganz, ganz unterschiedliche Besucher, Menschen, die noch nie in einem Museum waren, finden sich bei uns super zurecht, weil wir einen ganz leichten und easy Einstieg bieten.

00:31:03: Schlussendlich kannst du das Museum Fünfmal besuchen und kann jedes Mal ganz viele neue Dinge entdecken, weil wir so viele unterschiedliche Ebenen haben.

00:31:13: Und natürlich nimmt das Kind, was mit zehn kommt, ganz andere Dinge wahr und achtet auf andere Exponate und Geschichten als jemand, der jetzt akademisch hochgebildet ist oder zum Beispiel der Techniker, der sich in unserer Produktion total wohlfühlt, weil wir jeden einzelnen Hebel beschreiben.

00:31:31: Aber wenn dich der Hebel nicht interessiert, dann guckst du halt einfach dran vorbei.

00:31:35: Also von daher gibt es ganz, ganz viele Zugangsmöglichkeiten.

00:31:39: Wir haben tatsächlich knapp fünfzig Prozent ausländische Gäste, was ich wirklich viel finde.

00:31:46: Wir haben wenig Kölner und vielleicht ändert sich das hier ein bisschen mit dem Podcast.

00:31:52: Was ehrlich

00:31:52: gesagt unverständlich.

00:31:53: Also sagen wir mal so, es sind sechs Prozent der Besucher.

00:31:59: in etwa, die so aus einem Umkreis von zehn Kilometern kommen.

00:32:03: Ich finde, wenn man weiß, wie viel Einwohner Köln hat, dann sind das wenig.

00:32:07: Ich würde mir wünschen, viele sagen oder alle kennen uns und fast alle sagen, war ich schon mal da, also wenn ich gerade Immi ist und den sage ich immer ja und warum bist du nicht nochmal gekommen, ist doch alles neu.

00:32:21: Also das Museum ist wirklich seit zwanzig, zwanzig haben wir über zwölf Millionen investiert und das gesamte Haus, es gibt nichts mehr, was so ist wie vorher.

00:32:32: Und ich kann nur jedem sagen, der vor zehn Jahren das letzte Mal da war oder vor Corona kommt alle wieder, es ist so viel Neues.

00:32:40: Und ihr könnt auch mehr als einmal kommen.

00:32:41: Ihr werdet euch nicht langweilen.

00:32:43: Liebe Kölschen,

00:32:44: ihr das jetzt hört hier.

00:32:45: Das war ein Appell definitiv.

00:32:47: Und ich finde, ihr müsst diesem Appell auch folgen.

00:32:50: Allein schon deswegen, weil es sich wirklich lohnt.

00:32:53: Wir haben es ja gesehen.

00:32:54: Mir ging es ja genauso, wenn ich hätte.

00:32:55: Ich bin Hand aus Herz, ne?

00:32:57: Und bei diesem erneut... Ich

00:32:58: bin Stadtführer.

00:32:59: Und ich bin Stadtführer.

00:33:00: Wie lange warst du nicht da?

00:33:02: Mit Gruppen war ich vorher schon hier, mit Gruppen war ich vorher schon hier, aber ansonsten darf dazwischen halt auch nicht mehr.

00:33:07: und es lohnt sich unbedingt, Leute, macht das auf jeden Fall.

00:33:10: Das lohnt sich unbedingt.

00:33:12: Ja, kann ich nur unterstreichen.

00:33:13: Ihr

00:33:14: habt dabei natürlich nicht nur den Museumsbetrieb als solches, sondern auch das ganze Thema drum herum.

00:33:18: Wir gucken gerade auf den Weihnachtsmarkt hier, wir gucken auf das Riesenrad, was sich eifrig dreht.

00:33:24: Wir wissen, bei euch kann ich mir das Ja-Wort geben.

00:33:28: Ja.

00:33:29: Und zwar

00:33:29: in einem Ehrlich gesagt, etwas schöneren Ambiente.

00:33:32: Zumindest riecht es hier besser als im Elefantenhaus.

00:33:34: Da geht das nämlich auch.

00:33:35: Okay.

00:33:37: Das wusste ich nicht.

00:33:37: Im Elefantenhaus

00:33:38: kannst du Augen auf der Empower.

00:33:39: Okay.

00:33:39: Kannst du da auch das Jahrhabe auch geben?

00:33:40: Ja.

00:33:40: Aber es riecht nach Elefantenpoops.

00:33:41: Das tut es hier nicht.

00:33:42: Nee,

00:33:43: das tut es hier nicht.

00:33:43: Ich kann jetzt auf den Dom und den Rheingucken oben bei uns in der Belletasche.

00:33:47: Genau.

00:33:48: Wir machen relativ viele Veranstaltungen.

00:33:50: Also kannst jetzt einen Geburtstag feiern.

00:33:53: Es gibt große Firmenveranstaltungen.

00:33:55: Also alles zwischen vierzig Personen und sechshundert zur Gamescom.

00:34:00: haben wir alles schon gemacht.

00:34:03: Ich hatte vorhin auch das Vergnügen mit dem Klaus zu sprechen, Klaus Schopen.

00:34:06: Er ist der Sprecher des Schokoladen-Museums.

00:34:09: Ja, Leitermarketing und PR.

00:34:12: Er hat gesagt, hör mal her, hier ist rund um die Uhr jeden Tag was los.

00:34:18: Da reicht, oder?

00:34:20: Ja, also manchmal schlafen hier auch die Mäuse.

00:34:25: Aber tatsächlich, welche Tage habt ihr nicht auf?

00:34:29: fast ständig auf.

00:34:30: Genau.

00:34:31: Es gibt tatsächlich drei Montage im November und es gibt die Montage nach den Weihnachtsferien bis zu den Osterferien und zehn Tage über Karneval.

00:34:42: Tatsächlich hatten wir vor vielen, vielen Jahren auch Montags geschlossen und dann haben wir irgendwann gesagt, warum sollen wir denn in den Sommerferien und an vielen anderen Tagen Montags geschlossen haben?

00:34:51: Also wir haben von Ostern bis Ende Oktober sieben Tage die Woche geöffnet.

00:34:57: Was bei so vielen Besuchern wirklich eine gigantische Herausforderung für Mensch und Material ist.

00:35:04: Und die wenigen Montage und dann die zehn Tage über Karnaval, die wir geschlossen haben, nutzen wir einfach, um zu streichen, Strom abzustellen, Dinge zu erneuern, aufzubauen.

00:35:15: Dann ist hier immer auch High Live.

00:35:17: Also dann ist zwar für den Besucher das Museum geschlossen, aber dann findet all das an Maintenance statt.

00:35:24: was man eben bei so'n vierundzwanzig Stunden betrieb, wenn man um zehn Uhr öffnet und um achtzehn Uhr schließt, nicht schafft.

00:35:30: Kleine Funfact am Rande, das dürftest du eigentlich nicht wissen.

00:35:33: Würde mich wundern, wenn du das weißt.

00:35:35: Es gibt den Stadtführer-Chat.

00:35:36: Da geht's mal drum, was ist gerade los, wo sind Sperrungen und sonst was.

00:35:39: Und tatsächlich ist immer im November, übrigens müsst all dran denken, Montag, die drei Montage, ihr könnt nicht ins Schokoladen-Museum mit euren Gruppen, schickt da keinen hin.

00:35:48: Das ist tatsächlich Thema im Stadtführer-Chat, nämlich dann, weil es außergewöhnlich ist, weil ihr dann mal ausnahmsweise zu habt.

00:35:53: Genau.

00:35:54: Aber ich hätte jetzt auch für die Kölner ein super Tipp, weil nämlich der zweite Weihnachtstag ist, glaube ich, geöffnet bei euch.

00:35:59: Ist

00:35:59: das

00:35:59: richtig?

00:36:00: Ja.

00:36:00: Das heißt, jeder, der am zweiten Weihnachtstag mit der Oma vielleicht mal nicht Kaffee und Kuchen zu Hause trinken will, der kann ja auch mal mit ihr ins Schokoladenmuseum gehen.

00:36:09: Aber ich kann nur sagen, besorgt euch ein Online-Ticket, weil die sind wirklich gut besucht, die Tage.

00:36:16: Und wenn ich euch einen Tipp geben kann, liebe Kölner.

00:36:19: kommt nicht an dem Tag, sondern kommt einfach im Januar.

00:36:24: Dann ist es viel entspannter, weil tatsächlich sind die Feiertage wirklich voll.

00:36:30: Natürlich dürft ihr mit eurem Besuch kommen.

00:36:32: Wir freuen uns auch über euch, aber wundert euch nicht, wenn ihr um zwölf Uhr kommt und es für den Tag keiner Tickets mehr gibt.

00:36:39: Deswegen, was ist die Empfehlung, wenn ich kommen will?

00:36:41: Wie mache ich es am besten?

00:36:42: Also am besten ist natürlich, wir haben tatsächlich aufgrund des hohem Besucher an Drangstzeitfenster-Tickets eingeführt, hundertzwanzig die vierte Stunde und das ist allerdings nur relevant an den wirklich gut besuchten Tagen, also an den Wochenenden, in den Ferien, an den Feiertagen, an den Brückentagen.

00:37:03: und wenn du an anderen Tagen kommst, ist es ganz oft so, dass wir da sehr, sehr flexibel sind und du kannst auch Eine Viertel, schon ne Frühjahr mit deinem Ticket rein.

00:37:15: Aber wir brauchen einfach diese Steuerung, weil es nicht schön ist für die Besucher, wenn es zu voll ist.

00:37:20: Wir wollen einfach begeistern, wir wollen Qualität liefern und wenn das raus einfach verstopft ist.

00:37:27: dann ist das nicht möglich.

00:37:28: Also geht einfach auf die Website des Schokoladenmuseums, google die raus und dann guckt nach den Tickets, holt euch ein Zeitfenster-Ticket und dann seid ihr auf der sicheren Seite, ihr kommt rein, ihr tretet euch nicht gegenseitig auf die Füße und vor allen Dingen, ihr bekommt den schönsten Platz für eine heiße Schokoladen, eine Schokoladentochter, den es in ganzen Köln gibt, weil die Belohnung natürlich nach dem Museumsbesuch ist der wirklich unvergessliche Besuch im Museumscafé direkt vorne quasi im Rheinsitzen hat man das Gefühl, Schokolade trinken und eine Schokoladentochte essen.

00:38:01: Oder im Sommer auf der Terrasse und du sitzt wirklich nirgendwo so nah am Rhein wie bei uns.

00:38:07: Jetzt, wo wir schon mal in Zeit des Museums sind, ist es doch mal bestimmt interessant für uns und auch für den Uli und für den Janik.

00:38:16: Was ist denn so der typische Arbeitstag einer Museumsleiterin?

00:38:20: Oder kann man das überhaupt sagen?

00:38:21: Du hast uns eben empfangen unten und dann haben wir schon festgestellt, okay, da wurde eine Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass er bitte sein Chip benutzen soll und so.

00:38:27: Also gibt es überhaupt Sachen, um die du dich nicht kümmern musst?

00:38:34: Fragezeichen.

00:38:40: Als Chefin oder Geschäftsführerin bist du natürlich schlussendlich immer auch für alles zuständig, aber ich glaube, wir haben wirklich eine tolle Organisation.

00:38:52: Viele gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sodass das Museum prima öffnen kann, wenn ich nicht da bin.

00:38:59: Ich muss nicht die Hausaufschließen und ich muss auch nicht an der Kasse sitzen.

00:39:03: Das sind alles Aufgaben, für die wir ein tolles Team haben, die das machen.

00:39:08: Aber wenn es natürlich darum geht, strategisch das Haus zu entwickeln und zu schauen, wie geht es in die Zukunft und welche Instandhaltungsmaßnahmen und welche Projekte wollen wir machen und wie soll denn die neue Ausstellung aussehen, dann sind wir natürlich schon auch gefordert, uns dazu Gedanken zu machen und zu schauen.

00:39:30: wie das funktionieren kann.

00:39:32: Und schlussendlich ist das Museum, wir führen das ja, wir sind eine Kultur- und Bildungsinstitution.

00:39:39: Aber dadurch, dass wir keine Zuschüsse bekommen und für unseren eigenen wirtschaftlichen Erfolg verantwortlich sind, müssen wir natürlich schauen, dass das funktioniert.

00:39:51: Und das heißt, wir agieren hier wie ein mittelständisches Unternehmen.

00:39:58: Mit dem Haus verknüpft sind zusammen mit Gastronomie und Shop.

00:40:02: Das machen ja gute Partner von uns.

00:40:05: Knapp um die dreihundert Arbeitsplätze, die hier am Standort tätig sind.

00:40:10: Und da gibt es halt ganz, ganz viele Themen.

00:40:13: Personalführung, strategische Entwicklung, Finanzen.

00:40:17: Also wird nicht langweilig?

00:40:18: Nein.

00:40:19: Ihr zahlt ja auch Miete für das Schokoladenmuseum.

00:40:23: Ja.

00:40:23: Und zwar zahlt ihr die Miete an die Imhof-Stiftung.

00:40:27: Ja, da ist noch ein Unternehmen, also eine eingetragene GBR, der dieses Gebäude gehört und die gehört im Wesentlichen zu weit über neunzig Prozent der gemeinnützigen Imhof-Stiftung.

00:40:39: und dort zahlen wir Miete und über diese Miete wird auf der einen Seite das Gebäudeinstand gehalten und die Themen gemacht, aber geschütten natürlich auch dann an die gemeinnützige Stiftung nochmal aus, ja.

00:40:51: Und gestern Abend war die große Gala der große... Big Bang zu fünfundzwanzig Jahre im Hofstiftung im Rathaus.

00:41:01: Und wir haben da Dinge erlebt, die waren wirklich sensationell.

00:41:05: Es gibt fünfundzwanzig Bessermacher aus Köln.

00:41:07: Das sind Institutionen, Vereine, die von anderen Menschen vorgeschlagen worden sind, die einfach erzählt haben, ihre Geschichte, wie diese Institutionen Köln besser gemacht haben.

00:41:20: Und das war der Big Bang zu fünfundzwanzig Jahre im Hofstiftung.

00:41:25: Genau, wir haben das große Jubiläum gefeiert und wir wollten uns nicht selber feiern und hatte meine Schwester, Susanne, die coole Idee, dass wir doch uns Geschichten erzählen lassen, wo Vereine das Leben von Menschen besser gemacht haben.

00:41:44: und wir sind auf den tollen Namen die Bessermacher von Köln gekommen.

00:41:48: dass da noch keiner drauf gekommen ist, ist ja eigentlich erstaunlich, weil es gibt jede Menge davon.

00:41:53: Ich bin

00:41:53: gestern hinter einem Auto der Steeb hergefahren, also die Wasserbetriebe, da steht die Wasserbessermacher drauf.

00:41:59: Da musst du in euch noch denken.

00:42:01: Genau.

00:42:02: Und die Aktion hat ja einfach einen riesigen Erfolg.

00:42:06: Ich glaube, es waren sechshundertfünfzig Geschichten, die eingereicht worden sind.

00:42:10: Und genau, jetzt haben wir zwanzig Gewinner.

00:42:14: Und die können alle sehr, sehr stolz sein.

00:42:17: Das war

00:42:17: ein großartiger Abend gestern mit ganz viel Spaß.

00:42:22: Ja, und viel Emotionen.

00:42:24: Und

00:42:24: das ist halt auch möglich, weil es die Imhoff-Stiftung gibt.

00:42:28: Hans Imhoff hat halt dann tatsächlich die Weichen gestellt.

00:42:32: größte Teile seines Privatvermögens in diese Stimme auf Stiftung eingebracht, damit damit wiederum andere Dinge hier in dieser Stadt gefördert werden können.

00:42:41: Das kann man gar nicht laut und oft genug sagen, weil das sind nämlich dann Dinge, die vielleicht auch sonst hinten runterfallen, therapeutisches Reiten, Kunst, Kultur, Bildung von Kindern, es geht um Karnevalsinitiativen, es geht um Menschen, die vielleicht ein bisschen Pech im Leben gehabt haben und das ist natürlich dann auch... Alles im Zeichen der Imhof-Stiftung, eine ganz große Geschichte.

00:43:04: Und da hängt das Museum ja schlussendlich auch mit in der Kette drin.

00:43:07: Ja, absolut.

00:43:09: Wir verdienen ein Teil des Geldes, dass wir in der Stiftung ausgeben können.

00:43:14: So, liebe

00:43:14: Kölschen, jetzt noch einen Grund mehr zu kommen, weil wenn ihr nämlich hier hinkommt und ein paar Mark für den Eintritt bezahlt, dann tut ihr schlussendlich damit eurer Stadt auch was Gutes.

00:43:23: Das darf man auch nicht vergessen.

00:43:24: Eine Sache.

00:43:25: Wir waren immer noch nicht am Ende des Museums.

00:43:28: Nein, nein, nein, der ist gleich noch drauf zurückgekommen.

00:43:30: Genau, wir müssen noch einmal den Rundgang zu Ende machen.

00:43:32: Wir müssen

00:43:33: den Rundgang noch zu Ende machen, weil da fehlt noch eine ganz bestimmte, also mir fehlt noch ein ganz wichtiger Punkt.

00:43:38: Also nach dem Barock und dem Luxusgetränk kommt noch das große Thema Industrialisierung, wo die Schokolade ein perfektes Beispiel für ist.

00:43:48: Und auch die sehr traurige Geschichte, die auch mit der Schokolade verknüpft ist, nämlich von Kolonialismus, wo wir sehr deutlich zur Stellung beziehen.

00:44:01: Aber das schaut euch vielleicht gerne selbst an im Schokoladenmuseum, wie wir das machen, warum es schwierig ist mit dem Sarottimur.

00:44:09: Und ganz oben.

00:44:11: Und das ist vielleicht auch noch total wichtig.

00:44:13: Gibt es einen beschwingten Abschluss?

00:44:16: Schokolade ist ein Gefühl, wo es um große Markenwelten gibt und nicht nur Lind, mit denen wir ja eng verpartnert sind.

00:44:24: Dort siehst du auch die Milkkaku und das Üei und ganz warum die Ritter Sportschokolade quadratisch ist.

00:44:33: Dort lernst du ganz, ganz viele Themen.

00:44:37: Und da hat dann jeder noch mal einen wunderbaren

00:44:41: Abschluss.

00:44:41: Es ist laut, es ist quirlig.

00:44:43: Es ist mit Licht und Soundeffekten.

00:44:46: Ganz

00:44:46: modern.

00:44:48: Es ist so ein bisschen so ein Instagram-Ding.

00:44:50: Auch, dass man so schön Selfies machen kann.

00:44:53: Instagram-Ability.

00:44:53: Ja, ihr kennt das Marketing-Ding.

00:44:57: Es ist gerade das Stichwort gefallen.

00:45:00: Wenn ich jetzt über die Drehbrücke komme und aus dem Museum zu laufe, steht da draußen Lind.

00:45:05: Ja.

00:45:06: Wir hatten eigentlich die ganze Zeit über Stolberg gesprochen.

00:45:08: Ja, Stolberg ist auch verkauft worden.

00:45:12: Und im Rahmen des Verkaufes Anfang der Zweitausender hat man eben auch die Kooperation mit dem Museum dort weitergegeben, weil, wo soll denn so ein Museum?

00:45:26: jede Woche ein paar Tonnen flüssige Schokolade herbekommen.

00:45:30: Das war natürlich bei Stollwerk aus Ports gar kein Problem und für die Zukunft war das natürlich ein riesen Thema.

00:45:37: und dann hat man diese Kooperation auch nach dem Verkauf erst mal aufrechterhalten, aber de facto hatten die Käufer überhaupt gar kein Interesse daran.

00:45:47: Wenn jemand keinen Spaß an der Partnerschaft hat, dann wird das echt zäh und schwierig, also auch mit der Schokolade.

00:45:52: Das ist wie im richtigen Leben.

00:45:54: Ja, das

00:45:54: war total echt das Leben.

00:45:58: Und dann sind wir tatsächlich auf Linde gekommen, die in Aachen sitzen, also auch nicht so weit weg, sehr leckere Schokolade aus meiner Sicht herstellen.

00:46:06: Und mit denen haben wir die Partnerschaft gemacht.

00:46:09: und einer der sozusagen Teile der Marketingkooperation, die wir mit Lind haben, ist eben, dass ihr Name draußen auch am Haus steht, weil hier im Haus stellen wir Lindschokolade, also wir arbeiten mit der Lindschokoladenmasse, stellen daraus unsere Produkte her, die aber inhaltlich, betreiben wir das Museum völlig unabhängig, da mischen sie sich nicht ein.

00:46:34: Und manchmal finden die das ein bisschen doof.

00:46:37: Aber wir wollen eben das Schokoladenmuseum sein mit einer besonderen Partnerschaft zu Lind.

00:46:44: Aber wir zeigen eben auch ganz viele andere Marken und gute Weispiele von anderen Herstellern.

00:46:52: Und insofern kann man auch bei uns im Shop neben Lindschokolade auch ganz viel andere Schokolade kaufen, sodass wir wirklich einen guten Überblick geben über alles, was der Markt so.

00:47:02: herzugeben hat.

00:47:03: Das ist auch eine langfristige Partnerschaft?

00:47:06: Ja, das war ursprünglich.

00:47:09: Also, wir sind in dem Jahr und sechs hat die begonnen und der erste Vertrag lief zehn Jahre und die aktuelle Partnerschaft läuft bis zwanzig und dreißig.

00:47:20: Also, wir haben noch einige Jahre dieser Partnerschaft vor uns und hoffen natürlich auch Verlängerung.

00:47:26: Ja,

00:47:27: und da schließt sich bei mir die Frage an, was sind denn die langfristigen Ziele, die ihr mit dem Museum verfolgt?

00:47:32: Also wenn ihr jetzt schon so eine langfristige Partnerschaft...

00:47:34: Machen wir mal so, wir haben jetzt im Jahr- und-Zwanzig.

00:47:36: Ja.

00:47:36: Wir treffen uns im Jahr- und-Zwanzig

00:47:38: wieder.

00:47:39: Über was reden wir dann?

00:47:43: Immer noch ein erfolgreiches Schokoladenmuseum, vielleicht noch ein bisschen erfolgreicher als heute.

00:47:49: Es gibt... Viele Themen, ein bisschen was kann ich verraten.

00:47:53: Es wird im nächsten Jahr einen neuen Hafenweihnachtsmarkt geben.

00:48:01: Wir wechseln dem Betreiber und Willi Kipp, der bisher das Riesenrad macht, wird auch den Weihnachtsmarkt übernehmen.

00:48:08: Es wird tolle neue Buden geben und das wird sicherlich sehr, sehr cool werden.

00:48:14: Das hat natürlich mit dem Museum direkt nichts zu tun, aber strahlt ja auf uns ab.

00:48:20: Wenn das Riesenradsee im wahrsten Sinne des Wortes.

00:48:23: Genau.

00:48:23: Und für uns gibt es tatsächlich noch ein paar große Bauthemen.

00:48:27: Wir werden die Besucher WC's und die Garderobe sanieren.

00:48:32: Der Shop wird nochmal komplett neu gestaltet.

00:48:35: Also das sind so die Bauprojekte.

00:48:37: Und tatsächlich wollen wir auch, was die Besucherzahlen angeht, insbesondere in den Zeiten, wo es heute noch nicht so voll ist, noch mal ein bisschen Gas geben und mal schauen, ob wir nicht... Wir werden dieses Jahr ungefähr wieder beim Rekordjahr vom letzten Jahr liegen und nächstes Jahr wollen wir noch einen draufsetzen.

00:48:56: Wären reinerisch die Millionen drin, würde man das

00:48:59: schaffen

00:49:00: von den Kapazitäten hier?

00:49:02: Bei einer Gleichverteilung auf alle Fälle.

00:49:05: Aber sozusagen schaffen wir mal im Januar... Montags oder Dienstags.

00:49:12: Wir am zweiten Weihnachtstag.

00:49:14: Genau.

00:49:14: Also das ist natürlich, du hast halt die saisonalen Schwankungen.

00:49:18: Aber es gibt schon noch viele Zeiten, wo wir vielleicht eighteenhundert oder zweitausend Besucher haben und wo wir auch dreitausend haben könnten.

00:49:27: Aber es gibt schon natürlich Zeiten, wo wir eben ausverkauft sind und da kann ich halt nicht noch einen draufsetzen.

00:49:33: Oder siebenhundertfünfzigtausendste Besucher, der kriegt einen Schokoladenpäckchen, oder?

00:49:38: aufgewogen in Schokolade.

00:49:42: Da stehst du jetzt draußen

00:49:43: im Klichon.

00:49:45: Da

00:49:45: musst du auch mal ganz

00:49:46: oft kommen.

00:49:47: Gerne.

00:49:48: Aber der siebenhundertfünfzigtaus ist in einem Jahr.

00:49:51: Ja, ja, ja, klar.

00:49:51: Also ist dann irgendwann ab Dezember.

00:49:54: Dann ist es ein bisschen einfacher.

00:49:56: Wahrscheinlich am zweiten Weihnachtstag.

00:49:59: Aber

00:50:00: noch mal, das haben wir jetzt schwarz auf weiß hier, quasi wird Blut besiegelt.

00:50:03: Der sieben oder fünfzigtausende Besucher wird in Schokolade aufgewogen.

00:50:06: Wir

00:50:07: nehmen dich beim Wort.

00:50:08: Wir machen das.

00:50:10: Klar, Lugo.

00:50:12: Also dafür sofort.

00:50:14: Da mach ich mit.

00:50:14: Aber wir russen Spaß

00:50:15: raus.

00:50:18: Gibt

00:50:18: es eine Frage, die dir in Interviews noch nie jemand gestellt hat?

00:50:24: Und ich denke, du hast schon viele gegeben.

00:50:25: Aber die du einfach mal gerne beantworten willst.

00:50:27: Ja.

00:50:30: Wir sind schon so viele Fragen gestellt, man ist so viel dummer und so viel schlauer.

00:50:33: Ich

00:50:33: hoffe, dass heute ging es.

00:50:36: Mir heute war gut.

00:50:39: Ja gut, aber dann, wenn das so ist, dann können wir direkt zu unserem Thema kommen, was uns so ein bisschen am Herzen liegt, die kölschen Fragen.

00:50:45: Ja, jedem mit dem wir sprechen im Kölnding der Woche, der bekommt von uns eine Reihe von Fragen zur Stadt um die Ohren gehauen.

00:50:53: Das muss nicht immer nur Lobhut leise sein, aber uns interessiert einfach, weil wir das Kölnding der Woche sind natürlich dein Verhältnis zur Stadt.

00:50:59: Und deswegen die Frage, wenn ich den Köln, wo sonst könntest du wohnen und warum gerade

00:51:03: dort?

00:51:05: Also ich lebe tatsächlich ausgesprochen gerne in dieser Stadt.

00:51:08: Hier sind meine Familie, die meisten meiner Freunde, meine Arbeit.

00:51:12: Aktuell wüsste ich nicht, wo ich sonst leben wollte.

00:51:15: Also ein klares Bekenntnis hier.

00:51:17: Welche kölschereigenschaft zeichnet dich aus?

00:51:23: Ach, vielleicht die kölschische Mischung aus Bodenständigkeit und Offenheit.

00:51:30: Würde ich unterschreiben?

00:51:31: Würde ich unterschreiben?

00:51:31: Würde ich unterschreiben nach unserer Erfahrung hier?

00:51:33: Würde ich das unterschreiben?

00:51:33: Ja.

00:51:34: Was würdest du morgen in Köln ändern?

00:51:38: Im Wahlkampf ist viel darüber geredet worden.

00:51:40: Ich glaube... Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit ist sicherlich eines der großen Themen, was uns am Herzen liegt.

00:51:48: Bezahlbarer Wohnraum, weniger Baustellen, eine digitale Verweihung.

00:51:52: Das ist eine

00:51:52: ganz einfachen Themen, die du hier hast.

00:51:57: Ich glaube tatsächlich, das ist alles.

00:51:59: schnell gesagt, die Umsetzung ist ein dickes Brett und ehrlich gesagt drücke ich unseren neuen Oberbürgermeister.

00:52:06: Die Daumen und... Lieber

00:52:07: Thorsten Wurmeister, falls du das hörst, wir drücken dir alle Däumchen und hab ein... Mut,

00:52:11: Ausdauer und ein gutes Händchen.

00:52:14: Ja.

00:52:16: Hast du so zwei, drei Gründe, die dir einfallen könnten, warum du Köln verlassen könntest, wolltest oder solltest?

00:52:26: Ja, hab ich ja vorhin

00:52:26: schon gesagt.

00:52:28: Kann ja sein, dass man sagt, wenn der Tier jetzt noch streckier wird.

00:52:33: Ja, gut.

00:52:33: Also tatsächlich, wenn sich politische Rahmenbedingungen dramatisch verändern, dann wird man sich das ein oder andere nochmal überlegen müssen.

00:52:42: Aber sagen wir mal so, wir können ja vorher was dagegen tun.

00:52:45: Genau.

00:52:46: Und ich wäre dabei.

00:52:49: Wo ist dein Lieblingsplatz hier in der Stadt?

00:52:52: Oh, tatsächlich mit einem Cappuccino bei uns am Rhein auf der Terrasse.

00:52:56: Das ist schon

00:52:57: fein.

00:52:57: Das kann ich mir auch gut vorstellen.

00:53:01: Welche

00:53:02: Kölnerinnen

00:53:03: haben dich beeinflusst.

00:53:05: Und das muss jetzt keine Persönlichkeit sein.

00:53:08: Das kann auch was im persönlichen Arm sein.

00:53:10: Aber ausdrückst du, weil, also dein Vater gilt nicht.

00:53:13: Ja.

00:53:13: Oh, das ist gemein.

00:53:14: Das

00:53:14: haben wir für die Susanne genauso gemalt.

00:53:16: Die haben wir rausgenommen.

00:53:16: Aber

00:53:17: bei deiner Schwester auch.

00:53:18: Den haben

00:53:18: wir rausgenommen.

00:53:18: Dann bin ich

00:53:19: raus.

00:53:19: Also

00:53:20: dann, dann finde ich das total... Das ist

00:53:22: gemein.

00:53:24: Ist wirklich gemein.

00:53:25: Wer wäre es denn, okay, lass uns mal gelten.

00:53:28: Ja.

00:53:29: Dann wäre es eher.

00:53:29: Ja, unbedingt.

00:53:31: Ja, klar.

00:53:32: Also seine Freude am Unternehmertum und am Gestalten, die prägen mich einfach, seine Entscheidungsfreude.

00:53:39: und ja, also von daher glaube ich tatsächlich, da mein Vater Kölner war, finde ich es eigentlich Unfälle, wenn er nicht gelten soll.

00:53:48: Ja, das wäre zu einfach.

00:53:52: Alles

00:53:54: gut, Bill.

00:53:55: Alles gut, lass mal gelten.

00:53:58: Ja, der Straßenkarteball ist überhaupt nicht meins.

00:54:00: Es sind mir zu viele Menschen auf einmal, aber ich hatte die große Freude und Ehre, schon mehrfach am großen Montagszug mitgehen zu können, also ich glaube dreimal oder so bis jetzt.

00:54:12: Und das ist schon cool.

00:54:14: Also wenn man das mal miterleben darf, also das ist schon was Hochemotionales und total beeindruckendes.

00:54:27: So den Dom zu gucken, wenn da schönes Wetter ist, vor blauem Himmel.

00:54:31: Wenn man da durchgeht, das ist

00:54:32: schon geil.

00:54:33: Und die Leute jubeln dazu?

00:54:35: Geht gar nicht um dich, sondern um Kamelle.

00:54:39: Trotzdem.

00:54:40: Das Nachhaltigkeitsherz blutet dann immer so ein bisschen.

00:54:43: Aber

00:54:44: da war die Firma Stollwerk ja auch mal ganz groß im Sponsoren des Kamelles.

00:54:50: Da hat sich ja mein Vater viele Freunde mitgemacht, indem er das gestrichen hat, weil das kein gutes Geschäft war.

00:54:58: Wir waren dabei, was du zwischen Weiberfaß und Aschermittwoch machst, aber was machst du denn zwischen Aschermittwoch und Weiberfaßnacht?

00:55:03: Den Rest des Lebens.

00:55:05: Das ist gut zusammengefasst.

00:55:08: Was hätt für dich noch immer Jotie-Jange?

00:55:12: Das ist eigentlich auch eine schwierige

00:55:14: Frage.

00:55:14: Ja, es ist wirklich schwierig.

00:55:18: Also tatsächlich versuche ich immer positiv und mit... Optimismus in die Zukunft zu gucken, dass Jodje Yangen richtet sich ja eigentlich eher auf das laissez-faire der Vergangenheit, das nicht so meins.

00:55:32: Und ich glaube tatsächlich, man sollte versuchen, seinen Beitrag zu leisten.

00:55:38: In dem Rahmen, wie man es machen kann und einfach abwarten und den lieben Gott machen lassen, das finde ich ist keine gute Haltung.

00:55:45: Insofern ist für mich eigentlich Das eines der Sprichwörter, die ... Ja, es gibt Dinge, die sind gut, dass sie gut gegangen sind.

00:55:57: Aber eigentlich habe ich eher so einen gestaltenden Anspruch und möchte ... Also möchte Verantwortung übernehmen und Dinge besser machen.

00:56:08: Das Gute besser

00:56:09: machen, das finde ich.

00:56:09: Das sind wir wieder, weil wir besser machen.

00:56:14: Wo drüber lagst du dich kaputt?

00:56:18: auch wenn jemand mit viel Selbstinronie über sich selber lacht oder eine Situation kommentiert, das finde ich schon immer gut.

00:56:26: Also Humor ist wichtig.

00:56:29: Trinkst du Kölsch?

00:56:34: Wenn ich euch meine Lieblingskölschmarke sagen soll, dann bin ich relativ schnell raus.

00:56:39: Wenn es kalt und frisch gezapft ist, ist alles gut und gelegentlich gerne.

00:56:43: Ansonsten bin ich nicht so ganz der große Alper.

00:56:45: Die Kölsch-Brauer,

00:56:46: das waren das hier so

00:56:47: lohnliche.

00:56:49: Gehst du gerne in eine Kneipe?

00:56:50: Nee, damit kann ich nicht

00:56:51: in... Restaurant?

00:56:54: Ja.

00:56:55: Willst du das nennen oder lieber nicht?

00:56:57: Weil dann die ganzen Gruppi ist da rum.

00:56:59: Aber

00:56:59: gibt es da vielleicht auch dein Kölsches Lieblingsgericht in diesem Restaurant?

00:57:04: Also tatsächlich ist Riefkoche... Sagt man doch, Riefkohre.

00:57:09: Aber den finde ich, muss man ja nicht im Restaurant essen, wo er oft gar nicht frisch gemacht ist, sondern das muss man so richtig schön an einem guten Stand.

00:57:17: Hier

00:57:17: wieder einen schönen Gruß an die Kristina und ihre Riefkohre-Boot in der Salz, ja.

00:57:21: Kriegst

00:57:21: du da eigentlich?

00:57:22: Genau.

00:57:22: Kriegst du Prozente?

00:57:23: Nein, bekomme ich nicht, aber es sind einfach die besten Riefkohre-Boot.

00:57:26: Fertig.

00:57:27: Das habe ich mit mir diskutiert.

00:57:28: Ja,

00:57:28: also das ist einfach cool, wenn das Fett nicht alt ist, sondern frisch ist und die Kartoffeln lecker, dann ist das perfekt.

00:57:36: Dein Lieblingsschimpfwort auf Gölsch.

00:57:39: Wiese Möp.

00:57:41: Das

00:57:41: ist schön.

00:57:43: Abschließend, bitte vervollständige doch den Satz, Köln ist...

00:57:57: Köln ist ein Gefühl.

00:58:02: Mit einem Menschen, der sich um Schokolade kümmert, hätte man das gar nicht schöner sagen können.

00:58:06: Ein bisschen chaotisch, sehr herzlich und immer ein Zuhause.

00:58:12: Jetzt läuft euch ein Schauer über den

00:58:14: Rücken.

00:58:16: Ja, aber ich habe eine Frage noch zum Schluss.

00:58:20: Kannst du überhaupt noch Schokolade?

00:58:23: oder zart bitte?

00:58:28: Magst du überhaupt noch Schokolade?

00:58:30: Fangen wir mal so rum an.

00:58:32: Ja.

00:58:33: Es gibt ja so diese Leute, die in so Schokoladensachen arbeiten, die sagen, da kann ich irgendwann nicht mehr essen.

00:58:39: Ne, also vor allen Dingen, also hier steht ja immer Schokolade rum und wir probieren ja auch total viel aus.

00:58:47: und tatsächlich seit Mitte des Jahres haben wir nochmal das Thema frische Schokolade, also Wenn du Schokoladenmasse mit frischen Zutaten anreicherst und dann kannst du das so große platten und dann brichst du die und dann kannst du die hier mit den Nüssen und damit den Erdbeeren und dort das Außenhund.

00:59:08: Das ist schon total gut.

00:59:10: Aber meine Lieblingsorte ist tatsächlich eine Vollmilch mit einem hohen Kakaoanteil.

00:59:18: Nicht ganz so süß, aber nicht eine bitter Schokolade.

00:59:22: Das ist was für die Experten.

00:59:23: Aber ich glaube ja, die Annette lügt, weil wir werden noch ein Bild in die Show noch reinstellen.

00:59:27: Sie kann nicht viel Schokolade essen.

00:59:29: Wenn ihr das

00:59:29: Bild seht,

00:59:31: werdet ihr mir das glauben?

00:59:32: Insofern sind das immer nur sehr, sehr kleine Portionen.

00:59:36: Vielen, vielen Dank, dass wir hier zu Gast sein durften.

00:59:38: Es war uns ein großes Vergnügen.

00:59:40: Es war eine große Freude.

00:59:43: Janik, hast du deine Schokolade auf hier gegessen?

00:59:45: Ja, okay, er grinst zufrieden.

00:59:47: Er hat es dreihundert Gramm in der Zeit geschafft und das schaffen nur die wenigsten Tontechniker.

00:59:52: Lieber Nette, vielen, vielen Dank.

00:59:53: Es war richtig schön.

00:59:54: und jetzt führen wir da Nikolaus.

00:59:56: und übrigens, wir haben auch einen kleinen Lindschokoladen.

00:59:59: Nikolaus passend zum Tag geschenkt bekommen.

01:00:01: Ja, natürlich.

01:00:02: Madadiot, gehabt euch wohl, lasst es euch gut gehen, genießt die Schokolade, besucht das Schokoladenmuseum, ein kleiner Tipp, guckt vorher auf die Website, überlegt, ob ihr nicht vielleicht so ein Zeitfenzarticket nehmt.

01:00:14: Und wir hören uns in zwei Wochen.

01:00:16: Martin Jodd, vielen Dank und Tschüss.

01:00:19: Tschüss zusammen.

01:00:19: Tschüss zusammen.

01:00:22: Das war die neuste Folge vom Köln-Ding der Woche.

01:00:26: Und ich hoffe, es hat euch gefallen.

01:00:28: Wenn ja, folgt uns auf Instagram

01:00:31: und Facebook und

01:00:32: auf TikTok.

01:00:33: Da sind wir unter das Köln-Ding zu finden.

01:00:37: Auch auf PolyG sind wir natürlich zu finden, weil es da unseren Podcast gibt.

01:00:41: und auf Spotify,

01:00:43: Apple,

01:00:45: RTL Plus, überall da wo es Podcast gibt.

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